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Neues Flaggschiff der P-Serie mit 3,2MP-Kamera Sony Ericsson P1i

Ein Jahr ist um, der fünfte Ableger der Sony Ericsson P-Serie kommt in den Handel. Um es filmisch einzuleiten: Analog zum Cronenberg-Schocker "Die Fliege" hat sich offenbar ein M600i in den Transporter des P990i verirrt. Heraus kommt wieder ein P990i - das sich mit der Zeit auf geheimnisvolle Weise schlanker, drahtiger und leistungsfähiger als das "Original" entpuppt und mit seiner QWERTZ-Volltastatur so stark verbessert wurde wie Seth Brundle, der als menschliches Insekt an den Fassaden spazieren ging. An welchen Stellen Sony Ericsson die Muskeln des Transporterexperiments P1i getuned hat, wollen wir im folgenden Praxistest ergründen.

Lieferumfang & Verpackung

Das erste, was man als Käufer eines P-Smartphones zu sehen bekommt, ist ein prall gefüllter Karton mit allerlei nützlichem Zubehör. Neben einem obligatorischen Fastport-Ladegerät (nicht durchgeschliffen), einem 1120 mAh starken Li-Polymer-Akku und einem USB-Datenkabel legt Sony Ericsson erfreulicherweise einen 512MB großen M2-Stick mit in die Schachtel - ausreichend Platz, um gleich die aktuellen Lieblingsalben aufs Smartphone zu kopieren. Ein zweiter Stylus gehört ebenso zur Pflichtveranstaltung im Highend-Bereich wie ein samtenes Ledertäschchen. Peinlich: an dessen Innenwand flattert ein Fähnchen mit der Aufschrift "Made in China" - was man aber in Zeiten des ostasiatischen Aufschwungs nicht zwangsläufig negativ bewerten sollte.

Foto: AMB | Sony Ericsson P1i Lieferumfang

 

Als einzigartige Zugabe legt Sony Ericsson dem P1i einen stylischen Deskstand mit rutschfesten Gummifüßen und einklappbarer Handyhalterung in den Lieferumfang, der via USB-Kabel mit dem PC verbunden und neben dem Monitor aufgestellt werden kann. Das Schreibtischutensil führt drei Fastports heraus, zwei für Datenkabel und Ladegerät und einen seitlichen für den Anschluss des mitgelieferten kabelbasierten Stereoheadsets mit simpler Fernsteuerung. top

Design & Verarbeitung

Es gibt eine Disziplin am P1i, in der Sony Ericsson absolut nichts anbrennen lässt: das Design. Wer sich ans poppige UIQ-Erstmodell P800 erinnern mag und die Historie der P-Serie aufmerksam verfolgt, wird zu schätzen wissen, dass das neue Smartphone-Flaggschiff mit einem hochintegrierten und geradlinigen Design auskommt. Mit nur 124 Gramm Gewicht ist das P1i darüber hinaus mit weitem Abstand das leichteste UIQ-Smartphone am Markt und versteht sich als Resultat einer gesplitteten Produktlinie. Im letzten Jahr sah sich Sony Ericsson nämlich genötigt, das M600i als Schreibmaschinen-Telefon mit einer neuartigen Wipptastatur auszustatten, während man das Flaggschiff P990i als Business-Smartphone mit Vollausstattung lancierte. Beim P1i wachsen die Linien wieder zusammen.

Foto: AMB | Sony Ericsson P1i Vierseitenansicht

 

Während der Gehäuserahmen des Handys aus gebürstetem Aluminium besteht, nutzt Sony Ericsson glänzenden schwarzen Kunststoff für Tastaturfassung und Gehäuseseiten. Rückseite und Akkudeckel sind darüber hinaus mit gummiartigem Softtouch-Material überzogen, was die Griffigkeit und den Haptikfaktor des P1i erhöht und dazu beiträgt, dass das Handy auch auf glatten Oberflächen nicht herumrutscht - für ein Business-Smartphone, das seinen Platz in erster Linie auf Schreibtischen findet, äußerst lobenswert.

Foto: AMB | Sony Ericsson P1i Design

 

Mit der gewohnten Liebe zum Detail sorgt der Hersteller für Hingucker: die Kameralinse wirkt trotz ihrer gewachsenen Leistung zwar reichlich zurückhaltend, dafür zieht ein silbrig glänzender Streifen am Kopf der Rückseite die Blicke auf sich. Doch er dient nicht nur als Blickfang: unter ihm verbirgt sich der Power-Lautsprecher des P1i, dessen Lobeshymne wir im dieses Tests anstimmen. An der linken Seite findet der geneigte Nutzer eine intelligent platzierte Öse, durch die sich Handyschmuck oder Lanyards einfädeln lassen; das deutlich geringere Gewicht des P1i macht es jetzt erstmals möglich, sich das Smartphone um den Hals zu hängen, ohne dabei die Nackenmuskulatur zu verspannen. top

Display & Tastatur

Ein 240x320 Pixel großer Touchscreen ist der gängige Standard für smarte Phones, doch beim P1i verteilen sich die Bildpunkte auf eine Fläche mit 2,6 Zoll Diagonale. Das gleicht dem der Vorgängermodelle W950i und M600i - das Display des P990i maß hingegen diagonal noch einen halben Zentimeter mehr. Weder am Ablesekomfort noch an Farbrillianz oder Kontrasten lassen sich Veränderungen festmachen - dank transflektiver Beschichtung lässt sich der Displayinhalt auch noch ablesen, wenn starkes Sonnenlicht auf den Schirm scheint. Der Touchscreen reagiert souverän auf Stylus-Druck, hat allerdings mit der iPhone-Idee herzlich wenig gemein: wer sein P1i mit dem Finger bedienen will, vertippt sich permanent auf den bisweilen winzigen Icons und Schriftleisten der Menüs. Jedes Tippen wird von einem unscheinbaren Klicken begleitet. Der beigelegte Stylus ist deutlich länger als bei HTCs Windows Mobile-Smartphones und lässt sich so auch von Nutzern mit größeren Händen gut zur Bedienung des P1i nutzen. Mangels Nav- oder Softkeys ist man in der Regel ständig auf den Plastikstift angewiesen - der im oberen linken Eck versteckte Einschub hält ihn zum Glück so fest, dass man das lebenswichtige Utensil nicht unbedacht verlieren kann.

Foto: AMB | Sony Ericsson P1i Tastatur

 

Hat man sein Ziel im Menü erreicht, kommt die Tastatur zum Zuge, die abgesehen von der Farbgebung der des M600i in allen Belangen gleicht. 20 gleich große Tasten teilen sich das untere Drittel der Gehäusefront, jede von ihnen ist in horizontaler Druckrichtung doppelt belegt: je nachdem, ob man eine Taste nach links oder nach rechts drückt, bekommt sie eine andere Bedeutung. Mit dieser cleveren Eingabemethode meistert Sony Ericsson die Gratwanderung zwischen mikroskopisch kleinen QWERTZ-Tasten, einem unverständlichen Mehrfach-Drücksystem und einer gut bedienbaren, aber monströs großen Gehäuseform in völlig einzigartiger Weise. Kurz gesagt: schneller als auf dem P1i oder dessen Verwandten lassen sich mobil keine Emails oder SMS schreiben, zumal das der PC-Logik folgende Tastaturlayout keine Fragen über Sonderzeichen offenlässt. Einzig die Eingabe von Umlauten muss man im Handbuch nachschlagen: wer ein Ü tippen will, drückt dafür dreimal das U - bei Blackberrys funktioniert das meistens genauso. Jede Taste verfügt über einen tiefen Tastenhub und völlig gleichmäßige Druckpunkte und dank des dezenten Klickens merkt man immer, ob man im Eifer des Gefechts einen Buchstaben ausgelassen hat.

Foto: AMB | Sony Ericsson P1i: Öse, Scrollwheel, Zurück-Taste

 

Außer Stylus und Tastatur setzt das P1i auch aufs traditionelle Rollrädchen, das bei diesem Modell in zwei Richtungen gedreht werden kann. Zur Bestätigung von Aktionen drückt man das Scrollrad leicht ins Gehäuse, die Zurücktaste befindet sich gut zugänglich direkt unter dem Rad. Auf der Kopfseite des P1i findet man einen kleinen Power-Knopf, mit dem man das Smartphone in den Flugzeugmodus versetzen kann - ein Nokia-typisches Profilmenü wäre hier noch besser aufgehoben gewesen. Die mit einem @ beschriftete Shortcut-Taste auf der rechten Seite führt nicht zwangsläufig zur Mailfunktion, sondern lässt sich vom Nutzer mit einer von sieben häufig benötigten Funktionen - darunter Diktiergerät und Media-Player - belegen.


Foto: AMB | Sony Ericsson P1i Tastatur
beleuchtung

 

Mangels Tageslichtsensor scheint die schmutzig-weiße Tastaturbeleuchtung permanent durch die transparenten Tastenbeschriftungen des Handys. Sie ist allerdings so stark gedimmt, dass man auch bei schummrigen Lichtverhältnissen die Beschriftungen noch gut ablesen kann. top

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Kommentare
  1. 18.12.10 03:40 Anonymous (Gast)
    P1i - FOREVER

    Ich hab`s jetzt 3Jahre, und geb`s nicht her tolles Teil !
    Für alle die ein`s haben, schaut euch mal das MDS-70 Teil an. Mit dem P1i absolut klasse!

  2. 25.11.10 23:45 nohtz (Handy Master)

    ich habs jetzt 2 jahre und wird im DEZ wohl gegen das nokia E7 ausgetauscht.
    das einzige was mich genervt hat ist, dass der memorystick manchmal nicht erkannt wurde (merkt man, wenn das handy aufeinmal anders klingelt :-D ). einfach raus und wieder rein, und funzt wieder

  3. 25.11.10 23:26 A.Zapotocky (Gast)
    a.zapotocky@web.de

    wurde mir bereits 2 mal werksseitig das handy p1i ausgetauscht und es ist immer was neues jezt hängt sich das handy immer auf so das wenn ich telefonieren will muss isc es immer ausschalten und nach weile wieder an machen und das ist ein handy für fast 500 euro

  4. 07.02.10 22:50 peter1 (Gast)

    eine nach wie vor gute alternative zum iphone, für solche, die nicht unbedingt auf fingerbedienung stehen!

  5. 21.09.09 20:26 bla bla (Gast)

    Das beste handy der welt !!!!!!!!

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