Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 
Inhaltsverzeichnis

UMTS-Barren für Einsteiger Sagem MyV-85

Lieferumfang & Verpackung

Das Sagem myV-85 erreicht den Kunden in einem unspektakulären roten Vodafone-Karton, auf dessen Front lediglich die Bezeichnung des Geräts zu lesen ist. Gerätebeschreibungen oder technische Details sind nicht auf den ersten Blick zu entnehmen und fehlen ebenso wie ein Foto des erworbenen Mobiltelefons. Öffnet man die Verpackung, geht es unspektakulär weiter. Neben dem myV-85 sind das Netzteil, Stereo-Kabelkopfhörer, eine Anleitung sowie ein Quickguide für den schnellen Einstieg und der Akku zu finden. Damit halten sich die Franzosen, wie es für sie bereits in der Vergangenheit typisch war, eher zurück.

Foto: AMB | Sagem myV-85 Lieferumfang

 

Dabei wäre es nicht von Nachteil gewesen, hätte man der Verpackung noch eine Speicherkarte beigefügt, schließlich verfügt das Gerät über einen Steckplatz für MicroSD-Karten. Auch auf ein Datenkabel wurde verzichtet, dabei handelt es sich hier um ein Multimedia-Gerät, welches dank UMTS-Funktionalität auch größere Datenmengen bewältigen könnte. Das Headset erinnert indes an das Nokia-Standardmodell HDS-3. Auch hier gibt es eine Ein-Tasten-Fernbedienung, mit der Anrufe angenommen und beendet werden können. Der Ersatzakku fiel hingegen dem Rotstift zum Opfer. Ein Software-CD soll im Normalfall Bestandteil des Verpackungsinhaltes sein, allerdings war diese bei unserem Testmusterl nicht enthalten. top

Design & Verarbeitung

Über gutes Design läßt sich bekanntlich streiten, dennoch steht wohl außer Frage, dass Sagems myV-85 optisch keinen Blumentopf gewinnt. Das Barrengehäuse ist mit seinen 110x47x20mm auch für ein 3G-Gerät nicht gerade klein geraten, zudem bringt es satte 120g auf die Waage. Vor allem das Schlichte an dem Gerät hat fast schon nostalgischen Charakter und erinnert ein wenig an Motorolas 3G-Urgestein C975, das vor etwa zwei Jahren das Licht der Welt erblickte. Die rechteckige Form lässt jeden Ansatz von Verspieltheit vermissen, lediglich die mattgrauen Seitenkanten erwecken das myV-85 optisch zum Leben und bringen ein wenig Schwung in das sonst so triste Aussehen. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der klobigen Form, liegt das Gerät beim Telefonieren gut in der Hand. Wer jetzt aufatmet, weil er im MyV-85 eine gelungene Alternativ zum Minaturisierungswahn vieler asiatischer Hersteller vermutet, wird angesichts der winzigen Tasten wieder entmutigt.

Foto: AMB | Sagem myV-85 Design

 

Die Finger vom MyV-85 sollten auch alle diejenigen lassen, die hohe Ansprüche an Verarbeitung und Haptik eines Handys stellen. Gerade in diesem Bereich weist das Handy starke Defizite auf und macht abermals deutlich, wie wichtig ein solides Gehäuse ist. Knackpunkt ist wie bei vielen Geräten der mangelhaft sitzende Akkudeckel. Zwar wird das Hinterteil des myV-85 von mehreren Klemmen gehalten und ein kleiner Schieber fixiert es an der Oberschale, jedoch machen gerade die Klemmem dem Nutzer das Leben schwer. Möchte man den Deckel vom Gehäuse lösen, muss zunächst der Schieber geöffnet werden, anschließend werden die Klemmen an den Seiten des Geräts zusammengedrückt, damit die Rückwand entfernt werden kann. Und hier liegt das wesentliche Problem: Die Klemmen lassen sich auch lösen, wenn der Schieber verschlossen ist! Das hat zur Folge, dass das Hinterteil problemlos mit einer Hand "aufgehebelt" werden kann, von einem kleinen Spalt kann diesbezüglich allerdings nicht mehr gesprochen werden. Auf den Darstellungen ist zu erkennen, wie mangelhaft die Verarbeitung des myV-85 tatsächlich ist. Dabei sei zu beachten, dass der Verschluss für den Akkudeckel geschlossen ist, und sich die Rückseite deshalb eigentlich überhaupt nicht lösen dürfte.

Die Spaltmaße zwischen Ober- und Unterschale sind im arretierten Zustand allerdings recht schmal und gleichmäßig. Dennoch gibt es ein wenig Spielraum zwischen beiden Seiten, der vor allem bei Druck auf die Oberseite deutlich sicht- und hörbar wird. Auf der Unterseite hat Sagem die Kamera untergebracht, rechts von der Linse findet sich ein kleiner Spiegel für Selbstprotraits. Auf der rechten Gehäuseseite liegen am oberen Rand zwei Tasten zum Verändern der Lautstärke von Klingeltönen bzw. der Sprachwiedergabe während eines Telefonats, darunter wurde der IrDA-Port untergebracht. Auf der linken Gehäuseseite wurde der Steckplatz für Transflash-Speicherkarten (MicroSD) integriert. top

Foto: AMB | Sagem myV-85 Design

 

Display & Tastatur

Foto: AMB | Sagem myV-85 Tastaturbeleuchung

Das Display des myV-85 entspricht mit seiner Auflösung von 176x220 Bildpunkten gerade noch den Standardanforderungen, dafür liegt die Farbtiefe bei 18 Bit (262.144 Farben) - Nokias 6280 leistet hier bereits deutlich mehr. Das TFT kann zumindest bezüglich der Helligkeit voll überzeugen. Im Menü lässt sich diese in fünf Stufen variieren, was sich zugleich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Bei der Schärfe sind allerdings Abstriche zu machen, das Pixelraster ist klar zu erkennen.

Ziemlich entnervt waren wir von der Tastatur: Einerseits befindet sie sich zu weit am unteren Rand des Geräts und daher die einhändige Bedienung aufgrund des nach oben verlagerten Schwerpunktes zum Balance-Akt macht. Auch Größe und Form der Tasten sind nicht gut gewählt; nur mit viel Gewöhnung lassen sie sich blind voneinander unterscheiden. Das Schreiben einer Nachricht bedarf viel Geduld, denn schnelles Tippen ist mit dem myV-85 nahezu unmöglich: Die Reaktionsgeschwindigkeit des Systems auf Tasteneingaben ist extrem langsam, mehr als zwei Befehle je Sekunde können in der Regel nicht aufgenommen werden oder führen beim Versuch unweigerlich zu einer Buchstabensuppe auf dem Display. Der schnellen Bedienung wirken auch die knautschigen und etwas ungleichmäßigen Druckpunkte der Tasten entgegen. Vor allem die Betätigung der untersten Tastenreihe erfordert ein wenig mehr Kraft als die der darüber liegenden.

Der 5-Wege-Navkey geht grundsätzlich in Ordnung, wegen der runden Form lassen sich allerdings die Seiten teilweise schwer treffen, sodass man hin und wieder zu weit oben drückt. Das Nummernfeld ist gut von der Gehäuseoberschale abgehoben und verfügt über ausreichend große Zwischenräume. Dennoch lassen sich die Tasten nicht besonders gut von einander unterscheiden, was auch an ihrer breiten und flach aneinander anliegenden Form liegen mag.

Die Tastaturbeleuchtung ist ausreichend hell um sich auch im Dunkeln auf dem Tastenfeld zurechtfinden zu können, erhellt die einzelnen Drücker aber nicht besonders gleichmäßig.: besonders die Tasten 5 und 0 sind kaum zu erkennen. Die Dauer der Beleuchtung kann nicht direkt eingestellt werden, sie richtet sich stattdessen danach, wann der Energiesparmodus das Display dimmt; dabei stehen 10, 30 oder 60 Sekunden zur Auswahl.

Abgesehen von den obligatorischen Funktionstasten verfügt das Gerät über zwei weitere Buttons an der rechten Seite, mit der sich die Lautstärke des Klingeltons beziehungsweise der Sprachwiedergabe während eines Telefonats regulieren lässt. Mehr Tasten spendiert Sagem seinem MyV-85 nicht. top

Foto: AMB | Sagem myV-85 Design

 
»
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare
  1. 20.03.11 13:22 Anonymous (Gast)
    sagem my v85

    ich hatte das handy selber mal war mein erstes musik handy muss wirklich sagen das dass ding ein wirklicher krampf is, ich bin froh das ich nun sony ericsson habe, weil das preis leistungsverhältniss stimmt

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte