Das W800i kommt in einer dem K750i gänzlich unkonventionellen Schalung zum Kunden, die aus einer optisch hochwertigen Plastikpackung besteht und vieles zum stylischen Image des Mobiltelefons beiträgt - man fühlt sich an die Plastikpüppchen der 80er Comic-Merchandising-Fraktion erinnert. Das Beiwerk ist allerdings äußerst beachtlich. Passend zum Anspruch des Geräts, gleichwertig Mobiltelefon und Walkman sein zu wollen, liefert Sony Ericsson einen Speicherstick mit satten 512MB mit. Das stellt bislang jeden anderen Hersteller in den Schatten. Zudem lassen sich über den Memorystick-Slot auch Karten nachstecken, die bis zu 2 GB groß werden können, 4GB-Karten sind bereits geplant.
Im Vergleich zu den Ambitionen von Nokia (N91) und Samsung (i300), Musikhandys mit Festplatten auszurüsten, könnte ausgerechnet Sony Ericsson dem Markt damit ein überlegenes Gerät vorstellen, denn die Vorteile eines groß bemessenen Speicherchips sind nicht zu verachten: seine Daten bleiben auch bei stärksten Erschütterungen lesbar, er benötigt nur wenig Strom und er verrichtet seinen Dienst auch garantiert beim Joggen - Festplatten müssen sixh diesem Härtetest erst noch stellen. Wer ein Sony Notebook oder andere Gerätschaften des japanischen Herstellers sein eigen nennt, wird sich wie bei dem meisten SE-Geräten mitgelieferten Adapter auf ältere Memorystick-Formate freuen.
Doch ist der Memorystick nicht das einzige Highlight des Lieferumfangs: Sony Ericsson legt dem W800i auch einen extrem praktischen Fastport-zu-1,5"-Klinke-Adapter mit in die Wiege. Hierüber lassen sich nicht nur beliebige Kopfhörersysteme am Gerät anschließen, sondern auch Autoradio, Computer und Hifi-Anlage. Als beste Demonstration ließ es sich Sony Ericsson aber nicht nehmen, ein spezielles Stereo-Headset mit Klinkenstecker beizulegen, das direkt in den Gehörgang gesteckt ein äußerst reiches Klangerlebnis ermöglicht und Hintergrundgeräusche fast 100%ig ausblendet; mehr dazu im Kapitel . Und da kein Ohr dem anderen gleicht, packt der Hersteller gleich noch drei weiche Gummistopfen für verschiedene Ohrgrößen dazu. Zur Verbindung mit einem PC muss man sich als W800i-Besitzer nicht auf Infrarot oder Bluetooth verlassen: Sony Ericsson legt dem Handy das gleiche USB-Datenkabel wie dem K750i in die Schachtel.
Nicht nur die obligatorischen und vom K750i bekannten Synchronisations- und MMS-Tools stehen dem W800i-Kunden zur Verfügung, sondern er bekommt zusätzlich eine kostenlose Version einer Kopiersoftware namens Disc2Phone zur Verfügung gestellt. Mit ihr lassen sich komplette CD-Alben und MP3-Sammlungen handygerecht umwandeln und aufs W800i kopieren. Das Handbuch zum Paket ist zwar außerordentlich schmal bemessen, doch dürften einem tausende begeisterte Sony Ericsson Nutzer mit Sicherheit bestätigen, dass die Online-Hilfe und die intuitive Nutzerführung eines Telefons des Joint-Ventures ohnehin keiner langen Erklärungen bedarf. top
Das K750i war nüchtern betrachtet mit Sicherheit kein besonders ausgefallen designtes Mobiltelefon und auch die Qualität der Verarbeitung war allenfalls gut, nicht unbedingt überragend. Das W800i fällt unter gleichen Gesichtspunkten sogar noch etwas schlechter aus als sein Vorgänger. Dabei ist die Materialwahl vergleichsweise hochwertig: Sony Ericsson setzt beim W800i auf dickwandiges und griffiges (aber nicht gummiertes) Plastik, das Grundgehäuse ist inklusive Akkudeckel, Fastport und Memorystick-Slot mit dem K750i identisch.
Während auch die Frontseite abgesehen von der Farbgebung und der Materialwahl dem K750i ähnelt, wurde die Rückseite - der Hersteller nennt sie die "Kameraseite" - völlig neu verschalt. Hält man beide Geräte aneinander, erkennt man aber, dass Kameraoptik, Spiegel und LED-Blitz beim W800i in jeder Hinsicht gleichen. Einzig und allein der Schiebemechanismus wurde gegen einen gut geführten aber etwas wackeligen Mini-Schieber ersetzt, der die Kameralinse mit einem leichten Klacken freigibt. top
Beim Display gibt's gegenüber dem K750i nicht viel neues zu berichten. Es besticht mit relativ hoher Brillanz und Helligkeit, bleibt aber hinter der Leuchtkraft vieler Samsungs zurück. Auch die Ablesbarkeit im Sonnenlicht ist nur mittelmäßig gewährleistet: bei direkter Lichteinstrahlung leiden die Kontraste erheblich, das Display ist nur schwer ablesbar (aber auch nicht schwerer als bei der Konkurrenz, abgesehen von transflektiven Displays einiger Series60-Smartphones).
Die Tastatur wurde hingegen völlig neu gestaltet. Der beim K750i verwendete Joystick wurde gegen eine etwas filligranere aber leichtgängige und relativ präzise Komponente ausgetauscht, die die Gehäusefarben reflektiert. In der Praxis kam sie uns nur minimal unpräziser vor als die des im wesentlichen baugleichen Schwestermodells. Etwas dramatischer scheinen da die Veränderungen der Zifferntastatur und Softkeys auszufallen: diese sind deutlich flacher ausgelegt als die des K750i und ähneln denen von T-Mobiles Gerätevariation D750i.
Die Druckpunkte fallen flacher, weniger knackig und vor allem weniger gleichmäßig aus; schnelles fehlerfreies SMS-Tippen erfordert so etwas mehr Übung. Die Softkeys wirken mit dem protzigen Chromüberzug ziemlich "prollig", dieses Urteil muss aber natürlich nicht jeder mit uns teilen, immerhin sind hier die Druckpunkte etwas günstiger ausgefallen als bei den Zifferntasten. Eine gänzlich neue Funktion übernimmt im Übrigen die beim K750i erstmals eingeführte "Menü"-Taste (hier die Walkman-Taste): sie aktiviert aus jeder Bediensituation heraus den integrierten MP3-Player und lässt sich auch nicht anders belegen.
Im Dunkeln schummert eine orange/bernsteinfarbene Lichtmischung durch die Aussparungen des Tastenfeldes. Sie passt zwar gut zur Farbgebung des Geräts, ist aber gänzlich ungleichmäßig und wirkt kaum professioneller als bei Nokias "Fashion"-Modell 7260.
Ich hab das W800i jetzt auch schon fast 5 Jahre und es funktioniert fast noch wie am ersten Tag, Nur das mit dem Joystick hab ich auch. (Gummi wech und reagiert in manche Richtungen mittlerweile etwas träge) selbst der Akku ist noch top. Mehr wie eine Woche Standby sind auf jedenfall noch drinn.
Ich habe mein W800i schon fast seid 6 Jahren und das Handy funktioniert immernoch einwandfrei. dazwischen hatte ich andere Ericsson Handys aber das ist mit abstandt der Beste der nach so langer Zeit noch prima funktioniert!! Top!!!!!!
PS: Auf dem Joystick ging nach ener Weile das Gummi ab und gegen ende hin hat er nur noch sehr schlecht und durch ziemlich starkes drücken funktioniert.
Ich hatte das w800i ca. 2 Jahre, allerdings wurde es mir dann leide aus der Tasche geklaut. Ich muss wirklich sagen Leider, denn es war mein erstes Handy, und ich hätte mir kein besseres vorstellen können. Das Handy sah gut aus, die Verarbeitung war gut, man hatte wirklich verschiedenste Funktionen, die ich sehr vermisse. Einziger Kritikpunkt den ich sagen kann ist, dass es sich öfters mal aufgehängt hat, was allerings eine Krankheit von Sony Ericsson ist oder war. Es ist wirklich ein Top Handy, würde es mir jederzeit wiederholen und kann es nur weiterempfehlen.
Was mich immer wieder beeindruckt, ist die Qualität der Fotos! Selbst das viel neuere und viel teurere Handy meiner Schwester schießt nicht so gute Bilder :-)