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Inhaltsverzeichnis

Mini UMTS-Folder Samsung SGH-Z500

Vorbemerkung

Als man uns im März zur CeBIT 05 in Hannover in der gemütlichen Samsung-Presselounge das SGH-Z500 erstmals präsentierte, trauten wir unseren Augen kaum; Handys mit UMTS-Connectivity hatten wir schon viele gesehen, allerdings keines, das ohne Übertreibung die identischen Maße aktueller Handys mit 2G-Funk aufweist. Aus diesem Grund wird das Gerät in der Werbung vollkommen zurecht mit dem Werbeslogan betitelt: UMTS – but only smaller. Das Z500 ist allerdings nicht nur einfach ein schlanker UMTS-Folder sondern ein hochwertiges Mobiltelefon mit vielen Multimedia-Features.

Wie sich das Telefon der Meisterklasse im Alltag bewährt, verrät der folgende Praxistest, der nicht ohne Grund aus der Feder unseres österreichischen Redakteurs stammt: nach über zwei Jahren UMTS-Erfahrung weiß er die Vorzüge der schmalen Abmessungen am besten zu schätzen, schließlich schrieb er schon vor über zwei Jahren unseren ersten Praxistest eines UMTS-Geräts: dem NEC e606.

Foto: AMB | Samsungs CeBIT-Präsenz

 

Lieferumfang & Verpackung

UMTS ist bei Vodafones Verpackungsmaterial das markanteste Stichwort: Zahlreiche Logos zieren die vielen kleinen Täschchen und Zettelchen, die einem beim Öffnen des Kartons entgegenpurzeln. Der Lieferumfang des Z500 ist mehr als reichhaltig – eine gute Reaktion auf die frühen Versäumnisse vieler Hersteller, das Zubehör zu ihren Geräten nur optional anzubieten. Neben dem Mobiltelefon, dem dazugehörigen Lithium Ionen-Akku und der Bedienungsanleitung wurde der Verpackung ein kabelbasiertes Stereoheadset, eine Lederschlaufe und ein Datenkabel mit USB-Anschluss beigelegt. Darüber hinaus findet man eine Transflash-Speicherkarte mit 32MB Kapazität sowie einen dazu passenden SD-Karten Adapter, um den winzigen Speicherchip auch mit einem entsprechenden Lesegerät am PC beschreiben zu können. Vodafone legt außerdem noch eine Promo-CD mit der Aufschrift „Welcome“ und einen kurzen „Quickstart Guide“ in die Schachtel.

Foto: AMB | Z500v Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Der Erfolg eines UMTS-Handys war bis vor kurzem noch stark von Akkuausdauer und Formfaktor bestimmt. Das Z500 markiert einen Meilenstein in der Entwicklung von UMTS-Handys: 2 Jahre nach der europäischen Einführung des Mobilfunkstandards schafft es Samsung als erster Hersteller, ein Gerät zu konzipieren, das in puncto Formfaktor auch die letzten Lästermäuler, die frühere Modelle gerne noch als "Telefonzelle" titulierten, zum Schweigen bringt.

 

Mit 91x45x25mm Größe ist man fast schon geneigt, das Z500 als zierlich zu bezeichnen, in der Tat werden die Traummaße auch noch mit einem Idealgewicht von 95g aufgewertet – das ist sogar noch weniger als der Publikumsliebling D500 auf die Waage bringt. Beim Z500 passt einfach alles: Die Wahl der hochwertigen Gehäusekomponenten erfolgt im traditionellen Samsung-Stil, das verwendete Material wirkt hochwertig, die Verarbeitung gleichmäßig und professionell.

Foto: AMB | Z500V handlich...

... manchmal fummelig...

... und gebrandet

Der Gesamteindruck überzeugte uns auf ganzer Linie, nicht zuletzt wegen der Anlehnung ans völlig ebenmäßige Design des E700/E720 und E730. Einzig und alleine die etwas unschönen Grate, an denen die Gehäusebauteile aufeinandertreffen, stechen an den Kanten des Folders bei näherer Betrachtung mehr oder weniger deutlich ins Auge – der Ottonormalverbraucher dürfte das in der Regel kaum wahrnehmen.

Über dem Außendisplay ziert die Kameralinse die Frontseite des Gehäuses. Sie sitzt etwa 2mm unter der Gehäuseoberfläche und ist damit gut vor Kratzern geschützt. Am Kopf der Rückseite findet man eine Öse für Lanyards und den in gewohnter Samsung-Manier die Rückseite des Geräts bildenden Akku, der sich mit einem leichtgängigen Schnappmechanismus vom Gehäuse trennen lässt und in eingehaktem Zustand keinen Millimeter wackelt. Kopfhörerausgang, Anschluss fürs Netzkabel und der Speicherkartenslot verbergen sich unter mit dem Gehäuse fest verbundenen Kunststoffklappen. Diese sind ausgesprochen leichtgängig und funktional, das größte Manko in der Verarbeitung, das uns aufgefallen ist, ist der außergewöhnlich hart ausgefallene Federmechanismus, der fürs Einrasten einer Speicherkarte verantwortlich ist: man muss entweder spitze Fingernägel oder ein entsprechendes Werkzeug nutzen, um die winzigen Speichersticks zu einem festen Sitz in ihrem Slot zu ermutigen. Auch die Entnahme ist alles andere als ein Kinderspiel: nach einigen Sekunden Fummelei kann es passieren, dass die Feder die Karte mit so hohem Schwung auswirft, dass sie hinterm Sofa landet; bei einer Kantenlänge von weniger als 7mm nicht gerade ungefährlich für MP3s oder Daten.

Ausgezeichnet wirkt dagegen – wie immer bei Geräten dieses Herstellers – der Klappmechanismus, der nach langer Evolution wie auch die meisten Samsung Sliderphones mittlerweile Perfektion in Hinsicht auf seitlichen Spielraum und Festigkeit erreicht hat. Die Klappe schließt sauber und wird durch zwei Gumminoppen auf der Tastaturseite, die etwas unsicher am Gehäuse befestigt sind, beim Zuklappen aufgefangen. Die Feder im Klappenscharnier ist gerade noch so weich ausgefallen, dass man den Folder mit etwas Geschick auch bequem mit einer Hand öffnen und schließen kann.

Das aufgedruckte Branding des Netzbetreibers fällt dezent aus und prangt in angemessen zurückhaltender Größe gut 2cm unter Logo des Herstellers. Das Branding der Innenseite fällt weit weniger dezent aus. Da Vodafone das Z500 zunächst exklusiv vertreibt, hat es sich der Netzbetreiber nicht nehmen lassen, sein Logo ähnlich wie das Logo von Samsung ins Gehäuse eingravieren zu lassen – Debranding ausgeschlossen.

Foto: AMB | Z500v Design

 

Display & Tastatur

Foto: AMB | Z500V Display

Foto: AMB | Z500V Tastatur

Das Hauptdisplay des Z500 rekrutiert sich aus einem LCD-TFT Bildschirm mit 176x220 Pixeln Auflösung und 18 Bit Farbtiefe, also 262.144 maximal darstellbaren Farbtönen. Die maximale Helligkeitsregelung liegt im mittleren Bereich aktueller Mobilfunkgeräte, die Kontraste entsprechen ebenfalls den Erwartungen, die man an ein aktuelles Multimedia-Handy der dritten Mobilfunkgeneration stellt. Angesichts eines in der Praxis kaum wahrnehmbaren Pixelrasters verpasst das Z500 aber Bestwertungen wie Sony Ericssons S700i oder Sharp V902SH.

In geschlossenem Zustand zeigt das Außendisplay des Z500 Statusinformationen, Kameravorschau oder MP3-Player an – hier allerdings "nur" mit 65.536 Farben auf einem gemischten Display mit TFT- und OLED-Technologie. Naturgemäß ist die permanent dargestellte OLED-Ansicht ziemlich leuchtstark, kann aber nur einen begrenzten Vorrat von Zeichen darstellen; das sind beim Z500 die Uhrzeit, Vibrationsalarm, Netzleistung, Akkustand und ein kleines Briefsymbol bei neuen ungelesenen Nachrichten; Bluetooth, 3G-Connectivity oder Infrarot-Aktivität werden hier genausowenig dargestellt wie auf dem darunter liegenden TFT. Bei diesem handelt es sich naturgemäß um eine qualitativ etwas weniger wertvolle Komponente mit 80x64 Pixeln Auflösung, etwas schwachen Kontrasten und geringerer Kantenschärfe; dafür zeigt es farbenfroh Anruferbilder und kleine Animationen bei eingehenden Nachrichten sowie die Kameravorschau für Selbstportraits und ggf. die Disco-Ansicht des MP3-Players an. Alternativ kann eine Analoguhr (im Gegensatz z.B. zu P730 oder E620 mit unnummeriertem Ziffernblatt) oder einfach ein selbst auszuwählendes Hintergrundbild angezeigt werden.

Die Tastatur des Z500 orientiert sich am Vorgängermodell E700 deutlicher als an den aktuelleren Multimedia-Modellen E720 oder E730. Samsung teilt die Tastatur in drei funktionale Blöcke, die sich optisch gut, haptisch aber eher schlecht voneinander abheben. Das zentrale Navigationsinstrument, ein 5-Wege-Navkey mit Bestätigungsbutton ohne Beschriftung fällt flächenmäßig etwa genauso schmal aus wie beim D500 und verleitet wegen seiner völlig planaren Ausführung zu Vertippern – nicht zuletzt auch wegen der ungewohnterweise seitlich angebrachten Softkeys. Gemessen an seinen Druckpunkten wirkt der Navkey etwas professioneller als beim E720 und natürlich aufgrund der deutlich höherwertigen Materialwahl bei weitem komfortabler als beim Urgestein E700.

Foto: AMB | Z500v Tastatur

 

Zwei direkt über dem Navkey zu findende Tasten führen zum Videotelefonie-Modus und zu einer Art Taskleiste, die nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass das Telefon im wesentlichen nicht multitaskingfähig ist (vgl. ). Mit Hilfe des linken der beiden Buttons aktiviert man die nach innen gerichtete Kamera, um sich vor einem Videotelefonat ins rechte Licht rücken zu können und anschließend eine Nummer anzuwählen. Direkt unter dem Navkey findet man eine äußerst praktische Löschen-Taste mit deren Hilfe sich Zeichen löschen lassen, die aber nicht wie bei manchem Motorola-Modell zur Zurücknavigation in Menüs dient.

Alle Tasten verfügen einen absolut ebenmäßigen, reichlich kurzen und knackigen Druckpunkt, mit dem es sich exzellent tippen lässt. Kleine Metallgrate zwischen den Tasten setzen sie so gegeneinander ab, dass man während schneller Eingabevorgänge leicht den Übergang zur nächsten Taste erfühlen kann. Seitlich am Gerät findet man eine obligatorische Tastenwippe, mit der sich die Tasten-, Mediaplayer- und Gesprächslautstärke regulieren lässt. Im Dunkeln macht sich eine reichlich schummrige weiße Hintergrundbeleuchtung der Tastatur bemerkbar, die einem im Hellen kaum auffällt. Sie schimmert etwas müde und ungleichmäßig durch die in edlen serifenlosen Lettern gehaltenen abriebsicheren Tasten des Ziffernfeldes.

Foto: AMB | Z500V Tastaturbeleuchtung

 
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