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Inhaltsverzeichnis

Business-Barren Samsung SGH-X700

Lieferumfang & Verpackung

Das Samsung SGH-X700 wird vom Hersteller als designiertes Businessgerät auf den Markt gebracht. Dementsprechend sollte der Lieferumfang ausfallen, doch außer einem Datenkabel für Samsungs "kleinen" Standardport und einer wenig umfangreichen Softwarebeigabe findet man wenig "Business" in der Schachtel. Ein kabelgebundenes Stereo-Headset und eine magere Anleitung ist neben dem Schnellladegerät alles, was Samsung seinen Kunden zum X700 dazugibt - von Speicherkarte, Desktop-Cradle oder Ledertasche keine Spur. Das lässt schon zu Beginn dieses Tests vermuten, dass das X700 unter Umständen nicht ganz richtig am Markt platziert wird. Näheres zu dieser Vermutung erfahren Sie im Praxistest.

Foto: AMB | SGH-X700 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das Samsung SGH-X700 ist ein eher überraschendes Gerät aus der Designschmiede des koreanischen Herstellers - selten baute man im fernen Osten Handys im Barrenformat für den europäischen Markt. Dass man diesen Formfaktor auch beherrscht, beweist das X700, das Samsung als Gegengewicht zu so beliebten Barrenhandys wie Sony Ericssons K750i ins Rennen wirft, ohne ernsthaft technisch mit ihnen konkurrieren zu wollen. Das Design kann sich allerdings sehen lassen: geschwungene Linien und raffinierte Details bestimmen die Gehäuseoptik. Schwarze Inlays an den Seiten des Gehäuses verleihen dem Design die Würze, die mattschwarze Rückseite beherrscht ein ausgesprochen großer Spiegel für Selbstportraits. Auf exklusive Materialien wie beim gummierten E760 hat der Hersteller verzichtet, stattdessen kommt ein hochwertig wirkender, aber nicht besonders kratzfester Kunststoff zum Einsatz.

Foto: AMB | Samsung SGH-X700 Vierseitenansicht

 

Die Verarbeitung ist dem ersten EIndruck nach hervorragend, haptisch ist das X700 wie viele aktuelle Handys von Samsung ein Mobiltelefon zum Verlieben. Die Maße entsprechen etwa den Vorgaben, die andere Hersteller für Samsung vorgelegt haben, doch sein niedriges Gewicht macht das X700 einzigartig: mit 79 Gramm ist es deutlich leichter als ein K750i oder BenQ-Siemens S75, fällt aber deutlich bauchiger aus. Bei genauerem Hinschauen offenbaren sich kleine Mängel in der Verarbeitung: deutliche Spaltmaße findet man an den Spalten zwischen Ober- und Unterschale. Knarzgeräusche konnten wir dem Gehäuse dennoch auch unter stärkerem Druck nicht entlocken. Der Akku nimmt etwa zwei Drittel der Rückseite ein und wird mit einem Schieber am Fuß der Rückseite mit einem gut dosierten Druck wieder entfernt. Versehentlich lässt sich der Energielieferant kaum entfernen.

Foto: AMB | Samsung SGH-X700 Design

 

Display & Tastatur

Das Display mit 176x144 Pixeln Auflösung und maximal 262.144 darstellbaren Farben leuchtet in vom D600 gewohnter Brillianz und Kontraststärke, hält aber nicht mit aktuellen Multimediageräten wie dem W810i mit, das im direkten Vergleich noch etwa 20% mehr Kontraste und Helligkeit bei der Ansicht von Fotos oder Videos bietet. Dafür hat sich Samsung dem Schutz vor Kratzern und Staub gewidmet: Das Display liegt unter einer gewölbten kratzfesten Oberfläche, durch die man wie durch ein Fenster auf den Screen blickt. Diese durchaus kreative Bauweise bewährte sich z.B. bei älteren Nokia-Generationen wie dem 3410, obwohl sich nach längerer Benutzung die ersten Staubkörnchen unter deren Displayabdeckungen sammelten - ein Mangel, den wir beim SGH-X700 nicht bestätigen aber auch nicht ausschließen können. Letztlich dürfte es für einen Servicepoint ein Leichtes sein, das Gerät bei massivem Staubbefall zum Reinigen zu öffnen.

Foto: AMB | Samsung SGH-X700 Tastatur

 

Die Tastatur wirkt aufgeräumt, geradlinig und wird dem Business-Anspruch gerecht, den Samsung mit dem X700 verbindet. Versierte SMS-Tipper werden aber schnell die Nase voll haben vom Tastenfeld: die Druckpunkte erweisen sich in der Praxis als wackelig und unpräzise, obwohl sie beim ersten Kontakt knackig und gleichmäßig erscheinen. In der Praxis muss man sich darüber hinaus eine gewisse Fingerakrobatik zulegen, um das rundliche Gehäuse des X700 biem Tippen im Gleichgewicht zu halten. Oftmals vertippt man sich nur, weil man mit dem kleinen Finger das Gerät ausbalanciert und der Daumen die schmalen Tasten mangels Abständen häufig verfehlt bzw. beim Wechsel zwischen Navkey und Zifferntasten die Orientierung verliert.

Zentrales Bedienelement ist ein 5-Wege-Navkey, dessen Bestätigungstaste im Standby-Screen direkt ins voreingestellte Netzbetreiberportal führt. Die Bedienbarkeit musste auch hier dem schicken Design weichen: Sowohl die Seiten des Navkeys als auch der "Hot-Button" fallen so schmal und klein aus, dass zielstrebige Menünavigation zwar nicht zum Glücksspiel, aber deutlich erschwert wird. Zwei Softkeys, eine zu schmal ausgefallene und mit einem undeutlichen Druckpunkt versehene Löschen-Taste sowie die obligatorischen Rufannahme- und Auflegentaste vervollständigen die Tastatur des X700.

Foto: AMB | Samsung SGH-X700 Tastatur

 

Die Seiten säumen eine sehr leicht erfühlbare und gut bedienbare Tastenwippe zur Lautstärkeregelung und ein ebenfalls gut verarbeiteter Button zum Aktivieren und Auslösen der Digitalkamera. Völlig bravourös gelöst ist wieder einmal die weiße Beleuchtung der Tastatur, die gestochen scharf durch die halbtransparente Tastenbeschriftung scheint und jederzeit gute Kontraste und Ablesbarkeit gewährt.

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Kommentare
  1. 04.08.10 17:50 SGHer (Gast)
    Staub

    Also ich kann den Verdacht bestätigen. Ich hab das Handy jetz so 3 Jahre und es kommt immer mehr Staub unter das "Fenster".

  2. 14.09.09 08:34 Torle (areamobile.de)

    Erstes Kommentar für diesen Test

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