Manch einer mag sich beim V3 und V3i über den dicken Fußteil des Geräts gewundert haben, viele wissen bereits, dass Motorola hier mehr versteckt als interessante Optik: der Fuß beherbergt die GSM-Antenne des Handys, sodass die sonstige Form des Handys angenehm schlank ausfällt. Netzschwankungen konnten wir lediglich im E-Netz feststellen, im D-Netz bleibt das RAZR V3i felsenfest mit dem Rest der Welt verbunden. Für Weltreisende wichtig: das V3i ist quadbandfähig und funkt in den Frequenzen 850/900/1800/1900 Mhz. Auch O2-Genionkunden dürfen sich freuen, denn das V3i zeigt neben dem Betreiberlogo ein kleines Häuschen, wenn man sich in seiner Homezone aufhält.
Die Sprachqualität wusste uns auf ganzer Linie zu überzeugen. Der Rauschfilter beseitigt nahezu alle störenden Umgebungsgeräusche und lässt eine glasklare Verständigung mit dem Gesprächspartner zu - der kommt uns nur zumeist ein wenig metallischer als in Natura vor. Erwähnung sollte auch der für Reisende und MP3-Fans so wichtige Flugzeugmodus finden, der im laufenden Betrieb ein- und ausgeschaltet werden kann und alle GSM-Funktionen des Handys deaktiviert. Bei Bedarf lässt sich einstellen, ob beim Einschalten des V3i nach dem Flugzeugmodus gefragt werden soll. Die Leistung der Freisprecheinrichtung fanden wir ebenfalls enorm: der Gesprächspartner wird glasklar verstanden und die maximale Lautstärke lässt es zu, das Handy beiseite zu legen und unbehelligt am PC weiterzuarbeiten. top
Der Akku des V3i leistet gemessen an seiner Bauhöhe und Kapazität von 680mAh Beachtliches. Bei sporadischer Nutzung von Bluetooth, Telefonie und Musikwiedergabe hält er bis zu einer Woche durch - mehr Stromverbaucher als im V3 hat das "i" ohnehin kaum aufzuweisen. Nutzt man jedoch intensiv Bluetooth, Java oder die MP3-Funktionen und stellt das Display auf volle Helligkeit, muss das Gerät nach knapp anderthalb Tagen wieder ans Stromnetz angeschlossen werden. Den Bluetooth-Port sollte man bei Nichtbenutzung daher stets ausschalten, wenn man nicht gerade über ein drahtloses Headset erreichbar bleiben möchte. Gerade weil Außen- und Innendisplay immer gleichzeitig beleuchtet sind, empfiehlt es sich, auch die Bildschirmhelligkeit zu verringern. So erreicht man gute bis sehr gute Standby-Werte von fünf bis sieben Tagen, bei aktivem Flugzeugmodus sogar noch deutlich mehr.
Das V3i weiß wie sein Vorgänger die Zielgruppe zu begeistern: Designorientierte Kunden und Individualisten mit Hang zum Extravaganten. Technikfans und Multimediafanatiker werden dem V3i eher kritisch gegenüberstehen: zu altbacken ist die 1,2 Megapixel Kamera, zu statisch sind beide MP3-Player. Kein Equalizer, keine bzw. nur geringe Steuerung und keinerlei Titelinfos auf dem Außendisplay bei geschlossenem Handy. Sehr gut ist allerdings die Möglichkeit, das RAZR V3i als Massenspeichergerät an den PC anzuschließen, um Dateien zu übertragen ohne vorher eine Software installieren zu müssen.
V3 Fans werden im Laufe des Tests gemerkt haben, dass sich die Neuerungen im Vergleich zum V3i auf Details beschränken - die sich in der Praxis aber durchaus bemerkbar machen. Bis auf Kamera, Speicherkartenslot, Sprachsteuerung und einigen Layout- und Materialanpassungen ist eigentlich alles beim Alten geblieben: Größe, Gewicht und Telefoniequalität sind auf gleichem, hohen Niveau wie beim Vorgänger, der uns etwas robuster erscheint als das "i".
Wer nur Wert auf Design und Verarbeitung legt, das Handy nur zum Simsen und Telefonieren benötigt, kann getrost zum mittlerweile billigen RAZR V3 greifen. Leute, die viel Musik, Bilder und Spiele auf ihrem Handy haben wollen und ein stylisches, schlankes Handy bevorzugen, entscheiden sich für das V3i mit MicroSD-Kartenslot und doppelt großem internen Speicher.
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