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Motorola ROKR E3 Handson-Testbericht

Inhaltsverzeichnis

Ausstattung

Foto: AMB | ROKR E3 Kontakte

Schlechte Nachrichten für alle, die dachten, wir könnten jetzt mit echten Neuigkeiten aufwarten: das Testgerät ließ sich nicht dazu bewegen, irgendwelche Informationen über seinen Speicherausbau herauszugeben. Der Standby-Screen behauptet vehement, der Nachrichtenspeicher sei voll, jegliche Abfrage des freien Speicherplatzes wurde mit einem Sprung ins Hauptmenü quittiert. So bleibt auch jetzt noch offen, ob Motorola mit dem E3 Großes vorhat. Denkbar sind neben einem dem W950i (4GB) ebenbürtigem Speicherausbau auch Festplattenlösungen. Am wahrscheinlichsten jedoch scheint es, dass Motorola nach wie vor auf einen mäßigen internen Speicherausbau von maximal 100MB und externen Flash-Speicher in Form von Transflash- oder microSD-Karten setzen wird. Ein entsprechender Slot ohne nähere Bezeichnung ist am linken Seitenrand unter einer am Gerät befestigten Gummiblende vorgesehen.

Foto: AMB | ROKR E3 Soundliste

Auch über die Qualität der verwendeten Kamera-Komponente können wir derzeit kein Urteil treffen, da sich der Prototyp auch auf Umwegen nicht zur Aktivierung der rückseitig verbauten Kameralinse bewegen ließ. Ein Blick ins Menüsystem verrät hingegen, welche grundlegenden Fertigkeiten das E3 aller Voraussicht nach an den Tag legen wird. Die PIM-Ausstattung ist vollständig und wartet mit einer mehr oder weniger komfortablen Kalenderfunktion samt Wochenansicht, bis zu 3000 Zeichen langen SMS und einem vollausgestatteten Adressbuch auf. Hier lassen sich Kontakten neben mehreren Rufnummern und EMail-Adressen auch bis zu drei Postadressen sowie Web-URLs vergeben. Zur Personalisierung dienen Anruferbilder und individuelle Klingeltöne. Gruppenfunktionen und eine auf Kontaktbildern basierende Listenansicht der Kontakte sorgen für Ordnung und Komfort bei der Bedienung.

Foto: AMB | ROKR E3 Medienwiedergabe

Der Prototyp verfügte bereits über vollständige Menüfunktionen, die an einigen Stellen zeigen, dass das fertige Modell über ein A2DP-Bluetoothprofil verfügen wird, mit dem sich Musik in Stereoqualität an kabellose Headsets oder entsprechendes HiFi-Equipment übertragen lässt - gleiches kennt man z.B. schon vom V3x. Die nach innen gerichtete Kamera und eine designierte Videocall-Taste implizieren UMTS-Connectivity, die den beiden Vorgängermodellen noch fehlt. Sie ist insbesondere praktisch für Musikdownloads und Videostreams, die sich auf dem Gerät im Vollbildmodus betrachten lassen. Ein 2,5G-Symbol, das zeitweilig die Statusleiste am oberen Rand des Displays zierte, dürfte hierzulande zunächst allenfalls für T-Mobile-Kunden interessant sein: es deutet auf EDGE-Connectivity hin, mit der sich Daten mit etwa 75% der Datenrate von UMTS aus dem Netz ziehen lassen.

Foto: AMB | ROKR E3 Einstellungen / Flugzeugmodus

Die Kernkomponente, ein komfortabler Medienplayer, fehlte dem E3 leider noch (oder wird auch in der Finalversion fehlen). Fanden wir beim V3x wenigstens noch eine spezielle Applikation, die ansatzweise iTunes- bzw. Walkman-Feeling aufkommen ließ, mussten wir uns mit dem Motorola-typischen Medienmenü begnügen. Dieses verfügt zwar über Playlist-Unterstützung, gereicht aber allenfalls zur komfortablen Auswahl von Klingeltönen. Beeindruckend wirkte bei der ersten Begegnung allerdings die Lautstärke, mit der uns die integrierten MP3-Ringtones entgegenschmetterten. Der Lautsprecher versteckt sich kaum sichtbar unter der rückseitigen Gehäuseschale und überzeugt schon in der Vorabversion mit sattem, klarem und überaus lautem Sound.

Foto: AMB | ROKR E3 Hauptmenü

Für längerwierige Musikwiedergabe ist das E3 gut gerüstet: Einerseits verbaute Motorola im Prototypen einen Standard-Akku mit 1130mAh Kapazität, andererseits lässt sich direkt im Hauptmenü ein Flugzeugmodus aktivieren, mit dem sich viel Strom sparen lässt.

Fazit

So schön die Fabel vom ROKR und vollfunktionalen iTunes auch klingen mag - überraschen kann Motorola mit diesem Gerät nicht. Natürlich können wir längst nicht abschätzen, welche praktischen Features der amerikanische Hersteller bis zur offiziellen Vorstellung des "E3" noch aus dem Ärmel schütteln wird, doch dessen Formfaktor ist trotz aller Liebe zur Form nicht mehr zeitgemäß. Andererseits wünschen sich viele Kunden wieder ein Handy, das sie auch ohne Lupe und spitze Fingernägel bedienen können - und diesem Anspruch wird das 3G-Gerät mit Sicherheit gerecht. Über die finalen Spezifikationen darf noch spekuliert werden; alleine das interessante Design wird aber nicht ausreichen, um aus dem E3 einen ebenbürtigen Konkurrenten zu Sony Ericsson, Samsung und Co. zu machen.

Weitere Bilder

Foto: AMB | Vergleich: Samsung X700, ROKR "E3", Motorola A780

 

Foto: AMB | ROKR "E3" Design

 

Foto: AMB | ROKR "E3" Kopfseite

 

Foto: AMB | ROKR "E3" Fußseite

 
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