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GSM-Slider zum Anbeißen LG Chocolate

Ausstattung

Foto: AMB | Musikplayer

Foto: AMB | Kameravorschau

Im Vergleich zur schicken Schale sieht es unter der Haube nicht ganz so spannend aus. Das Diktiergerät bietet beispielsweise nur Aufnahmen mit einer maximalen Länge von 20 Sekunden, dessen Ergebnisse sich leider nicht als individueller Klingelton verwenden lassen. Der schlicht gehaltene und mit einem einzigen langen Tastendruck aktivierbare Medienplayer befriedigt dank AAC- und MP3-Support auch anspruchsvollere Gemüter, obwohl der Speicherplatz mangels Wechselspeicher ziemlich limitiert ist. Die Convenience-Funktionen des Players sind allerdings vielfältig: neben netter grafischer Untermalung, Playlists und Wiederholfunktion findet kann das Chocolate den Klang vie grafischem Equalizer anpassen - hörbar wird der Effekt aber nur über ein angeschlossenes Headset. Mit ihrem durch satten und klaren Sound konnten auch die insgesamt 20 mitgelieferten MIDI-Ruftöne überzeugen. Highlight: das schmissige James Bond Theme.

Dann wäre natürlich noch die 1,3 Megapixel-Kamera mit Videofunktion zu vermelden, doch auch hier sollten die Ansprüche nicht allzu hoch sein. Die aufgenommenen Bilder unterschieden sich relativ stark in ihrer Qualität, Abzugsreife erreichten nur die wenigsten Fotos. Dass sich Handyknipser mit ungünstigen Lichtverhältnissen in der Regel schwer tun, ist nicht verwunderlich, doch dass selbst bei klarem Tageslicht selten Abziehbares herauskommt, ist Anno 2006 schon ein enttäuschendes Ergebnis. Die Bilder leiden unter Kontrastärme und leisten sich Schwächen im Detail; LG konkurriert hier mit der unteren Liga der aktuellen 1,3MP-Camphones.

Trotz eines individuell einstellbaren Weißabgleiches und eines Helligkeitsreglers gelang uns kein vernünftiges Bild bei an sich optimalen Lichtverhältnissen. Entfremdete Farben und ein schwammiges Gesamtbild sorgen dafür, dass nur die allerwenigsten Schnappschüsse wert sind, auf Papier verewigt zu werden. Schade eigentlich, denn die Kamera bietet ausreichend viele Einstellungsmöglichkeiten, Effekte sowie eine LED-Leuchte.

LG Chocolate Originalaufnahmen (3 Bilder)

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Foto: AMB | Speicherübersicht

Foto: AMB | Bluetooth-Profile

Foto: AMB | Terminplaner

Foto: AMB | Kontakte

Foto: AMB | Sudoku

Unschön sind ferner einige Komfortlücken. So gibt es weder eine integrierte Freisprecheinrichtung, noch Sprachwahl/-steuerung. Letzteres ist sicherlich nicht so gravierend, doch einen vernünftigen Freisprecher kann man erfahrungsgemäß immer gut gebrauchen.

Business & Connectivity
Dass dieses Designstück kein Business-Monster ist, dürfte niemanden überraschen, doch immerhin hat es im Speicherbereich einiges zu bieten. Neben 1000 Kontakten, 150 SMS-Nachrichten und 110 E-Mails im POP3-Format sind stolze 128 MB integriert, was das Fehlen einer externen Speicherkarte einigermaßen kompensiert. Der Clou: Dank UMS-Modus (USB Mass Storage) fungiert das Chocolate-Handy ähnlich wie ein handelsüblicher USB-Stick. Einfach das LG-Gerät über das beiliegende USB-Kabel an den PC stöpseln und schon erkennt der Rechner das Gerät als externes Speichermedium. Für den flinken Datentransport eine prima Sache, wobei man allerdings zuvor die ebenfalls beigelegte PC Suite installieren muss, damit der Rechner auch mit dem Chocolate warm wird. Apropos PC Suite: Die kommunikative Süßigkeit hat einen eigenen Unterordner für die PC-Synchronisierung, mit dem der Datenabgleich mit dem stationären Rechner recht problemlos gelingt. Darüber hinaus ermöglichen die vielfältigen Bluetooth-Profile die Nutzung des Chocolate als Internet-Gateway, den Direktdruck von Bildern auf entsprechend ausgerüsteten Fotodruckern und die Koppelung mit Car-Kits.

Alternativ lassen sich Bilder und Daten auch via Bluetooth übertragen, bzw. über die Drahtlosschnittstelle drahtlose Headsets anschließen oder mit einem Standardbrowser auf WAP-Seiten surfen.

Der Organizer hingegen ist alles andere als besonders, sondern gehört eher in die Kategorie "Glatter Durchschnitt". Zum Repertoire zählt ein Kalender mit Monats- und Tagesansicht, der selbstredend Terminerinnerungen bietet und auch Notizen abbildet. Garniert wird das Ganze durch einen Wecker mit Weltzeit sowie einen Taschenrechner mit Währungs- und Einheiten-Umrechner. Unschön: Situationsprofile sind zwar vorhanden, lassen sich aber nicht nach eigenem Gusto editieren. Auch beim Definieren der Kontakte darf man nicht zuviel erwarten: Drei Rufnummern, Fax, E-Mail-Adresse plus Foto müssen pro Eintrag ausreichen. Das ist unter dem Strich alles andere als opulent, doch wer sich ein Designerhandy kauft, erwartet ohnehin keine Smartphone-Qualitäten.

Einen versöhnlichen Abschluss hat das Chocolate im Entertainment-Bereich dann aber doch noch: Als vorinstalliertes Java-Game ist das derzeitige Suchtspiel Nummer 1 Sudoku mit von der Partie. Wer die trendige Zahlenmatrix-Knobelei kennt und liebt, spart sich mit der Anschaffung des Chocolate den entsprechenden Download.

Menüführung & Bedienung

Foto: AMB | Startseite

Foto: AMB | Menü

Bei der Menüführung vertrauen die Macher der klassischen Mixtur aus einem Hauptmenü mit insgesamt neun anschaulichen Icons sowie schlichten Listen in den Untermenüs. Gelungen ist dabei die Möglichkeit, auch in den Untermenüs mit der linken und rechten Steuertaste zwischen den einzelnen Hauptoptionen hin und her zu wechseln. Die Struktur der Verästelungen sind weitestgehend logisch gelöst worden, wenngleich an einigen Stellen die nötige Straffheit fehlt, um noch schneller auf den Punkt zu kommen.

Mit einer Taskleiste (im Ausgangsmenü die rechte Taste drücken), einer Favoritenliste (im Ausgangsmenü die obere Taste drücken) sowie Kurzwahlfunktion hat das Chocolate auch einige Shortcuts auf Lager, wobei andere Hersteller wie Nokia oder BenQ-Siemens mittlerweile allerdings bessere Möglichkeiten zur Personalisierung bieten. Das nervigste Detail am Chocolate ist die schlampige T9-Unterstützung, da jegliche Shortcuts gänzlich ignoriert werden. Selbst das Umwandeln eines Buchstaben in eine Zahl durch langes Drücken der entsprechenden Taste funktioniert nicht – das ist nach unserer Kenntnis eigentlich unterster T9-Standard! top

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Kommentare
  1. 30.11.09 16:40 fragele (Gast)
    Tuch

    tuch das echt ? ich hab gedacht das kanns nich

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