Die Verpackung des Originalgeräts K600i wurde im üblichen Sony Ericsson Style in den Farben grün und weiß gehalten. Im Vergleich dazu fällt die Verpackung des Vodafone gebrandeten V600i um einiges größer aus und stellt vor allem die Dienste in den Vordergrund, die sich mit dem Handy nutzen lassen. Trotz des Größenunterschieds befindet sich in beiden Verpackungen im wesentlichen der gleiche Lieferumfang: Der Käufer findet beim Öffnen der Kartons neben dem Handy und einem Lithium Ionen-Akku mit 900 mAh Kapazität ein Reiseladegerät, ein kabelgebundenes Stereo-Headset, ein USB-Datenkabel sowie eine CD-ROM, auf der man die Starter Edition von Adobe Photoshop 2.0 sowie die Sony Ericsson-übliche PC Suite findet, mit der sich MMS-Templates vorbereiten lassen und die Treiber für Dateiverwaltung und Handy-Modem bereithält.
Darüber hinaus geben eine deutsche Kurzanleitung und ein ca. 100 bzw. 150 Seiten umfassendes Handbuch einen übersichtlichen Einblick in die Funktionsweisen des Mobiltelefons. Für ein UMTS-Gerät der Lifestyle-Klassen wirkt der Lieferumfang überzeugend: Ein zweiter Akku oder sonstige Extras wie Lanyard oder Tasche hätten aber nicht schaden können.
Sony Ericsson ist bekannt für ein pragmatisches und funktional ausgelegtes Barrendesign. Das K600i führt den Formfaktor ins Extreme: die Gehäuseform ist völlig rechteckig, die Seiten wurden ausladend schwungvoll abgerundet und das Gerät wirkt auch nach längerer Nutzung äußerst handlich und haptisch schmeichelhaft. Insbesondere für ein UMTS-Gerät sind die Maßen von 104,3x45x19,2mm angenehm schlank. Ohnehin kann man mittlerweile nur staunen, wie viel Technik die Hersteller mittlerweile in kompakte, robuste und formschöne Gehäuse unterbringen können – vergleicht man die aktuelle Gerätegeneration mit dem Pioniermodell Z1010, erahnt man die Dimension der Weiterentwicklung bei der Komponentenintegration, die innerhalb eines Jahres stattgefunden hat. Das Design überzeugt mit Schlichtheit und kaum überbietbarer Eleganz – ein wenig Vertu steckt im K600i. Vodafones Variante V600i wurde vollkommen in schwarz gehalten an den Seiten mit leichten Silbertönen gefinished. Die „harten“ Brandings des Netzbetreibers stören das Gesamtbild nur marginal: sie finden sich an der Vorderseite des V600i recht dezent im unteren Bereich. Die Rückseite zeigt ein wesentlich auffälligeres Vodafone-Logo, das dafür aber visuell ansprechend angebracht wurde.
Beim K600i verwendet Sony Ericsson hochwertigere Materialien als beim Vodafone-Geschwisterchen: Die Vorderseite des Handys ist in leichtem, kühlen Aluminium eingekleidet, das V600i in strapazierfähigem und augenscheinlich robustem schwarz-glänzendem Kunststoff. Knarzgeräusche lassen sich den Handys auch bei höherer Druckbelastung kaum entlocken. Das ist ziemlich erstaunlich, denn die Bauweise des Geräts erinnert entfernt an längst untergegangene Nokia Generationen: der dünnwandige Akkudeckel, der bei beiden Modellen aus dünnem Kunststoff besteht, bildet die gesamte Rückfront und auch die vorderen Verschalungen lassen sich – wenn auch nicht durch den Nutzer, so doch mit Sicherheit durch einen Fachmann – mit etwas Geschick zum Auswechseln vom Gerät ablösen und haben daher minimales seitliches Spiel. Beim Verschlussmechanismus der Rückwand beschreitet Sony Ericsson Neuland: mit Hilfe von zwei an der rechten Seite des Geräts vorgesehenen Akkuverschlusshebeln wird der Deckel am Gehäuse festgehalten bzw. von ihm gelöst. Trotz dieses etwas experimentell anmutenden Mechanismus bewegt sich der Akkudeckel beim Neugerät um keinen Millimeter, erst nach längerer Nutzung fällt auf, dass das Experiment zu einem etwas wackeligen Unterfangen gerät.
Staubschutz wird beim K/V600i großgeschrieben: Der an der linken Kopfseite des Handys vorgesehene Mini-USB-Port für den Anschluss des beigelegten Datenkabels wird mit einem am Gehäuse befestigten Gummistopfen verschlossen. Die sonstigen Anschlüsse, wie der noch zur alten Generation gehörende Lade- und Datenport am Fußende des Gehäuses ist nicht geschützt, schließt aber völlig planar mit dem Gehäuse ab. Die Stirn des Geräts beherbergt den Lautsprecher für Telefonate und die unter einer Verglasung geschützte nach innen gerichtete Kamera.
Die Hauptkamera des K600i wird durch einen drehbaren Verschluss vor äußeren Einflüssen geschützt, beim V600i hat Vodafone sich für einen nicht minder qualitativ ausgefallenen federgestützten Schiebemechanismus entschieden. Klappt man den Linsenschutz auf, wird automatisch die Kamera des Handys aktiviert und die Bildschirmdarstellung in die Horizontale gedreht. Wer sein Handy gerne an einem Lanyard trägt, findet eine entsprechende Öse am Fuß des Geräts – das Einfädeln gelingt vergleichsweise gut.
Im Gesamteindruck hinterlassen die bis auf Farbe, Materialwahl und Branding fast identischen Modelle K600i und V600i einen absolut aufgeräumten und überaus professionellen Eindruck, den man sogar fast unabhängig von einer subjektiven Geschmacksrichtung als ausgesprochen gelungen bezeichnen kann. Wer häufig unsere News liest, wird auch die Ähnlichkeiten ans von Nokia unterstützte Mobiado- bzw. Vertu-Design nicht verleugnen können.
Beim LCD-Hauptdisplay handelt es sich um einen alten Bekannten, der auch schon beim K750i Verwendung fand: die Komponente stellt eine Auflösung von 176 x 220 Pixeln bei 262.144 Farben dar, was die derzeitigen Erwartungen an Mobilfunkgeräte der unteren Multimedia- bzw. mittleren Lifestyleklasse erfüllt. Bei Videotelefonaten und professioneller Nutzung der von UMTS bereitgestellten Multimedia-Services vermisst man aber etwas die Klarheit und Auflösungen von Displays mit QVGA-Auflösung und eine größere Fläche: das Display des K600i misst 35x27mm. Eine fettabweisende Plastikglasabdeckung schützt das Display gegen Kratzer und bleibt auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung und Neigungen des Blickwinkels ablsebar. Hier schafft Sony Ericsson deutlich mehr Qualität als viele Konkurrenten. Die Displayqualität lässt sich mit der des Referenzmodells K750i vergleichen: ein minimales Pixelraster ist erkennbar, die Farben wirken minimal kontrastarm. Wer ganz genau hinschaut, bemerkt übrigens einen minimalen Unterschied in der Displayqualität zwischen V600i und K600i: bei Vodafones Modell wirken Farben noch ein Fünkchen satter und Kontraste noch ein wenig schärfer. Das könnte unter anderem mit der baubedingt anderen Verglasung über der Displaykomponente zusammenhängen. In der Praxis ist der Unterschied nicht zu bemerken.
Auf den ersten Blick wirkt die Tastatur des K600i bravourös: Ebenmäßig gestaltet mit großen Abständen zwischen den absolut gleichmäßig geschnittenen Zifferntasten verliebt man sich alleine beim Anblick der Produktfotos in den vermeintlich glänzenden haptischen Eindruck. Die Praxis offenbart Schwächen: Um perfekt bedienbar zu sein und Vertipper auszuschließen, sind die Tasten beim Originalmodell K600i zu klein geraten. Zudem weisen die Zifferntasten als Tribut ans Gesamtbild des Barrendesigns keinerlei Konturen auf, sondern liegen auf einer Höhe mit dem restlichen Gehäuse. Noch etwas kleiner als die Zifferntasten sind die Softkeys und die Sony Ericsson-typischen Lösch- und die Zurücktasten ausgefallen, sodass sich das Tippen von Kurznachrichten in der Praxis nur wenig erbaulich gestaltet.
Die Tastatur des Vodafone-Modells befinden wir für wesentlich bedienbarer, auch wenn sie sich nicht so hochwertig anfühlt wie beim Original. Die Tasten fallen hier deutlich größer aus, haben dafür allerdings auch keinen nennenswerten Abstand zueinander, weisen aber die für das blinde Tippen unablässigen Konturen auf. Die Druckpunkte aller Tasten sind beim K600i etwas „tiefer“ im Gehäuse versteckt als man vermuten würde, dafür aber absolut gleichmäßig und gut erfühlbar. Beim V600i sind die Druckpunkte ebenfalls gleichmäßig und noch etwas sanfter als beim K600i ausgelegt. Feedback vermitteln die hochwertig gelagerten Tasten über einen knackigen Endanschlag und über einen von zwei ggf. zuschaltbaren Tastentönen (Klicken und Sinus-Ton). Zwischen den Softkeys findet man das Hauptnavigationsinstrument: Sony Ericsson setzt auf einen Joystick, den das Unternehmen in diesem Modell zur Perfektion bringt. Alleine ihr Aussehen verleiht der der Komponente beim K600i Professionalität, die sich in der Bedienbarkeit widerspiegelt: der Joystick lässt sich leicht und präzise drücken, führt 100% souverän durch die Menüs und eignet sich auch für längere ermüdungsfreie Gaming-Einlagen. Der Joystick selbst ist trotz seines metallischen Aussehens bei beiden Gerätevarianten aus Kunststoff gefertigt und wirkt beim K600i materialtechnisch etwas besser als beim V600i.
Auf halber Höhe der Kanten beider Geräte finden sich zwei weitere ins Gehäuse eingelassene Tasten, die ähnlich verarbeitet sind wie die Zifferntasten. Die linke führt direkt in Sony Ericssons Videotelefonie-Client, die rechte entweder direkt ins Vodafone WAP-Portal (beim V600i) bzw. zu den Verknüpfungen und Lesezeichen, die den direkten Gang ins mobile Web ermöglichen (beim K600i). Anstatt eine Tastenwippe zu verwenden, nutzen die Geräte zwei lange schmale, RAZR-ähnliche Tasten, die während der Musikwiedergabe oder eines Telefonats die Lautstärke regulieren, im Kameramodus zum Zoomen dienen, aus dem Startbildschirm Statusinformationen über das Telefon anzeigen oder nach längerem Druck die Sprachwahl aktivieren. Die Tasten sind leider dermaßen schmal und mit dem Grundgehäuse bündig abschließend ausgefallen, dass sie sich zumindest während eines Telefonats nur schwer bedienen lassen. An der unteren rechten Seite findet man eine Kamerataste, die bei horizontaler Verwendung des Geräts als Auslöser dient. Längeres Drücken dieser Taste aktiviert die Kamerafunktion.
Farblich passend, aber nicht besonders intensiv wird die Tastatur bei aktiviertem Display mit blauem Hintergrundlicht beleuchtet. Im Halbdunkeln lässt sich beim Modell K600i die Beschriftung der Tasten kaum noch ablesen und im Dunkeln fällt einem schnell auf, dass die Hintergrundbeleuchtung alles andere als gleichmäßig durch die Aussparungen der Tasten schimmert. Beim V600i ist das Problem besser gelöst: da die Tastatur vollständig in Schwarz gehalten ist, kommt die sanfte hellblaue Durchleuchtung hier besser zur Geltung und weist einen besseren Kontrast auf, was sich positiv auf die Ablesbarkeit auswirkt. Man kann die Ausleuchtung der von Samsungs SGH-D500 vergleichen.
Auf der Oberseite beider Geräte findet man einen Power-Button, mit dem sich das Handy nach längerem Drücken aus- und anschalten lässt, links daneben weist eine kleine flache LED auf Ladezustand und GSM-Aktivität hin. Der ebenfalls an der Kopfseite angebrachte Infrarotport hebt sich nur unwesentlich von diesen beiden Komponenten ab.
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