Legt man die Balkenanzeige als Referenz für guten Empfang zugrunde, dann ist das X300 ein äußerst verlässlicher Partner. Ohne nervöses Zucken der obersten Balkenenden wird in den meisten Gegenden bester Empfang signalisiert, der sich auch durch Handabdecken kaum verschlechtert. In Problemzonen gerät das Triband-Gerät (GSM 900, 1800, 1900 Mhz) allerdings an seine Grenzen: hier kann ein Gespräch in geschlossenen Räumen zu kurzen Gesprächsunterbrechungen führen und den Nutzer zum schnellen Gang in Richtung des nächsten Fensters nötigen. Die Empfangsqualität bewegt sich damit im soliden Mittelmaß. Der Wechsel einer Funkzelle, etwa beim Gang in die U-Bahn, ging ohne nervenaufreibende Netzsuche schnell vonstatten.
Ein Einsteiger-Handy ohne besondere Funktionalität sollte sich auf Grundlegendes beschränken: Telefonieren etwa. Gerade hier haben wir einiges vom X300 erwartet - und wurden nicht enttäuscht. Das Sprachsignal wird zwar laut wiedergegeben und klirrt bei hohen Tönen, dafür arbeiten die Rauschfilter einwandfrei und der Gesprächspartner klingt sehr natürlich. Da schneiden andere Highend-Modelle von Samsung wie das D800 bedeutend schlechter ab.
Der mitgelieferte Lithium-Ionen Akku speichert 800 mAh und schafft laut Herstellerangaben bis zu 3 Stunden Gesprächszeit und ca. 8 Tage (200 Stunden) Standby-Betrieb. Ein nach unseren Erfahrungen nicht allzu überzogener Wert. Wer allerdings häufig das integrierte Radio nutzt oder viel telefoniert, muss das Handy bereits nach 3-4 Tagen an die Steckdose anschließen.
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Das SGH-X300 stellt kein Handy für besondere Ansprüche dar - es ist ein Einsteigermodell mit einer Einsteigerausstattung. Da ist es nur konsequent, wenn Samsung auf multimediale Funktionen wie einen MP3-Player oder eine Kamera verzichtet. Wer sich für das X300 interessiert, möchte hauptsächlich Telefonieren und trifft mit dem Kauf eine gute Wahl: solide Verarbeitung in Verbindung mit guter Sprachqualität machen das Handy für Personen empfehlenswert, die nur Telefonieren und SMSen wollen - und dabei sogar noch Radio hören können. Diese Zielgruppe wird sich auch durch das wenig ansprechende Display oder die langsame Menüführung kaum abschrecken lassen. Beim Material hätte man allerdings spendabler sein können, da das Gerät in seinem Hartplastik-Design leider noch billiger aussieht, als es ohnehin ist.
Foto: AMB | Größenvergleich (geschlossen) SGH-X300, SGH-E770
Foto: AMB | Größenvergleich (offen) SGH-X300, SGH-E770
Foto: AMB | Vergleich Design SGH-X300, SGH-E770
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