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MP3-Handy im frischen Retro-Look Nokia 5300 Xpress Music

Kamerafunktionen

Beim 5300 versteckt sich die Kamera nicht auf der Sliderinnenseite, sondern die Linse wurde direkt auf der Rückseite verbaut. Geschützt von einer Plastikabdeckung und flankiert von einem kleinen Spiegel für Selbstportraits, löst die Optik maximal 1,3 Megapixel (1024x1280 Pixel) auf. Bei dieser Auflösung darf der Nutzer keine überragende Qualität erwarten. Doch zumindest im Vorschaumodus präsentiert sich das 5300 schon wie die "Großen" der Kamerahandy-Branche: beim Druck auf die Kamerataste dreht sich der Bildschirm um 90 Grad, so dass man sein 5300 wie eine "richtige" Kamera im Querformat hält.

Das "Feeling" bleibt dann aber die einzige Gemeinsamkeit des 5300 mit einer Digitalkamera. Schon allein das fehlende Blitzlicht schränkt die Nutzung auf Tagesaufnahmen ein. Hinzu kommen qualitative Mängel: neben starkem Pixelrauschen (deutlich vor allem in schattigen Bereichen) sorgt vor allem die schwache Sättigung dafür, dass Aufnahmen mit dem 5300 allenfalls für den MMS-Versand oder Partyschnappschuss taugen. Auf dem unteren Bild ist auch der Rotstich gut erkennbar, der sich über die Bilder legt - die Gebäudefassade auf dem Foto besteht in Natura aus grauem, nicht aus rotem Sandstein.

Foto: AMB | Kameramenü

Foto: AMB | Einstellungsmenü

Im Kameramodus ist der 5-Wege-Navkey das Bedienelement der Wahl: in vertikaler Richtung dient das Steuerkreuz zum stufenlosen (ca. achtfachen) Digitalzoom, horizontal kann man zwischen Kamera- und Videomodus wechseln. Ein Druck aufs Zentrum betätigt den Auslöser (wahlweise kann auch die seitliche Kamerataste verwendet werden). Dass der Kamera in der mehr als 120 Seiten starken Bedienungsanleitung lediglich 2 Seiten gewidmet sind, demonstriert bereits die begrenzten Konfigurationsmöglichkeiten. Möglich ist etwa die Aktivierung eines Nachtmodus für Aufnahmen bei dämmrigen Lichtverhältnissen - allerdings bringt die damit verbundene künstliche Bildaufhellung kaum eine Verbesserung der Bildqualität mit sich und erweist sich in der Praxis als relativ nutzloses Feature. Auch die verschiedenen Farbfilter, die sich unter dem Menüpunkt "Effekte" verstecken, haben allenfalls Spaßcharakter.

Als wesentlich alltagstauglicher erweisen sich da der Selbstauslöser und die Bildfolge-Funktion. Der Selbstauslöser ermöglicht Aufnahmen mit einer Auslöseverzögerung von 10 Sekunden, im Bildfolge-Modus werden in der höchsten Auflösung 3 Bilder schnell hintereinander aufgenommen, bei niedriger Auflösung sind 5 Aufnahmen möglich. Schade nur, dass das Intervall nicht konfigurierbar ist. Immerhin kann der Nutzer in einem untergeordneten Einstellungsmenü grundlegende Kameraeinstellungen vornehmen: Auflösung und Qualität der Videos/Bilder, Speicherort oder der Auslöseton lassen sich hier bequem individualisieren.

Videos nimmt das 5300 mit einer maximalen Auflösung von 176x144 Pixeln auf. In Anbetracht der niedrigen Auflösung beanspruchen die im H.263-Format kodierten Filmchen relativ wenig Speicherplatz. Da die Aufnahmedauer abgesehen vom Speicher nicht limitiert ist, sind dem Videodreh zeitlich keine Grenzen gesetzt: wer etwa 80 MB Platz auf seiner Speicherkarte frei hat, kann einen 2 1/2 stündigen "Spielfilm" drehen, die verbleibende Aufnahmezeit wird praktischerweise eingeblendet. Doch in Anbetracht der niedrigen Auflösung steht auch hier der Spaßfaktor eindeutig im Vordergrund. Die Qualität der Videos ist dementsprechend wenig berauschend - sie ähnelt der des Nokia 6131 und liegt damit im unteren Drittel dieser Kameraklasse.

Fotos: AMB | Galerie Listenansicht

Galerie Gitteransicht

Der Bildeditor in Aktion

 

Die Mediengalerie des 5300 erfüllt in ihrer mageren Optik nur die notwendigsten Ansprüche: die Bilder werden wahlweise in einer Listen- oder 3x4 Gitteransicht dargestellt. Animierte Galeriefunktionen sucht man auf dem 5300 vergeblich. Dafür bieten sich dem Nutzer vielfältige Möglichkeiten zur Bildbearbeitung: mit der simplen Kontrastveränderung, dem Einsetzen von Bilderrahmen und Textfeldern oder der Komposition mehrerer Bilder sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Das bearbeitete Bild kann mit Hilfe eines Kontextmenüs direkt als MMS versendet werden, die Skalierung auf 640x480 Pixel erfolgt automatisch. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Musikbibliothek

Foto: AMB | Musik-Player

Foto: AMB | Equalizer

Foto: AMB | Sendersuche via Visual Radio

Foto: AMB | Ruftöne

Ganz klar, wer sich das 5300 kauft, möchte in erster Linie Musik hören. Doch der der interne Speicher von lediglich 7 MB bietet sich nur für die Kontakt- und Nachrichtenverwaltung an. Die Songs kommen via microSD-Kärtchen aufs Handy, von denen derzeit Modelle bis zu 2GB auf dem Markt verfügbar sind. Der Player ist bequem steuerbar: aus dem StandBy heraus genügt ein Druck auf die seitwärts verbaute Play-Taste und die Musikwiedergabe startet verzögerungsfrei. Auch die Verwaltung ist komfortabel: direkt im StandBy-Screen ist ein Link zum Musik-Player verankert, so dass der Nutzer mit zwei Klicks in seiner Musikbibliothek landet.

Selbstredend versteht sich das 5300 auf alle gängigen Formate, neben den obligatorischen MP3's gehört Apples AAC-Format genauso dazu wie Microsofts WMA-Codec - sofern letztere Dateien nicht einem digitalen Rechtemanagement unterliegen, das vom PC ausgeht. DRM-geschützte WMA-Dateien werden vom designierten Musikhandy 5300 als "fehlerhaft" eingestuft anstatt die benötigten Lizenzen aus dem Internet nachzuladen. Der Transfer vom PC aufs Handy gestaltet sich dank Nokias mitgeliefertem "Music Manager" schnell und einfach, bevorzugtes Format ist hier AAC/M4A. Alternativ kann man Daten per Drag-and-Drop über den Windows-Explorer aufs Handy schieben. Je nach Format und Länge landet ein Song in 5-10 Sekunden im Speicher des Handys.

Während der aktuellen Wiedergabe stehen Tracknummer, Zeit und Gesamtspielzeit, Künstler, Album und Liedtitel im Display. Auf ein Albumcover muss der Nutzer verzichten. Läuft der Player im Hintergrund - wo er stets völlig unterbrechungsfrei für anhaltenden Musikgenuss sorgt - zeigt auch das Hauptdisplay je nach Themenwahl Informationen über den gerade laufenden Titel an; natürlich animiert (aber leicht ruckelig) und umfassend. Die Funktionen des Steuerkreuzes werden durch kleine, CD-Player-typische Icons für Vor- und Zurücklauf und Trackwechsel gekennzeichnet. Zufallswiedergabe und Wiederholung (einzelner Songs oder der ganzen Sammlung) werden ebenfalls unterstützt. Auch an einen optisch rudimentären Equalizer haben die Finnen gedacht, der Nutzer kann hier auf voreingestellte Klangprofile zurück greifen oder individuell an den Frequenzreglern herumschrauben. Ein echtes Manko ist die fehlende Möglichkeit, Playlisten direkt auf dem Handy zu erstellen - hier kann der Nutzer lediglich auf automatische Playlisten (meistgespielte, zuletzt hinzugefügte Songs, etc.) zurückgreifen oder bestimmte Songs in einer Favoritenliste sammeln. Wer mehr möchte muss die Playlists importieren.

Beim Nokia 5300 muss die Musik allerdings nicht immer digital aufs Handy kommen; auch ein UKW-Radio sorgt für Unterhaltung. Wer in senderreichen Ballungszentren wohnt, stößt mit den nur 13 Senderplätzen jedoch schnell an seine Grenzen: dank der bequemen automatischen Sendersuche fanden wir im Raum Berlin weit mehr als 20 Sender. Schade auch, dass das Radio kein RDS kennt, aber der mittlerweile voreingestellte und gut funktionierende "Visual Radio"-Dienst leistet Vergleichbares. Mit seiner Hilfe findet man via GPRS lokale Sendestationen und kann dessen Frequenzen mit einem einfachen Klick in der Senderliste des Handys speichern. Strahlt ein Sender parallel zu seinem Programm ein VisualRadio-Signal aus, kann man zusätzliche Informationen abrufen. In Berlin ist lediglich die Sendersuche via "Visual Radio" sinnvoll, da hier keine zusätzlichen Informationen gelistet werden. Das Radio funktioniert nur mit angeschlossenen Kopfhörern.

Dabei überzeugt das 5300 in Verbindung mit den beiliegenden Kopfhörern mit einem klaren und druckvollen Klangbild, das locker mit "normalen" MP3-Playern mithalten kann. Alternativ kann der Nutzer auch den rückseitig verbauten Mono-Lautsprecher aktivieren. Diese Komponente leistet außerordentliches: wer seine Umwelt mit Musik beglücken möchte, kann das 5300 in Regionen hochschrauben, die fast schon Party-Atmosphäre vermitteln. Ein anderes Audio-Feature ist die Einstellung "3D-Klang", die man im Medien-Menü findet - hörbare Auswirkungen konnten wir in der Praxis jedoch nicht feststellen.

Wer gerne das Klingelverhalten seines Telefons personalisiert, wird von seinem 5300 nicht im Stich gelassen. So ziemlich jede Wortmeldung des Sliders lässt sich mit eigenen Sounds - vorzugsweise im AAC-, aber auch im MP3-Format - untermalen. Insgesamt 21 Töne, die nahezu jeden Geschmack abdecken, geben die Finnen dem Handy ab Werk mit auf den Weg. Wer's gern individueller mag, kann auf die eigene MP3-Sammlung zurück greifen oder kostenpflichtige Dienste in Anspruch nehmen. Daneben versteht sich das 5300 auch auf die Wiedergabe von Video-Ringtones. Ein spezieller Medienplayer sorgt für das Abspielen von Videos; diese sollten vorzugsweise 3GP-/H.263- oder MP4-kodiert vorliegen und 176x144 Pixel Auflösung nicht übersteigen. top

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Kommentare
  1. 15.12.09 20:39 Anonymous (Gast)
    sim karte nokia 5300

    wie geht das einlegen der sim karte

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