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QWERTZ-Smartphone mit GPS-Navigation Blackberry 8800

Browsing / Messaging

Verbindungen mit dem Internet werden nur mit Hilfe des schleichend langsamen GPRS/EDGE-Standards hergestellt. Für den E-Mail-Empfang mag dies ausreichen, allen anderen Internet-Erlebnissen setzt das 8800 damit - der verführerisch großflächigen Displaydarstellung zum Trotz - natürliche Grenzen.

Foto: AMB | Die Darstellung von HTML-Seiten wie Areamobile.de ist auf dem 8800 grenzwertig

Foto: AMB | Kaum Nutzen für den Nutzer: Vorschaumodus

Foto: AMB | Lediglich auf speziell an mobile Endgeräte angepasste Seiten wie dem Vodafone Live!-Portal liefert das 8800 eine gute Darstellung

Und dementspechend sind vom integrierten Browser auch keine Wunder zu erwarten. Zwar werden alle gängigen Webformate wie XHTML, WAP und sogar echtes HTML ünterstützt, doch vor allem die Ansicht von HTML-Seiten ist - mit dem selbstentwickelten Browser - grenzwertig. Insbesondere bei der Verarbeitung von CSS-Stilen und tabellenorientierten Layouts geht der Browser lieber eigene Wege als sich auf die Vorgaben des Webdesigners zu verlassen. Die Darstellung von Webseiten, die für mobile Plattformen angepasst wurden, geht dagegen sauber und übersichtlich vonstatten. Unter Umständen lohnt sich eine Anpassung der Browserkennung, die den Blackberry-Surfer als (Pocket) Internet Explorer oder Openwave-Browser tarnt.

Ein Vorschaumodus stellt in einem schmalen Fenster am rechten Rand eine Miniaturansicht der Seite dar - mehr als ein paar Striche für Text und zerstückelte Bildpreviews werden dort aber nicht geboten. Dagegen passt der mobile Anzeigemodus die Seitendarstellung an die Displayauflösung an, sodass man längere Inhalte bequem ohne vertikales Scrollen lesen kann; der Desktop-Anzeigenmodus stellt Internetseiten im Original dar und aktiviert einen Mauszeiger - in der Praxis sind die verschiedenen Darstellungsoptionen allerdings kaum relevant, da der Nutzer aufgrund langsamer GPRS/EDGE-Geschwindigkeit und des grenzwertigen HTML-Renderings ohnehin nur in mobil angepassten Internetportalen bequem surfen kann.

Ein (RSS)-Feedreader ist nicht mit an Bord - behelfsweise bietet das 8800 die Möglichkeit, Lesezeichen in verschiedenen Intervallen (von einer Stunde bis täglich) automatisch zu aktualisieren. Am Ende wird deutlich, dass das Smartphone im mobilen Internet-Bereich nicht viel zu bieten hat. Klares Fazit: großes Display, aber kleine Darstellung - in jeder Hinsicht.
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Zum Glück hat das 8800 anderweitig wesentlich mehr zu bieten. Denn trotz der wachsenden Zahl von Anbietern ist das mobile Verfassen und Empfangen von E-Mails in Echtzeit nach wie vor eines der zentralen Features jedes Blackberrys. Alle großen Netzbetreiber bieten Geräte des kanadischen Herstellers in Kombination mit entsprechenden Tarif- und Messagingoptionen an. Einrichtung und Konfiguration des Push-EMail-Dienstes sind dementsprechend abhängig vom jeweiligen Netzbetreiber, bei unserem Vodafone-Testgerät gestaltete sich die Ersteinrichtung mit Hilfe des vorinstallierten Einrichtungsassistenten kinderleicht. Nach dem Erstellen von Benutzername und Passwort ist der Nutzer unter unter der MX-Domäne mobileemail.vodafone.de zum Empfang von Echtzeit-EMails bereit - der gewählte Benutzername wird automatisch als neue Mailadresse verwendet.

Foto: AMB | Wahlweise kann der Nutzer eine neue Mailadresse einrichten oder vorhandene Accounts abrufen

 

Will man gänzlich auf eine neue E-Mail-Adresse verzichten oder neben seinem beim entsprechenden Netzbetreiber im Paket erhaltenen Postfach noch über eingehende Mails auf anderen privaten oder geschäftlichen Postfächern via Push-Funktion informiert werden, lässt sich dies direkt auf dem Blackberry oder komfortabler übers entsprechende Frontend des Blackberry Enterprise Servers einstellen: hier kann ein Email-Kollektor eingerichtet werden, der regelmäßig Post von anderen Postfächern abholt und sie in Echtzeit auf das 8800 beamt.

Fotos: AMB | Aktivierungsbestätigung: in 20 Minuten Push-fähig

Posteingang

Keine HTML-Darstellung: E-Mails werden ausschließlich in Plaintext angezeigt

 

Foto: AMB | Anlage übers Kontextmenü öffnen...

Foto: AMB | ...und anzeigen

Foto: AMB | klassische Nachrichten-Ordnerstruktur

Foto: AMB | Nachricht erstellen

Foto: AMB | MMS erstellen

Foto: AMB | Nachrichtenoptionen

Sobald eine neue Mail auf dem Postfach aufläuft, wird das Endgerät unmittelbar darüber informiert und aktiviert die kleine Multicolor-LED am Kopf des Gehäuses. Im Test vergingen zwischen dem Versand einer Mail und der Benachrichtigung auf dem 8800 selten mehr als fünf Sekunden. Die Kopfzeilen einer EMail werden gleichzeitig mit der Benachrichtigung über deren Eingang empfangen, den eigentlichen Nachrichtentext lädt man sich nur bei Bedarf via GPRS herunter. Blackberry-Posteingänge funktionieren nach dem IMAP-Prinzip: alle Ordner und Nachrichten leben auf dem Server, das Endgerät wird ausschließlich zur Ansicht und Verwaltung der Daten verwendet. Löscht man beispielsweise eine Nachricht auf dem Endgerät, wird sie beim nächsten drahtlosen Synchronisationsvorgang auch vom Server gelöscht - es sei denn, man stellt ein, dass der Server bei Synchronisationsvorgängen "immer gewinnt". Ein echter Email-Client, wie man ihn mittlerweile auf vielen Smartphones und auch Lifestyle-Handys findet, der direkten Kontakt zu einem beliebigen POP-Postfach hält, ist im Blackberry erstaunlicherweise nicht enthalten - RIMs Konzept lebt von der Konzentration auf den hauseigenen Service. HTML-EMails sind für einen Blackberry-Handheld ein Fremdwort: das Gerät ist ausschließlich für die Kommunikation im Plaintext-Modus vorgesehen.

Neben E-Mails versteht sich der Pearl auch auf die "klassischen" Formen der mobilen Kommunikation wie SMS und MMS. Eine einzigartige Form der Gerätekommunikation sind darüber hinaus die sogenannten PIN-Messages: da jedes Blackberry-Endgerät über eine eindeutige Seriennummer identifiziert werden kann, lassen sich hiermit abgesehen vom Datenaufkommen nahezu kostenlos Nachrichten zwischen Geräten versenden. Alle Nachrichten werden in einem zentralen Ordner abgebildet. Ob gesendet oder empfangen, ob E-Mail, SMS oder MMS - ein Klick auf die Nachrichtenzeile im Startbildschirm öffnet einen globalen Posteingang, der alle Mitteilungen in einer Listenansicht präsentiert. Kleine Symbole imformieren über Attachments und Nachrichtentyp; in Anlehnung an einen Outlook-Posteingang werden die Nachrichten unter den jeweiligen Tagen zusammengefasst. In der Voransicht wird der Nutzer auch über den Absender, Zeitpunkt und die ersten Worte des Betreffs der jeweiligen Nachricht informiert. Wer trotzdem mal die Übersicht im Posteingang verloren hat, kann seine Nachrichten auch in einer klassischen Ordneransicht nach Nachrichtentyp anzeigen lassen oder einzelne Nachrichten mit Hilfe einer komfortablen, vielfach konfigurierbaren Suchfunktion, wiederfinden. Der Posteingang präsentiert sich äußerst übersichtlich.

Dank Chain-SMS-Funktion können bis zu 6 SMS aneinandergehängt werden, die Nachrichtenanwendung zeigt praktischerweise am oberen Rand an, wie viele Zeichen in der aktuellen Mitteilung noch zur Verfügung stehen und wie viele SMS aneinandergehängt werden müssen, um die Gesamtmitteilung versenden zu können. Beim Verfassen von E-Mail oder SMS werden abhängig von der Schriftart bis zu 10 Zeilen gleichzeitig auf dem Bildschirm dargestellt. Es lassen sich Vorlagen definieren, um häufig wiederkehrende Phrasen nicht jedes Mal neu eintippen zu müssen. Die praktische Kopieren/Einfügen-Funktion ermöglicht in Verbindung mit der Multitaskingfähigkeit des Systems das Einsetzen von Textpassagen auch aus anderen Dateiformaten. top

PIM-Funktionen

Die Kontaktverwaltung orientiert sich an professionellen Businessansprüchen - hier spielt das 8800 analog zu allen Blackberry-Modellen in der Oberliga. Einziger kleinerer Kritikpunkt ist die mangelnde optische Aufbereitung von Kontakten und Terminen, die eine Abgrenzung von Informationen im Sinne einer besseren Übersichtlichkeit bewirken könnten. Lediglich ein paar horizontale Linien grenzen einzelne Informationsgruppen voneinander ab.

Ein Blick ins Adressbuch zeigt eine optisch magere Listenansicht, die nur die Kontaktnamen und ggf. die Firma darstellt, die Suchleiste am oberen Rand des Displays gewährleistet auch bei mehreren hundert Einträgen schnelles Auffinden.

Foto: AMB | Telefonbuch

Foto: AMB | Kontaktdetails

Kontakte lassen sich nach Vor-, Nach- oder Firmennamen sortieren und in "Privat" oder "geschäftlich" kategorisieren. Enthält ein Eintrag mehrere Telefonnummern oder Email-Adressen, bietet das auf ihm ausgeführte Kontextmenü entsprechende Aktionen wie "Geschäftlich anrufen" oder "Email senden" an. Einem Kontakt lassen sich neben vielfältigen synchronisierbaren Eigenschaften wie mehreren Telefonnummern, Post-, Email- und Webadressen auch individuelle Anruferbilder und Klingeltöne zuweisen. Vermisst haben wir die Möglichkeit, Geburtstage direkt im Adressbuch zu definieren. Hier muss der Umweg über einen Termineintrag mit jährlicher Erinnerung im Kalender genommen werden.

Wie das Adressbuch entspricht auch der Kalender gehobenen Ansprüchen. Verfügbar ist eine Tages-, Wochen- Monats und Tagesplanungsansicht, ähnlich Nokias Communicator. Doch übersieht man in der Monatsansicht schnell die kleinen Punkte oder Balken, die auf einen anliegenden Termin hinweisen: die Zeitpunkte von anstehenden Meetings werden in Abhängigkeit von Tageszeit und Dauer als miniaturisierter Balken im Tageskasten angezeigt.

Die timeslotbasierte Wochenansicht ist da übersichtlicher, hier wird auch deutlich, wenn sich Termine überschneiden: sie werden als nebenläufige Linien dargestellt. Die Linien von Terminen, die über mehrere Tage andauern, füllen den gesamten Tagesslot. Hier wird der magere optische Eindruck weiter geschmälert: eine mehrfarbige Slotansicht, etwa bei Terminüberschneidungen oder für unterschiedliche Termintypen sucht man vergeblich. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ein Termin nur sehr elementar kategorisiert werden kann: es lässt sich lediglich anhaken, dass er "als privat" gekennzeichnet sein soll. Darüber hinaus ist zwar keine Kategorisierung möglich, Termine lassen sich aber als Serientermine zu genau festlegbaren Wochentagen oder Jubiläen und als ganztägige Ereignisse festlegen. Der Blackberry errechnet exakt die Dauer eines Termins und erinnert den Nutzer in einem festlegbarem Zeitraum an das Ereignis. Verweilt der Cursor auf einem Timeslot, wird im unteren Bereich des Displays eine Vorschau der Termine angezeigt.

Fotos: AMB | Der 8. Mai 2007 in der Monats-...

...Wochen-... XXXXXXXXXXXXXXXX

...und Tagesordnungsansicht XXXXX

 

In der Tagesordnungsansicht bekommt man eine agenda-artige Liste gezeigt, die alle anfallenden Termine in chronologischer Reihenfolge darstellt. Die Termine werden je nach gewähltem Menü-Theme auch automatisch auf dem Startscreen eingeblendet (dazu mehr im ). Die integrierte Aufgabenliste übersteigt mit ihrer Funktionalität viele andere Smartphones, korrespondiert aber nicht mit dem Kalender: es lassen sich in drei Stufen priorisierbare Aufgaben erstellen und terminieren sowie detaillierte Serienwiederholungen für eine Aufgabe definieren - in der Kalenderansicht taucht eine so angelegte Aufgabe leider nicht auf. top

Fotos: AMB | Aufgaben lassen sich priorisieren und bieten Erinnerungsintervalle

Das 8800 warnt seinen Nutzer vor Terminkonflikten

Der Kalender bietet zahlreiche Optionen

 

Connectivity / Sync

Quadband-GSM gewährleistet weltweite Erreichbarkeit, im drahtlosen Nahbereich sorgen der moderne Bluetooth 2.0EDR-Port, der Übertragungen mit bis zu 2,1 Mbit/s ermöglicht und die USB-Schnittstelle für die Kopplung an andere Geräte. Den aus der Mode gekommenen Infrarot-Port hat RIM nicht mehr eingebaut. Als Bluetooth-Verbindungen stehen neben den typischen Headset-und Freehand-Profilen auch das HID- und DUN-Profil zur Verfügung, entsprechende Applikationen sind auf dem Handy aber nicht vorinstalliert. Kar war auch, dass RIM dem Business-Tool kein A2DP-Profil fürs drahtlose Musikhören spendiert hat. Nicht ganz so klar ist dagegen, warum RIM beim 8800 auf ein SAP-Profil, mit dem der vieltelefonierende Manager bequem von seiner Freisprecheinrichtung im Kfz auf die SIM-Kontakte zugreifen kann, verzichtet.

Foto: AMB | Schnittstelle für die Kommunikation zwischen 8800 und PC: Blackberry Desktop Manager

 

Foto: AMB | Bluetotooth-Einstellungen

Via Bluetooth und Blackberrys mitgeliefertem Desktop Manager lassen sich bequem Daten synchronisieren. Steht die Verbindung, dann leistet die Software von RIM hervorragende Arbeit: sie synchronisiert Kalenderdaten, Adressbuch, Aufgaben und Notizen anstandslos und rasend schnell mit Lotus Notes, Lotus Organizer, MS Outlook, MS Schedule+, Outlook Express, Netscape, ACT!, Novell GroupWise oder exportiert die Daten einfach als ASCII-basierte CSV-Files. Schade nur, dass sich die Ingenieure noch nicht zur Implementierung eines SyncML-fähigen Clients hinreißen lassen konnten. Über den Desktop Manager ist es auch möglich, neue Anwendungen auf dem Endgerät zu installieren oder den Inhalt des Blackberry Pearl komplett zu sichern bzw. wieder herzustellen. Mit Hilfe der geteilten Fensteransicht im integrierten Medien-Manager lassen sich dagegen beliebige Dateien, auch Musikalben oder Fotos, bequem bequem hin- und herschieben. top

Foto: AMB | Kein Eintrag geht verloren: Änderungen müssen vom Nutzer bestätigt werden

 
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Kommentare
  1. 19.01.11 10:27 DJSvenek (Gast)
    Antwort

    Wenn man die Taste auf der Quertz-Tastatur drückt und dann den Trackball nach oben dreht, erscheinen nacheinander die zugehörigen Buchstaben wie Groß ä ö ü usw.
    Viele Grüße

  2. 08.01.11 21:05 Anonymous (Gast)

    Das mit der Kugel passiert wenn se dreckig wird =)

  3. 16.11.10 11:37 Ein Mann ein Forum (Gast)
    BlackBerry

    Überlege ob ich ein gebrauchtes Gerät kaufen soll. Was meint ihr?
    VG

    www.ein-mann-ein-forum.de

  4. 19.07.10 22:57 Anonymous (Gast)

    BB rockt

    B steht fuer black

    B steht fuer barry

  5. 19.07.10 22:53 Anonymous (Gast)

    AHhh ja ich habe eine frage wie benutzt man das GPS
    Danke im voraus fuer die antwort. lol. XD

  6. 19.07.10 22:51 Anonymous (Gast)

    Ich wuerde es empfelen

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