Uns stand die T-Mobile-Variante des Nokia 6280 zur Verfügung, die der Kunde in einer unverkennbaren Magenta-farbenen Pappschachtel erwirbt. Die ist zwar nicht besonders groß, aber vollgestopft mit Zubehör: neben dem Akku und der Rückenverschalung findet der Käufer nicht nur Ladegerät und Bedienungsanleitung, sondern auch das praktische Design-Headset HS-23, das uns schon beim 6270 überzeugte. In den Tiefen des kunstvoll gefalteten Kartons entdeckten wir auch Nokias PC-Suite und eine 64 MB große miniSD-Karte. top
Schon auf den ersten Blick erlebten wir eine angenehme Überaschung: trotz UMTS-Komponente konnte Nokia Maße und Gewicht des Sliders im Vergleich zum Schwestermodell reduzieren. Das 6280 misst bei 115 Gramm (6270: 125 Gramm) nur noch 100x46x21 mm (6270: 104x50x23 mm). Erreicht wurde dies durch eine geänderte Materialwahl und einen stärker integrierten Formfaktor. Die beim 6270 verwendete Aluminiumschalung wird komplett durch metallisch glänzenden Kunststoff ersetzt, der die Oberseite des Sliders dominiert. So ist das 6280 etwas weniger kratzfest, büßt aber nicht an haptischem Anspruch ein. Immerhin liegt das Handy nun etwas leichter in der Tasche – wenn es denn hinein passt.
Denn dem klotzigen Design hält Nokia die Treue. Auffälligster Unterschied zum 6270 ist der gemeinsame Abschluss von Sliderober- und Unterseite. Der Vorsprung an der Unterseite, der beim 6270 das einfache Aufschieben ermöglicht, fehlt hier vollständig; stattdessen finden die Finger an einer stromlinienförmigen Kante unterhalb des Displays Halt. Ebenfalls verschwunden sind die Lautsprecherausgänge an den Seiten, die beim 6270 für den so herausragenden 3D-Raumklang verantwortlich waren. Nur noch auf der linken Seite sitzt eine Vertiefung, in der sich ein einzelner Lautsprecher vesteckt. Beide Seitenflächen sind von einem silbrigen Kunststoffband eingerahmt und verleihen dem klobigen Gerät so einen Hauch von Eleganz. Auch die Rückseite präsentiert sich im Vergleich zum 6270 optisch aufgewertet: die Kamera sitzt auf einem kühl metallisch glänzenden Kunststoffrahmen.
Der Slidermechanismus ist Nokia besser gelungen als beim 6270, das Oberteil des Sliders sitzt nun genauso fest wie die Abdeckung für den Memorycard-Slot und der Akkudeckel, der die gesamte Rückseite überdeckt. An die haptische Klasse von Samsungs Slidern D800 oder E900 kommt Nokia mit dem 6280 allerdings nicht heran: Ober- und Unterseite schleifen deutlich hörbar aufeinander und die Spaltmaße sind im Vergleich zur Konkurrenz weiterhin etwas groß geraten. top
Das Display ist baugleich zum 6270 und gehört damit in puncto Größe und Brillianz zu den besten am Markt: dank transflektiver Bauweise bleibt der Bildschirminhalt auch bei Außenlicht ablesbar. Die Tastatur wurde dagegen vollständig ans verkleinerte Gehäuse angepasst. Der Button in der Mitte des 5-Wege Navkeys wurde auf Kosten der Richtungstasten stark vergrößert - letztgenannte bilden nur noch einen dünnen Rahmen um die zentrale Taste. Dieser dünne Rahmen ist allerdings stark genug aus der Umgebung hervorgehoben, um eine bequeme Bedienung ohne Vertipper zu ermöglichen. Einzig die Steuerung beim Spielen leidet etwas darunter: die Lenkung unsereres Straßenkreuzes beim vorinstallierten Autorennen wurde infolge der geringen Druckfläche der Richtungstasten zu einer etwas hakeligen und ungenauen Angelegenheit.
Beim Aufgleiten des Sliders werden ebenfalls Veränderungen zum 6270 sichtbar. Zwar hat Nokia die Dreiteilung der Zifferntastatur in Form eines U-förmigen Metallbügels beibehalten, dieser wurde allerdings verstärkt und tritt so optisch stärker aus dem Tastenfeld hervor. Dazu trägt auch die Farbwahl der Tasten bei, die im gleichen Mattschwarz gehalten sind wie das umgebende Material. Der gesamte Ziffernbereich fällt etwas kleiner aus als beim Zwilling - ohne allerdings Bedienkomfort vermissen zu lassen. Selbst die obere Tastenreihe – ein Schwachpunkt vieler Slider - ist für Menschen mit großen Händen gut erreichbar. Auch Schnelltipper werden infolge der sauber gesetzten Druckpunkte ihre Freude am Gerät haben. top
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