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QWERTZ-Smartphone mit GPS-Navigation Blackberry 8800

Spezialanwendungen / Java

Eine Stunde vor dem Meeting noch schnell im Flieger den eigenen Vortrag durchgehen? Als Business-Smartphone verfügt das 8800 über Reader für alle gängigen Office-Dokumente: sowohl .doc, .xls, .pdf und .ppt-Dateien lassen sich auf dem Gerät betrachten (OpenOffice-Formate werden leider nicht unterstützt). Die Darstellung ist erfreulicherweise eng an das Original angelehnt, Fettdruck und Unterstreichungen werden ebenso wiedergegeben wie unterschiedliche Schriftfarben. Selbst Tabellen innerhalb eines Word-Dokuments werden nicht unterschlagen, sondern separat über den internen Tabellenviewer dargestellt. Kleinere Helfer wie die Vollbild- oder Gliederungsansicht von Powerpoint-Präsentationen machen die Arbeit mit der Software etwas komfortabler, bearbeiten lassen sich Dateien ohnehin nicht.

Foto: AMB | Hohe Übersicht: mehr als 16 Zeilen Text eines Word-Dokuments werden lesbar angezeigt

Foto: AMB | Powerpoint-Dokument mit Anzeigeoptionen

Foto: AMB | In PDF-Dokumente eingebettete Grafiken und Tabellen kann das 8800 - im Gegensatz etwa zum 8100 Pearl - verlustfrei darstellen

Foto: AMB | Unflexibel: Das 8800 bietet nur eine Weckzeit

Foto: AMB | Grafisch von Vorgestern: BrickBreaker

Dank der Kombination von großflächigem Display und variablen Schriftgrößen erreicht das 8800 hohe Übersicht: mehr als 16 Zeilen Text (!) passen bei kleinster (gerade noch lesbarer) Schriftgröße aufs Display und werden dank Kantenglättung der Buchstaben gestochen scharf dargestellt. Schön auch, dass RIM auf dem 8800 ein altes Handicap endlich beseitigt hat: im Gegensatz zu vielen Vorgängermodellen werden auch mehrspaltige PDF-Dokumente inklusive eingebetteter Grafiken/Tabellen angezeigt.

Einzig die fehlende Möglichkeit, Office-Dokumente direkt auf dem Handheld abzuspeichern, schmälert den Lesespaß. Derartige-Dateien können nur direkt aus dem E-Mail-Posteingang heraus als Attachment geöffnet werden - so entfällt etwa die Möglichkeit, sich einen bunten Strauß von PDFs vom PC aufs 8800 zu kopieren, der Nutzer muss hier immer den Umweg via E-mail einschlagen.

Bereits ab Werk installiert ist der Blackberry Messenger, mit dem sich Textnachrichten mit anderen Nutzern des Dienstes austauschen lassen. Wer hier an seinen MSN- oder ICQ-Account denkt, wird aber enttäuscht: das Programm unterstützt abgesehen vom Blackberry-eigenen Dienst keine weiteren Protokolle. Wer lieber mit seinem gewohnten IM-Protokoll chattet, findet native und Java-basierte Clients im Internet. Für das 8800 findet man viel Zusatzsoftware, die zwar nicht an die Vielfalt des S60-Universums heranreicht, aber doch die meisten Bedürfnisse der Nutzer erfüllen dürfte. Interessierte können sich etwa auf den Internetseiten von handango einen Überblick verschaffen. Nachteil: im Vergleich zu vielen kostenlosen S60-Programmen muss man für die Zusatzsoftware meist tief in die Tasche greifen muss.

Zu den weiteren Funktionen des Geräts zählen ein simpler Taschenrechner, der die Grundrechenarten, Prozentrechnung und das Ziehen von Quadratwurzeln beherrscht, ein absolut rudimentärer Notizblock und ein Wecker für lediglich eine Weckzeit, der sich an Wochenenden abschalten lässt. Sportfreunde werden eine Stoppuhr vermissen.

Praktisch: im Anwendungsmenü findet man eine geräteweite Suchfunktion und ein extrem ausführliches digitales Nutzerhandbuch. Neue Funktionen und Anwendungen lassen sich dank MIDP2.0-konformer Java Engine hinzufügen. Das einzige Fünkchen spielerischer Unterhaltung, das sich ab Werk auf dem Gerät findet, ist der betagte Breakout-Clone Brickbreaker, der ausschließlich mit dem Trackball bedient wird - das funktioniert nicht wirklich gut, reicht aber für die eine oder andere freie Minute beim Warten aufs nächste Meeting aus. Für anspruchsvolle Gamer ist der Blackberry ohnehin nicht geeignet. So liefert der JBenchmark2-Test nur einen erbärmlichen Wert von 87 Zählern - wenig überraschend, dass 3D-Grafik vom 8800 erst gar nicht nicht unterstützt wird.
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Menüführung / Bediencharakteristika

In Anbetracht der optisch dürren, ja geradezu knochentrockenen Menüoberflächen fällt es schwer, das Betriebssystem des 8800 - nach wie vor eine Eigenentwicklung von RIM auf Java-Basis - ins Herz zu schließen. Aber bei einem Handy für den professionellen Geschäftseinsatz ist nicht Emotion, sondern Funktion ausschlaggebend und diesbezüglich macht sich die langjährige Spezialisierung des kanadischen Herstellers positiv bemerkbar. Das System bietet (abgesehen vom Hauptmenü) ein hohes Maß an Übersicht und kann äußerst flexibel an Nutzerbedürfnisse angepasst werden.

Fotos: AMB | Dank einer Vielzahl von Schrifteinstellungen kann der Nutzer die Menüoberfläche...

...in diesem Fall das Einstellungsmenü ganz den eigenen Vorlieben anpassen...

...bis hin zu einer extrem übersichtlichen aber kaum noch erkennbaren Darstellung

 

Dies wird besonders anhand der Schrifteinstellungen deutlich: der Nutzer kann zwischen 11 verschiedenen Schriftarten und 8 Größen wählen, zusätzlich die Schriftschnitte anpassen und so in Verbindung mit den überwiegend listenbasierten Textmenüs extreme Übersicht erreichen oder eine augenschonende Darstellung in Riesenlettern wählen - diese Flexibilität bietet kein anderes Smartphone-Betriebssystem. Apropos Schrift: Ein äußerst hilfreiches Feature ist die eingebaute Copy/Paste-Funktion, mit der sich Textpassagen aus fast jedem Dokumenttyp in einen anderen Bereich übertragen lassen.

Foto: AMB | Startseite mit Blackberry-...

Foto: AMB | ...bzw. Vodafone-Theme

Foto: AMB | Hauptmenü

Foto: AMB | Sprachwahl-Einstellungen

Foto: AMB | Medienmenü

Je nach Theme-Auswahl bietet die Startseite einen Überblick über aktuelle Ereignisse, Termine oder eingegangene Mails. Die großen Schriftarten und die statisch festgelegte Aufteilung hinken im Komfort allerdings dem Active Standby-Screen eines S60- oder dem Home-Screen eines Windows-Mobile Smartphones hinterher. Weder Shortcuts für die häufig benötigte Anwendungen noch der Status im Hintergrund laufender Programme wird hier angezeigt. Die Startseite lässt sich genauso wie das Hauptmenü von Netzbetreibern und vom Nutzer in Form von Themen gestalten, von denen auf unserem Testgerät insgesamt vier vorinstalliert waren. Nach unserem Geschmack kam hier Vodafones Lösung deutlich besser rüber als die hauseigene Gestaltung aus dem Hause RIM: der Startbildschirm des Netzbetreibers wirkt mit seinem schlankeren Font übersichtlicher. Für die die Darstellung des Hauptmenüs werden Icons im bekannten VF-Stil genutzt, die zwar beim Branding von aktuellen Lifestyle-Geräten die Nutzermassen auf die Palme bringen, jedoch anspruchsvoller und professioneller als die aussagearme aber bunte Optik der hauseigenen Blackberry-Oberfläche wirken.

Doch egal, für welche grafische Lösung man sich entscheidet, der erste Blick auf das Hauptmenü sorgt für Erschrecken: nicht weniger als ca. 25 Menüpunkte werden dem Nutzer in einer 5x4-Gitteranordnung angeboten. Und die damit verbundene Unübersichtlichkeit wird noch durch die fehlende Symbolbeschriftung verstärkt: statt unterhalb jedes Icons einen erklärenden Schriftzug zu platzieren, wird lediglich im unteren Displaybereich eine Erläuterung zu dem Icon geliefert, das vom Trackball gerade angesteuert wurde. Immerhin lässt sich wie bei S60 die Reihenfolge aller Icons beliebig verändern, um das Smartphone den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Darüber hinaus können beliebig Icons auch ausgeblendet werden, um sich besser auf die am häufigsten benötigten Funktionen konzentrieren zu können.

Auf seinem 8800 kann der Nutzer nicht nur die Darstellung beeinflussen, wie der Blick ins Einstellungsmenü zeigt: von einigen Browser- und Display-Einstellungen über Sicherheitsfunktionalität wie WTLS, Firewall und Zertifikatsspeicher bis zur Verwaltung von PIN-Messaging lässt sich hier alles einstellen, was das Herz begehrt. Die ausführliche Liste von verwendeten Softwareversionen rundet das Bild eines ausgereiften, aber für Nicht-ITler bisweilen überladenen Einstellungsmenüs ab.

Freunde der Sprachwahl werden sich über eine sprecherunabhängige Implementierung freuen, die nicht angelernt werden muss. Ein zweisekündiger Druck auf den rechtsseitigen Softkey öffnet die Sprachsoftware, die auf Englisch dazu auffordert, ein Sprachkommando einzugeben. Mit dem Kommando "Call" lässt sich signalisieren, dass man jemanden anrufen möchte, anschließend kann man es einfach mit einem Namen aus den Telefonkontakten versuchen: die Erkennungsrate lag bei unseren Tests etwa bei 80%. Neben dem Telefonbuch lässt sich auch der Telefonstatus ansteuern. Der Zugriff auf Systembefehle ist via Sprachwahl nicht möglich.

Übersicht hin oder her, die listenbasierten Menüs werden zwar dem Business-Anspruch des Geräts gerecht, Spaß machen Navigation und Bedienung allerdings nicht. Eine vergleichsweise erfrischende Optik bietet dagegen der Medienordner, mit dem RIM zeigt, dass es auch anders geht: eine grafisch ansprechende Ansicht ermöglicht das Navigieren innerhalb verschiedener Medientypen. Hier können Ordner beliebig neu angelegt und Mediendateien nach Lust und Laune verschoben werden. top

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Kommentare
  1. 19.01.11 10:27 DJSvenek (Gast)
    Antwort

    Wenn man die Taste auf der Quertz-Tastatur drückt und dann den Trackball nach oben dreht, erscheinen nacheinander die zugehörigen Buchstaben wie Groß ä ö ü usw.
    Viele Grüße

  2. 08.01.11 21:05 Anonymous (Gast)

    Das mit der Kugel passiert wenn se dreckig wird =)

  3. 16.11.10 11:37 Ein Mann ein Forum (Gast)
    BlackBerry

    Überlege ob ich ein gebrauchtes Gerät kaufen soll. Was meint ihr?
    VG

    www.ein-mann-ein-forum.de

  4. 19.07.10 22:57 Anonymous (Gast)

    BB rockt

    B steht fuer black

    B steht fuer barry

  5. 19.07.10 22:53 Anonymous (Gast)

    AHhh ja ich habe eine frage wie benutzt man das GPS
    Danke im voraus fuer die antwort. lol. XD

  6. 19.07.10 22:51 Anonymous (Gast)

    Ich wuerde es empfelen

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