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Inhaltsverzeichnis

schlanker Design-Slider Samsung SGH-D800

Lieferumfang & Verpackung

Mit der Neuvorstellung von Samsungs Ultraslim-Slimreihe im Dezember 2005 zeigte Samsung, dass auch Koreaner in der Lage sind, Handys herzustellen, die in Hemdtaschen passen und auf Handschuhablagen nicht hin- und herkullern. Schließlich konnte man Motorola im profitablen Zug der flachen Telefone auch nicht alleine davonfahren lassen. Das von der politischen Aussage am stärksten Business-orientierte aller vorgestellten Handys war der Slider SGH-D800.

Das D800 kommt in einer zum Handy passenden, flachen Pappschachtel daher, die von einem attraktiv bedruckten schwarzen Mantel mit der Aufschrift "Wide and Slim Slider" umhüllt wird. Das macht Spaß auf mehr. Nach dem Ausziehen offenbart sich intelligenterweise lediglich das D800; unter einer weiteren Klappe verbirgt sich dann das Zubehör. Hier findet man neben dem Handy, obligatorischem Akku und Netzteil ein kabelgebundenes Stereo-Headset, ein USB-Datenkabel, eine Software CD, das Handbuch in englischer und deutscher Ausführung sowie Broschüren für den Samsung Fun Club, Hinweise zur Akkuentsorgung und eine Garantiekarte. Passend zum edlen Look des Handys wurden alle Kabel in schwarz gehalten.

Ein wichtiges Zubehörteil des mit ähnlicher Software ausgestatteten SGH-D600 ist beim D800 nicht mit an Bord: das TV-Kabel. Auch der Anschluss für Zubehör hat sich verändert: Alte Peripheriegeräte, wie beispielsweise das D500-Soundmate oder Headsets vom D600 lassen sich mit dem D800 nicht benutzen.

Foto: AMB | SGH-D800 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Sliderhandys erleben bei Samsung eine evolutionsähnliche Entwicklung. Während das zu seiner Zeit zu den dramatischsten Neuvorstellungen zählende D500 noch kantig und futuristisch aussah, glätteten die Koreaner die Kanten fürs nicht minder interessante D600 deutlich ab. Das SGH-D800 fällt nun deutlich breiter aber dafür auch knapp ein Drittel flacher aus als seine Vorgänger. Ein verchromter kühler Metallrahmen säumt den Rand der Slideroberseite. Auch die Bestätigungstaste des Navkeys wird metallisch glänzend (sie besteht aus gebürstetem Aluminium) vom Rest der Tastatur hervorgehoben.

Foto: AMB | D800 Vierseitenansicht

 

Der Metallsaum trägt mit Sicherheit seinen Teil dazu bei, dass das D800 stattliche 98 Gramm auf die Waage bringt. Bei 97x52x14,9 mm Außenmaß verteilt sich die Masse aber auf die gesamte Fläche und perfektioniert die professionelle Haptik, die sich im D800 manifestiert. Gezielt gleitet das Oberteil in seinen Führungsschienen auf und zu, unterstützt wird der Vorgang wie gewohnt von einer weichen Feder. Fingerabdrücken auf dem Slider und den Chromrändern kann man mit Hilfe der unterhalb des Displays befindlichen Plastiklippe vorbeugen. Die Digitalkamera ist wie beim Samsung SGH-D500 nur im aufgeschobenen Zustand verwendbar. Ist das D800 geschlossen, schützt die Rückseite des Handys die Linse, den Spiegel und das kopfseitig verbaute Mikrofon für die Freisprecheinrichtung.

Foto: AMB | D800 Design

 

Die Rückseite des D800 besteht aus schwarzem Kunststoff, auf ein Soft-Touch-Material hat Samsung verzichtet. Ein ca. 2cm hoher Vorsprung am Kopfende der Rückseite beherbergt die integrierte Antenne. Die Verarbeitung ist Samsung wie so oft bravourös gelungen, kann aber nicht ganz mit High-End-Modellen wie Nokias 8800 mithalten. Wie von Samsung gewohnt sind dem Gerät unter Standardbedingungen kaum Knarzer zu entlocken, das Oberteil des Sliders hat in geschlossenem Zustand nur an der Unterseite minimales seitliches Spiel.

Display & Tastatur

Das Display des SGH-D800 gleicht technisch dem des SGH-D600 und stellt bei 240x320 Pixeln 262.144 Farben dar. Samsung hat sich aber dank der größeren Grundfläche für eine Komponente mit einer sichtbar größeren Bildschirmdiagonale entschieden. Auch die Maximalhelligkeit scheint im direkten Vergleich ein wenig höher zu liegen, was es einen Tick brillianter macht, jedoch subjektiv ein wenig an Schärfe verlieren lässt. Da das Display näher an der Oberfläche der Abdeckung liegt, überzeugt es in puncto Ablesbarkeit unter extremen seitlichen Blickwinkeln oder bei direkter Sonneneinstrahlung nicht so sehr wie das seines Vorgängers.

 

Wirklich dramatische Einbußen muss der Slim-Handynutzer bei der Tastatur des SGH-D800 hinnehmen. Der Tastenhub der Zifferntasten ist so gering, dass man kaum Feedback über einen Tastendruck bekommt. Die Tasten sind RAZR-ähnlich planar ausgeführt und fallen äußerst flach aus - die eingelassenen chromfarbenen vertikalen Abgrenzungen tragen in keinster Weise zur Erfühlbarkeit bei und so gestaltet sich z.B. das Tippen von SMS mit dem Handy als mehr oder minder qualvoll (das bestätigten vier Redakteure aus der Praxis !). Richtig nervig ist die Tatsache, dass die Druckpunkte von # und 9 mechanisch sehr nahe beieinanderliegen und die unterste Tastenreihe zu allem Überflüss sehr nahe am Ende des Sliders anliegt: statt eines Leerzeichens bzw. neuen Wortes tippt man im T9-Modus in vielen Fällen völliges Kauderwelsch ins Handy. Und das lässt sich in der Regel nur durch Löschen der falschen Zeichen und Neueingabe wieder beheben.

Etwas besser, aber auch nicht wirklich glamourös, kommen die Hauptbedientasten auf der Slideroberseite zur Geltung. Der 5-Wege-NavKey hebt sich nicht von den umliegenden Tasten ab, sodass wir bei der Menünavigation allzu häufig versehentlich die Auflegentaste erwischten und uns kurzerhand im Standby-Screen wiederfanden. Die Löschentaste (C) liegt gefährlich nahe bei der Richtungstaste und wird oft unfreiwillig mitgedrückt. Geeignetste Zielgruppe für dieses Tastaturfiasko (das im übrigen sehr schön anzuschauen ist): Klavierspieler oder Divas mit langen Fingernägeln.

Genug der Maulerei: die seitlich am Gerät angebrachte Tastenwippe lässt sich leicht erfühlen und reagiert mit knackigen Druckpunkten schnell auf Nutzereingaben. Durch Betätigen lassen sich Tastatur- und Lautsprecherlautstärke verändern und im Kameramodus das Bild spiegeln oder um 180 Grad drehen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Hotkey angebracht, der im Desktopmodus die Kamera aktiviert bzw. im Kameramodus Bilder aufnimmt.

Foto: AMB | D800 Tastaturbeleuchtung

 

Die Tastaturbeleuchtung schimmert gleichmäßig in schmutziggrau-moof durchs Ziffernblatt. im Gegensatz zur kunterbunten Displaybeleuchtung sieht das Tastenfeld geradezu melancholisch aus. Wer gerne unter der Bettdecke seiner/m Liebsten noch einen Gutenachtgruß senden will, freut sich aber über die klar abgegrenzte und kontrastreiche Ausleuchtung von Tasten und Navkey-Beschriftungen. Einen besonderen Akzent setzt der rot illuminierte Ring um den Navkey.

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