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Inhaltsverzeichnis

Sony Ericsson W900i Testbericht

Lieferumfang & Verpackung

Das W900i markiert derzeit das obere Ende der Skala von Sony Ericssons Walkman-Serie (Das Musiksmartphone W950i wird erst im Sommer 2006 erscheinen). Die Musiklastigkeit spiegelt sich bereits im Stile der Verpackung wieder: Wie das erste Walkman-Handy W800i erhält man auch dieses Gerät samt Zubehör im eingeschweißten Plastikmantel, was nicht nur schick aussieht, sondern auch den Packungsinhalt auf einen Blick ersichtlich macht.

Besonderes Highlight des Lieferumfangs: SonyEricsson liefert die kabelgebundene Fernbedienung HPM-80 mit, die sogar mit einem Display ausgestattet ist, das Informationen über Radio- und MP3-Funktionen sowie den Telefonstatus preisgibt. Zum schnellen Überspielen von Dateien vom PC hat SonyEricsson erfreulicherweise auch an ein USB-Datenkabel gedacht. Ein Li-Polymer Akku sorgt mit 900mAh Kapazität für erträgliche Ausdauerleistungen. Darüber hinaus gibts das übliche Fastport-Schnellladegerät und eine Software CD sowie eine umfangreiche Bedienungsanleitung. top

Foto: AMB | W900i Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Offenbar hat sich der Swivel-Formfaktor, den Sony Ericsson erstmals bei seiner Megapixel-Referenz S700i einführte, bewährt: auch das W900i muss man aufdrehen, um auf die Zifferntasten zugreifen zu können. Bedienen lässt sich das Handy dank offenliegendem Navkey und vielen Bedientasten auch in geschlossenem Zustand. Neu hingegen ist die starke Federung des Swivelmechanismus, mit dem sich das Handy einhändig öffnen lässt. Untermalt wird das ganze standardmäßig mit einem effektvollen "Sling"-Sound. Wie alle Swivelmodelle des Herstellers lässt sich das W900i in beide Richtungen aufdrehen (eine 360°-Drehung ist natürlich nicht möglich), der Displayinhalt verändert seine Orientierung allerdings nicht. Der Öffnungsmechanismus unterliegt einer Führungsschiene, die deutlich besser durchdacht ist als noch beim S700i: Kratzer auf der Swivel-Rückseite gehören der Vergangenheit an.

 

Die geballte Ausstattung machte es Sony Ericsson nicht leicht: die 148 Gramm Hardware des W900i steckt man nicht in jede Tasche; mit 109x49x24mm sieht das klotzförmige Gerät auf den ersten Blick eher wie eine extravagante Fernbedienung aus. Die Bezeichnung "Prügel" trifft die Optik wohl am besten - wer will, kann sich das Gerät dennoch mit Hilfe einer an der Fußseite des Gehäuses vorgesehenen Öse an Lanyards um den Hals hängen.

Doch der Schmäh der Uneingeweihten sollte sich legen, wenn sie das Gerät in die Hand nehmen. Zwar verzichtet Sony Ericsson auf eine weiche Softtouch-Oberfläche wie beim W550i, gibt sich aber nur mit hochwertigem Kunststoff zufrieden, der mit glänzendem Lack überzogen wurde - wahlweise gibts das Handy in weiß oder schwarz (derzeit nur bei Vodafone mit entsprechendem Branding). Das Design entspricht Sony Ericssons aktueller Walkman-Linie: das Logo findet man an allen Ecken und Enden des Gehäuses. Klare Designlinien und der verspielte aber nicht überzogene Umgang mit Farben und Materialien unterstreichen den Anspruch des Herstellers, auf seinem Segment die Stilrichtung anzugeben. Schade, dass nur wenige Hersteller mitmachen: Nokia N91, Samsung SGH-i300 und BenQ-Siemens EF51 bieten zwar alle ihr gewisses Etwas, die unverkennbare Designsprache der Walkman-Serie macht Sony Ericsson in diesem Marktsegment aber einzigartig.

Foto: AMB | W900i Design

 

Auch die Verarbeitung bedient das "Nahezu Perfekt"-Klischee vergangener Baureihen: etwas unschön empfanden wir nur die ziemlich breiten und alle Kanten dominierenden Spaltmaße, in denen man beim weißen Modell schon nach kurzer Zeit die Ablagerungen des Alltags entdeckt. Der Akkudeckel hat minimales Spiel, sitzt aber fest in seiner Verankerung - glücklicherweise nicht ganz so fest wie noch beim W800i.

Anschlüsse und Einschübe werden mit am Gehäuse verankerten Gummisteckern geschützt. Etwas Vorsicht sollte man bei der Kamera walten lassen, denn sie liegt an exponierter Stelle auf der Gehäuserückseite und kann leicht zerkratzen - eine Linsenabdeckung hat sich Sony Ericsson aufgrund mancher unzufriedener Kunden diesmal gespart. Die Rückseite offenbart auch den unter einem stilvoll gestalteten, sich nach außen verfeinernden Pünktchenraster versteckten Lautsprecher und einen gut zugänglichen externen Antennenanschluss, mit dem sich das W900i direkt an entsprechende Car-Kits anklinken lässt.

Display & Tastatur

Foto: AMB | W900i Display und Tastatur

Nicht viel neues gibt es unter Durchsicht des Datenblatts beim Display zu entdecken: wie schon das S700i setzt Sony Ericsson auf ein TFT-Display mit 240x320 (QVGA) Pixeln Auflösung und 262.144 Farben. Doch Leuchtstärke und Ablesbarkeit wissen auch unter schwierigen Neigungswinkeln noch besser zu überzeugen als beim Vorgänger S700i. Die Displayhelligkeit lässt sich auf 50% Intensität herunterregeln, was die Akkureserven schont. Unter direkter Sonneneinstrahlung lässt sich das Display bei maximaler Helligkeit noch gut ablesen, hier verblassen die Farben etwas.

Dem 3G-Anspruch entsprechend angepasst wurde das Bedienfeld auf der Außenseite, das neben einem äußerst großzügig bemessenem und leicht bedienbarem 5-Wege-Navkey und den 4 Standard-Softkeys von Sony Ericsson drei Schnellzugriffstasten für den Webbrowser, Videotelefonate und das beim W800i verlorengegangene "Neues"-Menü bietet. Der zentrale Navkey stellt sich vorrangig in die Dienste des Musikplayers und wurde entsprechend beschriftet. Schick: der silbern-metallisch glänzende Navkey lässt die orangefarbige Hintergrundbeleuchtung durch lichtdurchlässige Prägungen am Rand und an den Beschriftungen durchschimmern.

Dreht man das Gerät auf, offenbart das W900i einen übersichtlichen 12er-Block von Zifferntasten und das obligatorische Walkman-Logo. Die Tasten verfügen über einen gleichmäßig weichen und sehr kurzen, aber präzisen Druckpunkt und sind durchs Gehäusegräting fühlbar voneinander abgesetzt. Auch Nutzer mit großen Fingern oder motorisch weniger begabte Zeitgenossen werden auf diesem Tastenfeld leicht SMS im T9- oder Multitapverfahren tippen können. Ein Powerbutton am rechten unteren Rand der Tastatur schaltet das Telefon nach längerem Druck ein oder führt im Standby-Modus ins Profilmenü. Trotz installierter 3D-Engine vermissten wir die vom W550i liebgewonnenen Gaming-Tasten am Kopf des Displays, die eine echte Bereicherung für Java-Games im Querformat waren.

Die Gehäusekanten offenbaren viele weitere Walkman-typische Shortcut-Tasten. Der Walkman-Button versteckt sich unscheinbar und gediegen an der linken Gehäuseseite, unmittelbar darüber findet man einen Schuber für die Tastensperre. Dieser ist beim W900i zwar besser verarbeitet als beim W550i (wir erinnern uns noch zähneknirschend an dessen Quietschen), beginnt aber nach einiger Zeit zu klemmen und reagiert nicht immer so, wie es der Anwender erwartet. Im Kameramodus kann man über den Schuber komfortabel den LED-Blitz hinzuschalten. Ein winziger Leuchtindikator unterhalb der Tastatursperre signalisiert GSM-Aktivität.

An der rechten Gehäuseseite befindet sich ein kleines Infrarotauge für den Datenaustausch zwischen zwei Geräten. Zur Regulierung der Lautstärke dient eine fast planar ins Gehäuse eingelassene und kaum erfühlbare Tastenwippe. Viel deutlicher exponiert sich der aus dem Gehäuse herausstehende Knopf für den Kamerauslöser. Um einer Fehlbedienung vorzubeugen, reagiert die Kamerafunktion erst bei einem Druck von ca 3 Sekunden in geschlossenem Zustand des Handys. Doch viel zu oft drückt man beim Herumspielen mit dem W900i versehentlich auf diese Taste, sodass man immer wieder beim Reaktivieren der Hintergrundbeleuchtung überrascht ist, welche Applikation man versehentlich zwischenzeitlich aufgerufen hat. Aufgrund der großen Browsertaste auf der Obertaste fanden wir uns häufig nach dem Aufdrehen des Handys auf einer Webseite wieder.

Die Tastaturbeleuchtung schimmert in ungleichmäßigem Schmutzigweiß durchs Haupttastenfeld und die Softkeys der Oberseite. Rand und Beschriftungen des Navkeys werden von ebenso unregelmäßigem orangem Licht illuminiert. Der Vorteil dieser Lösung: Kontrast und Ablesbarkeit des Tastenfelds bleiben unter allen Außenlichtbedingungen erhalten. top

Foto: AMB | W900i Tastatur

 
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Kommentare
  1. 21.04.12 16:39 s202 (Gast)

    Ganz Ehrlich? Ich hatte ein IPhone und hab mich mittlerweile wieder "Downgegraded". Ich besitze mittlerweile wieder ein Sony Ericsson S500 und eben dieses Sony Ericsson W900 und ich bin sehr glücklich darüber, hatte NUR Probleme mim IPhone, besonders mit dem Touchscreen.

  2. 25.03.11 20:45 benthepen (Expert Handy Profi)

    Also wenn ich mein altes 3650 in die Hand nehme, komme ich mir vor, wie in der Steinzeit.... Schon heavy, was sich in 10 Jahren so getan hat....

  3. 25.03.11 20:41 DDD (Advanced Handy Profi)

    Naja ich kann mir schon vorstellen das es genug Leute gibt die nach wie vor von einem Multimedia Handy mehr halten als von einem Smartphone. Die Formulierung später bezog sich wohl auch nur auf Musik. Klar wenn ich keinen Touchscreen brauch aber gerne Musik höre sind die Walkman Handys gut mit dabei. Allerdings nur die mit 3.5 Millimeter Klinkenanschluss. Ich Persönlich will von normalen Handys nichts mehr Hören. Die Entwicklung ist schon gut so.

  4. 25.03.11 20:34 benthepen (Expert Handy Profi)

    Wer interessiert sich denn noch für so einen alten Knochen... Das Ding mit einem IPhone zu vergleichen, ist eigentlich schon sehr lustig....

  5. 25.03.11 20:27 D.N.Handychecks (Gast)
    W900i - geiler Scheiss!

    Hey Leute, schaut euch die neuen Handys an: schlechte akkulaufzeiten, miese bis mittelmßige mp3player usw. - und überteuert. ich habe mir das handy für 40 € aus ebay ersteigert und es macht dermaßen viel spaß mit dem handy musik zu hören und zu "surfen" - scheisst wirklich auf iphone und co. was musik angeht - dann lieber ein altes sony walkman, wer geld hat greift zum w995 - das BESTE sony handy aller zeiten und wer fotos liebt 8,1 mp und xenon blitz gibts mitm c905 - BOMBE !!!

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