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stählerner EDGE-Slider Samsung SGH-D840

Bei Samsung steht das Jahr 2007 ganz im Zeichen der neuen Ultra Edition II. Doch damit wird keinesfalls der Abgesang der ersten Generation, die erst Mitte des letzten Jahres ihren Marktstart in Europa erlebte, eingeleitet. Im Gegenteil:  auch die "alten" Ultras bekommen Produktnachschub. Einer dieser Kandidaten ist der Metallslider SGH-D840, dem wir genauer unter die verchromte Haube geschaut haben.

Lieferumfang & Verpackung

Foto: AMB | SGH-D840 Lieferumfang

 

Dass das D840 ein besonders dünner Vertreter seiner Gattung sein möchte, demonstriert bereits die zum Handy passende, flache Pappschachtel, die - attraktiv mit hellen Farbtönen und einem Produktfoto bedruckt - Lust aufs Auspacken macht. Doch leider präsentiert sich der Lieferumfang genauso ultraschmal wie der Slider. Neben dem obligatorischen Netzteil findet der Nutzer lediglich ein kabelgebundenes Headset und die Bedienungsanleitung. Eine microSD-Karte haben wir in Anbetracht des relativ günstigen Preises nicht erwartet, aber ein Datenkabel wäre nicht zuviel gewesen - das liegt mittlerweile bei der Konkurrenz als Beilage in nahezu jedem Karton. Samsung spart hier eisern: wer den Slider mit seinem PC verbinden möchte, muss ganz auf Bluetooth setzen oder ein Kabel zukaufen. top

Design & Verarbeitung

Foto: AMB | SGH-D840 Vierseitenansicht

 

"Ästhetik bekommt einen neuen Namen". Die Eigenbeschreibung der Koreaner zum D840 ist zwar reichlich übertrieben, doch zweifellos spielt der Metallslider mit seiner chromgänzenden und mattsilbernen Hülle ganz vorne in der Liga der Fashion- und Designhandys mit, in der sich vor allem LG mit seinem Megaseller KG800 Chocolate einen Namen gemacht hat. (Ob dem Metallbarren KE970 Shine ein ähnlicher Erfolg bescheiden sein wird, bleibt abzuwarten.) Abgesehen von der Materialwahl macht auch das Design den schlanken Slider zu einem technischen Schmuckstück, das man gerne mit sich herumträgt.

Dass das D840 mit einer Tiefe nur 11,9mm ultraflach geraten ist und bequem in jede Hemd- und Hosentasche passt, sieht man auf den ersten Blick. Auffallend ist die Breite des Gerätes, die nicht nur aus den blanken Maßen, sondern auch aus dem Design resultiert: sanft abgefaste Metallkanten ziehen das mit 51mm ohnehin schon breite Handy optisch zusätzlich auseinander und steht im Kontrast zur geradlinigeren Linienführung des Konkurrenten LG Shine.

Foto: AMB | Bulliger Formfaktor trotz ultraflacher Maße: SGH-D840

 

Abgerundet, extrem flach und breit - Freunde aufgemotzter Sportwagen bekommen ein Handy an die Seite gestellt, das perfekt mit ihrer tiefer gelegten PS-Kiste harmoniert. Den Edelslider deswegen als Männerhandy abzustempeln, wird dem metallenen Äußeren allerdings nicht gerecht, denn mit der verspiegelten Glanzhülle, der edlen Haptik und dem handlichen Formfaktor dürfte das Gerät beide Geschlechter gleichermaßen ansprechen.

Foto: AMB | SGH-D840 SIM- und microSD- Slot

Der Metallsaum trägt mit Sicherheit seinen Teil dazu bei, dass das D840 stattliche 100 Gramm auf die Waage bringt. Da sich die Masse aber gleichmäßig auf die gesamte Fläche verteilt, wird damit nur die professionelle Haptik des Gerätes perfektioniert.  Gezielt gleitet das Oberteil in seinen Führungsschienen auf und zu, unterstützt wird der Vorgang wie gewohnt von einer weichen Feder. Ein Luxusproblem, das sich alle Hochglanzhandys teilen, bleibt jedoch auch dem D840 nicht erspart: bereits nach kurzer Benutzung ist die Front von deutlich sichtbaren Fingerabdrücken übersät. Auch die verchromte Kunststofflippe unterhalb des Displays, die beim Auf- und Zuschieben helfen soll, kann daran nichts ändern.  Die Digitalkamera des D840 ist auf der Rückseite angebracht und dementsprechend auch im geschlossenen Zustand verwendbar. Eine glänzende, transparente Abdeckung schützt Linse und LED-Leuchte. Der Akkudeckel sitzt bombenfest an seinem Platz, und auch die sonstige Integrität des Gehäuses kommt ohne breite Spalte zwischen den Gehäusebauteilen aus. Staub und Schmutz haben beim D840 fast keine Chance, in bewegliche Teile oder gar unter die Displayabdeckung zu gelangen. Gleiches gilt für die beiden Ausgänge für Ladegerät/Kopfhörer und microSD-Slot: von am Gehäuse befestigten Deckelchen werden sie  ausgezeichnet vor äußeren Einflüssen geschützt.

Display & Tastatur

Das Display des SGH-D840 stellt bei 240x320 Pixeln 262.144 Farben dar und überzeugt Samsung-typisch mit hohen Helligkeits- und Kontrastwerten und hervorragender Ablesbarkeit unter seitlichen Blickwinkeln. Einen Tribut an das Glanzdesign muss der Nutzer allerdings bei direkter Sonneneinstrahlung zahlen. Die starken Reflexionen erschweren die Sicht extrem. Ein weiterer Schwachpunkt: die Displaytechnologie des SGH-D840 bedingt wie bei den meisten aktuellen Samsung-Handys die vollständige Deaktivierung des Displays im StandBy-Betrieb. Wer nur wissen möchten, wie spät es ist, muss kurz die Hintergrundbeleuchtung durch den Druck auf eine Taste aktivieren.

Foto: AMB | SGH-D840 Tastatur

 

Foto: AMB | SGH-D840 Front geschlossen

Bei einem Gebrauchsgegenstand sollte die Form der Funktion folgen: "form follows function" ist ein Gestaltungsleitsatz, den jeder Industriedesignstudent im ersten Semester wie ein Mantra vor sich herbetet - beim SGH-D840, das die Tastatur des Vorgängers D800 erbt, verhält es sich allerdings genau anders herum. Die metallenen Tasten sind RAZR-ähnlich planar ausgeführt und fallen äußerst flach aus. Eingelassene horizontale Abgrenzungen untersteichen zwar mit ihrer geschwungenen Linienform die edle Optik, tragen aber kaum zur Erfühlbarkeit bei. Und da Samsung komplett auf vertikale Tastaturabgrenzungen verzichtet, gestaltet sich das das "blinde" Tippen von SMS als mehr oder minder qualvoll.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Druckpunkte - auch bei einem marginalen Abfall zu den Rändern hin - knackig gesetzt sind und ihrem Nutzer gutes Feedback geben. Wie man es dreht und wendet: bei der fraglos perfekten Integration der Zifferntastatur in das optische Gesamtkonzept ist die haptische Trennung der einzelnen Tasten mehr oder weniger auf der Strecke geblieben. Einen wesentlich besseren Eindruck hinterlassen die Hauptbedientasten auf der Slideroberseite. Der Nav-Key hebt sich von den umliegenden Tasten ab, sodass Vertipper bei der Menünavigation der Seltenheit angehören sollten. Einzig Menschen mit großen Händen (um nicht zu sagen: wurstigen Fingern) dürften sich aufgrund der geringen Dimensionierung versehentlich in einem anderen Menü wiederfinden.

Dagegen dürfte die seitlich am Gerät angebrachte Tastenwippe jedweder Handanatomie entgegen kommen, da sie sich leicht erfühlen lässt und mit knackigen Druckpunkten schnell auf Nutzereingaben reagiert. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Hotkey angebracht, der im Desktopmodus die Kamera aktiviert bzw. im Kameramodus Bilder aufnimmt. top

Foto: AMB | SGH-D840 Tastaturbeleuchtung

 
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