In einer dem Handy angemessen großen Verpackung fanden wir in unserer Testversion neben Handy, Akku und Ladekabel eine CD mit der PC Software Suite sowie zwei Handbücher. Der erste Teil der Bedienungsanleitung ist komplett in englisch gehalten und beschreibt ausführlich die Funktionen des Panasonic X500, wohingegen der zweite Teil immerhin zwölf Seiten mit vermeintlich „wichtigen Informationen“ auf deutsch liefert.
Slider-Phones erfreuen sich unter Mobilfunknutzern mittlerweile hoher Beliebtheit und so verwundert es nicht, dass Panasonic mit dem X500 sein erstes Mobiltelefon dieser Art in Deutschland herausbringt. Äußerlich weist es – zumindest in der rubinroten Farbvariante - Ähnlichkeiten zum SL55 von Siemens auf, obgleich die Formgebung beim japanischen Handy-Modell wesentlich geradliniger ausfällt. Damit bleibt Panasonic seiner lediglich vom Smartphone X700 oder dem Folder X70 durchbrochenen eckigen Formgebung treu und bringt einen erfrischenden, wenn auch subjektiv optisch weniger anspruchsvollen Slider auf den Markt.
Mit 85 x 47 x 22,5 mm wurde Panasonics Slider äußerst kompakt gestaltet und liegt wunderbar leicht in der Hand. Das geringe Gewicht von 91 g lässt sich wohl in erster Linie auf das etwas billig wirkende Plastikmaterial zurückführen, dem man unter Druck an allen Ecken und Enden Knarzer entlocken kann. Ganz so wackelig wie das SL55 wirkt das Gehäuse allerdings nicht: bei der ersten Begegnung mit dem Gerät hinterlässt es einen augenscheinlich hochwertigen Eindruck, nach längerer Benutzung fällt der haptische Eindruck ins Mittelmaß ab.
Der Slidermechanismus ist angenehm leichtgängig und wird von einer Feder unterstützt, ein schwungvolles "Aufklacken" wie beim D500 oder Nokia 8800 bekommt man aber beim X500 nicht zu vernehmen. Eine Aufschiebhilfe, die z.B. bei Samsungs D500 aus Gummi gefertigt wird, gibt's beim Panasonic nur aus Plastik - wirklich hilfreich schien sie uns beim Aufschieben des Geräts nicht. Nach dem Aufschieben offenbart sich der Rücken des Slideroberteils als staubanziehendes Gebirge von verschiedenfarbigen Plastikverschienungen - die beim X500 verbaute VGA-Kamera hätte hier einen deutlich sichereren Platz gefunden. Stattdessen wurde sie wie z.B. bei Siemens Slider SL65 auf der Rück- bzw. Unterseite des Geräts angebracht – ausgerechnet dort, wo man fast unweigerlich mit dem rechten Zeigefinger das Handy von hinten stützt. Daher sollte das X500 für Fotoaufnahmen generell immer waagerecht gehalten werden.
Das Display des Panasonic X500 ist mit ca. 28 x 28 mm (128x128 Pixel) für ein Lifestyle-Handy gerade noch ausreichend groß ausgefallen und fügt sich mit seiner quadratischen Form gut ins Gesamtdesign ein. Andere Slider-Phones, wie z.B. das erfolgreiche SGH-E800 oder Nokias 8800 verfügen jedoch über größere Displays. Farbbrillanz und Ablesbarkeit des 65K-Farbdisplays bei Sonneneinstrahlung entsprechen der Qualität der meisten anderen auf dem Markt erhältlichen Mobiltelefone und ermöglichen eine ungetrübte Sicht auf die Menüs.
Die Zifferntasten des Slider-Phones nutzen bei weitem nicht den Platz aus, der ihnen vom Slider-Unterteil zur Verfügung gestellt wird. SMS-Tippen macht mit dem X500 wenig Freude, da die klein geratenen Zifferntasten nicht besonders präzise erfühlt werden können. Dafür verfügen sie über einen gemeinhin gleichmäßigen sanften Druckpunkt. Auf der Slideroberseite findet der Nutzer u.a. zwei klein ausgefallene Softkeys sowie die Tasten für Anrufannahme und das Beenden eines Gesprächs. Die Beschriftungen dieser Bedienelemente ist tief in den Tastenkörper eingelassen und die gewölbte Oberfläche der Tasten behindert unnötigerweise die Sicht auf die gleichfarbigen Symbole.
Wesentlich besser gefällt da schon der im Wesentlichen gut bedienbare 5-Wege Navkey, der genügend Kontur aufweist, um sich nicht allzu häufig zu verdrücken. Der zentrale OK-Button hätte etwas größer ausfallen können, die Druckpunkte des Richtungsrings sind nicht besonders gut erfühlbar. Ebenfalls bedauerlich ist es, dass gegenüber des an der rechten Seite angebrachten winzigen Kameraknopfs keine Tastenwippe zur Regulierung der Lautstärke angebracht wurde. Im Dunkeln wird Tastatur und Softkeyfeld von ungleichmäßiger weißer Hintergrundbeleuchtung durchstrahlt, die die optische Orientierung auf der Tastatur ermöglicht und auch im Hellen die Beschriftung noch leicht erkennen lässt.
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.