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Inhaltsverzeichnis

3Megapixel im Ultraslim-Gehäuse Samsung SGH-D900

Samsung macht ernst: nach P300, D800 und D820 bekommt die Slimserie einen geringfügig einprägsameren Namen und wächst beständig um neue Modelle. Die Ultra Edition rekrutiert sich momentan aus X820, D830 und dem D900 und gibt sich ganz menschlich: sie trägt ihr Hauptmerkmal schon im Namen. "6.9" bzw. "12.9" sind die Millimetermaße der Handys in Tiefenrichtung; mein Haus, mein Auto, meine Dicke...

Lieferumfang & Verpackung

Gemäß dem neuen Schlankheitswahn des Herstellers erreicht uns das D900 in einer flachen Verpackung. Das Handy ist vorn und auf der Rückseite abgebildet, ganz wichtig dabei ist natürlich die Seitenansicht des Telefons: "The World's Slimmest 3 Megapixel Slider" prangt völlig zu recht gleich darunter. Verglichen mit den beiden anderen 3-Megapixlern Nokia N80 und Sony Ericsson K800i bleibt nur nickendes Anerkennen.

Der Lieferumfang ist weniger dünn: Neben Handy, Akku und Netzteil findet der Käufer ein Datenkabel, ein Stereoheadset und jede Menge Lektüre: Registrierungsheftchen, Entsorgungshinweis, Garantiekarte und Samsung-Funclubbroschüre und am Rande liegt eine CD-ROM mit Samsungs Software PC Studio. Eine Speicherkarte haben die Koreaner ihrem Handy nicht mit in die Wiege gelegt - doch wie Teil II unseres Tests verraten wird, kommt deswegen noch lange nicht in Speichernot.

Foto: AMB | SGH-D900 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das Hauptaugenmerk der Ultra Edition liegt ganz klar auf der extrem geringen Gehäusetiefe. 12,9 Millimeter Dicke misst das D900, das zur CeBIT noch D870 hieß: da muss man aber viel Sport treiben, um so schlank zu werden! Was in der Tiefe fehlt, geht wie schon beim RAZR V3 in die Breite: mit 104x51mm Fläche würde sich jeder Stachelrochen über das Handy freuen, wenn er nur Ohren zum Telefonieren hätte. Aufgeschoben ist das Gerät um einiges länger als z.B. das SGH-D600 und liegt beim Telefonieren gut in der Hand und am Ohr. Bei lediglich 93 Gramm passt es in jede noch so enge Hemd- und Hosentasche. Ein prima Hemdtaschenhandy, das sich nur durch Vibration oder Klingeln bemerkbar macht!

Foto: AMB | SGH-D900 Vierseitenansicht

 

Wir sind für unsere Subjektivität bekannt. Was gefällt, können wir nicht definieren. Aber trotz guter Materialwahl und wirklich sauberer Verarbeitung wollen wir nicht verleugnen, dass vom SGH-D900 bei weitem nicht der Coolness-Faktor abstrahlt, den man vom "Erfinder" des ultraschlanken Formfaktors kennt. Die Rede ist von Motorola: deren Slider RIZR, auf den man sich gegen Ende des Jahres gefasst machen kann, reicht zwar bei weitem nicht an die Maße oder Ausstattung des SGH-D900 heran, wirkt aber dennoch haptisch ansprechender und designtechnisch durchdachter.

Doch braucht sich Samsungs Flunder nicht zu verstecken. Stabile Plastikelemente mit kratz-unempfindlicher Softtouchoberfläche sorgen fürs Fliegengewicht und einen weichen Touch. Der Slider wird auf Aluminiumschienen geführt und gleitet sanft und elegant auf und zu. Ein Federmechanismus unterstützt den Vorgang ab der Hälfte der Strecke. Die Oberseite des Handys schließt am Fuß der Unterseite in einem Vorsprung ähnlich dem des V3 ab: hier befinden sich Mikrofon und Antenne. Auf der anderen Seite wiederholt sich die Optik, nur steckt am Kopf eine 3-Megapixelkamera in der Box, die in geschlossenem Zustand gut vor äußeren Einflüssen geschützt wird. An den Seiten des Handys findet man von am Gehäuse angeschlossenen Deckelchen verdeckten Anschlüsse für Ladekabel und Headset bzw. einen Slot für MicroSD-Speicherkarten. Der Akkudeckel in Ultraslim-typischer Einzelbauweise wird in Kopfrichtung vom Handy abgezogen und sitzt stramm an seinem Platz, wenn man ihn wieder aufs Gehäuse drückt. Samsung versteht es, seine Geräte so herzustellen, dass - auch nach über einem Monat Benutzung - selbst unter gut dosiertem Druck nahezu keine Knarzgeräusche zu provozieren sind. Wäre das Handy nicht so dünn, könnten sich davon eigentlich alle anderen Handyhersteller noch ein Scheibchen abschneiden.

Foto: AMB | SGH-D900 Kamera

 

240x320 Pixel und 262.144 Farben gehören zum guten Ton des Multimedia-Handybaus. Auch Samsungs SGH-D900 verfügt über ein hoch aufgelöstes TFT-Display: so erscheinen Bilder und Texte gestochen scharf und Fotos äußerst brilliant. Bei einer Bildschirmdiagonalen von 5,4 cm bietet es außerdem viel Platz, um Inhalte darzustellen: empfangene SMS werden über 9 Zeilen angezeigt. Leider wird die Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung deutlich verringert: die Schutzscheibe über dem Display ist nicht entspiegelt und die Anzeigekomponente nicht transflektiv ausgelegt. Ärgerlich: nach vier Wochen bemerkten wir auf dem Display unseres Testmusters einen ersten Pixelfehler! Gerade bei Samsung ist das weniger tragisch, da sich Geräte mit TFT-Screens in der Regel bei Samsung problemlos umtauschen lassen; andererseits ist dies der erste Fall, der uns jemals (!) unterkam.

Beim Tastaturdesign orientiert sich Samsung am SGH-D820 statt am nervenaufreibenden D800: Die Zifferntasten liegen zwar planar auf gleicher Höhe mit dem Slidergehäuse, lassen sich aber dank unterschiedlicher Materialwahl ausgezeichnet erfühlen. Bei extrem kurzen Tastenhub bietet jeder Drücker einen klaren und knackigen Duckpunkt; Nachrichten lassen sich auf dem Handy schnell und zielstrebig eingeben. Dank ausreichend Abstand zwischen den Tasten und der durch zwei kleine "blinde" Punkte hevorgehobenen Taste 5 sollten auch Grobmotoriker und Menschen mit großen Händen mit dem D900 gut zurechtkommen.

Direkt unterhalb des Displays findet man eine breit angelegte Funktionstastenfläche, die großzügig bemessene Softkeys und Telefonietasten sowie eine gut zugängliche Löschentaste (C) und einen schmalen 5-Wege-Navkey aufweist. Leider fungiert der zentrale OK-Button im Standby-Modus immernoch als WAP-Starter: erst innerhalb der Menüs wird er zum Bestätigungsbutton. An den Flanken des Handys findet man eine gut zugängliche Tastenwippe und eine einstufige Kamerataste.

Display- und Tastaturbeleuchtung lässt keinen Frust aufkommen: alle Zifferntasten sind gleichmäßig illuminiert, auch die am äußeren Rand liegenden Tasten werden konsequent mit Licht versorgt. Das Display ist trotz seiner Größe ebenfalls völlig ebenmäßig erleuchtet; auch bei tiefschwarzen Bildern tritt an den Displayrändern kein Pixelrauschen auf, gänzlich weiße Flächen wirken gleichmäßig weiß.

Foto: AMB | SGH-D900 Tastatur

 
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