Schon immer hatten Geräte von Sony Ericsson mit der Empfangsleistung zu kämpfen - zumindest, wenn man die Werte der Balkenanzeige als Bewertungskriterium hernimmt. Diese flackert beim K750i ähnlich nervös wie bei fast allen Vorgängern und wagt sich nur in den seltensten Fällen auf ihren vollen Stand. Vollständig verlorengegangen ist unserem Testmuster der Empfang nur selten, dennoch kann man das K750i sicherlich nicht als das stärkste Handy in dieser Disziplin bezeichnen.
Die Sprachqualität ist ebenfalls mäßig. Die Gegenstelle hört sich etwas blechern, verfälscht und überhöht an und der Soundprozessor kämpft offenbar jederzeit mit der Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Rauschfilterung - das Sprachsignal hat einen leicht flatterigen Unterton. Auch von der Gegenseite wurden wir über die mäßige Qualität informiert: O-Ton Albert "Du klingst irgendwie brummig" (So klingt der Autor allerdings auch in der Realität, wir bitten dies als "zu dunkel" zu interpretieren). Wir bitten zu beachten, dass sich dies alles in einem überspitzten Kontext abspielt, selbstverständlich lässt es sich mit dem K750i noch ausgezeichnet telefonieren, doch verfügen Konkurrenten in diesem Bereich über überzeugendere Eigenschaften.
Die Freisprechfunktion, die sich den unter der Kamera in einem breit angelegten Gräting verborgenen Lautsprecher zunutze macht, ist ebenfalls nicht referenzverdächtig: ein sehr deutliches permanentes Rauschsignal übertönt das Gespräch, für den Betrieb in KfZ oder in mäßig lauten Umgebungen eignet sich das Feature nicht. Die Lautstärke des als Ohrhörer dienenden Lautsprechers erfüllt gehobene Ansprüche, dürfte allerdings auch bei höchster Einstellung nicht zum Hörsturz führen.
Sony Ericsson verleiht seinem K750i den gleichen Akku wie dem V/Z800i: er basiert auf der leistungsfähigen Lithium-Polymer-Technologie und speichert 900mAh. Das reichte beim V800 im UMTS-Betrieb für maximal 3 Tage Ausdauer, beim K750i gibt Sony Ericsson eine Standby-Zeit von 400 Stunden (16 Tagen) an. Nachdem wir das Gerät einen Tag lang im Dauereinsatz MP3s spielen und Megapixelfotos aufnehmen ließen, können wir zumindest feststellen, dass der Akku im GSM-Netz deutlich länger durchhält als im energieaufwändigeren UMTS-Betrieb. Bei mäßiger Nutzung wollte der Akku des K750i (ohne Konditionierung) nach etwa 5 Tagen wieder ans Netz und liegt damit über dem Durchschnitt.
Die Gesprächszeit wird mit bis zu 9 Stunden angegeben, was unsere Erfahrungen zwar in den Schatten stellen würde, aber bei weitem nicht so überzogen klingt wie einst beim P910i.
Aufs 6230 antwortete Sony Ericsson mit dem K700i, aufs 6230i nun mit dem K750i. Die Unterschiede zwischen den Geräten sind auch ein Jahr später nicht gewaltig, aber das K750i hat in gewissen Punkten die Nase vorn: die Zweimegapixel-Kamera und ihre Zusatzfunktionen samt Autofokus gehört mit Abstand zum Besten, das wir je bei einem Handy vorfanden und die überarbeitete Menüführung gepaart mit dem zurückhaltenden aber edlen Designfaktor und der ausgezeichneten Verarbeitung machen das K750i zu einem Multimedia-Gerät allererster Güte. Es gibt kein Feature, auf das der gewöhnliche deutsche Nutzer beim K750i verzichten müsste - aber es gibt auch nichts besonderes Neues: Presence oder Push-To-Talk haben ihren Weg nicht ins Handy gefunden, Visual Radio ist vermutlich mangels Nutzungslizenz nicht integriert worden.
Die breite Masse stört das nicht: sie speichert bis zu 4GB Daten auf der integrierten Speicherlösung, macht erstklassige Abzüge von den hochwertigen Fotos, hört MP3s und UKW-Radio, während sie durchs ultraschnelle Menü scrollt. Und wer zwischendurch ein Spiel wagen möchte, ist mit dem K750i und seiner 2D- und 3D-Leistung äußerst gut beraten. Keine Frage, dass dieses Handy ausgesprochen empfehlenswert ist - lediglich Businessnutzer und Kunden mit extravaganten Ausstattungswünschen müssen bei der Funktionsvielfalt leichte Abstriche hinnehmen.
Stefan Adolf
Ich habe jetzt bereits mein zweites K750i hinter mir und bin echt tierisch von dem Joystick genervt. Wie auch beim ersten Modell hat er seinen Geist aufgegeben und reagiert nur noch sehr eingeschränkt. Jeweils ca zwei Jahre hat ein K750i bei mir gehalten. Ansonsten war ich aber zufrieden mit dem Handy.
Ich bin mit dem K750i sehr zufrieden, habe es jetzt schon 3 Jahre (glaube ich). Nur der Preis war im Endeffekt zu hoch (150 Euro). Ansonsten super Fotos, nur die übliche schlechte Qualität beim zoomen. schöner sound, kein Knattern oder Rauschen. Für den aktuellen Preis (80) absolut preiswert und richtig für ein gebrauchshandy/Einstiegshandy.
hält auch nach mehrmaligen stürzen auf asphalt und stein
Hab seit ein paar Mon. auch ´n K750i und bin bislang noch recht zufrieden damit! Allerdings finde auch ich wie schon aus dem Test hervorgegangen ist das die Schutzklappe der Cameralinse deutlich stabiler sein könnte. Da das Gehäuse insgesammt nicht gerad aus sehr hochwertigem Material besteht, habe ich es mit ´nem richtig edlen Alucase das ich bei Ebay im Zubehör gefunden habe versehen. Wenn es sich jetzt auch noch über einige Jahre hin bewährt, werde ich dieses Handy so schnell nicht mehr hergeben!