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handliches PushMail-Smartphone mit Trackball und QWERTZ-Tastatur Blackberry Curve

Kamerafunktionen

Foto: AMB | Kameravorschau

In den Chefetagen ist eine Kamera aus Sicherheitsgründen ungern gesehen, kein Wunder daher, dass RIM lange Zeit auf Kameras in seinen mobilen Endgeräten verzichtet hat. Doch im Sinne erweiterter Zielgruppen haben die Kanadier jüngst dem Pearl eine 1,3 Megapixelkomponente eingebaut - das Curve knipst sogar mit 2 Megapixeln. Die Kamera wird allerdings nach wie vor von einem grundlegenden Manko überschattet: Videoaufnahmen sind mit dem Curve nicht möglich.

In der Kameravorschau findet der Nutzer nützliche Informationen. Rechtsseitig markiert ein Symbol die aktuelle Blitzlicht-Einstellung, linksseitig wird die maximale Anzahl der Bilder angezeigt die noch auf dem Curve Platz finden, die Mitte wird dagegen von einem mangels Videomodus quasi sinnfreien Kamera-Symbol belegt. Praktisch: die Kameravorschau kann auch ins Vollbild geschaltet werden; das riesige Display bietet dann eine imposante und übersichtliche Motivsuche.

Foto: AMB | Das Foto kann nach der Aufnahme direkt versendet, gelöscht oder umbenannt werden

Die Bildqualität bewegt sich auf einem für ein Business-Smartphone erstaunlich hohen Niveau, besonders die Farbdarstellung ist sehr klar und naturlich. Allerdings zeigt die im Hintergrund und in den Randbereichen stark abfallende Schärfe die Grenzen der Curve-Kamera auf. Bei schlechteren Lichtverhältnissen gesellt sich starkes Bildrauschen dazu - allerdings ist dies ein Problem, mit dem viele Handykameras konfrontiert sind. Bei starker Dunkelheit profitiert der Curve-Fotograf von einem leuchtstarken Blitzlicht, das Objekte auf mehr als zwei Meter angemessen ausleuchtet. Fazit: für kleinere Abzüge ist das QWERTZ-Handy durchaus noch zu gebrauchen.

Die Einflussmöglichkeiten auf das Bildergebnis sind spärlich: neben „Automatisch“ kann der Nutzer das Blitzlicht manuell aktivieren bzw. ausschalten (nicht zu verwechseln mit einer „Taschenlampen“-Funktion, die das Blitzlicht permanent einschaltet); der Weißlichtabgleich läßt sich ebenfalls nach vorgegebenen Profilen (sonnig, bewölkt, etc.) individuell anpassen. Farbfilter sind vorhanden, die Auswahl ist jedoch mager: mehr als Schwarz-Weiß oder Sepia ist für den Curve-Fotografen nicht drin. Ansonsten sind nur die grundlegenden Basics wie Fotoauflösung (1600x1200/1024x768/640x480) und Aufnahmequalität (Sehr hoch/hoch/normal) verstellbar. Erweiterte Multimedia-Funktionen wie Blogging-Anbindung oder Bildnachbearbeitung sind beim Curve nicht mit an Bord.

Fotos: AMB | Bildergalerie...

...mit Kontextmenü...

... und Optionen

Erstaunlich lang fällt die Auslöseverzögerung aus: mit den höchsten Qualitätseinstellungen vergehen schon mal 3-4 Sekunden, bis ein Foto auf dem Curve gespeichert wurde. Das dauert eindeuting zu lange, ist aber gleichzeitig ein Beleg für die relativ langsame Hardware, die im Smartphone ihren Dienst verrichtet. Der 312Mhz Intel Prozessor (PXA901 "Hermon"), der auch in anderen BlackBerrys werkelt, scheint etwas überfordert.

Das verdeutlicht sich auch in der Bildergalerie: hier entpuppt sich das Scrollen durch die Thumbnail-Vorschau als ruckelige Angelegenheit. Immerhin hat sich Research in Motion dazu hinreißen lassen, diese Funktion komplett zu überarbeiten. Konnte man den Bilderordner auf älteren Blackberrys mit rudimentärer Optik und begrenztem Funktionsumfang eigentlich gar nicht als "Galerie" bezeichnen, bedient das Curve nun aktuelle Multimedia-Standards. Bilder können nicht nur als einfache Listen, sondern nach Datum sortiert in Form von schicken Thumbnails angezeigt werden. Über deren Größe und Anzahl entscheidet der Nutzer.

Für noch mehr Übersicht sorgt die Möglichkeit, Ordner beliebig innerhalb der Bildergalerie zu erstellen und seine Fotos nach eigenem Gusto einzusortieren. Optisch und funktional erfüllt die Bildergalerie nun mehr als grundlegende Ansprüche - allerdings kann man das Business-Werkzeug Curve schon aufgrund fehlender Nachbearbeitungsmöglichkeiten kaum mit den Modellen der Multimedia-Konkurrenz vergleichen, die hier auch weiterhin wesentlich mehr bietet. top

Musik- / Multimediafunktionen / Speicher

Foto: AMB | Medienmenü

Foto: AMB | Musikbibliothek

Foto: AMB | Album-Ansicht

Foto: AMB | Musikplayer...

Foto: AMB | ...mit Kontextmenü

Foto: AMB | Kraftvolles Multimedia-Werkzeug: Roxio Media Manager

Der intern verfügbare Speicherplatz bietet mit 64MB viel Raum für Termine, Nachrichten und auch Fotos; musikbegeisterte Curve-Nutzer dürften jedoch schnell an ihre Grenzen stoßen. Kein Problem: dank microSD-Slot kann man das Handygedächtnis auf bis zu 2GB aufstocken. Entsprechende microSD-Karten finden Sie .

Ein Sprung in das optisch aupgepeppte Medienmenü lässt bereits ahnen, dass RIM mit dem Curve auch musikalisch ordentlich nachgebessert hat. Tatsächlich schließen die Kanadier in diesem Bereich zur Konkurrenz á la Nokia oder Sony Ericsson auf: neben dem 3,5mm Klinken-Anschluss, der die geliebten Kopfhörer des MP3-Players schluckt oder dem Bluetooth Stereo Audioprofil A2DP ist hier softwareseitig vor allem die Musikbibliothek erwähnenswert. RIM's Curve ist der erste BlackBerry, der eine übersichtliche Verwaltung der eigenen Musiksammlung ermöglicht - endlich werden Songs nach Album, Interpret, Genre etc. in ansprechender Optik aufgelistet; sogar eine separate Anzeige für Wiedergabelisten ist vorgesehen. Das klingt banal, doch was für den Lifestyle-Handynutzer mittlerweile zum Standard gehört, ist für auf Business-Funktionen konzentrierte Blackberry-Veteranen noch ein Fremdwort.

Der eigentliche Medienplayer wurde dagegen kaum überarbeitet, nach wie vor fehlt z.B. die Möglichkeit, Playlists direkt auf dem Handy zu erstellen - immerhin können Titel nun zufallsbasiert wiedergegeben werden. Die unterstützten Musikformate decken vom simplen MP3 über Apple's AAC bis zu Microsofts WMA die aktuelle Bandbreite erschöpfend ab. Die Bedienoberfläche fällt komfortabel und optisch hinreichend anspruchsvoll aus: alle wichtigen Trackinformationen wie Titel, Album und Interpret werden angezeigt; falls vorhanden, erscheint auch das Albumcover. Der Nutzer kann via Trackball vor- und zurückspulen oder den Player dank Multitasking-Unterstützung in den Hintergrund schalten, um parallel andere Aufgaben zu erledigen. Leider erscheint auf dem Startbildschirm kein Verweis auf Musikaktivitäten. Ein weiteres Handicap bei der Musikwiedergabe ist die fehlende Tastensperre - ein BlackBerry lässt sich nur über die Stummschalt-Taste in den Standby-Modus versetzen, der die Musik ebenfalls abschaltet. Konsequenz: wer Musik hört, muss hoffen, dass sein Curve in der Tasche nicht irgendwo aneckt und aus Versehen die Schwiegermutter anruft.

Eine zentrale Komfortfunktion hat RIM ebenfalls „vergessen“: einen Equalizer, mit dem das Klangbild individuell angepasst werden könnte. Dabei sind Lautstärke und Soundqualität gar nicht schlecht ausgefallen. Der kopfseitig verbaute Lautsprecher gibt Musik laut und klar wieder, einzig bei (der beeindruckenden) Maximallautstärke fällt die Qualität deutlich ab. Noch besser klingt die Musik natürlich über die beiliegenden Kopfhörer, dank 3,5mm Klinke könen auch hochwertigere Headsets direkt mit dem Smartphone verbunden werden. Auch wenn vor allem aufgrund fehlender Bassqualität das Niveau eines Walkman-Handys nicht erreicht werden kann, bietet das 8300 Curve dem Gelegenheitshörer ein akzeptables Klangniveau.

Bei der Wiedergabe von Videos hat RIM ebenfalls nachgebessert. Der Blackberry Curve unterstützt neben H.263 und MPG4 auch Microsofts WMV-Format; darüber hinaus können bewegte Bilder endlich im Vollbild-Modus auf der kompletten Displayfläche betrachtet werden.

Das Klingelverhalten des Curve, das dem Nutzer erfreulich viele Anpassungen erlaubt, möchten wir in diesem Kapitel nicht unterschlagen. Via Profilmenü lassen sich alle erdenklichen Signaltöne mit einer erschöpfenden Vielfalt von vorinstallierten Sounds oder der eigenen MP3-Sammlung belegen. Sogar SMS-Benachrichtigungen kann der Nutzer jetzt mit einem selbst aufgespielten MP3-Sound beliebig individualisieren.

Im Desktop-Bereich haben einschneidende Änderungen stattgefunden. Wer den Medien-Manager des BlackBerry Desktop Managers öffnet, erlebt eine Überraschung: statt einer mageren Doppelfensteransicht öffnet sich eine angepasste Version von Roxios Easy Media Creator. Sie kennen das Programm nicht? Macht nichts - es genügt zu wissen, dass der Roxio Media Manager für BlackBerry eine komfortable Medienverwaltung vom CD-Ripping bis zur Playlisterstellung bietet. Für Fotos ist ebenfalls gesorgt: Mit Hilfe der integrierten Bildbearbeitungswerkzeuge kann der Nutzer seine geschossenen Meisterwerke zurechtschneiden, rote Augen korrigieren, sowie den Kontrast und die Farbsättigung ändern. Ebenfalls mit an Bord: ein Tag-Editor und UPnP-Unterstützung. top

Foto: AMB | Zahlreiche Funktionen, übersichtliche Oberfläche: Roxio's Musikverwaltung

 
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