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Windows-Handheld mit GPS und Trackball O2 Xda orbit

Lieferumfang & Verpackung

Nicht nur strotzt der Xda Orbit mit einem gewaltigen Funktionsumfang, auch die Beilagen sind mehr als reichhaltig. O2 packt eine Menge Zubehör in die blaue Pappschachtel. Hier ragt vor allem das Navigations heraus: ein Adapter für den Zigarettenanzünder im Kfz gehört genauso dazu wie eine Halterung für die Windschutzscheibe mit Saugfuß. Ein zweiter Stylus, eine Ledertasche, ein universelles USB-Datenkabel und ein Stereoheadset (das ebenfalls am MiniUSB-Port angeschlossen wird) runden die Vollausttattung ab. Daneben findet der Nutzer auf drei Software-CDs Lizenzen für Microsoft Outlook 2002, ActiveSync 4.2, TomTom Navigator 6 und eine Applikations-CD, die den ClearVue PDF viewer und eine GPRS-Monitoringsoftware auf dem Orbit installiert. Als Lesestoff liegen eine detailliertes, mehr als 200 Seiten starkes Benutzerhandbuch bei. top

Foto: AMB | Xda Orbit Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Wer vom O2 Xda Orbit spricht, redet eigentlich über das Modell "Artemis" des taiwanischen Windows Smartphone-Spezialisten HTC. T-Mobile ist mit dem baugleichen MDA Compact III auf dem deutschen Markt präsent, weitere identische Geräte (die sich nur in Formfaktor, Branding und mitgelieferter Software unterscheiden) werden international unter einer Vielzahl weiterer Markennamen vertrieben. In dieser Geräteklasse haben sich bereits herstellerübergreifend klare Designlinien etabliert, die aus den funktionalen Anforderungen an ein solches Gerät hervorgehen: wie viele andere auf einer Touchscreen-Oberfläche basierenden Smartphones wird auch der Orbit von einem großflächigen Display dominiert.

Foto: AMB | Xda Orbit Vierseitenansicht

 

Mit einem Gewicht von 130 Gramm und einer Tiefe von knapp 1,7cm wirkt das Gerät von O2 weniger bullig als seine form- und artverwandten Kollegen etwa aus der MDA Vario-Familie. Das liegt nicht zuletzt am Verzicht auf eine ausziehbare QWERTZ-Tastatur. Der Orbit wird ausschließlich über Funktionstasten, und Touchscreen bedient. Das hat Vor- und Nachteile: einige Nutzer werden sich über die virtuelle Tastatur beklagen, die zweifellos keine echte Tastatur ersetzen kann, andere werden sich darüber freuen, dass der Orbit nicht wie ein Ziegelstein die Hemd- oder Jackentaschen ausbeult, sondern für ein Gerät auf diesem Ausstattungsniveau geradezu filigran in der Hand liegt.

Bei der Materialwahl verlässt man sich auf einen altbewährten Kunststoffmix aus mattschwarzem Plastik und Metallic-Lackierung, der sich in der Praxis äußerst kratzfest präsentierte. Glanzlos, robust und solide - der Orbit präsentiert sich bereits auf den ersten Blick als reinrassiges Arbeitstier. Mit diesem Eindruck kann die Verarbeitung mühelos mithalten. Die nahezu gratfreie Verbindung der Einzelkomponenten schützt das Gerät nicht nur vor Staub und anderen äußeren Einflüssen, sie vermittelt auch das sichere Gefühl, dass der Orbit mehrere Jahre im harten Business-Alltag nahezu ohne Verbrauchsspuren überstehen kann.

Foto: AMB | Xda Orbit

 

Einzig der Akkudeckel hat leichtes Spiel im Gehäuse, sitzt aber, von einem Schiebemechanismus gehalten, bombensicher an seinem Platz. Der Blick darunter gibt leider eine äußerst fummelige Kombination aus SIM- und miniSD-Kartenhalterung frei, der man einen Preis für die benutzerunfreundlichste Behelfskonstruktion aller Zeiten verleihen könnte; beide Karten liegen aufeinander. Den undankbaren unteren Platz nimmt die microSD-Karte ein, mit Hilfe eines Streifens Folie aus ihrer Verankerung befreit wird. Doch Vorsicht! Beim Wechsel steht die aufgeklappte SIM-Karte im Weg. Getreu dem Motto "Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht?" wurde hier ein komplexes ineinander verschachteltes System konstruiert, das den Wechsel der Speicherkarte zu einer ziemlich langwierigen Angelegenheit werden lässt, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. top

Foto: AMB | Xda Orbit Kartenhalterung

 

Display & Tastatur

240x320 Pixel stellt der Orbit auf einem großflächigen 2,8"-Display dar. Maximal 65.536 Farben zeigt die Komponente an und liegt damit auf gleichem Niveau wie jeder Windows Mobile-basierte PDA. Auch unter starker Neigung des Blickwinkels verfälschen die Farben nicht, nur unter direkter Sonneneinstrahlung sinkt trotz Verwendung einer transflektiven Hintergrundbeschichtung die Ablesbarkeit rapide ab, was gerade bei der Navigation hinderlich sein kann. Zwei kleine Leuchtdioden am Kopf des Gehäuses signalisieren WLAN-, GPS- oder GSM-Aktivität und benachrichtigen über eingegangene Nachrichten. Die Bedienung erfolgt in erster Linie über den linksseitig im Gehäuse eingeschobenen Stylus, der vor allem für das Verfassen von Textnachrichten unentbehrlich ist und fest in seiner Halterung sitzt. Die Eingabe von Telefonnummern ist dank der großflächigen virtuellen Zifferntastatur problemlos mit den Fingern möglich.

Foto: AMB | Xda Orbit mit virtueller QWERTZ- und Zifferntastatur

 

Erfreulich schlicht präsentieren sich die Kanten des Orbit, hier wurde auf eine überbordende und meist überflüssige Knöpchenvielfalt verzichtet - mehr als die Lautstärke, Sprachwahl, Kamera und StandBy lassen sich hier nicht ansteuern. Das bei anderen Smartphones zum Einsatz kommende Scrollwheel wird man nicht vermissen, denn der Xda Orbit setzt auf eine innovative Form der Bedienung, die momentan in Mode kommt: ein Trackball, der von einem Jogdial unterstützt wird.

Foto: AMB | Erfreulich schlicht: xda Orbit Seitenansicht

 

In der Funktionalität mit einem Joystick bzw. 5-Wege-Navkey vergleichbar, gestaltet sich die Navigation durch die Menüs und die Ansprache von Funktionen via Trackball äußerst komfortabel: er ist extrem präzise, aber gleichzeitig so empfindlich, dass man das System auch einhändig mit ungeahnter Geschwindigkeit bedienen kann. Schwierig wird's erst, wenn man das Display ins Querformat schaltet, weil der Trackball dann ziemlich unkonventionell angeordnet ist - letztendlich ist es aber dann auch nur eine Frage der Zeit, bis man sich flink durchs Menü bewegen kann. Flankiert wird die rollende Kugel von einem griffigen , den die Bedienungsanleitung übrigens als "" identifiziert. Er ermöglicht vor allem im Navigations- oder Kameramodus eine äußerst praktikable Zoomsteuerung.

Foto: AMB | O2 Xda Orbit Trackball und Jogdial / "Trackrad"

 

Etwas irritiert dürfte mancher Windows Mobile-Veteran vom ab Werk aktiven sein, der auf dem Touchscreen für eine Desktop-ähnliche Bedienung sorgen soll und über den Trackball bedient wird. Was für Erstlinge eine willkommene Analogie zum PC-System darstellt, mündet in eine redundante und unnötig umständliche Steuerung, etwa wenn sich der Mauszeiger im unteren Bildschirmbereich befindet und man den Start-Knopf links oben drücken möchte. Wer sich an dem netten Gimmick sattgesehen hat, kann es im Einstellungsmenü wieder deaktivieren. Unterstützt werden die Hauptbedienelemente durch Telefonie- und Shortcut-Tasten (unter anderem für GPS und Internet-Browser), die uns mit ihrer überlegten Anordnung und knackigen Druckpunkte überzeugten.

Foto: AMB | Xda Orbit Tastaturbeleuchtung

 

Im Dunklen bedient sich der Xda Orbit genauso gut wie bei Tageslicht: zwar benötigt das Smartphone keine Tastaturbeleuchtung im herkömmlichen Sinne, da einerseits kaum Tasten zu beleuchten sind und andererseits das großflächige Display auch auf die darunter liegenden Tasten  abstrahlt. Trotzdem wird der Trackball im futuristischen Blau beleuchtet, während die Softkeys gleichmäßig im klassischen Rot- und Grünton schimmern.

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