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MP3-Handy im frischen Retro-Look Nokia 5300 Xpress Music

Spezialanwendungen / Java

Die Unterstützung von Java-Software sichert das 5300 dank vollwertiger MIDP2.0-JVM. In puncto Java-Leistung schafft es der Slider allerdings nur ins Mittelfeld. So liefert Kishontis JBenchmark-Test JB2 lediglich 284 Punkte, hinzu kommt eine nicht allzu berühmte 3D-Leistung, die über eine JSR M3G-Engine in Version 1.1 bereitgestellt wird und die es in den High Quality-3D-Tests auf gerade mal 5 Frames pro Sekunde bringt. Dass die normale 3D-Darstellung trotzdem relativ flüssig anzuschauen ist, dürfte vor allem dem Speicher geschuldet sein: der virtuellen Maschine stehen nicht weniger als 2MB zur Verfügung. Damit ist auch für anspruchsvolle Anwendungen genügend Heap vorhanden (für Nichtprogrammierer: das ist der dynamische Applikationsspeicher, der einer Anwendung zur Verfügung steht) - solange sich der Anspruch eben nicht auf eine überbordende Grafik bezieht.

Foto: AMB | Music Guess

Foto: AMB | Taschenrechner

FlashLite ist die ideale Plattform für schnelle grafiklastige und einfach bedienbare Applikationen oder Menüstrukturen auf mobilen Endgeräten und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Mögliche Inhalte sind vielfältig: von interaktiven Cartoonfilmen à la Joe Cartoon, Games mit 30 KB Größe und kürzester Entwicklungszeit bis hin zur animierten Gestaltung des kompletten Interface (etwa bei Samsungs uGo-Oberfläche) ist alles denk- und machbar. Dank des vorinstallierten FlashLite-Players in der Version 2.0 ist das 5300 gut für die mobile Flash-Zukunft gerüstet.

Die spielerische Grundausstattung des Sliders ist dagegen mager. Lediglich ein Game fanden wir auf unserem ungebrandeten 5300 vorinstalliert. Das an die musikverliebte Zielgruppe angepasste "Music Guess" ist mehr Quiz als Spiel: dem Nutzer werden Songs aus seiner eigenen Musiksammlung vorgespielt, die er dann erkennen bzw. richtig zuordnen muss. Der Spaßfaktor ist allerdings nicht zuletzt aufgrund der spröden grafischen Darstellung schnell abgenutzt.

Zum Glück hat Nokia neben dem Spiel noch Programme auf dem 5300 untergebracht, deren Unterhaltungswert zwar noch geringer ist; die dafür aber umso praktischer sind: abgesehen vom obligatorischen Wecker (mit leider nur einer Weckzeit) verdienen auch der Taschenrechner mit Zusatzfunktionen (kann unter anderem Sinuskurven berechnen und Quadratwurzeln ziehen), Stoppuhr und Countdown eine Erwähnung. top

Menüführung / Bediencharakteristika

Foto: AMB | Hauptmenü

Foto: AMB | "Konfigurationseinstellungen"

Foto: AMB | Active Standby

Foto: AMB | Firmware-Upgrade

Dank der hübsch animierten 3D-Icons klickt man sich mit Freude durch das Hauptmenü, das den Nutzer mit einer aufgeräumten 3x3 Gitteransicht empfängt. Dank der intuitiven Bedienoberläche findet man schnell die meisten Einstellungen und Anwendungen, ohne einen Blick in das Benutzerhandbuch werfen zu müssen.

Doch wer sich intensiver mit dem Series40-System seines neuen 5300 beschäftigt und tiefer in die Menüstrukturen eintaucht, merkt schnell, dass die Benutzeroberflächen in Finnland mehr von Informatikern und Entwicklern als von Designern gestaltet werden. Die Untermenüs sind bisweilen so tief verschachtelt, dass man sich häufiger die Frage stellen muss, wo man beim letzten Ausflug über ein bestimmtes Feature gestolpert war. Zwar lassen sich häufig benötigte Funktionen auch via Favoritenmenü oder frei belegbaren Navkey-Tasten schnell wiederfinden, das entschuldigt aber nicht, dass man schon sehr genau wissen muss, was sich hinter der kryptischen Bezeichnung "Stand. i. all. Prog. akt." verbirgt oder was mit "Konfigurationseinstellungen" gemeint ist, wenn man etwa ohne Zuhilfenahme des Netzbetreibers eine Verbindung zum Internet aufbauen will.

Doch zweifellos wird den meisten Nutzern die Active Standby-Ansicht für die Bedienung ihres Telefons ausreichen. Hinter dem Begriff verbirgt sich nichts anderes, als ein selbst konfigurierbares Hilfsmenü auf dem Standby-Screen, das beispielsweise den laufenden Musiktitel oder den Radiosender anzeigt und über anstehende Termine informiert. Als äußerst praktisch erweist sich auch die - ebenfalls dem eigenen Usus anpassbare - Shortcut-Leiste am oberen Rand des Active Standby-Screens.

Wer gerne über ein Headset telefoniert, profitiert von der sprecherunabhängigen Sprachwahl und -steuerung, die beim 5300 zum Einsatz kommt. Der Name eines Adressbucheintrags wird mit einem quakigen Sprachbefehl automatisch hinterlegt. Reagiert die - bisweilen sehr eigenwillige - Sprachmaschine nicht auf die Automatik, kann man selbst einen neuen Sprachbefehl anlernen. Auch zahlreiche Systemfunktionen lassen sich per Sprache anwählen.

Immer wichtiger für die kommende Mobilfunkgeneration wird die Möglichkeit, die Handys und Smartphones mit neuer Software aufzurüsten. Firmware-Upgrade lautet das Zauberwort und hier bietet das 5300 seinem Besitzer gleich zwei Wege an: mit Hilfe eines Update-Tools, das man direkt bei Nokia herunterladen kann, lässt sich die neuste Firmware aufs Gerät flashen. Eine Alternative zum Umweg über den PC ist die die Aktualisierung direkt über das Mobilfunknetz - eine entsprechende Menüoption findet sich im Einstellungsmenü. In beiden Fällen ist das Update jedoch von der Bereitstellung durch den jeweiligen Netzbetreiber bzw. vom Branding des Handys abhängig. top

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Kommentare
  1. 15.12.09 20:39 Anonymous (Gast)
    sim karte nokia 5300

    wie geht das einlegen der sim karte

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