Die verhältnismäßig kleine Verpackung des SGH-E350 wurde in den Samsung-typischen Farben Schwarz und Silber entworfen und spiegelt damit auch die Farbgebung des Handys wider. Zu sehen ist das Slider-Phone auf allen vier Seiten sowohl im auf- wie im zugeschobenen Zustand. Der Größe der Verpackung entsprechend, finden sich darin nur wenig mitgelieferte Utensilien: Neben dem Samsung SGH-E350 sind ein Lithium-Ionen Akku, ein Reiseladeadapter, ein kabelgebundenes Stereo-Headset sowie eine 115 Seiten starke Bedienungsanleitung enthalten. Daneben finden sich noch eine Garantie- und eine Registrierungskarte sowie eine Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt. Damit entspricht der Lieferumfang den Erwartungen, die man an ein Mobiltelefon dieser Preisklasse stellt.
Mit Slider-Handys wie dem SGH-E800 oder dem SGH-D500 hat Samsung bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Schließlich rangiert dieser Formfaktor auf der Beliebtheitsskala der Mobilfunknutzer ganz oben. Auf den ersten Blick scheinen sich die Designer des SGH-E350 sehr an dem Erfolgsmodell D500 orientiert zu haben: insbesondere trifft dies auf die kompakte und nur leicht abgerundete Gehäuseform zu, die mit 85x45x21 mm und 75 g äußerst bequem in der Hand liegt und nicht durch eine externe Antenne behindert wird. Ebenso wurde die Oberseite mit einem für das D500 typischen schwarzen Farbton überzogen, die restliche Oberfläche glänzt in einem für Samsung bereits zum Markenzeichen gewordenen Silber und verleiht dem Gerät somit einen gewissen edlen Charakter. Das von den Herstellern gewählte Material besteht aus einem weitgehend hochwertigen, kratzfesten Kunststoffimitat, das keinerlei Knarzgeräusche zulässt.
Bei genauerem Hinsehen werden allerdings einige Mängel sichtbar: diese machen sich vor allem bei dem schwergängigen Slider-Mechanismus bemerkbar, der mit dem des auch nicht ganz kritikfreien Siemens SL65 vergleichbar ist. Auf- und Zuschieben des Sliders muss komplett von Hand erfolgen. Eine Aufschubhilfe durch eine Feder oder Magneten ist nicht vorhanden, so gestaltet sich das Öffnen im Gegensatz zum D500 oder D600 als relativ hakelig. Anders als beim D500 wird die integrierte Digitalkamera nicht erst sichtbar, wenn die Oberseite nach hoch geschoben wurde, sondern befindet sich zwischen Fotolicht und kleinem Spiegel ständig einsatzbereit auf der Unterseite. Dadurch ist die Kamera allerdings wesentlich staubanfälliger, die Anschlüsse für das Headset und das Ladekabel werden hingegen durch die am Gehäuse befestigten Verschlussteile vor Schmutzpartikeln geschützt. Auf der rechten Ecke ist eine Öse für Landyards angebracht.
Warum sich Samsung beim E350 für eine andere, als die bislang bewährte Verschlussvorrichtung für den Akku entschieden hat, lässt sich nicht ganz nachvollziehen. Durch einen wohl dosierten Druck auf den im unteren Bereich befindlichen Knopf wird der Verschluss entriegelt, was zwar wesentlich unanfälliger für eine unbeabsichtigte Entfernung des Akkus ist, sich dieses Prinzip dafür aber aufgrund seiner Macken als ebenso unkomfortabel erwiesen hat. Anschließend lässt sich der Akku, der in Samsung-gewohnter Manier auf gleichzeitig fast die gesamte Rückseite des Handys bildet, nach oben aushebeln und entfernen. Die Vorrichtung zum Einlegen der SIM-Karte macht einen vertrauenserweckenden Eindruck: wird die Karte von oben unter den Metallbügel geschoben, sitzt sie absolut fest und lässt sich nur durch einen gut dosierten Druck mit der Fingerspitze wieder aus ihrer Halterung entfernen.
Unter einer alles andere als schmierfreien Plastikglasabdeckung befindet sich das 33x26,5 mm messende TFT-Farbdisplay, das damit nur in die Kategorie Mittelgroß eingeordnet werden kann. Bestenfalls als mittelmäßig muss ebenso die maximale Farbanzeige von 65.536 Farben und die Auflösung von 128x160 Pixel bezeichnet werden. Diese Liste kann mit der Farbintensität und den Spiegeleffekten fortgesetzt werden, die weder schlecht noch vorbildlich sind. Bei Neigungen des Blickwinkels bleibt das Display immerhin lange ablesbar, auch wenn die Farben dabei stark verblassen.
Unterhalb des Displays befinden sich die in ähnlicher Weise wie beim D500 angeordneten Tasten für die grundlegende Bedienung. Dazu gehört der viel zu schmal und planar verarbeitete Navkey mit dem in seiner Mitte ebenfalls zu klein geratenen Hot-Button, der bei der Menüführung nutzerfreundlich als Bestätigungstaste dient und im Standby-Modus direkt ins WAP-Portal des Netzanbieters führt. Platz sparen wollten die Designer auch bei den neben dem Navkey angebrachten Softkeys und der darunter befindlichen Korrekturtaste - immerhin etwas großflächiger fielen die Anrufannahme- und -ablehntasten aus.
Öffnet man den Slider, wird die darunter liegende Zifferntastatur freigegeben. Die Tasten wurden recht pragmatisch angeordnet, fallen aber ebenfalls viel zu klein aus. Zwar gibt die weiße - leider nicht ganz gleichmäßige - Beleuchtung im Dunkeln genügend Orientierung und der gleichmäßige Druckpunkt bzw. Feedback ermöglicht ein fühlbar bequemes Tippen, da sie aber noch nicht einmal genügend Abstände zueinander aufweisen, gerät das SMS-Schreiben unweigerlich zu einer kleinen Herausforderung. Mit Sicherheit hätte es auch wesentlich benutzerfreundlicher ausfallen können.
Nichts zu meckern gibt es hingegen über die an der Seite des Samsung SGH-E350 angebrachten Tasten. Auf der linken Seite ist eine Tastenwippe eingearbeitet, mit der ohne großen Aufwand die Gesprächslautstärke reguliert, durch Listenmenüs oder Webseiten gescrollt oder die Kameravorschau vertikal bzw. horizontal gespiegelt werden kann. Mit Hilfe der auf der gegenüberliegenden Seite auffindbaren Taste kann der Nutzer auch bei geschlossenem Gerät durch einen längeren Tastendruck die Kamera aktivieren.
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