Nokia liefert sein 6630 in einer typischen bunten Pappschachtel mit zweilagigem Kunststoff-Innenleben. Zum Inhalt gehören neben dem Telefon, einem Ladegerät neuerer Generation und einem 900mAh-LiIonen-Akku ein USB-Datenkabel sowie eine 64MB große RS-MMC-Speicherkarte sowie ein Stereo-Kabelheadset für den POP-Port, über das sich auch Gespräche führen lassen. Die Bedienungsanleitung fällt nicht zu knapp aber auch nicht besonders ausführlich aus. Dafür lassen sich die meisten Funktionen des 6630 auch intuitiv erforschen. top
Mit 110 mm x 60 mm x 21 mm ist das Gehäuse ziemlich groß bemessen und mit 127 g ist das Gerät auch relativ schwer. Deutlichstes Indiz für ein eilig zusammengezimmertes Gehäuse ist der an der rechten Seite befindliche Slot für RS-MMC-Karten: er lässt sich nur mit dem Fingernagel öffnen und arretiert nicht hörbar am Gehäuse.
Es ist schwer ihn zu beschreiben – den Charme, der Nokias Series60-Smartphones ausmacht. Qualitativ gehört das 6630 wie die meisten seiner Geschwistermodelle, Vorgänger und Nachfolger nicht gerade zur Elite: breite Spaltmaße und einfachster Kunststoff sind nicht gerade die Rezepturen für exzellente Haptik. Dennoch fühlt sich das Gerät im Barrendesign gerade wegen seinem bauchigen Unterteil außerordentlich angenehm an, liegt schwer in der Hand und passt gut in jede Handfläche. Da es sich beim 6630 um ein relativ altes Modell von Nokias UMTS-Riege handelt, entsprechen auch die Dimensionen nicht mehr unbedingt dem heutigen Standard, den andere Geräte dieser Gattung (SGH-Z500) teilweise erreichen.
Die Rückschalung des Geräts ist gleichzeitig der Akkudeckel. Sie lässt sich durch einen leichten Druck auf den am unteren Ende vorgesehenen Arretierungsbutton lösen und nach oben abziehen. Das ganze macht den von Nokia gewohnten, wenig vertrauenswürdig anmutenden Eindruck und führt in der Praxis zum einen oder anderen Knarzer bei festerem Druck. Auch den Ausgang für den integrierten Lautsprecher am Kopf des 6630 sollte man trotz der guten Akustikleistung die er bietet, eher kritisch betrachten: er ist schmal und schwer zugänglich und ein Anziehungspunkt für Schmutz und Fusseln.
Das Display des 6630 stellt bei 176x208 Pixeln Auflösung bis zu 65.536 Farben dar. Im Vergleich zum 6600 ist der Unterschied eher marginal, die Darstellungsqualität reicht bei weitem nicht ans P910i oder moderne Series40-Geräte heran. Die neue Gerätegeneration der N-Series bietet teilweise deutlich mehr Auflösung als das 6630, setzt aber nach wie vor teilweise auf die gleichen Displaykomponenten. Die Kritik bezieht sich in erster Linie auf die Leuchtstärke und das deutlich sichtbare Pixelraster, nicht aber auf die Ablesbarkeit: die ist dank transflektiver Bauweise auch bei stärkerer Lichteinstrahlung immer optimal. Um Strom zu sparen haben die Ingenieure dem 6630 erstmals bei Nokia ein nettes Gimmick mit auf den Weg gegeben: ein Helligkeitssensor am Kopf des Geräts kann bei Bedarf die Helligkeitssteuerung übernehmen und auch die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur regulieren. In der Praxis macht sich dieses Feature durchaus bezahlt:
Im Dunkeln strahlt das Display mit maximaler Intensität und die etwas ungleichmäßige weiße Tastaturbeleuchtung hinterlässt einen kontraststarken und äußerst positiven Eindruck. Im Hellen wird das Display etwas gedimmt und die Tastaturbeleuchtung komplett deaktiviert, so dass die Tastenbeschriftung gut ablesbar bleibt.
Die Tastatur hinterließ in der Praxis einen sehr guten Eindruck. Obwohl die V-förmig angeordneten Tasten sehr eng beieinanderliegen und ziemlich klein geraten sind, lassen sich mit dem 6630 besser Texte tippen als mit den meisten anderen Handys, die wir im letzten halben Jahr in der Redaktion hatten. Das liegt einerseits am ausgereiften lernfähigen T9-System, auf das das 6630 dank Series60 zurückgreifen kann, andererseits wurden die Tasten bewusst etwas wackelig verbaut, sodass der Daumen leicht von einer Taste zur anderen gleiten kann – ähnlich wie bei Sony Ericssons K750i. Trotz Tastaturmattentechnik sind die Druckpunkte knackig und gut definiert, einziger Kritikpunkt ist der unpräzise wirkende 5-Wege-Navkey, der wie beim 6670 oder 6230 nicht über einen gesonderten Bestätigungsbutton verfügt, viel zu klein ausfällt und regelmäßig Vertipper provoziert: bestätigt wird mit einem wackeligen Druck aufs Zentrum des Navkeys.
Ganz und gar nicht klein sind dagegen die beiden seitlich vom Navkey vorgesehenen Softkeys ausgefallen: dank ihrer schieren Größe lässt es sich sehr komfortabel durch alle Menüfunktionen und Applikationen navigieren. Telefonie-, Menü- und die Series60-typischen Stift- und C-Tasten wurden an den Rand des Displays gesetzt und säumen die bauchige Unterseite des Geräts. Viel besser als beim 3230 ist die häufig genutzte Menütaste ausgefallen, die angenehm groß links unter der Anrufannahme-Taste sitzt. Zwei weitere Tasten findet man an den Seiten des Geräts: linksseitig wurde eine Taste für die direkte Aktivierung der Sprachwahl vorgesehen, rechtsseitig findet man den Power-Button zum Ausschalten des 6630 bzw. zur direkten Anwahl von Situationsprofilen. Im Gegensatz zur Standardbelegung der Navkey-Richtungen lassen sich diese Tasten nicht durch den Nutzer individuell konfigurieren. Ärgerlich: mangels Tastenwippe muss man die Gesprächslautstärke im laufenden Telefonat „blind“ mit Hilfe des Navkeys regulieren. top
du hurensohn
Meins aht jetzt schon eingie Jahre auf dem Buckel, wurde schon ertränkt in alle Teile zerlegt beim runterfallen, und hat schon draußen bei -15 mitgezeltet und auch in großer Hitze, hat es mich noch nie im Stich gelassen, also gute alte Nokia Qualität. Sollte mal wieder gebaut werden.