Im Vergleich zu anderen Geräten ähnlicher Bauart fanden wir die Empfangsleistung des Triband-Handys (GSM 900, 1800, 1900 MHz) zufriedenstellend, obgleich die Empfangsbalken im E-Netz auch in unterschiedlichsten Regionen Berlin/Brandenburgs nie ihr Maximum erreichten. In abgeschlossenen Räumen und abgelegenen Gegenden ist es bei Nutzung von O2- oder E-Plus-Netzen nicht ausgeschlossen, dass das X640 sein Netz verliert, dafür erkennt es ausgesprochen schnell und souverän den Eintritt in eine Homezone.
An der Sprachqualität gibt es kaum etwas zu beanstanden: Der Rauschfilter funktioniert zweifellos souverän und filtert die störenden Hintergrundgeräusche weitgehend heraus, sodass der Gesprächspartner deutlich zu verstehen ist. Wie bei vielen Vorgängern verbaut Samsung auch im X640 einen abschaltbaren VoiceClarity Digitalfilter, der zwar etwas mehr Energiereserven beansprucht, dafür aber eine mehr oder weniger deutliche Verbesserung der Sprachqualität erlaubt.
Wieder deutlich über dem für ein Lifestyle-Gerät angemessen scheinenden Ausstattungsumfang liegt die wirklich gut klingende und laute Freisprecheinrichtung, mit der man angesichts des sonstigen Featureumfangs nicht unbedingt gerechnet hätte und die eine angenehm klare und souverän klirrfreie Sprachqualität liefert. Dennoch wäre ein mitgeliefertes Headset angebracht gewesen, damit Gespräche auch bei lauter Umgebung ohne nennenswerte akustische Verständigungsschwierigkeiten geführt werden können. Sprachwahl oder Sprachsteuerung sind mangels Anwendbarkeit ausgespart worden.
Der mitgelieferte starkbrüstige Lithium-Ionen Akku (800 mAh) verspricht dem Handybesitzer Gespräche mit einer Gesamtdauer von 3,5 Stunden, was unter den marktüblichen Durchschnittswerten liegt und für Vieltelefonierer vielleicht etwas zu schwach ausfällt. Laut Herstellerangaben erreicht das X640 eine maximale Bereitschaftszeit von bis zu 250 Stunden (ca. 10 Tage), was sich im Praxistest als durchaus realistisch herausstellte. Subjektiv gehört das X640 zumindest subjektiv zu den ausdauerstärksten Handys, die wir in der Redaktion hatten: bei durchschnittlicher Benutzung vielem Klingeln und einigen Kamera-Aufnahmen erreichten wir eine Ausdauerleistung von über 5 Tagen. In einem zweiten Test, während dem wir insgesamt maximal zehn Minuten telefoniertenm, hielt das X640 insgesamt 220 Stunden durch, was auffällig nah an den Herstellerangaben liegt.
„Eine wie keine!“ - dies trifft auf das Samsung SGH-X640 wohl nur sehr eingeschränkt zu: bis auf wenige Modifikationen gleicht es im Hinblick auf Design und Ausstattung dem E330, optisch unterscheidet es sich in - nennen wir sie maskulinen - Faktoren von seiner Vorgängerin. Wie von Samsung gewohnt, kann sich der Mobilfunknutzer auf eine tadellose Verarbeitung, einen guten Bedienkomfort und ein farbenfrohes Display verlassen.
Die VGA-Kamera liefert allerdings nur mittelmäßige Ergebnisse und die Organizer-Funktionen dürfte allenfalls Gelegenheitsbedürfnissen genügen; die völlig fehlende Connectivity-Funktionalität ist dagegen absolut enttäuschend, wenngleich für manchen Nutzer ohnehin nur selten nutzber. Empfehlen lässt sich das Handy auf jeden Fall für stilbewusste Nutzer, die ihr Handy als hippes Kommunikationsmittel nutzen, gerne SMS schreiben und auf kräftige Akku-Ausdauer wert legen. Mangels MP3-Ringtones oder Video-Klingeltönen sollte man aber nicht allzu viel Wert auf die Personalisierbarkeit seines Handys legen.
Ronny Skrzeba
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