Mit dem SGH-X300 erweitert Samsung die Produktpalette seiner X-Serie, die auch Handys wie das X700 oder X800 hervorbrachte. Doch im Gegensatz zu den beiden genannten Business-, bzw. Multimedia-Modellen markiert das X300 das untere Ende der Fahnenstange. Es ist ein Einsteigerhandy, bei dem vor allem diejenigen Ausstattungsmerkmale ins Auge fallen, die nicht vorhanden sind: etwa eine Digitalkamera oder ein MP3-Player. Zurück zum Ursprung, könnte man sagen oder: beim X300 geht es hauptsächlich ums Telefonieren.
"Sleek Simplicity" - "Geschmeidige Schlichtheit" steht treffend auf der Verpackung, die im Samsung-typischen Farbspektrum von Schwarz bis Weiss gehalten ist. Im Innern warten ein Ladegerät, ein kabelgebundenes Stereo-Headset, ein Lithium-Ionen Polymer Akku (800 mAh) sowie eine 84 Seiten starke, ubersichtlich gegliederte Bedienungsanleitung auf den geneigten Käufer. Daneben finden sich noch die üblichen Beilagen, die wir der Vollständigkeit halber erwähnen wollen: eine Garantie- und eine Registrierungskarte sowie eine Broschüre, die den Käufer in Samsungs Content-Portal FUNClub einlädt. top
Mit 85x43x22mm und 75 Gramm Gewicht ist der Folder angenehm leicht und passt in jede Hosentasche. Das Handy ist in schwarzem Hartplastik gehalten und sieht damit zwar nicht besonders hochwertig aus, immerhin präsentierte sich das billige Material als ziemlich kratzfest. In Verbindung mit den nur leicht abgerundeten Kanten und zwei markanten Längskerben, die das Außendisplay einrahmen, entsteht der Eindruck eines robusten Einsteigergerätes. Mit seinen auffallend markanten Formen dürfte das X300 - im Gegensatz zum vollständig gerundeten, femininen Design eines SGH-X450 - eher die Männerwelt ansprechen. Wer möchte, kann das Gerät um den Hals tragen: die Öse für eine Trageschlaufe ist vorhanden.
Die Oberklappe lässt sich dank eines straffen Federmechanismus problemlos öffnen und sitzt fest am Scharnier. Wer jedoch nur eine Hand frei hat, wird Probleme mit dem Aufklappen bekommen, da die Finger nur schwer einen Ansatzpunkt zum Öffnen der Oberseite finden - ein Manko, das viele einfach verarbeitete Folderhandys aufweisen.
Der erste robuste Eindruck wird bei genauerem Hinschauen bestätigt - das Gerät ist solide verarbeitet und lässt auch bei stärkerem Druck keine Knarzgeräusche verlauten. Die Spaltmaße zwischen den einzelnen Gehäusebauteilen fallen schmal aus und bieten kaum Ansatzpunkte für Verschmutzungen. Dies gilt auch für die zwei Anschlüsse, die durch direkt mit dem Gerät verbundene Verschlussteile vor der Außenwelt geschützt sind. Die einzige Problemzone stellt das Aussendisplay dar: die relativ lieblose Einfassung bedingt breite, staubfreundliche Spalte an den Rändern.
Beim Akku betritt Samsung Neuland: er bildet diesmal nicht die Geräterückfront, sondern wird separat geliefert. Auch der Verriegelungsmechanismus ist für Handys von Samsung ungewöhnlich: mit einem einzigen Druck auf die Rückseite kann die Verschalung abgenommen werden und erlaubt Zugriff auf Akku und SIM-Karte. Der Verschluss sitzt fest und ist einwandfrei verarbeitet. top
Der Folder ohne besondere multimediale Funktionen kommt mit einem monochromen, 80x80 Pixel umfassenden Außendisplay in LCD-Bauweise aus. Hier kann sich der Nutzer auf einen Blick über über den Staus seines Handys (Ladestandanzeige, Empfangsstärke) sowie über Datum und Uhrzeit informieren. Ebenfalls angezeigt werden unbeantwortete Anrufe und eingegangene Textnachrichten. Auch das Innendisplay des X300 kann mit denen aktueller Multimedia-Phones bei weitem nicht mithalten. Trotz innovativer UFB-Komponente, 128x160 Pixeln Auflösung und 65.536 Farben wirkt die Dastellung pixelig und schnelle Bildwechsel lassen deutliche Schlierenbildung erkennen. Neigungen des Blickwinkels werden vom Display schon bei geringer Abweichung zur Senkrechten mit schlechter Ablesbarkeit bestraft. Die Darstellung wird noch zusätzlich durch die tiefe Einfassung ins Grundgehäuse am Rand ein wenig beschnitten. Auf der Haben-Seite verbucht das X300 eine immens hohe Leuchtkraft und Farbintensität des Innendisplays. immerhin ist das Display dank Plastikabdeckung gut gegen Kratzer geschützt. Bei Sonneneinstrahlung spiegelt diese relativ stark und erschwert das Ablesen unter Außenlicht.
Die Zifferntasten sind auch für größere Finger gerade noch ausreichend bemessen und ermöglichen das komfortable Tippen von Textnachrichten. Die Druckpunkte der Tasten sind gleichmäßig weich gesetzt und fallen kurz aus - ein leichtes Knacken beim Druck jeder Taste gibt dem Nutzer bei der Bedienung Feedback. Über dem Ziffernfeld ist der für die meisten Samsung-Geräte gebräuchliche 5-Wege-Navkey untergebracht. Auch seine Form unterliegt den miniaturisierten Randbedingungen des Gehäuses, sodass er ausgesprochen zierlich ausfällt - die sich nach unten verjüngende Trapezform beugt Vertippern aber vor. Wer sich an den kleinen Navkey gewöhnt hat, kann mit ihm von der Startseite aus direkt in die Menüpunkte Textmitteilungen, Klingeltöne, Kalender oder zum Radio navigieren, für das Samsung eigens eine Beschriftung am unteren Teil des Navkeys anbringt.
Der Button in der Mitte der Navigationstaste führt in Samsung-typischer Manier vom Standby-Screen aus direkt ins vordefinierte WAP-Portal; bei unglücklicher Vertragswahl kann das unter Umständen Kosten verursachen. Glücklicherweise geschieht dies nur im StandBy-Betrieb - sobald man sich in einem Untermenü befindet, dient die Taste als Bestätigungsnkopf für Menüpunkte. Mit den links und rechts neben dem Navkey leigenden Softkeys kann der Nutzer direkt ins Hauptmenü bzw. zum Telefonbuch navigieren.
Die Korrekturtaste (C) ist zwischen den Anrufannahme- und Auflegentasten angeordnet und ermöglicht nicht nur das Löschen einzelner Zeichen einer SMS sondern auch den Sprung in die übergeordnete Menüebene. Am oberen Ende der linken Seite des SGH-X300 liegt eine Tastenwippe, mit der die Tasten- oder Gesprächslautstärke reguliert und im Menü auf- und abgescrollt werden kann. Nachtschwärmer können mit dem X300 ebenfalls zufrieden sein, denn die hellblaue Tastaturbeleuchtung sorgt für eine exzellente Orientierung im Dunkeln, auch wenn sie etwas kontrastärmer ausfällt als beim D600 oder X700. top
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