Die verhältnismäßig kleine Verpackung des SGH-E530 fällt bei der Farbwahl für Samsung etwas ungewöhnlich aus. Während die meisten Packungen in den Samsung-typischen Farben Schwarz und Silber gehalten wurden, überzieht die des E530 ein schwacher Pastellfarbton, der auf die Farbe des Handys hinweist. Auf der Vorderseite ist nichts von dem Klapphandy zu sehen, stattdessen werben die Koreaner mit dem Slogan „Color Your Phone“ für ihren neuen Mut zur Farbe.
Obwohl die Größe der Verpackung etwas anderes vermuten lässt, befinden sich darin eine Anzahl von Utensilien, die einem echten Lifestyle-Gerät gut zu Gesicht stehen. Zusätzlich zum Lithium-Ionen Akku mit 800 mAh Kapazität und einem kabelgebundenen Stereo-Headset bekommt man eine verspielte Ledertasche mit Plastikfensterchen und eine Trageschlaufe. Das Papier hält sich in Grenzen: Neben der 115 Seiten starken Bedienungsanleitung gibts lediglich eine Garantie- und eine Registrierungskarte sowie die obligatorische Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt.
Im ausklingenden Jahr hat Samsung ungefähr 150 neue Modelle auf den internationalen Markt gebracht. Ein Großteil von ihnen trug äußerlich die markanten Züge des koreanischen Designs. Insbesondere die Farbwahl war leicht vorhersehbar: außer Silbergrau gabs auch glänzendes und mattes Schwarz. Die Absatzzahlen von Modellen wie dem legendären E700 mit dunkelblauem Front-Inlay zeigten aber, das ein wenig Farbe nicht dem Umsatz schadet. Zwar hält man sich im Vergleich zu Nokias wagemutig bemusterten Lifestyle-Geräten und den japanischen Megapixel-Foldern noch dezent zurück, aber die fürs E530 erhältlichen Farbmischungen silber/lavendel bzw. silber/blau, zeigen die verhaltene neue Risikobereitschaft in der koreanischen Designschmiede. Auch beim eiförmigen ovalen Formfaktor haben die Designer Mut bewiesen.
Das 86x43x26 mm große und 85 g leichte E530 liegt geschmeidig in der Hand, auch wenn ihm die griffige Softtouch-Oberfläche eines E730, D600 oder E760 fehlt. Alles in allem dürfte sich insbesondere die weibliche Kundschaft von dem Design angesprochen fühlen - was durch die Software-Ausstattung des Geräts noch unterstrichen wird (s. ).
Die Materialwahl SGH-E530 wirkt deutlich überzeugender als die quietschbunten Plastikschalen vergangener Nokia-Generationen und wird von einem relativ kratzfesten seidenmatten Kunststoff dominiert. Das Frontinlay besteht ist mehrschichtig mit glänzendem Farblack überzogen. Verarbeitungstechnisch bekleckern sich die Koreaner ebenfalls nicht gerade mit Ruhm: die Spalte zwischen den Gehäusebauteilen sind ungleichmäßig und in reichhaltiger Zahl vorhanden. Leichte Knarzgeräusche lassen sich dem Handy im zugeklappten Zustand unter stärkerem Druck auf die Oberklappe entlockt werden. Die Anschlüsse für Ladegerät und Headset sind durch direkt mit dem Gerät verbundene Verschlussteile vor der Außenwelt abgeschottet. Das Ganze zwar vertauenswürdiger als bei billigen Nokia-, Siemens- oder Motorola-Handys, bietet aber noch viel Raum für Verbesserungen.
Die Geräteklappen werden von einem fest gespannten Federmechanismus zusammengehalten, mit dem sich das Handy auch einhändig leicht öffnen und schließen lässt. Die tiefe Einkerbung an den Seiten und der große Abstand zwischen Display und Tastatur im zugeklappten Zustand bieten einen optimalen Ansatzpunkt für den Daumen. Eine Gummierung auf der Folderinnenseite sorgt dafür, dass das Oberteil beim Zusammenklappen abgefedert wird. Sowohl offen als auch geschlossen wirkt das Handy robust: die Folderoberseite hat nur minimales seitliches Spiel.
Mit einer leichtgängigen aber nicht sonderlich gut verarbeiteten Verriegelung lässt sich der Akku, der in Samsung-typischer Weise die Rückfront des E530 bildet, entfernen und wieder einsetzen. Trotz dieses relativ simplen Mechanismus kann man das Handy unbesorgt in der Hosentasche verstauen, da der Verschluss ausreichend tief in das Gehäuse eingearbeitet wurde und sich der Akku nur schwer von alleine lösen kann.
Die Vorrichtung zum Einlegen der SIM-Karte macht ebenfalls einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Wird die Karte von oben nach unten zwischen die seitlich angebrachten Metallbügel eingeschoben, sitzt sie absolut fest und lässt sich nur durch gut dosierten Druck mit der Fingerspitze wieder aus ihrer Halterung entfernen (s. auch Teil III).
Wer sein Handy gerne angemessen der Öffentlichkeit präsentiert, kann es mit Hilfe einer leicht zugänglichen Öse an der Kopfseite des E530 an einem Lanyard befestigen und um den Hals tragen. Alternativ bietet sich das mitgelieferte Täschchen mit passender Farbwahl an, das zwar ziemlich sackartig anmutet, sich aber unter Umständen mit dem Stil seiner Trägerin vereinbaren lässt.
Wie es sich für ein hochwertiges Klapphandy gehört, verfügt das Samsung SGH-E530 natürlich über ein Außendisplay. Das farbige OLED-Frontdisplay stellt 65.536 Farben bei einer Auflösung von immerhin 80 x 64 Pixeln dar und dient in erster Linie der permanenten Darstellung von Uhrzeit, Akkukapazität und Netzversorgung. Darüber hinaus lässt es sich zur Darstellung der Kameravorschau bei der Aufnahme von Selbstportraits, zur Darstellung von Anruferfotos und für die visuelle Benachrichtigung über entgangene Anrufe oder eingegangene Nachrichten nutzen.
Das TFT-Hauptdisplay verfügt über eine für Megapixel-Handys angemessene Auflösung von 176 x 220 Pixeln und stellt 262.144 Farben dar, was die derzeitigen Erwartungen an hochwertige Mobilfunkgeräte zur Gänze erfüllt. Eine Plastikglasabdeckung soll das Display gegen Kratzer und Verschmutzung schützen. Staub und Schmutz dringen dafür gerne durch den breiten Spalt zwischen Ober- und Unterklappe ein und lagern sich im Scharnier und an den Rändern der Displayabdeckung ab. Bei starker Sonneneinstrahlung und bei Neigungen des Blickwinkels - insbesondere in der Vertikalen - verringert sich die Ablesbarkeit allerdings merklich.
Völlig neu ist beim SGH-E530 auch der Aufbau der Tastatur, bei der die Entwickler wie auch schon beim Gehäusedesign ihrer Phantasie freien Lauf lassen konnten. Zwar sind die Zifferntasten lediglich dicht an dicht in der Form eines Rechtecks mit abgerundeten Kanten angeordnet, dennoch weisen sie einige ungewöhnliche Merkmale auf. So fällt die Höhe der Tasten zur Mitte hin leicht ab um dann bei den Tasten 5 und 8 wieder deutlich anzusteigen. Was anfangs etwas Eingewöhnungszeit bedarf, stellt sich auf lange Sicht als recht praktisch heraus, denn durch die Konturen fällt dem Nutzer das "blinde Tippen" relativ leicht.
Da die Tasten sehr groß bemessen sind, gehören Vertipper zur Seltenheit. Lediglich die nicht besonders gleichmäßigen und an einigen Stellen etwas schwerfälligen Druckpunkte der Tasten können den Tipp-Fluss etwas hemmen. Abwechslungsreiche Tastentöne, wie man sie z.B. beim Z130 findet, gehören beim E530 leider nicht zum Systemstandard; ein monotones und bei Bedarf auch abstellares Piepen begleitet den Nutzer bei seinem Weg durch die Menüs.
Über dem Ziffernfeld findet man den etwas klein geratenen 5-Wege-Navkey, der nur undeutliche Konturen aufweist, sodass wir bei der Navigation durchs Menü manchmal versehentlich neben die Richtungsfelder drückten. Aus dem Standby-Screen wechselt man mit der Standardbelegung des Navkeys direkt in die Unterpunkte MP3-Player, Messages, Kalender oder Bluetooth-Verbindungen, ggf. lässt sich das auch den eigenen Vorstellungen anpassen. Die zentrale Taste des Navkeys führt beim E530 nur von der Startseite direkt ins WAP-Portal, in Menüs dient sie erfreulicherweise als Bestätigungstaste. Rings um den Navkey befinden sich wei groß ausgefallene Softkeys, die Anrufannahme- und ablehntaste sowie die Korrekturtaste (C).
An der linken Seite des SGH-E530 findet man eine Samsung-typische Tastenwippe zur Regulierung der Gesprächs- und Tastentonlautstärke. Weiterhin hilft sie beim Scrolling durch Listenmenüs oder Webseiten bzw. spiegelt die Kameravorschau an der Vertikalen. Mit Hilfe der Taste auf der gegenüberliegenden Seite kann man auch bei geschlossenem Gerät durch einen längeren Tastendruck die Kamera aktivieren, um z.B. ein Selbstportrait zu machen. Die Beleuchtung der Tastatur schimmert in einem etwas ungleichmäßigem Weiß durch die Tasten, was bei Zimmerbeleuchtung die Beschriftung unter einigen Blickwinkeln zur Unleserlichkeit verdammt. Im Dunkeln ist die Tastatur hingegen stets sehr gut ablesbar.
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