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Inhaltsverzeichnis

erweiterter GSM-Ultraslim-Folder RAZR V3i

Lieferumfang & Verpackung

Als Motorola Mitte 2004 das RAZR V3 vorstellte, stand die Handywelt Kopf: der ans legendäre StarTac angelehnte Formfaktor und die revolutionär geringe Tiefe des Handys markierte den Beginn einer neuen Ära: die der Ultraslim-Handys. Entsprechend extravagant fiel die Verpackung des Luxustelefons aus. Ein edler, metallischer Kunststoffschuber beherbergte das Telefon und sein Zubehör und unterstrich die elegante Linie des RAZR V3. Beim Nachfolger, dem V3i (das V3x ist aufgrund seiner UMTS-Fähigkeit, seines Gewichts und seiner Dicke eher als Schwestermodell zu bezeichnen) fällt die Verpackung vergleichsweise simpel aus: In einer einfachen schwarzen Pappschachtel bekamen wir das V3i in die Redaktion. Darauf abgebildet ist das Handy geschlossen in der Frontal- und Seitenansicht, auf der Rückseite führt der Hersteller ein paar technische Daten auf. Kurios: im Kleingedruckten steht der Hinweis, dass Bluetoothfunktionen in Frankreich nicht im Freien verwendet werden dürfen, da man sonst Funksignale stören könnte.

Foto: AMB | RAZR V3i Lieferumfang

 

Der Lieferumfang fällt für Multimedia-Ansprüche angemessen groß aus, lässt aber Lifestyle-Zubehör vermissen. Neben dem Handy und einem 680mAh starken Lithium-Ionen Akku findet man in der Packung ein Ladegerät, ein USB-Datenkabel und eine 64MB große MicroSD-Speicherkarte mit SD-Adapter. Ein Headset lag zu unserer Verwunderung leider nicht bei. Schade, denn der neue Speicherkartenslot prädestiniert das V3i geradezu als MP3-Player für unterwegs. Weiterhin sind im Lieferumfang Anleitungen, Broschüren und die Software-CD mit der Software-Suite Motorola Phone Tools enthalten. Weitere Gimmicks wie Trageschlaufe, Gürtelclip oder Tasche, welche das RAZR V3 begleiteten, sind leider nicht inbegriffen. top

Design & Verarbeitung

Das Design des V3i ist im Grunde identisch mit dem des V3, die "Rasierklinge" ist genauso schmal die das Pendant aus dem Jahre 2004. Beibehalten wurden sowohl die Maße von 98mm Höhe, 53mm Breite und 14mm Tiefe, die das "i" trotz erweitertem Funktionsumfang  bei einem Gewicht von 95 Gramm einpendeln. Damit ist das V3i nach wie vor prima für Hemdtaschen geeignet, durch den dünnen Formfaktor und das moderate Gewicht vergisst der Träger schnell, dass er sein Handy an der Brust trägt. Trotz der geringen Tiefe ist das Handy recht breit und im aufgeklappten Zustand außerdem ziemlich lang. Der große Rumpf des Handys beherbergt die Antenne, einen externen Antennenanschluss, Mikrofon und Lautsprecher sowie einen MiniUSB-Anschluss für Ladegerät und Datenkabel.

Foto: AMB | RAZR V3i Design / Vierseitenansicht

 

Die Materialwahl ist der wesentliche Unterschied, der das V3i äußerlich vom Vorgänger abhebt. Die Klappenoberseite ist mit einer Titanschicht überzogen, die kreisförmig gebürstet wurde, sodass das Handy aus jedem Blickwinkel metallisch funkelt. Das Außendisplay liegt mittig auf der Folderklappe und wird von einem breiten, leicht verspiegelten, schwarzen Rahmen umsäumt. Das Motorola-Logo unter dem Außendislay leuchtet blau, sobald die Beleuchtung aktiv ist und bleibt auch noch kurze Zeit in diesem Zustand, wenn die Klappe geschlossen wird.

Durch leichten Druck auf den Akkudeckel und das Gehäuse lassen sich dem Handy kleine, aber deutliche Knarzgeräusche entlocken, auch die Folderklappe macht wie beim Vorgänger nicht den vertrauenswürdigsten Eindruck und wackelt spürbar im Scharnier hin und her. Zwischen Gehäuse und Akkudeckel, der sich nur mit viel Fingerspitzengefühl entfernen und nur mit leichter Gewaltanwendung wieder vollständig aufbringen lässt, bildet sich ein Spalt, der neben dem Folderdeckel für einen Teil der Geräuschkulisse verantwortlich ist. Akku, SIM- und Speicherkarte sitzen dagegen äußerst fest an ihrem Platz und lassen sich nur mit gut dosiertem Druck lösen und herausnehmen.

Foto: AMB | RAZR V3i Design

 

Die Kamera ziert wie beim Vorgänger unauffällig den Kopf der Folderoberseite, auf ein Kameralicht wie beim V3x muss man daher erneut verzichten. Insgesamt zieren 3 Lautsprechergrätings das Gehäuse: eine breit angelegte Hörmuschel mit dezent gesetzter blauer Färbung, einen Speaker auf der Rückseite für Ringtones und Musik sowie einen für Freisprechfunktionen auf der Klappenoberseite. Das Mikrofon auf der Innenseite ist wie die Lautsprecher mit einer blauen Folie unterlegt. Auf der Rückseite des V3i ist wie beim Vorgänger ein silberfarbendes Motorola-Logo aufgebracht, an dessen Abnutzung man in der Regel die Ausprägung des Sorgfaltsgens des Besitzers ermessen kann und am Rand des Folderscharniers findet man eine gut zugängliche Öse für Lanyards oder tragbares Zubehör. top

Display & Tastatur

Foto: AMB | V3i Tastatur

Am Display hat Motorola alles beim alten belassen: 176 x 220 Pixel Auflösung bei einer Diagonalen von 5,6 cm und 262.144 Farben sind heutztage für ein Handy dieser Preisklasse noch akzeptabel, 240x320 Pixel wie beim V3x hätten dem V3i inklusive neuem Betriebssystem sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Und so erbt das V3i auch die Schwächen seines Vorgängers: Schon bei leichter Neigung des Blickwinkels verfälschen die Farbkontraste und man kann ein beständiges leichtes Flimmern wahrnehmen. Bei der Betrachtung gleichmäßiger Farbflächen fallen darüber hinaus die einzelnen Pixel des Displays auf - bei anderen aktuellen Handydisplays verschwinden diese mittlerweile fast komplett.

Das kleine Außendisplay mit 96 mal 80 Pixeln Auflösung stellt maximal 4096 Farben dar und ist nach unserer Einschätzung etwas heller ausgefallen als beim Ur-RAZR. Es zeigt wie gewohnt Anruferbilder, die Uhrzeit, den Akkustand und die aktuelle Empfangsstärke an und gibt Auskunft über aktivierte Funktionen wie Situationsprofile oder Bluetooth-Aktivität. Mit Hilfe der seitlichen Tasten lässt sich ein Profilmenü aktivieren, um das Handy bei Bedarf lauter oder leiser zu schalten.

Auch bei der Tastatur setzt Motorola auf bewährtes: Aluminium deckt fast die ganze Innenseite des Folders ab. Die Zwischenräume der Tasten sind mit einer lichtdurchlässigen, blauen Gummierung gefüllt, die die genaugenommen gar nicht vorhandenen Tasten gut erfühlen lässt. Im Gegensatz zu allen anderen Tasten ist die 5 leicht ausgeprägt, um sich blind auf dem Tastenfeld zurechtfinden zu können. Die Tastaturbeleuchtung des V3i schlägt einen dunkleren Blauton an, der die Tastatur wie beim V3 in gestochen scharfem, luminiszenten Licht hervorhebt - im Zusammenspiel mit dem mattschwarzen Gehäuse ist Motorola hier ein wirklich cooles Ambiente gelungen.

Foto: AMB | Vergleich: V3i (links) / V3 pink

 

Oberhalb der Zifferntasten sind in gewohnter Motorola-Manier Telefonietasten, Shortcuts für Browser- und Nachrichtenmenü, 2 Softkeys und die wichtige Menütaste zu finden. Zentral auf dem Tastaturfeld befindet sich ein 5-Wege Nav-Key, der in etwas dunklerem Metall gehalten und mit einem gummierten Ring umgeben wurde. Leider hebt sich der Navkey nicht besonders gut heraus, sodass Vertipper trotz der kleinen erhabenen Richungspfeile auf dem Steuerkreuz zur Tagesordnung gehören. Der Bestätigungsbutton in der Mitte des Nav-Keys hat seine fühlbare Oberfläche eingebüßt, lässt sich aber dennoch leicht ertasten, da er aus einem sehr glatten Material gefertigt wurde. Direkt unter dem Folderscharnier liegt ein unscheinbarer Helligkeitssensor, der die Tastaturbeleuchtung je nach Lichverhältnissen ein- oder ausschaltet, um eine optimale Ablesbarkeit zu gewährleisten.

Von der Verarbeitung des Tastenfelds waren wir begeistert: klar definierte knackige Druckpunkte und ein äußerst kurzer Tastenhub machen das Tippen auf der RAZR-Tastatur äußerst komfortabel. Nur wenig überzeugender als beim Vorgänger empfanden wir die an den Seiten der Folderklappe angebrachten Shortcut-Tasten und die Tastenwippe zur Lautstärkeregulierung. Doch der Reiz hat seinen Preis: die blanke Aluminiumfläche trägt wie die Außenhaut des Handys schon nach kurzer Bedienung die Zeichen der Bedienung: die Konsequenz ist ein Eldorado für Geheimdienstler auf der Suche nach Fingerabdrücken. Einen Großteil der Zeit waren wir damit beschäftigt, unsere "Spuren" vom Gehäuse abzupolieren. top

Foto: AMB | Motorola RAZR V3i / Tastaturbeleuchtung

 
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