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Inhaltsverzeichnis

Panasonic X200 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das Panasonic X200 erreichte die Redaktion in einem Hochglanzpappkarton mit integriertem Panasonic-Siegel. Auch wenn die Verpackung recht vielversprechend aussieht, der Inhalt der Kartonage fällt äußerst bescheiden aus.

So liegen zwar gleich drei Bedienungsanleitungen in fast allen erdenklichen europäischen Sprachversionen in der Schachtel, von den sich alleine die deutsche Fassung trotz wenig erklärungsbedürftiger Features auf immerhin 86 Seiten erstreckt, aber mit sinnvollen Zugaben sieht's schlecht aus. Neben dem X200, dem passenden Akku sowie dem dazugehörigen Akkudeckel findet der Käufer lediglich ein Ladegerät im Lieferumfang. Um die Kosten fürs Handy möglichst gering zu halten, hat Panasonic sein X200 in Tschechien produzieren lassen - diese Tatsache findet man stolz auf der Seite der Verpackung prangend verewigt.

Foto: AMB | Panasonic X200 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Als gutes Einsteigerhandy ist die Geheimwaffe des X200 nicht seine Featuregewalt, sondern sein Äußeres: das Handy punktet mit ultraschmalem und ebenmäßigem Design und einer vergleichsweise guten Verarbeitung. Das Gerät ist bewusst etwas länger ausgefallen und verbirgt seine GSM-Connectivity in einer Bügelantenne am Gehäusekopf, dafür misst es gerade einmal 13mm an Tiefe. Im direkten Vergleich sehen Publikumslieblinge wie ein D500 mit 23 mm oder ein K750i mit 19mm ziemlich alt aus, leisten aber auch deutlich mehr.

Foto: AMB | Panasonic X200 Design / Vierseitenansicht

 

Das Cover ist aus schwarzem glatten Kunststoff gefertigt und das Display wird von einer kratzfesten Hartplastikschicht überdeckt. Die Kanten des X200 ziert eine silberne Umrandung, die nahtlos in die externe Antenne übergeht. Bei aller Optik bringt das Handy aber nicht besonders viel Gewicht auf die Waage: mit 79g ist es zwar noch 10g schwerer als ein auch featuremäßig vergleichbares Samsung SGH-C200N, verschwindet aber dennoch fast unmerklich in Jeans- und Hemdtasche.

Kleinere Knarzgeräusche entstehen, wenn Kunststoffbauteile aufeinander reiben oder das Gehäuse stärkerem Druck ausgesetzt ist; beim X200 halten sie sich aber in sehr engen Grenzen – vielleicht sogar noch enger als beim K750i oder 6230i. Anschlussmöglichkeiten für Kabel gibt’s nur wenige am Gehäuse, neben einem kleinen Slot fürs Netzladekabel ist auf der rechten Gehäuseseite auch ein mit einer Staubschutzklappe versehener Kopfhöreranschluss in 1,5mm Klinkenausführung vorgesehen – mangels beigelegtem Headset muss man sich hier auf optionales Zubehör verlassen, wir haben den Anschluss erfolgreich mit einem Headset zu Palms Treo 650 getestet. Die am Kopf der Rückseite angebrachte Kamera liegt stark exponiert auf einem runden Plateau, wird aber von dem Überstand der Bügelantenne vor Kratzern geschützt, wenn das Handy auf dem Rücken liegt.

Foto: AMB | Panasonic X200 Design

 

Unter der Kameralinse befindet sich ein angenehm groß ausgefallener Spiegel für Selbstportraits. Staub und Fusseln haben beim X200 kaum eine Chance: Ritzen und Spalte gibt es fast nicht. Der schmale Akkudeckel des Geräts bewegt sich auch bei stärkerem Druck um keinen Millimeter und muss zum Abziehen leicht angedrückt werden. Zwei kleine Kupferkontakte im Akkudeckel und Erdungsstifte im Gehäuse sorgen dafür, dass die empfindliche Elektronik der Kleinstbauweise keinen Schaden davontragen. Neben einem Infrarotport, der sich an der linken Kopfseite in den silbernen Rahmen des Geräts integriert verfügt das Gerät noch über zwei Multicolor-LEDs an Stirn- und Fußseite, die über eingehende Anrufe oder den Lade- und Empfangsstatus des X200 informieren, sich aber leider nicht programmieren lassen.

Display & Tastatur

Foto: AMB | Panasonic X200 Display

Das X200 bietet Platz für ein Display, das flächenmäßig ähnlich groß ausfällt wie das von Sony Ericssons K750i. Nur aus Kostengründen verbaut Panasonic hier ein mit 128x128 Pixel aufgelöstes Display mit 65.536 Farben, das seine Informationen allerdings subjektiv etwas großzügiger darstellt als das gleich bemessene Display des legendären Nokia 6230, dafür aber eine etwas weniger ansehnliche Schriftart verwendet. Die Darstellungsqualität ist im Vergleich zu Konkurrenten eher unterdurchschnittlich, weist ein deutliches Pixelraster auf und bietet auch nicht die Leuchtkraft und Farbreinheit höherwertiger Handymodelle.

Konträr zum verbesserungswürdigen Display hat Panasonic seine Hausaufgaben bei der Tastatur des Einsteigermodells gut gelöst. Das Gerät besitzt zwei wenig aussagekräftig beschriftete Softkeys und einen 5-Wege-Navkey mit großer zentraler Bestätigungstaste, der über ein vergleichsweise sauberes Feedback bietet. Auch Menschen mit großen Händen sollten wenig Probleme haben, zumindest das Navigationsinstrumentarium des Handys fehlerfrei zu bedienen. Etwas schwieriger verhält es sich bei der Zifferntastatur: Die Tasten sind alle gleich bemessen und geformt und verfügen über einen etwas wackeligen – und nur auf den ersten Blick knackigen - Druckpunkt, was das Tippen einer SMS nicht immer zum Erfolg führt. Ähnlich wie bei Siemens S65 oder K700i wurde die Tastenbeschriftung in den durchsichtigen Tastenkörper eingesetzt, sodass man auch auf lange Sicht keinen Lackabrieb befürchten muss.

Die Tastatur wird etwas ungleichmäßig orange hintergrundbeleuchtet, im Dunkeln lassen sich die Tasten aber gut finden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Aktivierung der Tastensperre, die nach längerem Druck auf die zentrale Navkey-Taste angeschaltet wird.

Foto: AMB | Panasonic X200 Tastaturbeleuchtung

 
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