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Seite des Herstellers
» Vorgängermodelle:
Sony Ericsson W900i,
W550i
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Schwestermodelle:
Sony Ericsson W710i,
W950i
» Vergleichbare Geräte:
Samsung SGH-Z400,
SGH-Z720,
Nokia 6280,
BenQ-Siemens SL91,
Motorola RIZR,
LG KU800 UMTS-Chocolate
Das Walkman-Handy W850i erreichte uns in einer schwarzen Verpackung, die ein wenig an einen Schuhkarton erinnert, sich aber an den Stil hält, den der Hersteller beim K800i begann. Statt vieler Worte oder Bilder weisen das Walkman-Logo und als Markenzeichen des W850i vier gravierte Kreise auf den Inhalt hin. Das Bild im Innern könnte nicht walkmännischer sein: gebettet auf peppigem Dunkelorange liegt das Handy über dem reichhaltigen Fundus an Mitgift. Ein ganzes Gigabyte Speicher in Form eines Memory Stick Pro Duos lässt das Herz von Musikfreunden höher schlagen.
Alles, was man sonst für den mobilen Handy-/MP3-Mischgenuss gebrauchen könnte, ist ebenfalls dabei: die Software-CD-ROM mit Sony Ericssons aktueller PC Suite, Bildverwaltungsprogrammen und Musikübertragungssoftware, Daten- und durchgeschliffenes Ladekabel sowie ein In-Ear Headset mit 3,5mm Klinkenadapter und drei verschieden großen Ohrsteckern aus Gummi erklären, warum das W850i nicht ganz billig ist. Die Bedienungsanleitung ist dünn ausgefallen, aber in dreifacher Ausfertigung vorhanden (Deutsch, Französisch und Italienisch). Auch die fünfseitige Kurzeinweisung in die mitgelieferte Musiksoftware Disc2Phone kann man in drei Sprachen studieren. top
Mit dem W850i betritt Sony Ericsson Neuland: doch der erste Slider, den die Schweden und Japaner entworfen haben, kann sich sehen lassen. Der Schiebemechanismus arbeitet äußerst zuverlässig, eine stramme Feder unterstützt das Aufschieben in bester Samsung-Manier und lässt der Oberseite des Telefons nur minimales seitliches und etwa einen Millimeter vertikales Spiel. Ein griffiger, metallisch glänzender Metallbügel ragt über dem Funktionstastenfeld heraus und erleichtert das Aufschieben des Handys ungemein. Leider fingen sich im Laufe unserer Testphase reichlich Fussel zwischen Bügel und der direkt darunter liegenden Walkmantaste.
98x47x21 mm Größe sind nicht unbedingt richtungsweisend: das W850i gehört zu den dicksten und schwersten (116 Gramm) Geräten seiner Klasse und lässt sich in puncto Handlichkeit mit Nokias beliebten UMTS-Modell 6280 vergleichen. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn nicht jeder kann sich mit den filligranen Ultraslim-Slidern aus Korea anfreunden; dem W850i spürt man seine Leistungsfähigkeit gewissermaßen an. Geschmackvoll und schlicht ist die Farbauswahl: für die Rocker und Rapper gibts eine anthrazitfarbene Variante, für zartere Gemüter oder flippige Techno-Jünger hält der Fachhandel eine weiße Version bereit. Das Handy ist sauber verarbeitet und weist lediglich eine einzige gleichmäßig dünne Naht zwischen den Bauteilen auf, Knarzer sind dem fest anliegendem Akkudeckel auch unter größerem Druck nicht zu vernehmen.
Bei der Rückseite hat sich Sony Ericsson etwas einfallen lassen: der kreisrunde Schnitt, in dessen Zentrum die Kameralinse thront, ist die Oberkante des Akkudeckels, der damit otpisch geschickt versteckt wurde. Ecken und Kanten haben die Designer bewusst abgerundet, sodass sich das W850i auch am Ohr angenehm anfühlt, die Funktionstasten neben der Hörmuschel stehen kaum heraus und sind wie der Nav-Key mit einer griffigen Kunststoffschicht überzogen.
Auf Softtouch-Materialien verzichtet Sony Ericsson, erreicht einen ähnlich "weichen" Effekt aber mit einer cleveren Dreieck-Riffelung der gesamten Rückseite, die die Haptik des W850i fraglos auf ein sehr hohes Niveau hebt. Da sich die Hauptkamera auf dem Rücken des Handys befindet, ist es möglich, auch bei geschlossenem Gerät Fotos zu schießen. Dummerweise ist die Linse derart unüberlegt ins Gehäuse integriert, dass sie Staubkörner wie der Potenzialtrichter eines schwarzen Lochs aufsaugt, sich aber höchstens mit Wattestäbchen reinigen lässt. Um den Angeber-Faktor für stolze W850i-Besitzer noch etwas zu steigern, hat sich Sony Ericsson auch eine schicke Lösung für die Sliderunterseite ausgedacht: sie funkelt die Neider des Telefonierenden mit einem unverschämt cool aussehenden verchromten Walkman-Logo an. Nur zu dumm, dass die glänzende Fläche auch kleinste Fingerabdrücke nicht versteckt: W850i-Nutzer erkennt man neben ihrem Q-Tip also auch am ständig griffbereiten Brillenputztuch (nicht mit LG Chocolate-Nutzern verwechseln: denen fehlt das Wattestäbchen!). top
Dem W850i ist wie seinem nächsten Verwandten K800i die neue Displaygeneration mit 240x320 Pixeln vergönnt, dessen Farbumfang sich auf 262.144 darstellbare Farben beläuft. Die geglätteten Schriftarten im Menü hinterlassen einen deutlich weicheren und professionellen Gesamteindruck als beim SGH-D900. Allerdings lässt sich das Display bei direkt eintreffendem Außenlicht kaum noch ablesen: die verspiegelte Abdeckung schluckt den Bildschirminhalt fast gänzlich, der (nicht änderbare) schwarze Hintergrund des Walkman-Players trägt das Übrige bei. Etwas kurios empfanden wir die Tatsache, dass das Display bei der Aktivierung aus dem Schlummerbetrieb erst einmal wellenartig flackert und sich erst nach einer Sekunde Denkpause vollständig erhellt - das war ursprünglich wohl als Dimmeffekt geplant. Wer sich die Oberseite des Sliders genau anschaut, wird einen Lichtsensor entdecken, der im laufenden Betrieb stets ein wenig an der Displaybeleuchtung herumregelt und die automatische Blitzfunktion kontrolliert.
Ziemlich gewöhnungsbedürftig ist das Steuerkreuz, das von einer leicht eingebeulten Kunststoffoberfläche überzogen (und daher gut vor Staub geschützt) ist und sich auf den ersten Druck äußerst schwergängig anfühlt. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung geht einem der feste Druck aber in Fleisch und Blut über - wäre da nicht das buchstäbliche zentrale Manko: die Walkman-Taste unter dem Aufschiebebügel. Dieses schmale, orange beleuchtete und exklusiv zur Aktivierung des Walkman-Modus zuständige Steuerelement wurde von unserer Redaktion kollektiv bemängelt, da es statistisch jeden zehnten Druck nach oben "abfängt" und damit den Workflow ungemein stört. Löblich hingegen sind die zwei großen Softkeys, die zur Bestätigung von Menüaktionen dienen.
Die Ziffernreihen sind vertikal voneinander getrennt und dreispaltig angeordnet. Im Gegensatz zum Walkman-Swivler W550i sind sie aus stabilerem glatten Kunststoff gefertigt und weisen mittelharte Druckpunkte auf, die mit einem mechanischem Klicken (bzw. einem entsprechenden Tastenton) auch hörbar bestätigt werden. Die gewölbten Tasten sind allerdings recht tief ins Gehäuse eingelassen, um dem Slider nicht im Wege zu stehen. Etwas hinderlich empfanden wir den langen Greifweg zur kleinen Löschentaste (C). Die seitlichen Lautstärketasten sind etwas schwer erfühl- bzw. unterscheidbar und die einstufige Kamerataste wurde dem Klassiker K750i nachempfunden. Am Kopf des Geräts findet man über dem Display zwei weitere unbeleuchtete Tasten, die z.B. bei Spielen oder im Kameramodus Zusatzfunktionen erfüllen.
Die Tastatur- und Displaybeleuchtung ist gleichmäßig und hell, insbesondere die Beschriftungen des Ziffernfelds werden im Dunkeln mit herausragender Schärfe durch ein leicht bläuliches Leuchten umrissen. Die Farbe der oberen Tastaturbeleuchtung ist vom Bedienkontext abhängig: bei aktivem Walkmanplayer erscheinen sie in diabolisch-kräftigem Rotorange, ansonsten im fahlen elektrisiertem Weiß der Zifferntasten. Auch ein kleines "Active Light"-Gimmick hat Sony Ericsson integiert: Die schmale Musiktaste kann bei der Wiedergabe im Takt pulsieren (und sie hält ihn erstaunlich gut !). Bei Bedarf kann man diesen stromfressenden Effekt abschalten - dann strahlt der Knopf permanent in gleichmäßigem Orange. top
»etwas dick aber sonst sehr sehr schickdele ;D
interessant:) wie alt ist das handy?
Wo genau ist jetzt das Steuerkreuz? Sind das die 4 kleinen orangenen Tasten??