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Motorola SLVR L7 / L6 / L2 Ultraslim-Barren

Inhaltsverzeichnis

Motorola SLVR L7

Nach Folder kommt Barren (kommt Slider ?). Das SLVR L7 ist Motorolas neuestes Aushängeschild für innovatives und Fashion-orientiertes Handydesign und seit Ende Januar im Handel erhältlich. Mit 113,5x49x11,5 mm Gehäusemaß ist das SLVR das flachste Barrenhandys der Welt und noch zwei Millimeter dünner als das RAZR V3. Schlankheit lässt auf geringes Gewicht schließen und mit 85g hält das SLVR zwar keinen Rekord, ist aber deutlich leichter als die meisten Barren mit ähnlicher Ausstattung.

Foto: AMB | Motorola SLVR Design

 

Die Handhabung des Handys ist gewöhnungsbedürftig: mangels Rundungen und ergonomischer Form neigt es dazu, beim Tippen in der Hand leicht hin und herzurutschen. Doch auch schon bei Panasonics X200 gewöhnten wir uns schnell an die unkonventionelle Form - Fans enger Hosen und Hemdträger werden darüber leicht hinwegsehen können.

Foto: AMB | SLVR Tastaturbeleuchtung

Auf den ersten Blick macht das SLVR einen hochwertigen Eindruck, auch wenn wir uns noch etwas mehr erwartet hätten. Die Kanten sind sehr sauber verarbeitet und die Unebenheiten zwischen Tastatur- und Displayfläche minimal. Das Grundgehäuse des SLVR besteht aus hochwertigem glatten Kunststoff. Die aus Aluminium herausgeätzte Tastatur fühlt sich exakt wie die eines RAZR V3 an und bietet ebenfalls ausgezeichnete, kurze und knackige Druckpunkte. Gummierte Trennlinien sorgen für gute Erfühlbarkeit der einzelnen Tasten. Alleine der 5-Wege-Navkey hinterlässt einen etwas unsauberen Eindruck, da er als eigenständige Komponente gefertigt wurde und andere Druckpunkte als die Zifferntasten aufweist.

Generell fällt die blinde Navigation auf der glatten Tastatur nicht ganz leicht, da die Tasten kaum voneinander unterschieden werden können. Ein großer Pluspunkt ist die helle Hintergrundbeleuchtung, welche die Tasten im Dunkeln gut erkennen lässt und dank Helligkeitssensor im Hellen die Kontraste nicht verschwimmen.

Das Display gehört noch zum "alten Eisen": statt mit QVGA-Auflösung wie sie das RAZR V3x oder das ROKR E2 bieten, muss sich das SLVR mit der typischen Auflösung von 176x220 Pixeln und einer Farbttiefe von 18 Bit (262.144 Farben) begnügen. Fotos wirken auf dem Display brilliant und farbenfroh, die Leuchtkraft und Kontraststärke reicht aber nicht an Samsungs X700 oder Siemens S68 - das übrigens ein sehr ernstzunehmender Konkurrent zum L2 werden dürfte - heran.

Foto: AMB | SLVR Rücken

Das Display gehört noch zum "alten Eisen": statt mit QVGA-Auflösung wie sie das RAZR V3x oder das ROKR E2 bieten, muss sich das SLVR mit der typischen Auflösung von 176x220 Pixeln und einer Farbttiefe von 18 Bit (262.144 Farben) begnügen. Fotos wirken auf dem Display brilliant und farbenfroh, die Leuchtkraft und Kontraststärke reicht aber nicht an Samsungs X700 oder Siemens S68 - das übrigens ein sehr ernstzunehmender Konkurrent zum L2 werden dürfte - heran.

Das extrem schmale Design verlangt Kompromisse von der Ausstattung. Und so kommt als Kamera beim SLVR lediglich ein VGA-Modul mit 640x480 Pixeln Auflösung zum Einsatz. Die Fotos lassen sich qualitativ mit denen des RAZR V3 oder PEBL U6 vergleichen, aufgenommen werden sie mit Hilfe des Motorola-typischen Kameramodus, der schon beim V80 oder V600 zum Einsatz kam. Auf einen Blitz hat Motorola ebenso verzichtet wie auf einen Spiegel für Selbstportraits; dieser hätte aus optischen Gründen aber ohnehin nicht in das Konzept des SLVR gepasst. Neuerung gegenüber dem RAZR: es lassen sich auch Videos mit einer maximalen Auflösung von 176x144 Pixeln aufnehmen. Deren Länge ist lediglich durch den zur Verfügung stehenden Speicher begrenzt. Intern stehen dem SLVR zwölf Megabyte zur Verfügung, nachrüsten lässt sich das Gerät mit Transflash-Karten, deren Slot von außen zugänglich ist und Karten mit einer Maximalkapazität von 256MB aufnimmt. Eine 64 MB große Karte soll bereits in der Schachtel liegen.

Grundsätzlich ist die Bluetooth-Übertragung von Fotos oder anderen Daten mit dem SLVR via Bluetooth kein Problem, da Motorola seinen Geräten ein OBEX Object Push-Profil spendiert. Allerdings waren bei unserem ersten Test mehrere andere Endgeräte notwendig, bis sich eines von ihnen dazu bereit erklärte, ein Bild tatsächlich per Funk vom SLVR entgegenzunehmen.

Nach wie vor erlaubt Motorola beim Auffinden von Bluetooth-Partnern nur die Sichtbarmachung in einem Zeitfenster von 60 Sekunden. Wer es in diesem Zeitraum nicht schafft, ein Pairing herzustellen, muss das SLVR erneut auf sichtbar schalten. Schneller und problemloser sollte der Datenaustausch z.B. mit einem PC über den kopfseitig verbauten USB-Anschluss des SLVR vonstatten gehen.

Foto: AMB | Motorola SLVR L7 | Kamerabild skaliert (640x480 Pixel)

 

Foto: AMB | SLVR L7 Frontseite

In den USA hat der marktführende Provider Verizon angekündigt, das SLVR mit iTunes-Client auszurüsten und so dem ROKR-Flop einen neuen (schmaleren) Anstrich zu geben, für Deutschland ist das definitiv nicht geplant. Der integrierte MP3-Player entspricht anderen aktuellen Motorola-Endgeräten und kann bei weitem nicht mit dem Bedienkomfort des iTunes-Clients auf dem ROKR bzw. den Medienplayern auf W800i und Co. mithalten.

Das Telefonbuch bietet Platz für maximal 1.000 Einträge, die mit Business-typischen Kontaktelementen hinterlegt werden können. Darunter getrennte Felder für Name und Vorname, mehrere Telefonnummern, Post- und E-Mail-Adresse sowie ein Anruferfoto, der Geburtstag und eine individuelle Klingelmedodie.

Lange Gesichter machten wir - natürlich nicht unerwartet - angesichts der Menüführung: Beim Menü hat sich seit dem vor über zwei Jahren erschienen V80 fast nichts verändert. Für Motorola-Liebhaber dürfte das natürlich kein Problem darstellen: sie werden sich sofort zurechtfinden. Im Gegensatz zum Schlankheitspionier stand für Motorola neben dem Design auch eine attraktive Preisgestaltung im Vordergrund. Schließlich soll der Kunde nicht allzu lang überlegen müssen, ob er sich den Fashion-Luxus leisten kann. In Verbindung mit einem Laufzeitvertrag ist das SLVR bereits für einen Euro erhältlich, im Prepaid-Paket oder direkt vom Händler kostet das Gerät €279,-.

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