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Musik statt Kamera Sony Ericsson W610i

Kamerafunktionen

Wenn sich der Cybershotler K550i und der Musikant W610i dasselbe Grundgehäuse teilen, ist die dann die Kameraqualität ebenfalls identisch? An blanken Megapixeln gemessen gibt es keine Unterschiede, sogar ein Autofokus ist dem W610i erhalten geblieben – doch bei genauerem Hinschauen werden Unterschiede sichtbar. Vor allem die Bildqualität demonstriert, dass hinter dem Schriftzug Cyber-shot mehr steckt als nur ein prestigeträchtiger Name: Ausfransungen an Motivkanten und starkes Pixelrauschen in dunklen Aufnahmen lassen das W610i deutlich hinters K550i-Niveau zurückfallen. Die mangelnde Detailtiefe ist anhand der Fenster auf der untenstehenden Originalaufnahme gut zu erkennen, die vom W610i stellenweise nur als verwaschene Farbflächen dargestellt werden.

Das Blitzlicht spielt dagegen in einer anderen Liga;  zwei LED-Leuchten sorgen für beeindruckende Helligkeitswerte und machen auch Motive in völlig abgedunkelten Räumen noch auf mehr als 2m sichtbar. Wie bei vielen Modellen von Sony Ericsson bietet auch das W610i keine "klassische" Blitzfunktion, vielmehr leuchten die LEDs bei Aktivierung dauerhaft und müssen manuell wieder abgeschaltet werden.

Der Autofokus sorgt – bei guter Ausleuchtung - für hohe Bildschärfe; je nach Entfernung des Motivs werden zwischen einer halben und zwei Sekunden benötigt, um die Optik scharfzustellen. Wie üblich signalisieren ein Piepston und ein grünes Rechteck im Sucher, dass sich das Handy aufs Motiv eingestellt hat. Mangels Suchlicht klappt das nicht im Dunkeln. Für bisweilen sehr effektvolle Nahaufnahmen sorgt eine spezielle Makromodus-Funktion. Sie stellt die Kamera auf Objekte ein, die minimal 8 Zentimeter von der Linse entfernt sind; Gegenstände im Hintergrund erscheinen entsprechend unscharf.

Foto: AMB | Kameraeinstellungen

Foto: AMB | Optionen nach der Aufnahme

Foto: AMB | Blogging-Menü

Bedienoberfläche und Kamera-Features sind nahezu identisch mit vielen aktuellen Sony Ericsson-Handys: das Display dreht sich nach einem Druck auf die Kamerataste ins Querformat. Drückt man einen Softkey, blendet sich ein intuitives Einstellungsmenü über die Kameravorschau. Möglich ist hier etwa die Wahl zwischen den Aufnahmemodi Normal, Panorama, BestPic und Rahmen. Bei der Panoramaaufnahme werden 3 Bilder zu einem großen, 1664x416 Pixel großen Foto zusammengesetzt, sodass sich auch Tele-Aufnahmen simulieren lassen.

Eine Rahmenaufnahme verziert das Bild mit Effekten und Masken, die Auswahl der entsprechenden Vorlagen (insgesamt 12) ist für witzige MMS durchaus geeignet. Die Bildfolge-Funktion knipst, angelehnt an die bei Cybershot-Handys zum Einsatz kommende Bestpic-Funktion, 4 Bilder schnell hintereinander, aus denen der Nutzer das beste auswählen kann. Damit sind die manuellen Einflussmöglichkeiten allerdings noch lange nicht erschöpft. So passt die Software je nach Szenenauswahl automatisch Weißabgleich und Messmodus an die gegebene Situation an. Zur Auswahl stehen Automatisch, Nachtszene, Nachtportrait, Landschaft, Porträt, Strand/Schnee und Sport.

Alle geschossenen Meisterwerke können dank einer Kooperation zwischen SonyEricsson und Google sofort via EDGE oder GPRS in ein Blog des Suchmaschinen- und Webapplikationsanbieters übertragen werden. Alternativ ist eine Weiterbearbeitung mit dem PhotoDJ möglich, der zahlreiche Einstellungen von der Rote-Augen-Reduktion bis zum Einfügen von Textpassagen bietet. In der Bildergalerie werden die Bilder wahlweise nach ihrer Erstellungszeit bzw. dem Erstellungsmonat in einer Übersicht aufbereitet.

Vom Videomodus sollte der Nutzer nicht allzu viel erwarten: bei höchster Auflösung nimmt das W610i gerade mal 176x144 Pixel (QCIF) große Filmchen auf, immerhin ist deren Länge nur durch den zur Verfügung stehenden Speicher begrenzt. top

Foto: AMB | Können manchmal witzigsein: Rahmeneffekte

Foto: AMB | Zahlreiche Nachbearbeitungs- möglichkeiten: PhotoDJ

 

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Musikbibliothek

Foto: AMB | ...zweite Menüebene

Foto: AMB | Aktuelle Wiedergabe

Foto: AMB | ...mit Kontextmenü

Foto: AMB | Einstellungen

Foto: AMB | UKW-Radio mit RDS

Seit Marktstart des W850i im November 2006 kommt auf den meisten Walkman-Handys eine flash-animierte Musiksoftware zum Einsatz, die optisch und featuremäßig zum Besten gehört, was auf Musikhandys derzeit verfügbar ist.

Zu den abspielbaren Musikformaten zählen wie immer MP3s aller Spielarten, (e)AAC(+) mit M4A-Endung und auch WMA-Files. Allerdings wurden WMAs mit digitalem Rechteschutz, die wir von O2s Music-Shop bezogen und anschließend aufs Handy kopiert haben, vom W610i nicht erkannt. MIDI-Files und AMRs sind für den Walkman-Barren kein Problem, das Gerät unterstützt sogar den neueren AMR-WB-Standard, der eine deutlich höhere Qualität von Sprachaufnahmen und selbst aufgenommenen Klingeltönen bietet. Dank M2-Slot ist auch Speicherplatz in beliebig nachrüstbarer Menge vorhanden: ein 512MB großes Exemplar wird mitgeliefert und aktuell sind Originale mit bis zu 2GB Kapazität verfügbar - eine Übersicht mit Bestellmöglichkeit finden Sie Wer das Handy nicht intensiv als Kamera oder MP3-Player nutzt, wird schon mit den intern verbauten 64MB Speicher zurechtkommen.

Auch wenn das Standardtheme es so vorsieht, muss Schwarz nicht die Bedienoberfläche dominieren; mit Hilfe von Themes kann der Nutzer ins Walkman-typische Orange oder in Weiß wechseln - die Änderungen betreffen nur die Musikmenüs. Eine praktische Übersichtsleiste am oberen Rand zeigt, auf welcher Menüebene man sich gerade befindet. Während der aktuellen Wiedergabe werden Tracknummer, Zeit und Gesamtlänge, Künstler, Album und Liedtitel angezeigt; Rechts oben steht ein Platzhalter fürs Albumcover, das in den meisten Fällen korrekt dargestellt wird. Alternativ beherbergt diese Position eine von drei musiksynchronen Mini-Visualisierungen. Läuft der Player im Hintergrund - wo er stets völlig unterbrechungsfrei für anhaltenden Musikgenuss sorgt -, zeigt das Hauptdisplay je nach Themenwahl Informationen über den gerade laufenden Titel an; abhängig von der generellen Themenwahl nutzt Sony Ericsson hüpfende oder fliegende Einblendungen. Besonders praktisch ist die seitlich angebrachte Start-/Stoptaste, mit der man die im Hintergrund laufende Musik bequem in der Hosentasche stoppen oder direkt aus dem Standby heraus wieder starten kann.

Auf ein anderes Walkman-Feature, das man etwa auf dem W850i findet, muss der Nutzer verzichten: der Walkman-Button leuchtet zwar in peppigem Orange, blinkt aber nicht im Takt der Musik. Die Funktionen des Steuerkreuzes werden durch kleine, CD-Player-typische Icons für Vor- und Zurücklauf gekennzeichnet, ein Druck nach oben oder unten öffnet die aktuelle Wiedergabeliste. Ordnungsliebende können in jeder Unterkategorie den Punkt "alle" auswählen, um Titel mehrerer Alben oder Interpreten zu einer Playlist zusammenzustellen. Es werden auch am PC erstellte m3u-Playlisten unterstützt, eine Beschränkung für die Menge von Abspiellisten fanden wir nicht.

Auch der leistungsfähige Equalizer ist wieder mit an Bord, natürlich samt "Megabass" und der Möglichkeit, selbst Hand anzulegen. Unter die Rubrik Equalizer fällt übrigens auch die Option "3D-Sound", die ihrem Namen aber in keinster Weise gerecht wird. Die Klangqualität über die mitgelieferten Kopfhöhrer ist hervorragend und liegt auch in puncto Lautstärke gleichauf mit einem Standalone-MP3-Player. Ein anderes Bild hinterlässt der Lautsprecher, der sich zwar keine groben Schnitzer leistet, bei höhenlastigen Titeln jedoch zu leichten Knacksern neigt. Die Lautstärke liegt auch hier über dem Durchschnitt, reicht aber nicht an Nokia-Phones mit Stereo-Speakern heran. Dank des beiliegenden Adapterkabels mit 3,5mm Klinkenfuß lässt sich auch HiFi-Zubehör anschließen; Audiophile werden sofort die fehlende Sättigung des Sounds bemerken, die sich auch unter Zuhilfenahme aller Equalizer-Modi nicht in die Wiedergabe hineinmischen will. Jeder iPod klingt an unserer Stereoanlage deutlich voluminöser als das W610i.

Musik muss nicht immer digital aufs Handy kommen: auch ein RDS-fähiges UKW-Radio sorgt für Unterhaltung; der Nutzer kann bis zu 20 Sender speichern. Im Display werden Frequenz und ggf. die aktuelle RDS-Ausstrahlung des Senders dargestellt. Ein klasse Walkman-Feature ist das von Gracenote beigesteuerte TrackID, das zehn Sekunden des laufenden Radioprogramms mitschneidet, an eine vordefinierte Musikdatenbank sendet und mit ein bisschen Glück vollständige Titelinformationen samt Downloadlocation zurückgibt. Wer sich schon immer mal gefragt hat, zu welchen House-Tracks er gerade in der Disco tanzt, kann alternativ TrackID auch vom Mikrofon aufnehmen lassen. Das Beste: abgesehen von den Datenübertragungskosten entstehen bei der Verwendung von TrackID keine weiteren Kosten. War TrackID erfolgreich, kann das Ergebnis via SMS-Erinnerung an eine beliebige Rufnummer versandt werden. In der Praxis war uns der Dienst wohlgesonnen und erkannte den überwiegenden Teil aller angefragten Titel aus dem Radio, bei der Erkennung von Live-Musik liegt die Trefferrate deutlich niedriger. top

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Kommentare
  1. 10.12.09 19:22 Anonymous (Gast)
    handy

    ich mir auch voll cool das handyy

  2. 17.10.09 11:39 TheHunter (Moderator)

    Wer holt hier schon wieder so alte Kamellen raus?! Kriegt endlich mal eure Datenbank in den Griff.

  3. 16.10.09 01:20 XXXXXXSONYXXXXXX (Gast)

    Das Handy ist mein Favorit weil es Ziemlich gute qualität(Tasten Gehäuse u.s.w) und genug Funktionen besitzt um mit heutigen handys(IPhone mal weggelassenO_o) mitzuhalten und da man hier sieht das es bei bewertung 95% ereicht hat zu den Walkman "Göttern" Zählt:) Und es zu den heutigen Preisen(W610i ca 160 Euro ohne vertrag) ziemlich billig(aber gut:D) ist.Ich werde es mir auf jedenfall kaufen o_

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