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Schmal, glatt, schlau - und langsam Samsung SGH-U600 Ultra Edition 10.9

Wie klein – oder besser gesagt: schmal - Handys werden können, hätten wahrscheinlich auch Motorolas RAZR-Entwickler nie zu träumen gewagt. Samsung räumt ein weiteres Mal das Gerücht aus der Welt, dass leistungsfähige Handys auch eine ordentliche Beule in die Hosen- und Hemdtasche schlagen müssen. Das SGH-U600 platziert sich mangels 3G-Funktechnik im Midrange-Segment, punktet aber mit einem umfangreichen Multimediapaket. Was der kleine Slider draufhat, verraten wir Ihnen im folgenden Praxistest.

Lieferumfang & Verpackung

Wie jedes Gerät der Ultra Edition II kommt Samsungs Triband-Slider SGH-U600 in einer passend gestalteten schmalen Pappschachtel zum Kunden. Viel passt da nicht rein: ein kleines Netzteil, ein rudimentäres Stereo-Headset und ein kurzes USB-Kabel sind die einzigen Beigaben, die Samsung mitliefert. Speicherkarte, Displayputztuch bzw. Tasche und sonstiges Zubehör muss der Kunde selbst nachkaufen. In die Schachtel passt darüber hinaus eine CD mit Samsungs aktueller Sync- und Multimedia-Software PC Studio 3.1 und eine kurze Bedienungsanleitung. top

Foto: AMB | Samsung SGH-U600 Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Von den professionellen Studiofotografien, die das SGH-U600 als elbisch türkis-schimmerndes Wesen von einem anderen Stern darstellen, sollte man sich nicht täuschen lassen: statt kühlem Geschmeide besteht auch dieses Telefon nur aus solidem Playmobil-Plastik. Abgesehen von der Tastatur; hier verwendet Samsung eine metallisch-glänzende anthrazitfarbene Oberfläche, aus der RAZR-ähnliche Tastenbeschriftungen herausgeätzt wurden. Aber die edle dunkeltürkise Metallic-Lackierung, die in Chrom eingefassten Steuerelemente und die ergonomisch abgerundeten Gehäuselinien machen fraglos eine Menge her. Nicht ganz 11mm Außenmaß in Tiefenrichtung (auf der Schachtel mit dem klugen Spruch "10.9 Millimeters Matter" angepriesen) machen aus dem SGH-U600 einen flachen Begleiter, den man gerne einmal in der Hemdtasche vergisst, zumal das Gerät gerade einmal 81 Gramm auf die Waage bringt.

Foto: AMB | Samsung SGH-U600 Vierseitenansicht

 

Verarbeitungstechnisch gibt es auf den ersten Blick keine Mängel am SGH-U600 zu entdecken. Doch wer das Gerät nach den ersten "Schnappversuchen" einmal auf den Bauch dreht, bekommt eine Einführung in die Slidermechanik geboten. Denn das Handy lässt tiefe Einblicke zu: im offenen Zustand erblickt man in einem tiefen Schacht den Federmechanismus, der so exponiert kaum vertrauenswürdiger anmutet als die Schnappfeder eines Kugelschreibers. Nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Lücke mit Staubkörnchen, Brotkrümeln oder Centstücken füllt - die Hosentasche ist also der denkbar schlechteste Ort, um das SGH-U600 aufzubewahren. Die straffe Metallfeder des Sliders hält die Gehäusebestandteile fest beieinander, der obere Rastpunkt liegt für unseren Geschmack ein klein wenig zu hoch. Die Folge: will man einen Anruf annehmen und slidet dabei das U600 nicht ganz nach oben, schnellt der Schieber wieder herunter, sodass das Gespräch umgehend wieder beendet wird. Nicht besonders nett (aber praktisch als Ausrede!), wenn gerade die Schwiegermutter anruft.

Samsung SGH-U600 Steckplatzabdeckungen

 

Feingefühl in den Fingerspitzen sollte man mitbringen, wenn man eine MicroSD-Karte oder das Daten- bzw. Ladekabel am SGH-U600 anschließen möchte. Die Kunststoffverschlüsse sind winzig, dafür aber permanent mit dem Gehäuse verbunden, sodass nichts verloren gehen kann. Der dünne Akkudeckel nimmt die obere Hälfte der Handy-Rückseite ein, hat keinerlei Spielraum und lässt sich mit mittelfestem Druck vom Gehäuse lösen.

Display & Tastatur

240x320 Pixel und 262.144 Farben sind handfeste und branchenübliche Leistungsmerkmale des SGH-U600-Displays. Die Anzeige des flachen Sliders wirkt brilliant, farbklar und ausgesprochen hell, sodass sowohl SMS-Texte als auch Fotos auf dem Display gut zur Geltung kommen. Nahezu unbrauchbar wird das Display unter direkter Sonneneinstrahlung; Abhilfe schafft ein extra hierfür geschaffener "Sonnenscheinmodus", der nicht etwa das Handy glücklicher macht, sondern die Kontraste der Menütöne anhebt. Allzu viel darf man von dieser kleinen "Trickserei" aber auch nicht erwarten.

Foto: AMB | Samsung SGH-U600 Tastatur

 

Die beim SGH-E900 begonnene Annäherung an ein berührungsempfindliches Navigationskonzept wird von SGH-U600 weiter geführt. Sowohl die beiden Softkeys direkt unterhalb des Displays als auch die Telefontasten reagieren dank Wärme- und Drucksensor auf leichtes Antippen. Den nahtlos unter dem Slidergehäuse verborgenen Telefontasten sieht man man das freilich kaum an. Der ringförmig ausgeführte Navkey ragt minimal aus der Ebene der Slideroberseite hervor und lässt sich mit kurzen Tastenhüben und gleichmäßigen knackigen Druckpunkten ausgezeichnet bedienen.

Beim ersten Blick auf die Zifferntastatur fühlten wir uns ans desaströse SGH-D800 erinnert, auf dem das fehlerfreie SMS-Tippen nahezu unmöglich schien. Doch das SGH-U600 hinterlässt ein weitaus besseres Bild: weiche und vor allem absolut gleichmäßig verteilte Druckpunkte bei äußerst kurzem Tastenhub sorgen dafür, dass man mit dem Slider Nachrichten in Rekordzeit tippen kann. Vereinfacht wird die Eingabe durch die Übernahme des Siemens-Löschkonzepts, für das die großflächige Auflegentaste zum Einsatz kommt. Die Tasten sind vertikal durch schmale, metallisch hinterlegte Aussparungen getrennt, mit der sie sich ein wenig voneinander unterscheiden lassen.

Foto: AMB | Samsung SGH-U600 Kopfseite

 

Der Platz für den Lautstärkeregler auf der unteren linken Gehäuseseite ist etwas ungünstig gewählt und schwer erfühlbar: während eines Gesprächs muss man ihn mit Mittel- und Ringfinger bedienen. Am Kopf des SGH-U600 findet man einen "finnischen Import": Der dort untergebrachte winzige Powerbutton dient zum Deaktivieren der Tastensperre und schaltet bei längerem Druck das Telefon ab. Die Tastenbeleuchtung fällt gleichmäßig aus und leuchtet in strahlendem Weiß durchs Tastenfeld und die ringförmige Einrahmung des Navkeys. top

Foto: AMB | Samsung SGH-U600 Tastaturbeleuchtung

 
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Kommentare
  1. 02.10.09 19:33 Anonymous (Gast)

    zu den Flops:
    1)Akkuleistung durch Eingriff im Service Menü- GPRS Logo Abschaltung um 3 Tage verlängerbar
    2)Speicherkarte keine Kriterium da sehr billig
    3)GPRS / Edge zum Zeitpunkt des Erscheinens state- of the Art
    4)Wer braucht Blogs ??

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