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Inhaltsverzeichnis

süßer Slider mit 2 Megapixeln Samsung SGH-E900

» Seite des Herstellers » Vergleichbare Geräte: LG Chocolate KG800, Nokia 6280, Motorola RIZR

 

Vor etwa einem Jahr startete LG unter seiner Nobelmarke CYON in Südkorea ein Handy, das statt Tasten über Wärmesensoren bedient wird. Die damit erreichte Eleganz des Designs wurde rasch von Konkurrenten aufgegriffen, aber es dauerte eine Weile, bis Hauptkonkurrent Samsung gleichziehen konnte. Dessen starker Marktpräsenz und seinem unerschöpflichen Entwicklungsetats ist es wohl zu verdanken, dass das im Folgenden besprochene SGH-E900 chronologisch gesehen das erste Handy Europas war, das sich mit Hilfe von Wärmesensoren durch die Menüs wählt. Als direkter Konkurrent zum Original - dem LG "Chocolate" - muss es sich in der Praxis beweisen.

Lieferumfang & Verpackung

"Functional Style with a Touch of the Future" steht passenderweise auf der Schachtel, die bis auf ihre durchgehende Schwärze jede Ähnlichkeit mit den Modellen der Ultraslim-Reihe abstreitet. Unter dem Claim machen die neuen Tasten des Telefons neugierig auf den Inhalt. Neben Handy und Ladegerät sind ein Kabelheadset und ein USB-Datenkabel im Lieferumfang enthalten. Alle Anschlüsse sind in Bauform und -größe mit der neuen Ultraslim-Linie konform, alte Zubehörteile beispielsweise vom D600 lassen sich nicht mehr verwenden. Komplettiert wird der Lieferumfang mit einer 134 Seiten dünnen Bedienungsanleitung, einer Broschüre für Samsungs Portal FunClub, einer Registrierungskarte, einer Garantieinformation und einem Hinweisheftchen, wie das Gerät zu entsorgen ist. Auf der beiliegenden CD findet man die herausragende PC-Lösung PC Studio 3 in der aktuellsten Version 3.0.1. top

Foto: AMB | SGH-E900 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das kunstoffgraue Einheitsdesign hat der koreanische Hersteller schon lange hinter sich gelassen. Das E900 gehört zu einer neuen Sorte Handy, die man bei Samsung noch häufiger finden wird und zählt zu den vielen "kleinen schwarzen" Geräten, mit der Samsung seine neue Designsprache dekliniert. Handlich ist das SGH-E900 allemal: mit 93x45x16,5mm ist das Handy in Breitenrichtung bedeutend schmaler als der Ultraslim-Slider-Durchschnitt und schlägt mit 93 Gramm keine Beule in die Hosentasche. Allerdings sollte man von dieser Transportart - wie bei allen mobilen Endgeräten - lieber absehen: der glatte Kunststoff der Rückseite ist nicht kratzfest, sodass schon nach wenigen Wochen Benutzung matte Stellen auf dem Rücken des Handys sichtbar werden.

Foto: AMB | SGH-E900 Vierseitenansicht

 

Den berührungsempfindlichen Tasten ist es zu verdanken, dass das E900 auf dem Tisch liegend ein echter Hingucker ist: Wie ein Accessoire vom Raumschiff Enterprise scheint es das Geheimnis der Bedienung für sich behalten zu wollen. Unter der glatten Oberseite, die nur von der mechanisch ausgeführten Navigations-Tastenwippe durchbrochen wird, schlummern die Funktionen; bei LGs Chocolate ist dagegen auch der Navkey als berührungsempfindliches Bedienelement ausgeführt. Die glänzende Displayfront und der lackierte Akkudeckel verleihen dem E900 einen äußerst coolen Touch. Chromfarbene Elemente wie Hörmuschel, Samsung-Branding, Tastaturbegrenzungen und der Navkey sorgen für ein professionelles Finishing.

Foto: AMB | SGH-E900 Design

 

Die Verarbeitung gestaltet sich Samsung-typisch professionell, lässt aber den einen oder anderen Makel erkennen, den man in dieser Preisklasse noch verzeihen kann. So will uns der Slidermechanismus nicht so gut gefallen wie beim butterweichen D520 oder dem Slider-Stereotypen D600: drückt man den Slider ganz leicht nach unten, um ihn aufzuschieben, bleibt das Oberteil am Unterteil hängen. Verantwortlich sind vier schmale "Sperrvorrichtungen" am Slider und Handyboden, die unbeabsichtigtem Öffnen vorbeugen sollen - dass kann man aber genauso gut als Feature werten.

Foto: AMB | SGH-E900 microSD-Einschub

Anschlüsse Spaltmaße Knarzgeräusche

Foto: AMB | SGH-E900 Tastatur

Foto: AMB | SGH-E900 Tastaturbeleuchtung

Die 240x320 Pixel, die das Display des SGH-E900 darstellt, machen sich in der Praxis der Menüführung nicht besonders bemerkbar: schade, dass Samsung trotz neuer Flash-Technologie keine Kantenglättung bei den Menüschriften einführt. Gerade beim Betrachten von selbst aufgenommenem Bildmaterial auf dem kleinen Screen machen sich Auflösung und die Farbtiefe von 262.144 Farben aber bemerkbar: alles wirkt scharf, präzise umrandet und außerordentlich farbenfröhlich. Im direkten Vergleich mit dem High-End-Modell D900 Ultra Edition 12.8 oder dem K800i von Sony Ericsson sieht man aber die Abstriche, die man beim SGH-E900 in Kauf nehmen muss: die Farbbrillianz reicht bei weitem nicht an die hochpreisigen Geräte heran, außerdem wirken alle Inhalte aufgrund der kleineren Displayfläche etwas weniger detailliert als bei den Multimedia-Handys. Unter starkem Außenlicht verblassen die Farben des Displays rasch, bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich der Inhalt nur mit größter Mühe ablesen.

Das Highlight des E900, seine berührungsempfindliche Außentastatur, kann haptisch mit der des LG Chocolate nicht ganz mithalten. Im Grundzustand werden die beiden Softkeys und die Telefontasten berührungsempfindlich dargestellt. Schaltet man den Music-Player ein, kommen drei Tasten fürs vor- und zurückspulen und Stoppen des aktuellen Titels hinzu (s. ). Die Tasten reagieren mit leichter Verspätung auf Tipper des Nutzers und schalten kurz ihre Beleuchtung ab, um die Bedienung zu quittieren. Dummerweise ist insbesondere die sensitive Fläche der Auflegentaste so groß geraten und so leicht zu erreichen, dass man ständig versehentlich aus dem aktuellen Menüpunkt herausspringt; besonders geärgert haben wir uns, als wir die Tastenfläche mehrfach ungewollt bei der Aufnahme von Schnappschüssen berührten. Der 5-Wege-Navkey ist beim E900 als normales Tastensteuerkreuz ausgelegt und stört damit das Arbeiten mit dem Handy mehr als es zu unterstützen. Ständig muss man umdenken zwischen Tasten drücken und Tasten berühren. Es erfordert also eine ganze Weile Eingewöhnung, bis man sich mit dem neuartigen Bedienkonzept angefreundet hat und mit dem stellenweise etwas zähen Workflow der Menünavigation zurechtkommt.

Dafür lässt das aus großen, rechteckigen Tasten bestehende Ziffernfeld des E900 kaum Raum für Beanstandungen. Die Druckpunkte fallen kurz und gleichmäßig aus, sind allerdings nicht leicht zu erfühlen, sodass man beim SMS-Tippen gut beraten ist, wenn man souverän auf der Tastatur herumhackt. Da die Tasten zueinander keine fühlbaren Begrenzungen aufweisen - die beiden metallisch glänzenden Schienen zwischen den Tastenspalten dienen nur der Zierde - sollte man stets mit einem halben Auge den Finger beobachten, wenn man sich nicht vertippen will.

An den Seiten des Handys findet man eine Tastenwippe zur Lautstärkeregulierung und eine geteilte Wipptaste für Kamera- und Medienplayer-Funktionen. Der winzige Powerknopf ist erstmals bei Samsung auch auf der Seite gelandet und lässt sich bestenfalls mit der Fingerspitze bedienen. Die Löschentaste (C) verlegt der Hersteller auf die Sensortaste fürs Auflegen, was alten Samsung-Hasen im ersten Moment Kopfzerbrechen bereiten wird, sich in der Praxis aber als nicht weiter problematisch erweist. Die Tastaturbeleuchtung der Zifferntasten ist gleichmäßig und ausreichend hell, franst an den Kanten der berührungsempfindlichen Bedienelemente aber etwas aus. top

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