Ein Windows Mobile basiertes Smartphone konnte bisher nie mit herausragender Sprachqualität glänzen. Mit dem Orbit klingt der Gesprächspartner zwar rauschfrei, aber seltsam dumpf, als ob das Gespräch durch eine Wattewand hindurch geführt wird. Die Rauschfilter scheinen hier zuviel des Guten zu leisten. Zudem hatte unser Orbit die Angewohnheit, beim normalen Telefonieren von Zeit zu Zeit in den Navigationsmodus zu wechseln - zwar wird das Gespräch weder unterbrochen noch fordert ein Stimme dazu auf, rechts abzubiegen; nervig ist das Ganze trotzdem.
Mit einem einzigen Tastendruck lässt sich die Sprachausgabe für einfache Telefonkonferenzen auch auf den integrierten Lautsprecher legen, der allerdings nicht gerade mit einer überragenden Maximallautstärke auffiel. Für den Betrieb im Kfz ist ein entsprechendes Einbaukit oder ein Bluetooth-Headset vonnöten.
Beim Empfang leistet sich das Gerät keine Schwächen. Wir verzeichneten im Netz von O2 im Großraum Berlin keine nennenswerten Empfangsschwierigkeiten - auch in Problemzonen wie geschlossenen Räumen signalisiert der Orbit unverwüstlich Empfangsbereitschaft. Der Netzwechsel - etwa beim Gang in eine U-Bahn-Station - stellt ebenfalls keine Herausforderung dar und ging schnell und reibungslos vonstatten.
Trotz der kompakten Maße schlummert im Orbit ein extrem starker Akku mit einer Leistung von 1200mAh. Damit bleibt das Gerät selbst bei intensiver Nutzung drei Tage betriebsbereit - ein auf diesem Ausstattungsniveau herausragender Wert. Wer sich auf das Telefonieren beschränkt, kommt sogar mehr als fünf Tage über die Runden. Der wahre Stromkiller verbirgt sich wie immer bei den speicherhungrigen : nutzt man permanent den Navigator, kann das Gerät schon auf einer längeren Autobahnfahrt sein Leben aushauchen; ein Kfz-Ladekabel ist lobenswerterweise in der Grundausstattung enthalten. top
Foto: AMB | O2 Xda Orbit Akku
Schick! Die typische Reaktion von Personen, die zum ersten Mal den Xda Orbit erblicken, resultiert weniger aus dem Anblick der glanzlosen Hartplastikschale, sondern aus den äußerst kompakten Maßen, die den Orbit sogar hemdtaschentauglich machen - deutlich wird das vor allem, wenn ein klotziger MDA Vario II daneben liegt. Und wenn man dann weiter erzählt, dass nicht nur WLAN sondern auch eine GPS-Antenne im Gehäuse funkt, dann öffnet sich der Mund meist nur zu einem ungläubigen "Ach!".
Außerdem gibt es kaum Kritikpunkte: die Verarbeitung ist sauber, die Bedienung bequem, das Betriebssystem läuft stabil und auch die Navigation mit dem integrierten TomTom Navigator 6 erfüllt meistens ihren Zweck. Angetrieben wird die Mischung aus Telefon, Computer und Navigationssystem von einem leistungsstarken Akku.
Gut, die Sprachqualität könnte besser sein, dem Prozessor ist gelegentlich die niedrige Taktfrequenz anzumerken und der MicroSD-Kartenwechsel ist auch kein Genuss. Aber das sind in unseren Augen keine schwerwiegenden Mängel. Kaufentscheidende Faktoren sind vielmehr in der Grundausstattung des Gerätes zu suchen. Hier muss der Nutzer abwägen: reicht mir ein Smartphone, bei der die Texteingabe ausschließlich über eine mitunter fummelige virtuelle Tastatur erfolgt? Kann ich auf UMTS verzichten? Sie haben beide Fragen mit "Ja" beantwortet? Dann gibt es keinen Grund, sich den Orbit nicht zu kaufen.
| Hardware | |
|---|---|
| Design |
75%
|
| Verarbeitung |
75%
|
| Sprachqualität |
75%
|
| Akku |
95%
|
| Connectivity |
95%
|
| Gesamtwertung | |
| Gesamteindruck |
79%
|
| Features | |
|---|---|
| Bedienung |
85%
|
| Internet |
70%
|
| Messaging |
70%
|
| PIM-Funktionen |
100%
|
| Sound |
80%
|
| Kamera |
75%
|
| Gaming |
55%
|
| Video |
75%
|
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