Wer sein Haus in einem GSM-technisch weniger gut abgedeckten Gebiet gebaut hat, sollte sich auf gelegentliche Probleme mit dem C3380 einstellen: Die Balkenanzeige wirkte vergleichsweise unstet und auch der Netzwechsel dauerte etwas länger als bei anderen Handys. Alleine durch Handabdecken lässt sich die Empfangsleistung aber nicht beeinflussen. Die Anzeige reagiert schnell auf Änderungen an der Signalstärke, sodass man immer im Blick hat, ob man mit seinem Telefon erreichbar ist. Da das C3380 im ersten Markt exklusiv O2-Kunden zur Verfügung gestellt wird, ist auch die Homezone-Software des Netzbetreibers auf dem Handy installiert: befindet man sich in der Homezone, wird automatisch ein Häuschen am oberen Bildschirmrand eingeblendet.
Die Sprachqualität wirkte überzeugend, auch wenn ein minimales Hintergrundrauschen jedes Gespräch überlagerte und die Stimme der Gegenstelle etwas heller als in Natura klang. Unsere eigene Stimme wurde stets als naturgetreu und unverfälscht wahrgenommen. top
Im Normalbetrieb leistet sich das mit einem Li-Ionen-Akku betriebene LG C3380 keine Ausdauerschwäche. Nutzt man lediglich die Telefonfunktionen, kommt man mit dem Handy knapp vier Tage lang über die Runden. Insbesondere Gaming/Java-Applikationen und der integrierte Webbrowser erweisen sich aber als immens stromhungrig und heizen das Telefon im Betrieb spürbar auf. Im Extremfall mussten wir den bunten Folder alle zwei Tage ans Netz hängen. LG gibt die Ausdauerleistung mit 8 Tagen im Standby- und knapp dreieinhalb Stunden im aktiven GSM-Betrieb an – Werte, die wir aus der Praxis bestätigen können.
Quietschbunt und auf Wunsch ultranervig – das C3380 ist ein Telefon für Personen, die auffallen wollen. Schade, dass die Multimedia-Funktionen so eingeschränkt sind, denn alleine die Connectivity, die man dank integrierter und unbeschränkter Bluetooth-Schnittstelle und einem guten Browser mit dem C3380 an die Hand bekommt, wertet den Folder deutlich auf und macht Lust auf mehr. Ein weiteres Highlight: die schnelle Java-Engine des Telefons mit knapp 1,5MB Applikationsspeicher macht das Handy zur idealen Plattform für mittelmäßig anspruchsvolle Java-Games – für die Zielgruppe hat LG sein Handy also ausreichend stark mit Features bestückt. Etwas sauer stößt uns die nicht mehr zeitgemäße VGA-Kamera auf, die für Web und Print absolut unbrauchbare Fotos schießt. Schnelle Menüs, komfortable T9- und SMS-Funktionen, saubere Verarbeitung sowie eine sehr annehmbare Sprachqualität machen das C3380 zu einem der besten Prepaid- und Einsteiger-Modelle, die der Markt derzeit hergibt.
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