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Inhaltsverzeichnis

Sony Ericsson K750i Testbericht

Selten wurde ein Gerät aufgrund von schlecht konditionierten Wertungskriterien von führenden Testmagazinen so schlecht gerankt wie das K700i zu seiner Markteinführung im Sommer 2004 - für alle Beteiligten ein Grund ihre Testkriterien anzupassen. Auf das im folgenden getestete Gerät sollten sich alle - nichtsubjektiven - Verfahren exzellent anwenden lassen: das K750i ist nicht nur seit der Bekanntgabe seines Erscheinens ein Sieger der Herzen, es ist auch blendend ausgestattet. Und um kein anderes Gerät zitterte die Community so sehr wie beim "Clara", das erstmals Ende 2004 auf unscharfen Bildern durchs Internet wanderte - von Samsungs D500 vielleicht einmal abgesehen. Ob der Nachfolger des K700i seine Vorschusslorbeeren zu Recht erntete, ergründen wir im folgenden ausführlichen Praxistest.

Lieferumfang & Verpackung

Kleinlich gibt sich Sony Ericsson bei der Bestückung des wie immer in schlichtem Weiß gehaltener mit spiegelnder lupenreiner Zweiseitenabbildung des Kerninhalts bebilderten Schachtel gewiss nicht. Neben dem K750i findet man sinnvolles Zubehör in der Packung. Dazu gehört der obligatorische Akku und ein Ladegerät mit Stecker für den neuen sogenannten "FastPort" des Geräts. Als Zugabe gibts ein kabelgebundenes Stereo-Headset und ein USB-Kabel, die ebenfalls an diesen Port passen. Damit der digitale Fotospaß nicht am internen Speicherausbau scheitert, liegt außerdem ein MemoryStickPro Duo mit 64MB Kapazität samt Adapter auf frühere Memorystick-Formate in der Schachtel.

Foto: AMB | K750i Lieferumfang

Eine Software-CD mit PC Suite (Sync-Software, MMS-Editoren und USB-Treiber) und der Starter Edition von Photoshop Album 2.0 vervollständigen die "harten Fakten" der Lieferung, ein umfangreiches Handbuch-Set in 6 europäischen Sprachen hilft beim Aufdecken der versteckten Features des Handys, dürfte aber für die Nutzergruppe, die sich auf das K750i bereits seit Monaten freut, eher schmückendes Beiwerk sein.

Design & Verarbeitung

Nüchtern betrachtet ist das Design des K750i ausgesprochen schlicht ausgefallen - vielleicht ein Grund, warum die Erwartungshaltung an die Funktionalität des Geräts so hoch ist. Als Formfaktor für sein - zumindest moralisches - Flaggschiff wählt Sony Ericsson den bewährten Barren, mit 100x46x19,5mm Größe ist das Handy fast genauso groß wie das 6230i und wiegt bis aufs Gramm genausoviel wie sein Konkurrent aus Finnland.

Foto: AMB | K750i Design

Designtechnisch beerbt das K750i eine ganze Gerätelinie, die 2003 mit dem T610 gestartet wurde. Gegenüber seinem direkten Vorgänger K700i nimmt sich das K750i aber eher schlicht aus: während die Front des Handys aus einem glänzenden und einem samtig-matten schwarzen Kunststoff gefertigt wurde, besteht die Rückseite ausschließlich aus letztgenanntem Material. Dabei wirkt die Gestaltung der Vorderseite etwas eigentümlich, da das Display ungewöhnlich hoch am oberen Rand des Gehäuses untergebracht wurde und flächenmäßig genausoviel Platz einnimmt wie die Tastatur, die sich großzügig auf die untere Hälfte verteilt.

Der Hingucker schlechthin ist mit Sicherheit die Rückseite des Geräts - aus dem Gesichtspunkt der Kamera die oft erwähnte "zweite Vorderseite". Die Optik der 2-Megapixel-Kamera wird von einem breiten Schieber aus metallisch glänzendem Kunststoff vor äußeren Einflüssen geschützt. Der Schiebemechanismus ist leichtgängig und lädt zum Spielen ein, bleibt aber nicht ohne leichte Wackler. Auch die Materialwahl ist etwas zu geringschätzig ausgefallen: da das Handy den größten Teil seines Lebens auf dem Rücken liegend verbringen wird, dürfte der Schieber schnell zerkratzt sein - ein Metallschalung wäre hier die bessere Wahl gewesen.

Am rechten Rand des gegenüber dem Gehäuserücken etwas erhabenen Plateus für die Optik befindet sich ein Anschluss für eine externe Antennlösung, die z.B. für Kfz-Einrichtungen benötigt wird. Direkt über dem Display befinden sich hinter einem Plastikfenster geschützt zwei helle Fotoblitz-LEDs, im unteren Rand des Plateus findet das Gräting für den Lautsprecher seinen Platz.

Um der Kameraeinheit Platz zu schaffen, fällt der Akkudeckel geradezu winzig aus: er bestimmt gerade einmal ein Viertel der Rückseite, wurde mit einem sich über die Gerätebreite erstreckenden Fuß ausgestattet und ähnelt in seinem Design dem des S700i. Der Deckel rastet so perfekt am Grundgehäuse ein, dass er sich auch mit kräftigem Druck nicht versehentlich abschieben lässt; zur Entnahme muss man die Unterseite des Geräts mit beiden Händen kräftig zusammendrücken.

Unter dem Deckel verbirgt sich ein 900mAh Li-Polymer-Akku, der auch schon beim V800 Verwendung fand - näheres zu seiner Ausdauerleistung erfahren Sie in . Der Einschub für die SIM-Karte ist etwas fummelig, hält die Mobilfunkkarte dafür aber sicher an ihrem Platz.

Foto: AMB | K750i FastPort

Foto: AMB | K750i Speichererweiterung

Die Verarbeitung wirkt im Allgemeinen sehr hochwertig, überschüssige Mini-Spalte wie man sie beispielsweise bei Samsung häufig antrifft, bleiben dem K750i erspart. Nichtsdestotrotz kann man dem Gehäuse auch bei leichtem Druck minimale Knarzlaute entlocken und auch die Spalte zwischen den beweglichen Teilen wirkten bei Vorgängern bereits professioneller als bei diesem Modell. Der glänzende Display-Überzug und die drei Softkeys unter dem Display ziehen darüber hinaus Fingerabdrücke magisch an. Wer auf solche Details eher wenig achtet, dürfte vom durchdachten Gesamtbild aber völlig überzeugt sein.

Veteranen des Herstellers dürften an der Nachricht, dass Sony Ericsson seinen Port für Headsets, Daten- und Ladekabel durch einen neuen Anschluss namens FastPort ersetzt hat, wenig Gefallen finden. Der neue Steckplatz fällt deutlich schmaler aus; sämtliches kabelbasierte Zubehör wird über einen Stecker am Gerät angeschlossen, der sich ähnlich wie bei Nokias POP-Port über die gesamte Breite des Anschlusses erstreckt und im Betrieb das Innere vor Staub schützt.

Ohne angestecktes Kabel liegt der Anschluss allerdings vollkommen frei. Anders der Einschub für den MemoryStick: dieser befindet sich gut geschützt unter einer am Gehäuse befestigten Plastikklappe, die sauber und fest am Gerät einrastet.

Display & Tastatur

Foto: AMB | K750i Display

Foto: AMB | K750i Tastaturbeleuchtung

Das Display des K750i gibt 262.144 Farben bei einer Auflösung von 176x220 Pixeln wieder. Sowohl Leuchtkraft als auch Farbbrillanz gaben in keinem Falle Grund zur Beanstandung, auch die Hintergrundausleuchtung der Displayfläche ist absolut gleichmäßig. Ein deutlicher Unterschied zum K700i-Display, das noch 2Bit/Pixel weniger darstellen konnte, ist subjektiv kaum auszumachen und dennoch muss sich diesmal Sony Ericsson den Vorwurf machen lassen, ein kleineres Display zu verwenden als Konkurrent Nokia - letztes Jahr war das noch umgekehrt. Die sichtbare Fläche ist mit einer Diagonale von 4,6cm etwa genauso groß wie beim 6230i, wirkt aber wegen des größeren Grundgehäuses etwas kleiner als noch beim K700i. Da Sony Ericssons Betriebssystem es mittlerweile zulässt, den Bildschirminhalt für die Aufnahme von Kamerabildern und zur Wiedergabe von Videos um 90° zu drehen, fällt dieser Umstand allerdings nicht schwer ins Gewicht.

Die Tastatur wurde gegenüber allen Vorgängern überarbeitet und gestaltet sich nun besser als je zuvor. Die Zifferntasten sind leicht angeschrägt und haben leichten Spielraum auf ihrem Druckpunkt - das erlaubt gefühlsmäßig sogar noch schnelleres Tippen als bei völlig fixierten Tasten. Die Druckpunkte sind völlig gleichmäßig, knackig und kurz, gleiches gilt auch für die beiden Tasten zur Zurücknavigation und zum Löschen - schneller als auf dem K750i lassen sich kaum SMS eingeben. Dazu trägt auch der 5-Wege-Joystick bei, bei dessen Formgebung sich Sony Ericsson für die beim Gaming-Modell K500i verwendete Bauweise entschieden hat. Obwohl er nicht wirklich hochwertig aussieht, ist der Joystick mit seinen extrem kurzen Bedienwegen ein äußerst effizientes Navigationsinstrument, mit dem man sich völlig souverän und schnell durch die Menüführung steuert.

Auch die beiden bewährten Softkeys haben ihren Weg auf die Tastatur des K750i gefunden. Sie teilen sich ihren Platz direkt unter dem Display mit einem Button, den Sony Ericsson beim K750i erstmals verwendet und den man am treffendsten als "intelligenten" Shortcut-Button bezeichnen könnte: er ermöglicht unter anderem die Rückkehr aus dem Mediaplayer ins Hauptmenü, ohne die laufende Wiedergabe abzubrechen, zeigt das "Neues"-Menü an, in dem wichtige Ereignisse verewigt werden und bietet Schnellzugriff auf Favoriten und Optionen des Einstellungsmenüs. Die oberste Tastenreihe passt sich der glänzenden Materialwahl der Displayabdeckung an und fällt leicht zur Displayfläche hin ab - was wir auf der noch für eine mittlere Haptikkatastrophe hielten mussten, gestaltet sich in der Finalversion allerdings genauso ausgereift wie der Rest der Tastatur.

An seiner linken Kopfseite bietet das K750i einen Schnellzugriffsknopf auf Mediaplayer oder Radio, an der rechten Seite eine Tastenwippe für Zoom bzw. Lautstärke und den Auslöser der Kamera und am Kopfende einen Power-Button zum Ausschalten des Handys. Die Tastenwippe ist unglücklich klein geraten und trotz zweier ausgeprägter blinder Punkte lässt sich oben kaum von unten unterscheiden - hier ist Bedienungsroutine gefragt. Die Tastaturbeleuchtung hüllt die Tastatur bei Dunkelheit in unschuldiges, wenn auch nicht ganz gleichmäßiges Weiß und offenbart die deutlichen Abstände zwischen den Zifferntasten. Bei der Aktivierung der Beleuchtung wird auch die Auslösetaste der Kamera mit einem kurzen Lichtimpuls weiß beleuchtet.

Foto: AMB | K750i Tastatur Seitenansicht

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Kommentare
  1. 14.08.11 18:57 Anonymous (Gast)

    Hab seit ein paar Mon. auch ´n K750i und bin bislang noch recht zufrieden damit! Allerdings finde auch ich wie schon aus dem Test hervorgegangen ist das die Schutzklappe der Cameralinse deutlich stabiler sein könnte. Da das Gehäuse insgesammt nicht gerad aus sehr hochwertigem Material besteht, habe ich es mit ´nem richtig edlen Alucase das ich bei Ebay im Zubehör gefunden habe versehen. Wenn es sich jetzt auch noch über einige Jahre hin bewährt, werde ich dieses Handy so schnell nicht mehr hergeben!

  2. 07.02.11 22:38 Anonymous (Gast) 2 (Gast)

    Ich habe jetzt bereits mein zweites K750i hinter mir und bin echt tierisch von dem Joystick genervt. Wie auch beim ersten Modell hat er seinen Geist aufgegeben und reagiert nur noch sehr eingeschränkt. Jeweils ca zwei Jahre hat ein K750i bei mir gehalten. Ansonsten war ich aber zufrieden mit dem Handy.

  3. 30.05.10 21:20 Anonymous (Gast)
    Meine Meinung

    Ich bin mit dem K750i sehr zufrieden, habe es jetzt schon 3 Jahre (glaube ich). Nur der Preis war im Endeffekt zu hoch (150 Euro). Ansonsten super Fotos, nur die übliche schlechte Qualität beim zoomen. schöner sound, kein Knattern oder Rauschen. Für den aktuellen Preis (80) absolut preiswert und richtig für ein gebrauchshandy/Einstiegshandy.
    hält auch nach mehrmaligen stürzen auf asphalt und stein

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