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verspiegelter Edelslider mit Qualitätskamera und Stahlgehäuse LG Shine

Lieferumfang & Verpackung

Bling bling, die Spiegelhandys kommen. War Motorolas KRZR Ende vergangenen Jahres das erste Mobiltelefon, das als massentaugliches Gerät sein Außendisplay unter einer verspiegelten Oberfläche verbarg, legt LG mit seinem neuen Black Label Series-Modell Shine nach, dessen Design von stählern glänzenden spiegelnden Materialien bestimmt wird.

Foto: AMB | LG Shine Lieferumfang

 

Neben dem Handy und einem 800mAh starkem Li-Ionen Akku findet man einen 3,5mm-Klinkenadapter für LGs proprietären Headset- und Ladekabelanschluss im Karton, der übrigens kompatibel zum LG Chocolate ist. An den Adapter lassen sich handelsübliche Kopfhörer anschließen, das beigelegte Headset reicht für Telefonate. In der Schachtel findet man darüber hinaus eine Miniatur-CD samt Synchronisierungssoftware und USB-Datenkabel für den heimischen PC. Eine Speicherkarte muss sich der geneigte Shine-Kunde allerdings selbst kaufen. Unentbehrlich für den Alltagseinsatz: ein kleiner Mikrofaser-Putzer lässt sich an der Öse am Kopf des Shine-Gehäuses einfädeln, um gelegentlich die glatte Slideroberfläche von Finger- oder Ohrabdrücken befreien zu können. top

Design & Verarbeitung

Wer sich 2005 ein Gerät im exklusiven Edeldesign zulegen wollte, musste zwangsläufig auf Motorolas RAZR setzen, das man neidlos als legendären Meilenstein im Handydesign anerkennen muss und das hundertfach kopiert wurde. Weil sich das Rasierklingen-Styling allmählich zum Mainstream mausert, müssen die Industriedesigner mittlerweile tiefer in die Trickkiste greifen, um erneut Wow-Effekte bei der Kundschaft auslösen zu können. Die Gehäuseformen des LG Shine erinnern ans Motorolas RIZR und das Design wirkt industrieller als beim emotional-weichen Chocolate Phone – es gibt wieder Details zu entdecken! Schmal ist das Handy nur in Tiefenrichtung (14mm); aufgeschoben misst das knapp 5cm breite Handy stattliche 13,5cm.

Foto: AMB | LG Shine Vierseitenansicht

 

Das Grundgehäuse besteht aus gebürstetem Stahl, der das Shine stattliche 125 Gramm schwer macht; in der Hemdtasche wird man es also eher nicht verstauen wollen. Im zugeschobenen Zustand besteht das LG Shine nahezu ausschließlich aus Spiegel, lediglich aufs innovative 5-Wege-Scrollrädchen und zwei Softkeys kann man zugreifen. Damit identifiziert sich auch schon die logische Zielgruppe des Handys: die modebewusste Dame, die gerne einmal in der U-Bahn Karialstift und Wimperntusche bemüht und schon zahlreiche Schminkspiegel verbummelt hat. Das Shine als "Frauenhandy" abzustempeln wird dem stählernen Äußeren allerdings nicht gerecht, denn auch auf unsere männlichen Kollegen strahlte der verführerische Glanz seine Reize aus und die harte Linienführung, das schwere Material und die schmucklosen geradlinigen Tasten und Bedienelemente zeugen nicht unbedingt von einem femininen Charme.

Foto: AMB | Spieglein, Spieglein in der Hand...

 

Wie beim Chocolate setzen die Koreaner auf hochwertige Materialien und eine bedingungslos saubere Verarbeitung. Ein straff gefederter Slidermechanismus und ein perfekt sitzender robuster Akkudeckel aus Aluminium sind Zeugen der Fertigkeiten im Handybau. Ärgerlich nur, dass es keine Hilfe für den Daumen gibt, um das Handy aufzuschieben: Man muss unweigerlich aufs Display fassen, um den Slider zu bedienen. Klar, dass so permanent Fingerabdrücke auf dem Shine landen. Schlimmer wird's, wenn man ein paar Minuten mit dem Handy telefoniert - dann schmiert das gesamte Gehäuse voll.

Foto: AMB | Fingerabdrücke auf der Oberfläche

 
gehärtetem Mineralglas

Foto: AMB | Materialwahl / Kameralinse

 

Display & Tastatur

Als Display kommt beim Shine eine QVGA-große Komponente mit maximal 262.144 darstellbaren Farben zum Einsatz, die mit klaren Kontrasten, scharfen Details und guter Sättigung aufwartet. Auch wenn man seitlich aufs Display schaut, verfälschen die Farben nur minimal; die Ablesbarkeit unter starkem Außenlicht leidet aber unter der verspiegelten Oberfläche beträchtlich. Dabei wurde das Display perfekt ins Gehäuse integriert: der durchgängig schwarze Menühintergrund lässt die Kanten zwischen Display und Gehäuse nahezu vollständig verschwinden.

Foto: AMB | Scroll-Wheel

 

Tastaturen sind LGs Spezialität. Die berührungsempfindlichen Tasten des Chocolate bleiben dem Shine zwar vorenthalten, dafür nutzt der Hersteller ein nicht weniger innovatives Steuerlement: die Rolltaste. Was vor Jahren bei Nokias Bananenslider 7110 begann, führt LG jetzt wieder ein und sorgt damit insbesondere bei der Ansicht längerer Listen wie im Adressbuch oder beim Browsen für gesteigerten Komfort. Doch leidet die Rolltaste an mangelnder Präzision: jeder Dreh bewegt den Cursor maximal drei Felder weiter oder zurück, sodass man bei schnellen Bedienkombinationen manchmal versehentlich ins falsche Menü springt.

Spätestens beim ersten Weg ins Menü fällt auf, dass die Rolltaste nicht alleine fürs Navigieren verantwortlich ist: die beiden völlig unscheinbaren glatten Erweiterungen an den Seiten des Rädchens dienen als seitliche Softkeys, die unter anderem Kontextmenüpunkte aufklappen lassen. Darüber hinaus lässt sich die Rolltaste auch zur Bestätigung von Aktionen drücken. LG gelingt es, die Vorzüge von 5-Wege-Steuerkreuz und Scrollrad in einer einzigen Komponente zu vereinen. Die beiden großen Softkeys neben dem Rädchen sind insbesondere im Hauptmenü und im Kameramodus interessant und können mit Shortcuts belegt werden.

Foto: AMB | Zifferntastatur

 

Die Zifferntastatur lässt die Perfektion der RAZR-Konkurrenz vermissen, bietet aber gleichmäßig große Tasten, die sich optisch sauber ins Gesamtkonzept integrieren. Dummerweise heben sich die einzelnen Tasten nicht voneinander ab, sodass jeder Versuch, auf dem LG Shine eine SMS blind zu tippen, zum Scheitern verurteilt ist. Die Telefon- und Löschentasten am oberen Ende der Tastatur liegen nahe bei der Slideroberseite, lassen sich aber dennoch leicht betätigen. Im Dunkeln durchleuchtet ein etwas ungleichmäßiges blaues Tastaturlicht das Keyboard. top

Foto: AMB | LG Shine Tastaturbeleuchtung

 
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Kommentare
  1. 19.04.11 15:38 Anonymous (Gast)
    Danke!!!!

    Toller Test, gute Bilder, klasse Handy! Danke.

  2. 20.09.09 02:00 TheHunter (Moderator)

    Wann hört das endlich mit diesen Asbach-Threads auf... *kopfschüttel*

  3. 19.09.09 19:14 Anonymous (Gast)

    das nenn ich mal einen test. danke für den superguten bericht und bilder!

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