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Zwei simple Prepaid-Barren Sony Ericsson J100i, J220i

Ausstattung

Getreu dem auf der vorletzten 3GSM-World ausgegebenen Motto "Connect the Unconnected" verfügen beide Sony Ericssons über wenig bis gar keine Multimediafunktionen. Zur Erläuterung: die Freude über das hierzulande längst etablierte Zurschaustellen des industriellen Fortschritts durch immer kleinere und verspieltere (man ist manchmal geneigt, das Wort "sinnfrei" zu verwenden) Gadgets bleibt einem leicht im Halse stecken, wenn man bedenkt, dass über 80% der Weltbevölkerung nicht einmal Zugang zur Basistechnologie Mobilfunk verfügen! Also gab man 2005 das Motto an alle Hersteller aus: baut Handys, die sich auch die (oder wenigstens viele der) Ärmsten der Armen leisten können. Dabei handelt es sich bei beiden Handys um Dualband-Telefone (GSM900/1800), die in erster Linie für den Gebrauch in Europa, China und Südostasien ausgelegt sind.

Messaging

Foto: AMB | J100i SMS

Sony Ericssons gelungene Antwort: das J100i. Das Handy beschränkt sich vollkommen auf Telefonie- und SMS-Funktionen, selbst einen MMS-Client sucht man vergeblich. Es können zusätzlich zum Speicher auf der SIM-Karte bis zu 20 Nachrichten im Telefon gespeichert werden. Das J220i verfügt hingegen zusätzlich über einen vollfunktionalen MMS-Client, der Nachrichten mit einer Größe von bis zu 300kB über GPRS verschicken und empfangen kann. Dabei lassen sich über die intuitiv erschließbare Oberfläche ohne Probleme Bilder, Sound und Text sowie weitere Seiten (Slides) anfügen.

Sound

Foto: AMB | J220i SMS

Beide Handys verfügen über einfache Akustikmerkmale. Anrufe und eingehende Nachrichten werden ausschließlich polyphon signalisiert. Die zehn auf dem J220i vorinstallierten, wenig abwechslungsreichen MIDI-Ringtones trällern in 32 Stimmen aus dem rückwärtigen Lautsprecher und lassen sich auch für die Benachrichtigung über neue SMS einstellen. Der Speaker liegt lautstärkemäßig im Mittelfeld, kann auch als Freisprecher genutzt werden und lässt erst bei höchster Lautstärkeeinstellung ein hörbares Knistern der Übersteuerung vernehmen. Weitere Sounds lassen sich mit Hilfe eines Melodien-Composers erzeugen, die man wie auf Nokia-Handys vergangener Generationen über selbst einzutippende Noten mit Melodik und Harmonie befüllt - Klavierunterricht vorausgesetzt, kann man damit durchaus brauchbare Ergebnisse erziehlen und die erstellten Sounds anschließend als Klingelton verwenden.

Foto: AMB | J220 MMS

Der sichelförmige Lautsprecherausgang auf der Rückseite des J100i erreicht ebenfalls ein hohes Lautstärkelevel – leider lässt das Lowend-Modell eine Freisprechfunktion vermissen. Der gleichnamige Menüpunkt bezieht sich auf die Profileinstellung bei angeschlossenem, optionalen Headset. Über einen Vibrationsalarm verfügen beide Modelle.

Sound

Foto: AMB | J220i Browser

Beide Handys verfügen über einfache Akustikmerkmale. Anrufe und eingehende Nachrichten werden ausschließlich polyphon signalisiert. Die zehn auf dem J220i vorinstallierten, wenig abwechslungsreichen MIDI-Ringtones trällern in 32 Stimmen aus dem rückwärtigen Lautsprecher und lassen sich auch für die Benachrichtigung über neue SMS einstellen. Der Speaker liegt lautstärkemäßig im Mittelfeld, kann auch als Freisprecher genutzt werden und lässt erst bei höchster Lautstärkeeinstellung ein hörbares Knistern der Übersteuerung vernehmen. Weitere Sounds lassen sich mit Hilfe eines Melodien-Composers erzeugen, die man wie auf Nokia-Handys vergangener Generationen über selbst einzutippende Noten mit Melodik und Harmonie befüllt - Klavierunterricht vorausgesetzt, kann man damit durchaus brauchbare Ergebnisse erziehlen und die erstellten Sounds anschließend als Klingelton verwenden. Der sichelförmige Lautsprecherausgang auf der Rückseite des J100i erreicht ebenfalls ein hohes Lautstärkelevel – leider lässt das Lowend-Modell eine Freisprechfunktion vermissen. Der gleichnamige Menüpunkt bezieht sich auf die Profileinstellung bei angeschlossenem, optionalen Headset. Über einen Vibrationsalarm verfügen beide Modelle.

Connectivity

Foto: AMB | J100i Kontakte

Verbindungsfreudig geben sich beide Handys nicht: keines von ihnen verfügt über einen Infrarotport oder gar Bluetooth (andere Hersteller verbauen diese Schnittstellen in manch einem Prepaid-Modell). Das J220i verfügt immerhin über GPRS und einen passablen Internet-Browser, der WAP1.2-Seiten wie wap.ebay.de tadellos in optimierter Spaltenoptik darstellt; größere Seiten werden mit der Meldung "Dienst nicht verfügbar" quittiert. Über Googles WAP-Service können HTML-Inhalte in Notfällen auf ein XHTML-Format heruntergerechnet werden. Webseiten lassen sich im 500kB kleinen Speicher abspeichern. Beide Telefone funken ausschließlich in Dualband-GSM-Netzen und sind daher in erster Linie in Europa und Asien verwendbar, Amerika-Reisende werden nicht vom GSM-Roaming profitieren können.

PIM-Funktionen

Foto: AMB | J220i Kalender

Das J100i beschränkt sich bei der Verwaltung von Telefonnummern auf die Kontaktliste der SIM-Karte. So lässt sich zu einem kurzen Namen lediglich eine einzige Rufnummer speichern, Sortierfunktionen, Anruferbilder oder individuelle Klingeltöne sind ein Fremdwort fürs J100i. Gleiches gilt mangels Datenschnittstelle oder Connectivity auch für Synchronisations- oder Backupszenarien.

Foto: AMB | J220i Kalender / Tagesansicht

Etwas mehr Optionen findet man im J220i: dieses Handy verfügt zusätzlich über einen reservierten Speicherbereich für Kontakte, den man mit zehn Email-Adressen und individuellen Ruftönen und Anruferbildern füllen kann. Besonders komfortabel ist deren Eingabe allerdings nicht: anders als bei Adressbüchern gängiger Midrange-Modelle oder Series40-Systeme steht nicht der Kontakt, sondern dessen Rufnummer im Vordergrund. So gibt es nicht einfach eine Kontaktkarte, die alle Eigenschaften eines Kontakts speichert, sondern mehrere Menüpunkte, unter denen man die entsprechenden Eigenschaften abruft. Für etwas Übersicht sorgen beliebig erstellbare Anrufergruppen. Die Kontaktliste kann nach Namen oder der zuweisbaren Position des Kontakts im Telefonbuch / auf der SIM-Karte sortiert werden.

Foto: AMB | J100i Wecker

Während das J100i weder über einen Kalender noch über einen Terminplaner verfügt, wartet das J220i sogar mit einem K700i-ähnlichen, auch für einfache Business-Funktionen ausgelegten Organizer auf. Termine lassen sich zwar nicht kategorisieren oder wiederholen, dafür erkennt das J220i Überschneidungen und zeigt solche in einer Wochenansicht auch parallel zueinander an. Das Handy kann zu einem einstellbaren Zeitpunkt vor dem Ereignis an den Termin erinnern und stellt sie in Wochen-, Monats- oder Tagesansicht geordnet dar. Scheinbar ist die kleine Kalenderapplikation aber doch so ressourcenintensiv, dass die Bediengeschwindigkeit bei der Arbeit mit dem Organizer extrem zäh ausfällt. Mangels Datenfunktionen oder SyncML-Export lassen sich Termine leider nicht mit anderen Systemen abgleichen.

Foto: AMB | J100i Taschenrechner

Die Extrafunktionen halten sich bei beiden Handys in engen Grenzen. Sie beschränken sich beim J100i auf eine vorinstallierte Stoppuhr und einen Taschenrechner, als "Highlight" lässt Sony Ericsson die integrierte Weckfunktion gelten, die zu drei bestimmten Zeitpunkten täglich läutet und aus dem Standby-Modus mit einem Navkey-Druck nach rechts direkt angesprungen werden kann. Das J220i bietet nur minimal mehr Funktionen. Zu ihnen gehört ein Aufgabenmanager, dem zwar Priorisierungen fehlen, dafür aber Erinnerungen für Aufgaben in den Organizer übertragen kann. Neben der Stoppuhr lässt sich das Handy dank Timer-Funktion auch als Hilfe beim Eierkochen verwenden. Unter dem Menüpunkt "Spaß und Spiele" findet man weiterhin den bereits erwähnten Melody-Composer, mit dem man eigene Klingeltöne komponieren kann und via MMS oder WAP-Push empfangene Bilder/Wallpapers lassen sich über eine gekachelte Bildergalerie verwalten.

Java/Games

Foto: AMB | J220i Quadra Pop

Die vorinstallierten Spiele auf dem J100i sind mangels Java-Engine fest mit dem System des Handys verdrahtet und gehören ganz sicher nicht zu den beliebtesten Zeitvertreiblern der Handygeschichte: das Geschicklichkeitsspiel "Ball" testet die Reaktionsfähigkeit des Nutzers, der kurz vor dem Auftreffen eines Balles auf einem von drei Handschuhen rechtzeitig die mit einem Handschuh verknüpfte Taste zum Fangen drücken muss. Schafft man das nicht, steigen die Hände schrittweise zum oberen Bildschirmrand auf, wo das Game Over lauert. Bei Memory müssen mit den Zifferntasten Kombinationen wiederholt werden, die das Handy vorgibt.

Das J220i gibt sich etwas geselliger, hier installiert Sony Ericsson ebenfalls zwei Spiele ab Werk: Black Deal ist eine mehr oder minder spielstarke Black Jack-Variante, das witzige Knobelspiel Quadra Pop ist ein Tetris-Clone à la Dr. Mario. Der Spieler muss 4 gleiche Meeresbewohner aneinanderreihen, damit diese verschwinden. Mangels Java-Engine lassen sich auch beim J220i keine weiteren Applikationen nachrüsten.

Menüführung & Bedienung

Foto: AMB | J100i Standby-Screen

Foto: AMB | J220i Hauptmenü

Foto: AMB | J220i Situationsprofile

Ein so kleines Display wie das des J100i kann selten echten Komfort vermitteln. Tatsächlich ist das Handy aber fernab der Titulierung "unbedienbar": Die Menüs werden zeilenweise dargestellt, das Hauptmenü besteht aus einer Liste einzelner Menüpunkte mit großen bunten und intuitiv erkennbaren Icons. Dem Wecker wurde ein eigener Menüpunkt zugestanden. Einzige Highlights der Software: das Display lässt sich mit Hilfe von fünf mitgelieferten Hintergrundbildern an den Geschmack des Nutzers anpassen und ein Bildschirmschoner mit sich drehenden Blöckchen ausgewählen, der zumindest das Gefühl einer 3D-Engine vermittelt.

Beim J220i lassen sich ab Werk drei vorinstallierte Designs einstellen, die in gewohnter Sony Ericsson-Manier Einfluss auf Menüdarstellung und Hintergrundbilder nehmen. Weitere Designs hält SonyEricssons WAP-Portal bereit, dort lassen sich auch weitere Bilder und Sounds herunterladen. Die Menüdarstellung lässt sich auf Wunsch zwischen einem 3x3-Raster und einer gar nicht unpraktischen linearen Einsymbol-Optik wechseln. Das J220i leidet etwas unter der eingeschränkten, aber gegenüber dem J100i doch deutlich höheren Featurezahl: nicht jede Funktion verbirgt sich dort, wo man sie intuitiv vermuten würde, die Eingabe von Kontaktdetails ist wie erwähnt nicht besonders praktikabel. In einigen Fällen erweist sich allerdings der Menüknopf als hilfreich, den Sony Ericsson unter der Abnehmen-Taste verbaute: mit ihm lassen sich in einigen Bediensituationen ganz sinnvolle Kontextmenüs abrufen.

Situationsprofile fürs schnelle Einschalten des Klingelverhaltens sucht man beim J100i vergeblich. Das J220i stellt hingegen sieben Situationsprofile zur Verfügung, die bei Bedarf personalisiert werden können. Es empfiehlt sich, die Profile auf die Nav-Key-Richtung oben zu verknüpfen, da Profile nicht im StandBy-Menü ausgewählt werden können. Das Kontextmenü, dass sich im Standby-Modus mit Hilfe des entsprechenden Buttons öffnen lässt, bietet hingegen die Möglichkeit an, die Tastatur zu sperren oder das Telefon stumm zu schalten. top

Das Menü des J100i: 1.Nachrichten (Neu, Eingang, Mailbox, Entwürfe, Ausgang, Vorlagen, Einstellungen) 2.Anrufliste (verpasste, gewählte, angenommene) 3.Töne und Signale (Rufton, Ruftontyp, Lautstärke, Tastenton, Nachrichtensignal, Alarmsignal) 4.Alarme 5.Spiele 6.Einstellungen (Bildschirm, Datum, Sprache, Sperren, Anrufe, Netz, Rücksetzen) 7.Extras (Rechner, Stoppuhr) 8.Services

Das Menü des J220i: 1.Anrufinfo (Liste, Anrufe verwalten, Zeit und Gebühren, Rücksetzen) 2.Internetdienste (WAP, Lesezeichen, URL eingeben, Push-Eingang, Optionen) 3.Alarmsignal 4.Spaß und Spiele (Bilder, mehr Bilder, Sounds, mehr Sounds, Designs, mehr Designs, Composer) 5.Nachrichten (SMS, MMS, Mailbox, Optionen) 6.Rufton aus 7.Organiser (Kalender, Aufgaben, Timer, Stoppuhr, Rechner) 8.Telefonbuch (Suchen+Anrufen, Nummer hinzu, Suchen+Bearbeiten, Speicherstatus, Optionen) 9.Einstellungen (Töne, Datum, Display, Profile, Sprache, Sperren, Freisprechen, Verbindungen, Verknüpfung, Rücksetzen)

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