Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

MP3-Handy im frischen Retro-Look Nokia 5300 Xpress Music

Browsing / Messaging

Unterwegs im Internet surfen mit dem 5300? Das Triband-Handy unterstützt lediglich den GSM-Beschleuniger GPRS - auch wenn der integrierte Browser HTML-Seiten anzeigen kann, dürfte dank der langsamen Datenrate kaum Freude dabei aufkommen. Praxistauglicher ist da schon das Surfen auf einschlägigen WAP-Portalen. Trotz der hardwareseitigen Einschränkung aufgrund des niedrigen Übertragungsstandards lässt der Browser kaum Komfortfunktionen vermissen. Er kann mit Javascript, verschiedenen Textkodierungen und Cookies umgehen und merkt sich auf Wunsch Passwörter. Die Verlaufsfunktion zeigt, wo man sich in letzter Zeit im Web umgeschaut hat - allerdings nur in einer simplen Textansicht, eine "visuelle Historie" bleibt modernen S60-Smartphones vorbehalten.

Foto: AMB | automatische E-Mail-Konfiguration

Foto: AMB | E-Mail-Einstellungen

Foto: AMB | Posteingang

Foto: AMB | frei definierbare Posteingänge

Der E-Mail-Client entspricht dem Standard des Series40-Betriebssystems und erinnert in puncto Funktionsumfang und Einstellungsmöglichkeiten etwa an das Nokia 6131. Mehrere Postfächer lassen sich auf Nachrichten überprüfen, die auch mit beliebigen aktuellen Standards gegen unerwünschte Zugriffe abgesichert sein dürfen. Unter anderem kann das Gerät mit APOP, SSL und TLS umgehen, so dass auch GMail-Nutzer oder Mitarbeiter, die auf ihre geschützten Unternehmenspostfächer zugreifen wollen, keine Probleme mit dem Abruf ihrer Mails haben sollten. Praktisch: die Einstellungen für neue EMail-Konten werden vom Handy in den meisten Fällen automatisch eingestellt, sofern man ein Konto bei einem bekannten Anbieter einrichten möchte. Attachments dürfen beliebig groß werden, Office-Files kann man allerdings mangels Viewer nicht betrachten. E-Mails können in maximal drei verschiedene, selbst benennbare Ordnern einsortiert werden, ein automatischer Abruf oder gar ein Push-Maileingang ist nicht vorgesehen. Der Mail-Client wurde für die neuen Herausforderungen ans gewachsene Spamaufkommen optimiert und kennt nun sowohl Black- als auch Whitelists, um sich unerwünschten Junk auch auf dem Handy vom Hals zu halten. Ein zentrales Manko beim EMail-Management auf "einfachen" Handys war bislang der unkontrollierte Abruf beliebig großer Mails; beim 5300 lässt sich von vornherein festlegen, wie viele und wie große Mails abgerufen werden sollen.

Mit dem MMS-Editor lassen sich Multimedia-Mitteilungen mit einer Maximalgröße von 300kB erstellen, aber leider keine Seitenübergänge definieren. Megapixelbilder werden grundsätzlich auf 640x480 Pixel zurechtgeschrumpft, als hinzufügbare Tonformate kommen ausschließlich AMR-Files bzw. selbst aufgenommene Sprachmitschnitte zum Einsatz. Mit der erweiterten MMS, die man bei Nokia unter dem Namen "Multimedia Plus-Mitteilung" findet, kann der Nutzer nicht nur Bilder oder Töne verschicken, sondern auch Videoclips, Kalendereinträge, Display-Themes oder beliebige Dateien. Ein Alleinstellungsmerkmal erreicht Nokia mit seiner "Flash"-SMS, einer maximal 70 Zeichen langen Kurzmitteilung, die zwar wie eine SMS erstellt, beim Empfänger aber ohne Umweg übers Mitteilungsmenü auf dem Display angezeigt wird. Dieses Feature wird übrigens von den meisten marktgängigen Geräten unterstützt, erstellen kann man sie bislang aber nur mit einigen Handys von Nokia.

Der SMS-Client wurde für Vielschreiber optimiert und erlaubt das Verfassen von bis zu 1000 Zeichen langen, verketteten Kurznachrichten. Eingegangene SMS können in einer selbst definierbaren Ordnerstruktur archiviert werden, E-Mails werden allerdings in einem davon getrennten Bereich abgelegt. Und gerade in letzterem Punkt liegt der einzige Kritikpunkt, der das Messaging mit dem 5300 erschwerte: der E-Mail-Client läuft als separate Applikation, die nur durch mühsames Scrollen in die unteren Menüregionen des Mitteilungsmenüs erreichbar ist. Hinzu kommt, dass der Posteingang samt E-Mail-Funktionen nur aus dem E-Mail-Client heraus erreichbar ist. Wer etwa aus dem Mitteilungsmenü heraus eine Nachricht verfassen möchte, sucht vergeblich nach einer entsprechenden Option. top

Fotos: AMB | Mitteilungsmenü

Mitteilungen verfassen

Erweiterte MMS

 

PIM-Funktionen

Die Kontaktverwaltung des 5300 kennt zahlreiche Einträge, die vermutlich weit über das Maß hinausgehen, das Ottonormalnutzer überhaupt privat verwaltet. So lassen sich einer Person mehrere Telefonnummern aus den Bereichen "Allgemein", "Mobil", "Privat", "Arbeit" und "Fax" hinzufügen und nachträglich auch deren Typisierung ändern. Neben einer für Synchronisationssoftware äußerst praktikablen Trennung in Vor- und Nachnamen kennt das Series40-System auch EMail-, PTT-, Web- und vollständige Postadressen und erlaubt die Zuweisung von akademischen Titeln und Nicknames.

Foto: AMB | Kontaktdetails

Foto: AMB | Adressbuch-Einstellungen

Foto: AMB | Kalender

Zur maximalen Anzahl der Kontakteinträge macht Nokia keine Angaben, nach unserer Einschätzung sollten mindestens 600 Einträge möglich sein und damit auch kontaktfreudige Nutzer zufriedengestellt werden. In der Summe bewegt sich der PIM-Umfang des 5300 fast schon auf Smartphone-Niveau. Der allerdings gravierende Unterschied besteht in der optischen Darstellung. Das Adressbuch wird genauso wie die Kontaktdetails in einer unübersichtlichen Listenansicht präsentiert. Immerhin ist die Telefonbuchansicht vielfältig konfigurierbar: neben der Trennung in Vor- und Nachname lässt sich auch die Schriftgrösse verändern.

Leider kann der Kalender auf diesem gehobenen Niveau nicht ganz mithalten. Zwar kategorisiert er Termine nach Besprechungen, Anrufen (speichern zusätzlich eine Telefonnummer), Geburtstagen (werden jährlich wiederholt), Notizen und Erinnerungen, stellt sie aber in der Wochenansicht alles andere als übersichtlich dar. Noch "spezieller" sieht die Monatsübersicht aus: Tage, an denen Termine anliegen, werden in leichtem Fettdruck angezeigt - in der Darstellung ist dies aber kaum erkennbar. Abhilfe schafft hier die im unteren Bildschirmbereich eigeblendete Übersicht, die dem Nutzer die Einträge des Tages präsentiert, auf dem der Coursor gerade verweilt.

Auch die im 5300 integrierte Aufgabenliste hinterließ einen zwiespältigen Eindruck. Sie unterstützt Priorisierungen und termingerechte Erinnerungen und verschiebt ihre Einträge auf Wunsch auch zwecks besserer Übersicht in den Kalender. Schade nur, dass sich ein entsprechender Eintrag nicht auf dem Active-StandBy-Screen niederschlägt. top

Connectivity / Sync

Neben dem USB2.0-Miniport werden dem Nutzer in Form von Bluetooth und Infrarotport vielfältige Verbindungsmöglichkeiten im Nahbereich angeboten. Und natürlich darf bei einem Musik-Handy wie dem 5300 ein A2D-Profil für den drahtlosen Stereogenuss nicht fehlen. Die Koppelung gestaltet sich reibungslos: dank eines speziellen Eintrages im Bluetooth-Menü kann der Nutzer direkt nach Audio-Zubehör suchen. Wir koppelten den Slider mit dem DJ-Headset S805 von Motorola und konnten bereits nach ca. 10 Sekunden Bedenkzeit druckvollen Sound genießen. Aber damit nicht genug: auch ein SAP-Profil, mit dem man bequem von seiner Freisprecheinrichtung im Kfz auf die SIM-Kontakte zugreifen kann, ist beim 5300 nicht vergessen worden.

Bluetooth bietet sich auch an, wenn man die Funkschnittstelle als Ersatz fürs USB-Datenkabel verwendet: so lässt sich die Nokia PC Suite bequem via Bluetooth anbinden. Die Software erlaubt neben der Datensynchronisation das Bearbeiten von Kontaktdaten am PC-Bildschirm, lässt den Nutzer SMS versenden oder den Telefoninhalt durchforsten. In der Praxis erwies sich die Bluetooth-Schnittstelle des 5300 als sehr stabil. Und dank einer 2.0EDR-Komponente laufen Daten mit über 50kB/s über den maximal 10m langen Äther. Das 5300 liefert dem Nutzer Bluetooth-Vollausstattung.

Foto: AMB | Outlook-Sychronisation via PC Sync

 

Die Synchronisation mit einer lokalen Outlook-Installation verlief bei ca. 100 Kontakten problemlos und ohne Verbindungsabbrüche. In der Praxis bewährt sich auch der Abgleich mit SyncML-Servern, wie sie etwa vom dänischen Unternehmen ZYB angeboten werden.

Schmankerl am Rande: Push-to-Talk zählt ebenfalls zu den Fähigkeiten des 5300, bleibt aber bislang ausschließlich T-Mobile-Kunden vorbehalten. Und da es nach wie vor nicht so aussieht, als würde der Walkie-Talkie-Dienst in naher Zukunft an Popularität gewinnen, verweisen wir an dieser Stelle auf unser Special. Wer sich für Push-to-Talk interessiert, ist mit dem Musik-Slider von Nokia gut beraten: dank außerordentlicher Freisprechlautstärke können PTT-Gespräche in hervorragender Qualität geführt werden.

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare
  1. 15.12.09 20:39 Anonymous (Gast)
    sim karte nokia 5300

    wie geht das einlegen der sim karte

antworten
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte