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Sony Ericsson P990i: erste Praxis

Inhaltsverzeichnis
 

» Seite des Herstellers » Vorgängermodelle: Sony Ericsson P910i, P900, P800 » Vergleichbare Geräte: Nokia E61, Communicator 9300i, Blackberry 7100, T-Mobile MDA Pro, Motorola Q, Palm Treo 650

 
 

Hands-On: Sony Ericsson P990i

Die Geschichte von Smartphones aus dem Hause Sony Ericsson ist eine relativ kurze - verglichen mit der Historie, auf die Nokia, RIM oder Palm zurückblicken. Begonnen hat alles 2003 mit dem P800, einem Handy mit Symbian-Betriebssystem, einem großflächigen Touchscreen und abnehmbaren Tastaturflip. Darauf folgten die Smartphones P900 und P910i, wobei letztgenanntes in erster Linie mit einer grundlegend überarbeiteten Tastenklappe, einer QWERTZ-Tastatur und integrierter Push-Mail-Funktionalität aufwarten konnte.

Bis zum Herbst 2005 musste man warten, bis Sony Ericsson endlich den Nachfolger der beliebten P-Serie vorstellte. Nun hat "Hermoine", wie das Gerät lange Zeit inoffiziell genannt wurde, das Licht der Welt erblickt und heißt offiziell P990i.

Der Hersteller hat versucht, möglichst viel von den geforderten Mainstream-Funktionen, die die traditionsbewusste Kundschaft in dem Gerät sehen wollte, zu integrieren und auch das Design des Geräts mit einem grundlegend neuen Tastaturdesign an aktuelle Ansprüche an Handlichkeit und Bedienbarkeit anzupassen.

Im Rahmen der unter Symbians Schirmherrschaft ausgerichteten Smartphone-Show in London, die vom 11.-12. Oktober stattfand, konnten wir uns für kurze Zeit ein wenig mit dem Gerät auseinandersetzen. Es sei allerdings angemerkt, dass auf dem dort ausgestellten Modell lediglich die Vorabversion der UIQ-Software installiert war, die selbst nach offizieller Meinung allerhöchstens als "Pre-Alpha" einzustufen sei. Wie sich das Gerät in der Praxis bewähren wird, lässt sich daran aber im Wesentlichen schon abschätzen. top

Foto: AMB | Vergleich P990i (links) / P910i (rechts)

 

Design / Tastatur / Display

Foto: AMB | P990i Design

Der größte Vorteil der Vorgängermodelle bestand in ihrem hochauflösenden großflächigen Display, das 208x320 Pixel darstellen und bis zu 262.144 Farben anzeigen konnte, was die Reihe sowohl für Multimedia- wie auch aufwändige Business-Anwendungen prädestinierte. Sony Ericsson hat das P990i mit einem leicht höher aufgelösten QVGA-Display (240x320 Pixel) ausgerüstet, das bei gleicher Farbanzahl mit einer deutlich geringeren Darstellungsfläche auskommen muss: der untere Bereich des Geräts beherbergt nun die QWERTZ-Tastatur. Man kann allerdings auf den ersten Blick nicht davon reden, dass hierdurch die Ablesbarkeit oder Bedienbarkeit deutlich gelitten hätte; ganz im Gegenteil: das neue UIQ-Betriebssystem stellt Informationen teilweise auf ganz andere Weise dar als die Vorgängerversionen, was die Bedienung stellenweise sogar deutlich erleichtert. Gleichzeitig dient das Display in gewohnter Weise als hochempfindlicher Touchscreen, mit dem sich Eingaben auch via Handschrifterkennung und simples Tippen auf die entsprechenden Software-Steuerelemente tätigen lassen.

Die Verarbeitung des mit 114x57x25 mm sogar kleiner als das P910i (115x58x26 mm) ausgefallenen Geräts ist vorbildlich, der Flipmechanismus federnd und das Gehäuse griffig und durchaus noch handlich. Sony Ericsson baut seine Smartphones immer mit dem Hintergedanken, dass Nutzer in erster Linie mit dem Gerät telefonieren wollen, die vielen PDA-Features sind zunächst zweitrangig. Der Hersteller hat das Grundgehäuse des P990i komplett überarbeitet, dem Display einen neuen Rahmen verliehen und die Gehäusestirn ebenfalls begradigt und mit verchromten Kunststoffbauteilen veredelt, sodass das Gerät noch etwas professioneller wirkt als das P910i.

P990i Außentastatur

 

In zugeklapptem Zustand erinnert das Gerät eher an den Vorgänger P900: Die Tasten wurden hier wieder etwas schmaler gestaltet, ein 5-Wege-Navkey für die Navigation bei geschlossenem Flip integriert und die herstellertypischen Softkeys und Navigationstasten großflächig an den Rand verlegt. Herausragend komfortabel fanden wir die Bedienbarkeit des seinerzeit neu gestalteten P910i ohnehin nie. Öffnet man das P990i, erhält man Zugriff auf eine völlig neu gestaltete QWERTZ-Tastatur, die mit sanftem blauen Hintergrundlicht gleichmäßig durchleuchtet wird - der schwarze Tastenaufdruck lässt sich in jeder Bediensituation gut ablesen.

Beim Handling muss man sich erstmal an die neue Tastatur gewöhnen: sie ist zwar sicherlich ungleich praktischer zu handhaben als die auf der Rückseite des Flips untergebrachte Variante beim P910i, hat aber ihre Tücken. Die Tasten sind weitgehend quadratisch geformt, der Druckpunkt ist äußerst kurz und knackig und vermittelt gutes Feedback. Leider sind die Tasten aber nur minimal voneinander abgesetzt und wollen zunächst nicht so gut gefallen wie die Tasten von Palm's Treo 650 oder Nokias 9500. Wer das Gerät erstrangig als PDA-Phone einsetzt, kann auch beim P990i den Tastaturflip einfach abschrauben und ein alternatives, im Lieferumfang befindliches Bodenstück aufsetzen.

Foto: AMB | P990i QWERTZ-Tastatur

 

Bei der Gestaltung der Geräteseiten hat sich Sony Ericsson ebenfalls an der Konkurrenz orientiert. Der von manchem liebgewonnene 5-Wege-Jogdial (für alle anderen: das wackelige Scrollrädchen) musste einem Scrollrad mit Bestätigungsdruck und einem darunter liegenden Return-Key weichen: die Kongruenz mit RIMs Blackberry-Bedienparadigma lässt sich nicht verleugnen, ist aber erwiesenermaßen äußerst praktisch und für den Alltag völlig ausreichend. Direkt über dem Scrollrädchen findet man auf der linken Seite einen Softkey, der direkt zum Medienplayer führt.

Die gegenüberliegende Seite wirkt ähnlich aufgeräumt: ein mit einem @ gekennzeichneter Softkey führt wie bei den meisten der Vorgängermodelle direkt zum Webbrowser, ein Slot für das proprietäre Sony Memorystick Pro DUO-Format nimmt Speichersticks mit einer Maximalkapazität von 4GB auf. Neu ist die am unteren Ende zu findene Kamerataste, mit der sich das Telefon für die Aufnahme von Fotografien ähnlich komfortabel wie eine gängige Kamera halten lässt. top

Foto: AMB | Vergleich Sony Ericsson P990i (hinten), P910i (vorne)

 
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