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mit TouchFLO und Windows Mobile 6 auf den Fersen des iPhones HTC Touch

Es ist überall, es schielt aus den hintersten Hinterzimmern der Hirnrinde in unser Gewissen, es vereinnahmt den Geist der Industrie: das iPhone. Wer heute nicht irgendein Handy mit Berührungssensoren vorstellt, ist out. Bei allem Hype um das vermeintlich geniale Bedienkonzept des iPhones vergessen manche, dass sich jeder Windows Mobile-Handheld mit den Fingern bedienen lässt. HTC hat das Telefon mit dem Apfel ernst genommen und nimmt die Verfolgung auf: derzeit launchen die Taiwaner den Gegenspieler "Touch", der sein Windows Mobile 6-Betriebssystem um iPhone-verwandte Gesten erweitert. Ob der kleine PocketPC, der auch den märchenhaften Beinamen 4350 "Elf" trägt, an sein amerikanisches Vorbild heranreicht, wollen wir im Folgenden klären.

Foto: AMB | strahlende Aussichten: das HTC Management bei der Vorstellung des HTC Touch

 

Lieferumfang & Verpackung

Hier macht HTC alles richtig. Der Touch kommt mit MicroSD-Speicherkarte (ein Gigabyte), Stereo-Headset (Kabel), Kunstfaseretui (schick), 2x PC-Software (ActiveSync / Outlook 2007-Testversion, GPRS-Verbindungsmonitor), Bedienungsanleitung (ausführlich), Ersatzstylus (unentbehrlich), Displayschutzfolie (kratzfest) und einem USB-Datenkabel (schnell, da USB2.0) zum Kunden. Das übersteigt die Mindestanforderungen an einen ausgereiften Windows Mobile-Handheld und hinterlässt schon beim Auspacken einen herausragenden Eindruck: sämtliches Zubehör wird auf weich gepolsterten Einlegern gelagert, die man mit wachsender Spannung aus dem schwarzen Pappkästchen herausblättert, das sich ähnlich wie beim LG Chocolate mit Hilfe eines Magneten verschließen lässt. top

Foto: AMB | HTC Touch Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

Das HTC Touch ist schmaler und kleiner als alle anderen Windows Mobile-Endgeräte mit berührungsempfindlichen Sensoren, die wir jemals in der Redaktion begutachteten. Mit nur 11mm Gehäusedicke passt es hervorragend in Hemd- und Jackettasche, der samtene Softtouch-Überzug der Geräterückseite und die sanft gerundeten Gehäuseformen machen das Handy zu einem echten Handschmeichler.

Foto: AMB | HTC Touch Vierseitenansicht

 

Mit dem iPhone hat das Touch die silberfarbenen Gehäuse-Verzierungen am Rand gemeinsam: In ihnen versteckt sich rechtsseitig eine breite Kunststoffklappe, unter der sich MicroSD- und SIM-Karte verstecken. Die Vorrichtung lässt sich nur mit spitzen Fingernägeln öffnen und die darunter liegenden Schächte sind nicht unbedingt leicht zugänglich. Aber wer wechselt schon - mal abgesehen von rechenstarken Discounter-Kunden - ständig seine SIM-Karte oder seine 1GB-Speicherkarte aus?! HTC erspart sich mit der Konstruktion die aufwendige Optimierung des Akkudeckels; der lässt sich nur mit viel Fingerspitzengefühl und gut dosiertem Druck vom Gerät lösen, um den 1100mAh starken Akkublock entnehmen zu können.

Foto: AMB | HTC Touch SIM- und MicroSD-Karteneinschub

 

Dafür sitzt er äußerst fest am Gerätekorpus, sodass keinerlei Knarzgeräusche entstehen können. Ärgerlich nur, dass man es in Taiwan alles andere als genau mit den Spaltmaßen zwischen den Gehäusebauteilen nimmt: millimeterdicke Lücken zwischen glänzender Borte und Softtouch-Schalen sind die ideale Sammelstelle für Staub und Fusseln. Der USB-Anschluss am Gerätefuß wird nicht von einer Klappe geschützt, Öse und Lautstärkeregler sehen ebenfalls nach einem magnetischen Anzugspunkt für die Krümel vom Frühstückstisch aus. Richtig cool dagegen wirkt dagegen das kleine Gräting für den Telefonlautsprecher des Smartphones, hinter dem sich die Status-LEDs für Ladezustand, Bluetooth- oder GSM-Aktivität verstecken. Der Stylus wird in einem Schacht an der rechten Gehäuseseite eingeschoben und sitzt sicher an seinem Platz.

Display & Tastatur

Das HTC Touch setzt trotz seines iPhone-Anspruchs auf den Windows Mobile-Standard: ein 240x320 Pixel großes Display mit 65.536 Farben findet man an nahezu jedem Smartphone mit diesem System. Transflektiv ist die Komponente nicht - der Inhalt wird ausschließlich durch die Hintergrundbeleuchtung sichtbar gemacht. Bei hellem Sonnenlicht lässt sich das Display daher auch nicht sonderlich gut ablesen, geschweige denn das Telefon bedienen.

Foto: AMB | HTC Touch

 

Wer sich partout nicht an die exklusive Bedienform des Touchscreens gewöhnen will (sollte keinen Touch kaufen), kann auf viele Funktionen auch via Navkey zugreifen. Der besteht beim HTC Touch aus einem Steuerkranz mit überdimensionierter Bestätigungstaste - praktisch erweist er sich in erster Linie, wenn man nicht den Stylus herauskramen möchte, um beispielsweise Menüfelder aus den Kontextmenüs anzuwählen. Die Seiten des Navkeys sind gut erfühlbar und reagieren gleichmäßig gut auf leichten Druck. Als äußerst praktisch erweisen sich auch die Rufannahme- und Auflegentasten neben dem Navkey, die den Nutzer unabhängiger vom Wählfeld auf dem Display machen. Man kann nämlich sagen, was man will: eine "mechanische" Rufannahme wirkt irgendwie natürlicher als der reine Touchscreenansatz, wie ihn das iPhone verfolgt.

Foto: AMB | HTC Touch Navkey und Telefontasten

 

Am linken oberen Rand findet man eine Tastenwippe zur Lautstärkesteuerung, die leider kein nennenswertes Feedback über ihre Bedienung an den Telefonierer weiterleitet - auch ist sie trotz einer kleinen Erhebung nur relativ schwer erfühlbar, wenn man sich den HTC Touch ans Ohr hält. Auf der rechten Seite hilft ein Kamerabutton im Miniformat bei der intuitiven Bedienung der Kamerafunktionen, am Gerätekopf sitzt ein Blackberry-ähnlicher Powerknopf, mit dem man den Touch in den Standby-Modus versetzen oder ihn im Handumdrehen aufwecken kann. Im Gegensatz zu manchem früheren HTC-Modell muss man dank ihm als ungeübter Nutzer nicht mehr lange überlegen, welche Taste die Lebensgeister ins Mobiltelefon zurückholt. top

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Kommentare
  1. 17.11.10 21:12 Gorki (Expert Handy Profi)

    Den hatte ich mal - vor fast 3 Jahren ;). Inzwischen gibt es ihn schon lange nicht mehr - der kam 2007 raus (mit dem ersten iPhone).

    Kommt davon wenn man Threadleichen schändet ;).

  2. 17.11.10 20:24 Anonymous (Gast)

    Tja, die Zeiten ändern sich, das neueste iPhone kann gegen HTC und Samsung nicht mehr wirklich mithalten, zudem ist es völlig überteuert. Aber das Marketing (das einzig gute an Apple) muss ja irgendwie finanziert werden :)

  3. 26.08.10 21:08 Philipp Albin (Member)
    Alter Beitrag

    Das Handy ist Hundert Jahre zu Spät auf den Markt gekommen iPhone 4ever

  4. 23.11.09 11:43 Pittti (Gast)

    So eine richtige Iphone-Konkurrenz scheint das HTC Touch nicht zu sein. Ein guter Bericht, danke
    Pit

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