Als Digitalkamera kommt beim K600i ein zeitgemäßes Megapixel-Modul inklusive LED-Blitzlicht zum Einsatz: die 1280x1024 Pixel Auflösung entsprechen dem Durchschnitt gängiger Megapixel-Kamerahandys. Die Kameravorschau ist in Räumen nicht sonderlich flüssig, wirkt auf dem Display vergleichsweise kontrastarm und passt sich Helligkeitsänderungen nur langsam an. Im Freien macht die Digicam zwar ein besseren Eindruck, was sich insbesondere durch die deutlich flüssigere Vorschau bemerkbar macht, aber das störende Bildflimmern trübt auch hier die Sicht. Bei unserem Testgerät kam es sogar vor, dass in unregelmäßigen Abständen das Bild kurzzeitig in grün dargestellt wird - evtl. ein weiteres Zeichen dafür, dass die Software noch nicht vollständig ausgereift ist, da es an anderen Stellen auch ein, zwei Mal zum Programmabsturz kam.
Der Digitalzoom wirkt in der niedrigsten Auflösung (160x120 Pixel) maximal vierfach, bei maximaler Auflösung kann er überhaupt nicht verwendet werden. Nachtmodus oder digitaler Helligkeitsregler sind bei Aufnahmen im Dunkeln nur bedingt sinnvoll und hinterlassen auf den Ergebnissen die typischen Artefakte der digitalen Aufbesserung – der LED-Blitz erweist sich mit einer maximalen Reichweite von einem Meter allenfalls bei Nahaufnahmen als brauchbar.
Inwieweit der Nutzer Funktionen wie Weißabgleich bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen (bewölkt, Tageslicht, Leuchtstofflampe oder Glühlampe) bzw. Effekte wie Schwarzweiß und Negativ benötigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gleiches gilt auch für Bildfolgen und Fotos mit zehn verschiedenen Rahmeneffekten. Dagegen dürften der Selbstauslöser und die beim V800i erstmals integrierte Panoramafunktion für nahezu jeden Nutzer eine sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Aufnahmen darstellen.
Betätigt der Nutzer den Auslöser, ertönt unmittelbar ein dezentes Auslösegeräusch. Die Aufnahme erfolgt allerdings mit einer leichten Verzögerung, was nicht darauf zurückgeführt werden kann, dass versehentlich der zeitlich nicht verstellbare Selbstauslöser eingestellt war.
Die Bildqualität der Ergebnisse erfüllt lediglich gängigen Standard, das K600i war aber auch nicht angetreten, den Camphone-Markt zu revolutionieren. Die entstandenen Megapixel-Bilder sind nicht schärfer oder farbechter als die meisten anderer derzeit aktueller Multimedia-Handys mit vergleichbarer Auflösung. Insbesondere große Farbflächen von Innenaufnahmen fallen mit starkem Pixelrauschen auf, Außenaufnahmen sind ebenfalls nicht jeder Kritik erhaben: hier wirken Farben generell blass und Konturen kontrastarm, Details sind stellenweise stark verrauscht und markante Helligkeitskanten überleuchtet.
Der in den niedrigeren Auflösungsmodi stufenlos hinzuschaltbare Digitalzoom mit maximal 4-facher „Vergrößerung“ macht keine sichtbaren Bemühungen, das hochgerechnete Original deutlich aufzubessern, Details verwischen fast bis zur Unkenntlichkeit. Vor den meisten anderen 1,3 Megapixlern von Nokia oder Samsung (im jeweiligen Lifestyle-Segment) ist man oftmals ähnliches gewohnt. Mit den im JPG-Format gespeicherten Ergebnissen lassen sich durchaus anspruchsvolle Multimedia-Nachrichten verschicken oder private Homepages bilderreicher gestalten, unter guten Bedingungen vielleicht sogar das eine oder andere abzugsreife Bild schießen. Gut gefiel uns, dass Aufnahmen aus einem Fahrzeug oder beim versehentlichen Verwackeln während einer Aufnahme noch einigermaßen zufriedenstellend gelingen und sich Schlieren angesichts der Auslöseverzögerung in Grenzen halten. Mit Hilfe der Panoramafunktion, die aus drei Einzelbildern eine Breitbildaufnahme zusammenrechnet, erreicht man mit dem K600i wie auch schon beim V800i bzw. K750i praktikable Resultate.
Videoaufnahmen werden im 3gp-Format gespeichert und können bei hoher Qualitätseinstellung so lang werden, bis der interne Speicher voll ist. Aufzeichnungen mit Zielformat MMS sind auf maximal 30 Sekunden beschränkt und können statt mit QCIF-Auflösung (176x144 Pixel) auch mit 128x96 Pixeln aufgenommen werden, was allerdings in der Regel nur geringen Einfluss auf die Speichergröße hat. Ansonsten können teilweise die gleichen Effekte wie bei den Fotoaufnahmen hinzugeschaltet werden, darunter Nachtmodus, Licht, Weißabgleich, Kontrast etc. Betätigt man während einer Videoaufnahme die Zoomfunktion, macht dieses Feature qualitätsmäßig plötzlich Sinn und wird darüber hinaus auch sanft animiert.
Die Resultate machen einen fast durchweg respektablen Eindruck: Änderungen der Lichtverhältnisse und schnelle Schwenker werden umgehend verarbeitet und wirken auf einem großen Bildschirm nur minimal verrauscht. Kritikpunkte sind der (natürlich noch) nicht vorhandene Bildstabilisator, der bei Standbildern jedes leichte Zittern der Hand auf dem Video festhält und das schwache Mikrofon, das Umgebungsgeräusche nur aus allernächster Umgebung aufnimmt. Dank eines „Video-DJs“ lassen sich Videoaufnahmen mit ganz beachtlicher Qualität bereits auf dem Handy schneiden und nachvertonen.
Für Videotelefonate findet man auf der nach innen gerichteten Seite direkt über dem Display eine QCIF-Kamera (176x144 Pixel), die unter einer Plastikplatte vor äußeren Einflüssen geschützt wird und im Gesamtbild des Geräts kaum auffällt. Die Auflösung und Bildqualität der Zweitkamera ist übrigens absolut ausreichend: Videotelefonate werden übers UMTS-Netz ohnehin nur in QCIF-Qualität übertragen.
Die Qualität, mit der wir Videotelefonate wahrnahmen, entspricht dem aktuellen Standard der Technologie: der Client ist allerdings der selbe, den man schon beim V800i und Z1010 fand. Gesprächspartner sind dank (bei in der üblichen Entfernung gehaltenen Handy) ausreichend empfindlichem Mikrofon auch ohne Headset einigermaßen deutlich zu verstehen. Die netztypische Zeitverzögerung des Gesprächs wird vom K600i nicht nennenswert verzögert (zwischen Ansage und Antwort vergehen etwa 0,5 Sekunden).
Während eines Telefonats lässt sich alternativ die Außenkamera aktivieren, um dem Gesprächspartner seine Umgebung zeigen zu können. Will man sich selbst dem Anrufer nicht zeigen, lässt sich ein Alternativbild aus dem Fotoalbum wählen, das ein- und ausgehende Kamerabild lässt sich austauschen.
Mit einem knapp 33 MByte großen, nicht erweiterbaren internen Speicherausbau ist das K600i leider nur eingeschränkt als Multimedia-Handy nutzbar – der mit Abstand größte Minuspunkt für das Handy. Als MP3-Player ist das Sony Ericsson K600i daher denkbar ungeeignet angesichts der Größe eines einzigen Musik-Files von etwa 4 MB.
Der Client zur Medienwiedergabe entspricht dem des K750i, erlaubt es, rudimentäre Playlists anzulegen und verfügt über den bewährten Equalizer von K750i/W800/D750, dessen Einfluss auf den laufenden Titel leider nur mit angeschlossenem Headset wahrgenommen werden kann. Zur Wiedergabe von Mediendateien verfügt das K600i über einen rücksseitig verbauten Lautsprecher – ähnlich dem des K750i -, der Sound zwar glasklar aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht besonders laut wiedergibt. Um die mangelnde Eignung als MP3-Player K600i etwas auszumerzen, hat auch wieder ein UKW-Radio seinen Weg ins K600i gefunden, das nur mit angeschlossenem Headset funktioniert und sich Senderinformationen via RDS beschafft.
Polyphone Klingeltöne gibt das K600i mit einem 40-stimmigen Soundprozessor in den Formaten MMF und MIDI wieder. Soundfiles können generell als MP3 (auch mit variabler Bitrate), AMR und M4A vorliegen – bei letztgenanntem handelt es sich um eine gewrappte Form des AAC-Formats, dem File-Tags anhaften. „Reines“ AAC lässt sich nicht wiedergeben, auch bei WAV-Files hat das Handy Probleme: sie werden nicht in jeder Kodierungsform erkannt. Sowohl Radio wie auch Media-Player lassen sich übers Kontextmenü in den Hintergrund schalten, um mit dem Telefon weiterarbeiten zu können.
Mit der Vodafone Variante V600i gelangt der Nutzer mit nur einem Knopfdruck ins Vodafone Live Portal und hat dort neben Downloads, News und Chats auch Zugang zum inzwischen auf beachtliche 16 Kanäle angewachsenen Mobile TV-Programm. Im wesentlichen werden hier fast alle Zuschauerbedürfnisse befriedigt – und das meist ohne zusätzliche Gebühren oder Werbeeinblendungen. Nachrichten-, Fußball-, Musik- und Comedykanäle werden durch Auszüge aus dem TV-Programm von angeschlossenen Privatsendern unterstützt. Die einzelnen Filmchen können entweder kostenpflichtig heruntergeladen oder per Live-Streaming direkt angesehen werden. Die Qualität ist insofern beeindruckend, als dass auch nach längerer Verbindung (>10 Minuten) weder Verbindungsabbrüche noch Klötzchenbildung, Hakler oder Farbverfälschungen auftreten - Mobile TV ist den Kinderschuhen definitiv entwachsen.
Selbst aufgenommene Fotos und Videos lassen sich schon auf dem Handy mit Hilfe der Applikationen PhotoDJ und VideoDJ bearbeiten und aufbessern. Videos können zusammengschnitten, nachvertont, mit Texten oder Effekten versehen und mit Zeichnungen verändert werden – hier stehen dem Nutzer etliche Möglichkeiten zur Verfügung. Mit dem MusicDJ können zudem eigene Musikstücke im MIDI-Format aus den Rhythmen von vier verschiedenen Instrumenten zusammengestellt werden – das Feature gabs schon beim T630.
Connectivity
Das K600i kann dank Bluetooth, IrDA-Schnittstelle und mitgelieferten USB-Datenkabel mit der Außenwelt verbunden werden. Auf der im Verpackungsumfang befindlichen CD befindet sich eine PC Suite, mit der unter anderem Dateien zwischen Windows Explorer und Handy ausgetauscht werden können. Alle Arten von Dateien lassen sich – sofern nicht kopiergeschützt - problemlos übertragen und auch jar-Files können in einen beliebigen Ordner auf dem Mobiltelefon kopiert werden, um sie von dort aus direkt im Spiele- oder Anwendungsverzeichnis zu installieren – das gelingt im Gegensatz zu Samsungs D500 sogar via Bluetooth.
Sowohl Infrarot- (6kBit/s) als auch Bluetooth-Port (>40kBit/s) machen bei der Datenübertragung eine gute Figur. Das K600i versteht sich dank Bluetooth2.0-Schnittstelle auf eine Vielzahl von Anwendungsprofilen und unterstützt sowohl den direkten Druck von Kontakten, Kalenderdaten und Bildern auf einem Bluetooth-fähigen Drucker als auch FTP/OBEX zur Nutzung als drahtlos anbindbares Wechselspeichermedium sowie den direkten Versand und Empfang von Objekten. Praktisch: es lassen sich völlig beliebige Dokumentarten und Dateien aufs Handy laden – gut, wenn gerade kein USB-Stick zur Hand ist.
Professionelle Nutzer freuen sich über eine DialUp-Networking-Schnittstelle zum integrierten Modem, die im Falle von Vodafone reibungslos funktioniert und so einem Bluetooth-fähigen PC-System aus dem Stand eine drahtlose Verbindung mit dem Internet mit 115kBit/s verschafft, zusätzliche Software hierfür muss man nicht installieren. Entsprechende PC-Software vorausgesetzt freuen sich professionelle Nutzer wieder über die integrierten Fernbedienungsfunktionen, die man beim K600i unter dem Menüpunkt Unterhaltung findet. Mit ihnen lassen sich unter anderem Powerpoint-Präsentationen und einige MediaPlayer auf PCs vom Handy aus kontrollieren.
Foto: Bluetooth Remote Control | Tool zur Fernsteuerung von Fernsehern, Stereoanlagen, PC-Keyboards und PC-Mäusen
Vorzugsweise via UMTS, notfalls aber auch mit HSCSD oder GPRS (Kl. 10) geht’s dann ins Internet. Beim WAP2.0-Browser handelt es sich um Sony Ericssons Standardkomponente, die in der Lage ist, WAP- und reine XHTML-Seiten anzuzeigen, aber reichlich wenig Darstellungsoptionen bietet – man ist auf die Standardansicht festgelegt und kann lediglich die Anzeige von Bildern unterbinden (um Datenvolumen zu sparen). Seiten lassen sich zur späteren Offline-Ansicht auf dem Handy speichern. „Echte“ HTML-Webseiten lassen sich beispielsweise direkt von Google aus ansurfen: die Suchmaschine rendert Seiten in ihrem Archiv auf reines Textformat herunter.
Messaging / PIM-Funktionen
Einem modernen Multimedia-Handy dürfen natürlich auch die Versandmöglichkeiten für SMS, Gruppen-SMS, EMS und vor allem MMS mit bis zu 300 KB Dateianhang nicht fehlen. Will man Dateien versenden oder empfangen, die größer als 300 KB sind, kann alternativ auch der E-Mail-Client genutzt werden. Als Chat-Funktion ist die ebenfalls seit vielen Gerätegenerationen integrierte "Meine Freunde"-Applikation enthalten, die einen von Sony Ericsson bereitgestellten Chat-Server benötigt, der hiermit auch elementare Präsenz-Funktionen bereitstellt. Nach wie vor ist uns kein Netzbetreiber bekannt, der dieses Feature bislang zum Laufen bringt.
Der Terminkalender ist optisch im Angesicht der Konkurrenz etwas spartanisch, aber genauso funktional wie sein Gegenstück auf dem K700i / K750i und bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht, aber keine Agenda. Termine werden in der Wochenansicht in Timeslots gezeigt, in der Monatsansicht werden Tage mit Aktivitiäten fettgedruckt und in der Tagesansicht relativ groß untereinander dargestellt.
Die Aufgabenliste ist spartanisch und bietet die Möglichkeit, zu gegebener Zeit an einen Task erinnern zu lassen bzw. eine Aufgabe als erledigt zu kennzeichnen. Priorisieren lassen sich Aufgaben nicht. Während man einen virtuellen Notizblock noch unter dem Menüpunkt Organizer wiederfindet, versteckt sich das ebenfalls integrierte Diktiergerät ähnlich wie Media-Player und Spiele unter dem Unterhaltungs-Menü. Praktisch: die Voicememo-Funktion lässt sich auch während eines Telefonats einschalten, um Mitschnitte eines Gesprächs mitzuschneiden. Sprachaufnahmen werden im mobilfunkeigenen Sprachformat AMR aufgezeichnet und können so lang werden, wie Speicher zur Verfügung steht.
Weitere Applikationen sind ein Wecker mit Unterstützung für ein einmaliges Alarmsignal und einen sich wiederholenden Alarm, Timer und Stoppuhr sowie ein simpler arithmetischer Taschenrechner - ein Währungs- oder Einheitenrechner fehlt dem Gerät.
Die Kontaktverwaltung gehört zumindest optisch nach wie vor zum besten, was man auf einem Handy finden wird, allerdings lassen sich nach wie vor SIM- und Telefonkontakte nicht in einer gemeinsamen Listenansicht zeigen. Wesentlich gelungener stellt sich da schon die Bearbeitung eines einzelnen Kontaktes dar, dem in einer Reiteransicht ein Name (zwischen Vor- und Nachname wird nicht unterschieden), fünf Rufnummern, drei Email-Adressen, ein Web-URL und eine postalische Adresse zugewiesen werden können.
Weiterhin gibt es Felder für den Titel einer Person, ihren Nutzernamen für die MyFriends-Funktion, eine Notiz sowie ihren Geburtstag, der auf Nachfrage auch automatisch als wiederholter Termin in den Kalender eingetragen wird. Features wie individuelle Anruferbilder und Klingeltöne sind natürlich ebenfalls keine Unbekannten fürs K600i/V600i, erstgenannte werden allerdings nur bei eingehenden Anrufen fast bildschirmfüllend auf dem Display angezeigt - für die bessere Übersicht in der Kontaktliste reichen die Anruferfotos nicht. Bis zu 500 vollständige Kontakte lassen sich im Adressbuch des Handys unterbringen und selbstdefinierbaren Anrufergruppen zuordnen.
Besonderes Augenmerk sollte man beim K600i ein weiteres Mal auf die ausgereiften Sprachsteuerungsfunktionen legen. Das Gerät ermöglicht die Anwahl nach Aufnahme von entsprechenden Anrufernamen, jeder Nummer eines Kontakts kann ein solcher Name aufgesprochen werden. Nach einem längeren Druck auf die Lautstärketasten wird das Sprachwahlfeature aktiviert. Alternativ gibt es die Möglichkeit, ein „Zauberwort“ festzulegen, auf das das Telefon permanent lauscht und bei Erkennung die Sprachwahl aktiviert. In Verbindung mit dem mitgelieferten Kabelheadset funktionierten die Sprachfeatures einwandfrei, Probleme beobachteten wir in Verbindung mit einem kostengünstigen Headset, das unsere Sprachbefehle partout ignorierte (vom Zauberwort ganz zu schweigen). Wer gerne über ein Bluetooth-Headset telefonieren möchte, trifft mit K/V600i aber keine schlechte Wahl: ist ein Headset einmal erfolgreich mit dem Handy gepaired, wird es beim Anschalten immer sofort erkannt und in die Liste der verfügbaren Geräte aufgenommen. Bei eingehenden Anrufen wird automatisch das entsprechende Headset-Profil ausgewählt und das Headset aktiviert.
Anwendungen / Spiele
Neben der Standardsoftware findet man zwei weitere Programme auf dem K600i: Mit HP Print können Fotos, Kontakte und Kalendereinträge über einen Bluetooth-fähigen Drucker ausgedruckt werden. Mit Hilfe der schon beim K750i installierten World Clock lassen sich Zeitzonen aller großen Weltstädte auf einer 3D-animierten Weltkugel auswählen.
Games findet der Käufer sowohl auf dem K600i als in der V600i-Variante – beide Geräte verfügen über eine Java Engine nach MIDP 2.0, einen 3D-Beschleuniger und die Java3D-API JSR 184. Auf dem K600i findet man ab Werk die Vollversionen des simplen Reversi-Puzzles Five Stones und die grafisch absolut beeindruckende 3D-Golfsimulation Vijay Singh Pro Golf 2005, in der man gegen mehrere Computergegner vor einem komplett 3D-animierten Hintergrund sein virtuelles Handicap verbessern kann.
Auf dem V600i findet man ebenfalls zwei vorinstallierte Games, die allerdings nur in zeitlich eingeschränkten Demoversionen vorliegen und zur weiteren Nutzung kostenpflichtig freigeschaltet werden müssen. Dabei handelt es sich um die beiden Top-Titel Splinter Cell Pandora Tomorrow 3D und Extreme Air Snowboarding.
Die Menüführung stellt sich dem Nutzer ausschließlich als 4-Wege-Gitteroptik dar, lediglich das Hintergrundbild kann vom Design unabhängig verändert werden. Die Icons des K600i gleichen denen, die man schon beim Z1010 und V800i fand, sind nach unserer Ansicht immer noch wegweisend gestaltet und lassen den Nutzer nach kurzer Eingewöhnung schnell zu den Funktionen des Mobiltelefons wechseln. Beim V600i wurde die Symbolik grundlegend verändert, angefangen bei den Menüsymbolen bis hin zu den Mini-Icons der am oberen Rand jedes Unterfensters gezeigten Statusleiste. Optisch fallen die Icons der Vodafone-Variante etwas kleiner und pixeliger aus als im Original, sind aber auch nett animiert. Dabei hat es sich der Netzbetreiber auch zum wiederholten Male nicht nehmen lassen, in die Anordnung der Symbole und damit in die Bedienbarkeit des Gesamtsystems einzugreifen. Subjektiv gesprochen halten wir das aber nicht für deutlich nachteilig: man gewöhnt sich an beide Varianten gleich schnell.
In einigen Bereichen wie der Kontaktansicht oder im Einstellungsmenü lässt es sich durch rechts/links-Bewegungen des Joysticks durch mehrere Punkte navigieren, die als Reiterkarten angezeigt werden. Die Darstellung der Dialogelemente lässt sich über sogenannte Designs modifizieren, die Einfluss auf alle Bereiche der Menüführung nehmen – bis auf die Icons. Hier kommt das wesentliche Merkmal der Sony Ericsson-typischen Flash-basierten Systematik zum tragen: da alle Darstellungselemente vektorisiert vorliegen, ist die bloße Menünavigation ein wahrer Augenschmaus: alles ist subtil animiert und schwirrt an den Augen des Nutzers mit atemberaubender Geschwindigkeit vorbei. Die Reaktion des Mobiltelefons auf Eingaben ist bei beiden Varianten gleich schnell und nur ganz minimal verzögert, sodass sich der Standardnutzer nicht beim Wechsel einer Bildschirmleiste langweilen wird.
Bei der gesamten Menüführung erweist sich die Zurücktaste als äußerst hilfreich, mit der man ins jeweils höher gelegene Menü zurückwechselt. Ebenfalls wieder mit von der Partie: der praktische „Neues“-Dialog, der im W800i dem MP3-Player weichen musste. Er lässt sich beim K600i über einen längeren Druck auf die rechte Seitentaste aktivieren, beim V600i wird er ausschließlich über die Vorbelegung des Navkeys angezeigt. Beim Durchblättern des Einstellungsmenüs dürfte einem der Punkt „Startmenü anzeigen“ auffallen. Hierunter verbirgt sich nichts geringeres als die Möglichkeit, das V/K600i beim Systemstart ein kurzes Menü anzeigen zu lassen, in dem man den Flugzeugmodus aktivieren kann: hier wird die GSM-Aktivität komplett unterbunden und damit die Akkuleistung maximiert. Bei diesem Modell ist diese Funktionalität allerdings nur begrenzt sinnvoll, da man im eingeschränkten internen Speicher ohnehin nur Platz für etwa 1,5 Stunden MP3-Sound hat.
Nach einem längeren Druck auf die Raute-Taste lässt sich das Telefon stummschalten, eine Tastensperre aktiviert sich in SonyEricsson typischer Manier nach einem Druck auf die Stern-Taste und einem anschließenden Druck auf den rechten Softkey. Zur Anpassung an die Umgebungssituation stehen sieben individualisierbare Situationsprofile zur Verfügung. Der Benachrichtigungston, der auf eingehende Nachrichten hinweist, lässt sich völlig frei einstellen, parallel zu einem Rufton kann ein etwas schwachbrüstiger Vibrationsalarm aktiviert werden.
Die zwölf Menüpunkte des K600i:
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