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Inhaltsverzeichnis

Samsung SGH-E620 Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Die verhältnismäßig kleine Verpackung des Samsung SGH-E620 unterstreicht mit ihrer grau-silbernen Farbe wie bei vielen Telefonen des koreanischen Herstellers den nicht nur optisch anspruchsvollen und gehobenen Charakter des Mobiltelefons. Die Größe der Verpackung lässt bereits auf den Inhalt schließen: im Lieferumfang inbegriffen sind das Samsung SGH-E620, ein Reiseladeadapter, ein kabelgebundenes Stereo-Headset, ein Lithium-Ionen Akku mit 800 mAh Kapazität sowie eine 115 Seiten starke Bedienungsanleitung. Die Anleitung ist zwar übersichtlich gegliedert, dafür aber wesentlich schlanker ausgefallen als bei früheren Samsung-Handys.

Daneben finden sich noch eine Garantie- und eine Registrierungskarte sowie eine Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt. Damit entspricht der Lieferumfang nicht vollständig den Erwartungen, die man an ein Mobiltelefon dieser Preisklasse stellt – weder Datenkabel noch Headset oder einen noch vor einem Jahr zum Standard gehörenden Zweitakku gönnt Samsung dem Käufer.

Foto: AMB | Samsung SGH-E620 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Beim Design des E620 hat sich Samsung an SGH-E720, E330 und dem deutlich kleineren Vorgänger E600 orientiert und bietet mit dem Handy ein Gerät an, wie es nicht stereotypischer für die konservativere Linie des koreanischen Handy-Designs stehen könnte. Das Gerät überzeugt wie gewohnt mit absolut hochwertiger Materialwahl, die auf den ersten Blick einen kratzfesten Eindruck macht – doch die aus Kunststoff bestehenden beweglichen Elemente des Gehäuses halten den Widrigkeiten des Alltags nicht immer stand. Das gesamte Gehäuse wurde von Samsung mit einer patentierten Nano-Silber-Beschichtung überzogen, die laut Hersteller keimabweisend und antibakteriell wirken soll, was einige Kollegen dazu ermutigte, das E620 zum ersten Mobiltelefon „zum Ablecken“ zu betiteln – von der Praxis haben wir in diesem Punkt einmal abgesehen. Das Handy liegt geschmeidig in der Hand und fühlt sich dank der Beschichtigung etwas samtartig an – was man aber nicht mit der neuen Softtouch-Beschichtung verwechseln sollte, die in neueren Samsung-Modellen (E730 / E750 / D600) die Gerätegehäuse mit einer leichten Gummischicht überzieht. Auch wenn sich dieses Feature zunächst mehr als überflüssig und unspektakulär anhört, weiß es in der Praxis zu begeistern: anders als bei jedem anderen Gerät, das wir bislang getestet haben, hatte man beim E620 immer das Gefühl ein sauberes, fast neuwertiges Handy in der Hand zu halten. Fingerabdrücke haben auf der Außenhaut keine Chance, wer einmal den „Fingerabdruckmagneten“ Motorola RAZR sein Eigen nannte, wird das Silver-Coating sehr zu schätzen wissen.

Foto: AMB | Samsung SGH-E620 Vierseitenansicht

 

Auf eine externe Antenne wurde zu Gunsten von Handlichkeit und Optik auch bei diesem Modell verzichtet. Mit den Maßen 89x45x24 mm und einem Gewicht von 85g liegt es angenehm leicht in der Hand, ist aber etwas größer als die meisten seiner aktuellen Geschwister.

Knarzgeräusche können dem Handy auch unter stärkerem Druck nicht entlockt werden, die Qualität der Verarbeitung genügt beim E620 - wie zu erwarten war – höchsten Ansprüchen. Die Spaltmaße zwischen den einzelnen Gehäusebauteilen fallen zudem schmal aus und sind in überlappender Steckbauweise zusammengesetzt, was die Lebenserwartung des Geräts positiv beeinflussen sollte. Über die Verschmutzung der Spalte und Gehäuseöffnungen muss man sich keine Sorgen machen: alle Anschlüsse sind durch direkt mit dem Gerät verbundene Verschlussteile von der Außenwelt abgeschottet. Lediglich der Klappmechanismus hat minimales seitliches Spiel, was sich in der Praxis aber nur beim gelangweilten Herumspielen mit dem Folder bemerkbar macht.

Foto: AMB | Samsung SGH-E620 Design

 

Die Oberseite des SGH-E620 wirkt äußerst aufgeräumt und symmetrisch und bleibt ohne jeden ästhetischen Makel. Wer seinen guten Geschmack gerne zur Schau stellt, kann sich das Handy dank einer an der Kopfseite angebrachten Öse an einem Lanyard um den Hals hängen. Die Gehäuseklappe wird von einem angenehm fest gespannten Federmechanismus zusammengehalten, mit dem sich das Handy auch einhändig problemlos öffnen und schließen lässt. Zwei Gummierungen auf der Folderinnenseite sorgen dafür, dass das Oberteil beim Zusammenklappen sanft abgefedert wird.

Mit einer leichtgängigen Schiebeverriegelung lässt sich der Akku, der in Samsung-typischer Weise die Rückfront des E620 bildet, leicht entfernen und ebenso leicht wieder einsetzen. Trotz dieses relativ simplen Mechanismus kann man das Handy unbesorgt in der Hosentasche verstauen, da der Verschluss ausreichend tief in das Gehäuse eingearbeitet wurde und sich der Akku nur schwer von alleine lösen kann.

Die Vorrichtung zum Einlegen der SIM-Karte macht ebenfalls einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Wird die Karte von oben nach unten zwischen die seitlich angebrachten Metallbügel eingeschoben, sitzt sie absolut fest und lässt sich nur durch gut dosierten Druck mit der Fingerspitze wieder aus ihrer Halterung entfernen.

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Display&Tastatur

Ein Camphone im Folderdesign kommt nur schwerlich ohne Außendisplay aus. In dieser Hinsicht enttäuscht das SGH-E620 seinen Besitzer nicht: das farbige TFT-Frontdisplay stellt satte 262.144 Farben bei einer Auflösung von 96 x 96 Pixeln dar. Das Display zeigt permanent großflächig Uhrzeit und Datum, allerdings mangels OLED-Komponente ohne ständige Beleuchtung. Aktiviert man das Außendisplay mit einem längeren Druck auf die linksseitig angebrachte Tastenwippe, wechselt die Darstellung zu einer vom E720 und anderen Geräten bekannten Analoguhr und zeigt Informationen über den System- und Connectivity-Status.

Foto: AMB | Samsung SGH-E620

Das TFT-Hauptdisplay verfügt über eine für Handys mit Megapixel-Kamera angemessene Auflösung von 176 x 220 Pixeln und stellt 262.144 Farben dar, was die derzeitigen Erwartungen an hochwertige Mobilfunkgeräte zur Gänze erfüllt. Eine fettabweisende Plastikglasabdeckung schützt das Display gegen Kratzer, spiegelt aber bei Sonneneinstrahlung relativ stark und erschwert das Ablesen des Displays unter Außenlicht. Bei Neigungen des Blickwinkels bleibt das Display ausreichend gut ablesbar.

Äußerst praktisch fällt der geschwungene und großzügige Aufbau der Tastatur aus: ohne viel Spielerei und Experimente schafft das E620 hier exzellente Bedienbarkeit. Alle Tasten sind abnutzungsresistent, für größere Finger aber etwas schmal bemessen. Auch wenn die Zifferntasten zueinander nur vertikale Brückenabstände aufweisen, sind Abrutscher und Vertipper die absolute Ausnahme, denn sie sind fühlbar durch leichte Abschrägungen voneinander abgesetzt. Die Druckpunkte der Tasten sind absolut gleichmäßig und geben dem Nutzer ein deutliches Feedback über seine Eingaben; auf Wunsch können vier verschiedene Tastentöne eingestellt werden, die den Nutzer auf seinem Weg durch die Menüs begleiten.

Über dem Ziffernfeld findet man einen 5-Wege-Navkey. Er ist im Gegensatz zu manchem Vorgänger etwas konturierter gestaltet worden und annähernd symmetrisch, sodass man die Bedienrichtungen gut erfühlen kann. Die zentrale Taste des Navkeys führt beim E620 nur von der Startseite direkt ins WAP-Portal, in Menüs dient sie erfreulicherweise als Bestätigungstaste – mittlerweile auch bei Samsung Standard. Aus dem Standby-Screen wechselt man mit der Standardrichtungsbelegung des Navkeys direkt in die Unterpunkte Eingehende Anrufe, Messages, Sprachwahl oder Bluetooth-Verbindungen, ggf. lässt sich das auch den eigenen Vorstellungen anpassen. Zwei Softkeys neben dem Navkey führen von der Startseite direkt ins Menü bzw. zur Kontaktverwaltung und mit Hilfe einer gut erreichbaren Korrekturtaste (C) erleichtert Samsung das Tippen von Kurznachrichten.

Foto: AMB | Samsung SGH-E620 Tastaturdesign

 

Die Tastaturbeleuchtung schimmert weiß durch die Aussparungen des Tastenfelds und ermöglicht gutes Ablesen sowohl bei Tageslicht als auch im Dunkeln. Auf der linken Seite des Geräts findet man eine großflächige Tastenwippe mit sauberen Druckpunkten, mit der man während eines Gesprächs die Lautstärke regulieren und in Listenmenüs durch die einzelnen Punkte scrollen kann. Rechtsseitig findet man eine Samsung-typische Kamerataste, die sowohl im geschlossenen wie offenen Zustand des Geräts die integrierte Digitalkamera aktiviert. Ist das Gerät geschlossen und der Kameramodus aktiv, wird die Kameravorschau auf dem Außendisplay gezeigt, was einen Spiegel für Selbstportraits überflüssig macht; ein längerer Druck auf die seitliche Tastenwippe schaltet das Blitzlicht hinzu. Als Hintergrundlicht setzt Samsung beim E620 auf eine etwas ungleichmäßige weiße D500-ähnliche Beleuchtung, die die Kontraste der eingefrästen Tastenbeschriftungen verschwimmen lässt, im Dunkeln aber gute Dienste leistet. Auch Navkey und Softkeys werden beleuchtet.

Foto: AMB | Samsung SGH-E620 Tastaturbeleuchtung

 
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