Als Browser setzt Sony Ericsson erneut auf norwegisches Web-Knowhow: Opera 8.65 steckt als vollwertiger (X)HTML-Renderer im P1i. Dessen vorrangiges Ziel ist die handykonforme Darstellung von relevanten Webinhalten für den Nutzer, daher startet Opera stets in der angepassten Spaltenansicht, die Tabellen- und Layer-Layouts zerstückelt und alles untereinander anordnet. Da für große Bildschirme angepasste Webseiten erheblich unter dieser Umformung leiden, bietet Opera darüber hinaus eine "Desktop"-Ansicht an. Gepaart mit einem nahezu stufenlosen Zoom-Feature erlangt man mit ihr schnell wieder den Überblick über Websites wie PC Welt.de oder AreaMobile.de. Vom Desktop übernimmt Opera auch das Tab-Konzept: Auf dem Weg durchs Internet kann man neue Webseiten in Reitern öffnen und sich anschließend durch die Historie blättern. Um den Lesekomfort zu erhöhen, kann der Bildschirminhalt beim Browsen ins Querformat gedreht werden, darüber hinaus findet eine Suchfunktion auf einer Webseite versteckte Telefonnummern, Web- oder Emailadressen.
Aus Sicht der Geschwindigkeit gewinnt das P1i mit Opera keinen Blumentopf: ganz gleich, ob man Webseiten mit UMTS oder mit der integrierten WiFi-Schnitstelle ansteuert - die niedrige Applikationsleistung des Handys macht dem durchgängigen Surfgenuss auf nicht für mobile Endgeräte angepassten Websites stets einen Strich durch die Rechnung.
RSS-Feeds lassen sich komfortabel mit dem P1i abonnieren und betrachten, Opera weist aber leider nicht darauf hin, wenn eine Webseite einen XML-Feed explizit publiziert. Man muss selbst beim Surfen auf einen RSS-Link klicken, um die vom Browser getrennte RSS-Applikation anzuweisen, den Feed zu abonnieren. Abonnements prüft das P1i auf Wunsch in regelmäßigen Abständen selbst auf Neuzugänge, auf in die Feeds eingebettetes HTML versteht sich die Nachrichtenansicht des Readers allerdings nicht.
Wie bei jedem Telefon mit vollständiger QWERTZ-Tastatur steht auch beim P1i das Messaging im Vordergrund: hier punktet das Sony Ericsson P1i mit der Unterstützung aller gängigen Serverprotokolle von POP3 und SMTP über IMAP bis hin zu den Sicherheitstechnologien TLS und SSL, sodass auch der Abruf von GMail- und firmeninternen Mailaccounts gelingt. UIQ listet alle Postfächer in einer Nachrichtenzentrale auf, in der man eine Übersicht über den Inbox-Status seiner SMS- und Email-Konten erlangt, sodass sich gerade die Verwaltung mehrerer Mailkonten auf dem System besser gestaltet als z.B. bei vergleichbaren S60- oder Blackberry-Endgeräten.
SMS- und Email-Client zeigen zehn Zeilen Text untereinander in der Hauptansicht an, sodass man entweder 5 Mitteilungen mit zusätzlicher Information (z.B. Betreff) oder 10 Kopfzeilen gleichzeitig im Blickfeld hat. Wer intensiv aufs Groupware-Gespann Exchange/Outlook zurückgreift, ist unter Umständen mit einem Windows Mobile-Endgerät besser beraten, doch auf dem P1i längst nicht verloren: ein ActiveSync-Client von DataViz ist in der Lage, Emails, Kontakte und Kalenderdaten auf dem Telefon in Echtzeit auf dem neuesten Stand zu halten. Das klappt auch mit freien Technologien: als eines der wenigen Telefone versteht sich das P1i auf den Email-Push via IMAP dank einer proprietären Erweiterung des IMAP IDLE-Standards. Zwei Anbieter, die diesen Service in begrenztem Rahmen kostenlos anbieten, sind und Cortado. Dem Push-Maileingang spendiert Sony Ericsson ein spezielles Konto, das sich "Synchronisierte E-Mail" nennt. Für UIQ sind darüber hinaus auch andere Enterprise-Email-Lösungen wie Blackberry verfügbar, die je nach Netzbetreiber und Vertragswahl installiert werden können.
Emails und SMS schreibt man dank der cleveren Tastatur und einer schnellen und lernfähigen Texterkennungssoftware extrem schnell auf dem P1i - gefühlt waren wir beim Texten sogar schneller als auf einem Handheld, der über eine "vollständige" QWERTZ-Tastatur verfügt. Die Verzögerungszeiten bei der Worterkennung und Wortvervollständigung sind äußerst gering und wer sich nicht mit der Tastatureingabe anfreunden kann, greift alternativ auf die gut funktionierende handschriftliche Zeichenerkennung zurück. top
Mit zwiespältigen Gefühlen betritt und verlässt man die Kontaktverwaltung eines UIQ-Geräts. Ohne Frage weiß das Telefon, wie man dem durchschnittlichen Geschäftsnutzer schmeichelt: Trennung in Vor- und Nachnamen, beliebig viele Telefonnummern, Email- und Webadressen sowie zwei Postadressen lassen sich zu jedem Kontakt speichern. Die Kontaktverwaltung wird über eine reiterbasierte Oberfläche vorgenommen, die der Hersteller an sein Nicht-Smartphone-Betriebssystem anlehnt, sodass insbesondere die erste Ansicht eines Kontakts einen sehr aufgeräumten Eindruck hinterlässt: hier sieht man auf einen Blick das Anruferbild eines Kontakts, eine feste und eine mobile Telefonnummer, seine Email- und Webadresse sowie die frei zu wählenden Kategorie, in die er einsortiert wurde.
Erst auf dem zweiten Reiter offenbaren sich die für Handys eher unwichtigen Felder wie Funktion, Firma und Postadresse. Hier lässt sich auch der Geburtstag eines Kontakts festhalten, der vorbildlicherweise unmittelbar als Wiederholungstermin in den Kalender übertragen wird. Gegenüber Windows Mobile-, Blackberry- und S60-basierten Smartphones ist die Auswahl von typisierten Feldern allerdings eingeschränkt: man vermisst nicht nur Exoten wie SIP-Nummern oder Titelinformationen, sondern sucht auch Felder fürs Instant Messaging vergeblich - eine native Chatfunktion gibt Sony Ericsson dem P1i nämlich genauso wenig mit auf den Weg wie einen integrierten VoIP-Client.
Der Kalender ist aufs gängige Grundbedürfnis eines businesslastigen Workflows gemünzt. Die aufgeräumte, halbseitige Standardansicht präsentiert einen Kalendermonat in simplen Grau. Die tägliche Terminlage wird über winzige orange Balken visualisiert, die jeweils den Timeslot eines Termins repräsentieren. Bewegt man den Cursor über einen Tag, werden am unteren Rand die dort anliegenden Termine aufgelistet. Wer sich vor Terminen kaum retten kann, freut sich über die Agenda-ähnliche Wochenansicht, der die sonst übliche Timeslot-Ansicht komplett gewichen ist: hier werden alle Wochentage als Kästen dargestellt, in denen die einzelnen Termine samt Uhrzeit Platz finden.
Für den harten Business-Einsatz fehlt die Möglichkeit, mehrere Kalender parallel zu verwalten oder ICS-Kalender zu importieren. Immerhin lassen sich in begrenztem Umfang Terminanfragen an Teilnehmer versenden - unverständlich, warum UIQ nicht das Adressbuch für die Suche nach potenziellen Teilnehmern zur Hilfe nimmt; so müssen die Email-Adressen aller Teilnehmer, die man zu einem Termin einladen will, per Hand eingetippt werden. Die versendeten Einladungen werden sowohl von Outlook als auch von Thunderbird/Lighting verstanden. top
In puncto Connectivity erweitert das P1i seinen Vorgänger M600i um eine fürs lokale Surfen praktische WiFi-Schnittstelle. Über sie kann kann man auch die Kontakte und Termine seines Telefons mit einem SyncML-fähigen Server abgleichen oder EMails abrufen. Dabei versteht sich das P1i ausschließlich auf den maximal mit 11MBit/s funkenden b-Standard der 802.11-Spezifikation - mehr Speed würde der behäbige Opera-Browser aber ohnehin wegschlucken, womit sich auch erklären ließe, warum Sony Ericsson dem P1i zwar das schnelle Mobilfunkformat UMTS spendiert, ihm aber dessen fürs Business so wichtige Geschwindigkeitsupgrade HSDPA vorenthält. Immerhin versteht sich der WiFi-Chip softwareseitig auf die Verschlüsselungstechnologien WEP, WPA und WPA2, jeweils mit AES oder TKIP-Verschlüsselung.
Fällt UMTS einmal aus - und die Empfangsbalken lassen diesbezüglich keine besonders souveräne Sendeleistung vermuten - hat man weiterhin das Nachsehen, denn dann fällt das P1i mangels EDGE-Komponente aufs ISDN-schnelle GPRS zurück. Doch ganz gleich, welche Verbindung man gerade zum Netz hat: eine Mail ohne Anhang verlässt immer nahezu verzögerungsfrei das Handy. Erweiterte Funktionen, die den WLAN-Anschluss nutzen könnten, wie z.B. ein VPN-Dateibrowser oder eine VoIP-Software - gar eine auf SIP-Basis -, sucht man beim P1i völlig vergeblich.
Im Kurzstreckenbereich beschränkt sich das P1i ebenfalls auf die breite Anwendermasse und bedient in erster Linie Lifestyle-Ansprüche: sein Bluetooth-Port funkt beispielsweise A2DP-Signale an drahtlose Stereokopfhörer, versteht sich aber weder aufs Pairing mit einem Privatnetzwerk (PAN) noch auf das Auslesen einer entfernten SIM-Karte (SAP). Für Ewiggestrige ist auch ein Infrarotport mit an Bord, mit dem man beispielsweise Visitenkarten mit PDAs oder entsprechend ausgerüsteten Notebooks abgleichen kann.
Wer seinen Geschäftsalltag auf Microsoft-Lösungen aufbaut, ist mit dem P1i gut beraten: das Handy synchronisiert via lokalem SyncML alle Arten von PIM-Daten mit Outlook 2003/2007 oder dem Windows-internen Adressbuch. Laut Insidermeinung ist es mit aktueller Firmware möglich, das P1i auch via iSync mit einem Mac abzugleichen - bei den Vorgängern M600i und P990i war das lange Zeit nur über holperige Umwege möglich. Der einfachste und vor allem systemunabhängige Weg, seine Kontakte und Kalenderdaten auf einem aktuellen Stand zu halten, besteht übrigens darin, sein Telefon via SyncML mit einem entfernten Server abzugleichen - mit dem P1i kein Problem: wir testeten das Handy erfolgreich mit ZYB.com und Synchronicas Mobile Gateway. Über Umwege (Goosync.com) klappt so auch der einseitige Abgleich mit Google Calendar. top
ich habs jetzt 2 jahre und wird im DEZ wohl gegen das nokia E7 ausgetauscht.
das einzige was mich genervt hat ist, dass der memorystick manchmal nicht erkannt wurde (merkt man, wenn das handy aufeinmal anders klingelt :-D ). einfach raus und wieder rein, und funzt wieder
wurde mir bereits 2 mal werksseitig das handy p1i ausgetauscht und es ist immer was neues jezt hängt sich das handy immer auf so das wenn ich telefonieren will muss isc es immer ausschalten und nach weile wieder an machen und das ist ein handy für fast 500 euro
eine nach wie vor gute alternative zum iphone, für solche, die nicht unbedingt auf fingerbedienung stehen!
Das beste handy der welt !!!!!!!!
Ich hab`s jetzt 3Jahre, und geb`s nicht her tolles Teil !
Für alle die ein`s haben, schaut euch mal das MDS-70 Teil an. Mit dem P1i absolut klasse!