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Inhaltsverzeichnis

Blackberry 7100v Business-Phone mit Push-EMail

Eine Beere revolutioniert seit Jahren das Kommunikationsverhalten von Menschen – ganz besonders das geschäftliche. Während Emails gegen Ende der 90er Jahre zum anerkannten Standard der Bürokommunikation avancierten – beispielsweise der Fall Enron zeigt, dass Office-Korrespondenz in großen amerikanischen Unternehmen fast ausschließlich über das Medium Email stattfindet -, ist man mittlerweile dank Spam und Virenbefall das neue Medium manchmal eher leid.

Dennoch bleibt das Business auf die elektronische Post angewiesen und das kanadische Unternehmen Research In Motion (RIM) hat etwas geschafft, was bislang nur wenige schafften: es hat einen Produktnamen zum Synonym für eine Technologie gemacht. Der Begriff Blackberry (Brombeere) wurde in erster Linie durch die geschwungenen Gehäusefronten der Endgeräte des Systems geprägt, das für die Technologie verantwortlich zeichnet.Nicht nur die Handhelds sind aber vom Hersteller RIM mit dem prägnanten Namen versehen, auch die zumeist an Netzbetreiber und große Unternehmen lizensierte Serverlösung Blackberry (Enterprise) Server trägt diesen Namen.

Auf Nachfrage teilte man uns mit, dass der Name aber überhaupt nichts mit den Eigenschaften der Geräte zu tun habe – er stammt aus einem Brainstorming zur Namensfindung und sei lediglich zur Wiedererkennung der Marke bestimmt; dieses Ziel haben die Marketing-Strategen bei RIM definitiv erreicht. Inzwischen ist der Begriff "Blackberry" zumindest in den USA ein anderes Wort für mobiles Office, begeisterte Nutzer bezeichnen die Geräte wegen ihres immensen Suchtfaktors mittlerweile bereits als "Crackberry". Der folgende Test gibt Aufschluss darüber, warum das so ist.

Lieferumfang & Verpackung

In einer Vodafone-gebrandeten, von Business-Einheitsgrau dominierten Schachtel kommt der derzeit jüngste Wurf der Blackberry-Garde zum Kunden. Der Inhalt ist spärlich, aber zum Arbeiten ausreichend: neben dem Endgerät selbst findet man ein Ladegerät mit Adapter und ein USB-Kabel in der Schachtel, das gleichermaßen zum Aufladen des 7100v wie auch als Datenverbindung zum PC genutzt wird.

Foot: AMB | 7100v Lieferumfang

Design & Verarbeitung

Gegenüber den „typischen“ Blackberry-Endgeräten hat RIM den 7100v bewusst schlank und schmal gestaltet und ihm ein Handy-ähnlicheres Aussehen verpasst. Die Haptik des Geräts ist alles andere als beeindruckend: alle Gehäusebauteile sind aus einfachem Kunststoff gefertigt und die Verarbeitung macht zwar einen recht robusten aber alles andere als professionellen Eindruck: Die Spaltmaße sind gleichmäßig 2mm breit, der Akkudeckel hat minimales Spiel. Der große Lautsprecher für die integrierte Freisprecheinrichtung auf der Rückseite bietet darüber hinaus Angriffsfläche für Schmutz und Staub.

Foto: AMB | 7100v Design

Dafür fühlt sich der Handheld trotz seines Gewichts von 120g ausgesprochen leicht an und liegt ähnlich komfortabel in der Hand wie aktuelle Series60-Smartphones von Nokia. Der Barren-Formfaktor wurde auf halber Strecke etwas tailliert und macht das Gehäuse handlicher. Die Seitenflächen sind mit mattschwarzem aber wenig grifffreundlichen Kunststoff ausgeschlagen und weisen ebenfalls an den Kanten vergleichsweise große Spaltmaße auf, in denen sich nach längerer Zeit der Benutzung Staub und Fusseln anlagern können.

Display & Tastatur

Als Displaykomponente kommt ein TFT mit 260x240 Pixeln und 65.536 Farben zum Einsatz – angesichts des Einsatzgebietes hätte die Farbtiefe auch geringer ausfallen dürfen, die nahezu quadratische Auflösung ist für die Ansicht von Texten und Übersichten aber geradezu prädestiniert. Leider setzt RIM beim 7100 nicht auf eine transflektive Komponente, was die Ablesbarkeit unter Sonnenlicht eher erschwert, im Standby-Modus wird das Display aber ohnehin vollständig deaktiviert. Die Leuchtkraft und der Kontrastreichtum des Displays sind in keinster Weise mit aktuellen Multimedia-Handys vergleichbar, für Business-Funktionen aber zufriedenstellend.

Die Tastatur des 7100 ist ein bislang einmaliges Experiment: RIM setzt auf eine Grundtastatur mit 20 Tasten, die eine vollwertige QWERTZ-Tastatur abbilden. Der innere Tastenblock dient darüber hinaus als einfach zugängliche Zifferntastatur. Texte lassen sich mit Hilfe eines SureType-Algorithmus einigermaßen komfortabel eingeben, näheres zu diesem Feature erfahren Sie im Abschnitt über . Die Verarbeitung des Tastenfeldes ist weder bravourös noch katastrophal: die zugrundeliegende Tastaturmatte hat leichtes seitliches Spiel im Gehäuse. Die Druckpunkte aller Tasten sind entgegen der Optik des Geräts knackig, sehr kurz und fast völlig gleichmäßig ausgelegt.

Foto: AMB | 7100v Design

Das Herz der Bedienug ist beim Blackberry gewohnheitsgemäß weder eine Tastenwippe noch ein Navkey, sondern ein seitlich angebrachtes Scrollrädchen und ein darunter liegender Escape-Key, der einen im Regelfall eine Menüebene nach oben befördert. Obwohl fast die gesamte internationale Blackberry-Community auf dieses „Scroll-And-Click“Bedienkonzept schwört, konnten wir uns trotz längerer Benutzung nicht so recht damit anfreunden.

Foto: AMB | 7100v Display / Tastaturbeleuchtung

Das Scrollrädchen, das gleichermaßen als Bestätigungstaste dient, ist etwas klein geraten und nur für Personen mit gelenkigem Daumen geeignet – die Multiway-Jogdial-Lösung, die Sony Ericsson an seinem UIQ-Smartphone P910i verwendet, zeigt, wie es besser gehen könnte. Die zwei direkt über der Zifferntastatur angebrachten Telefonietasten sind äußerst schmal ausgefallen, aber dank ihrer Breite gerade noch groß genug, als dass man ständig daneben drücken würde. Der in der Mitte angebrachte breite Softkey führt aus jedem Menü direkt ins Internet und zeigt statt des Vodafone Live!-Portals standardmäßig zunächst eine Bookmark-Liste an. Ein günstigerweise schwer zugänglicher Knopf auf der Kopfseite des Blackberrys schaltet das Gerät bei einmaligem Druck in den Standby-Modus und nach längerem Druck ganz ab – Situationsprofile sind zwar auch vorhanden, müssen aber aus dem Menü heraus aktiviert werden. Die Tastaturbeleuchtung ist suboptimal und schimmert mit mittelmäßiger Helligkeit bläulich-weiß durchs Haupttastenfeld.

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