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Die Menüführung des P990i hat sich gegenüber den Vorgängermodellen so grundlegend geändert, dass man in einem gesonderten Artikel darauf eingehen muss. Wir können in unserem ersten Eindruck nur bestätigen, was schon Monate vorher klar war: sowohl die Geschwindigkeit der Ausführung als auch die optische Aufbereitung der Menüstrukturen ist beim P990i bravourös gelöst, deutlich farbenfroher und eingängiger als bei jedem Windows Mobile-System und passt sich der jeweiligen Bedienpraxis des Nutzers an.
Als deutlichen Mangel gegenüber Konkurrenzmodellen empfanden wir beim Vorgänger die integrierte Handschrifterkennung, die mehr schlecht als recht und nicht sonderlich schnell auf den Touchscreen gemalten Schriftzüge erkannte. Ein Transcriber wie bei Windows Mobile fehlt dem Gerät zwar nach wie vor, dafür nutzt die Texterkennung nun für die Eingabe von Zeichen die gesamte Bildschirmfläche und führt Strokes deutlich schneller nach als beim Vorgängersystem und bietet sehr zügig Vervollständigungen an. Da die QWERTZ-Tastatur beim P990i auf dem Grundgehäuse sitzt, ist man allerdings ohnehin besser beraten, Buchstaben direkt einzutippen.
Auch verschwunden ist die UIQ 2.x-typische Quickstart-Leiste am oberen Rand der Menüoberfläche. Das System verfügt nun über eine den deutlich verbesserten Multitasking-Features angemessene Task-Verwaltung, die sich nach einem Druck auf das kleine Symbol am unteren rechten Rand der Statusleiste öffnet. So erreicht man auch das Hauptmenü, aus dem sich die relevanten Applikationen auswählen lassen und das sich wahlweise als Listenansicht (s.rechts) oder als Menü mit großen 3D-Icons präsentiert. In zugeklapptem Zustand präsentiert ein Druck auf Jog-Dial oder Navkey ein vierseitiges Kontextmenü, über das sich die gängigsten Funktionen aktivieren lassen. Anders als das P910i ist das P990i auch in geschlossenem Zustand fast für jede Aufgabe betriebsbereit, Applikationen lassen sich starten und Anrufe initiieren. Ganz generell wird die schnelle Bedienbarkeit des Geräts dank des außenliegenden Navkeys dramatisch erhöht: das P990i verfügt gewissermaßen über zwei Smartphone-Modi, die es entweder wie ein herkömmliches Smartphone ohne Touchscreen oder wie einen berührungsempfindlichen PDA steuern lassen. top
Ein vollständiges Fazit über das P990i abzugeben, wäre derzeit mehr als verfrüht. Persönlich gesprochen war der Autor nie ein großer Fan der Vorgängermodelle, was sich mit dieser Gerätsversion allerdings schlagartig ändern könnte. Besonders die vielseitige Connectivity und das völlig neu gestaltete Oberflächensystem lassen die Herzen vieler Smartphone-Fans höher schlagen. Doch sollte man auch nicht vergessen, das Sony Ericsson das Pech hat, als erstes Unternehmen sein Smartphone fürs kommende Jahr vorzustellen. Auf der Präsentation der neuen E-Series ließ es sich Nokia nicht nehmen, gefällig den UIQ-Konkurrenten zu belächeln, denn auch Geräte wie E61 oder E70 spielen nicht nur in der gleichen Liga, sondern übertreffen Sony Ericssons Smartphone an Funktionalität stellenweise sogar.
Nichtsdestotrotz steht fest: ein Nutzer, der sich schon immer für Sony Ericssons einzigartige Smartphone Reihe der P-Serie begeistern konnte, wird auch mit "Hermoine" keinen schlechten Griff machen. Das Gerät dürfte sich als sowohl als mobiles Helferlein als auch als Blackberry-fähiges Push-Mail-Endgerät als auch als ausgewachsene Mobile Business-Lösung behaupten können und bietet ähnliche Funktionalität und Ausstattung und Funktionalität wie T-Mobiles vielgepriesener MDA Pro bei einem dramatisch kleineren Gehäuse. top
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