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Neues Flaggschiff der P-Serie mit 3,2MP-Kamera Sony Ericsson P1i

Spezialanwendungen / Java

Auch wenn der typische JBenchmark2-Test nur ein Ergebnis von 246 Zählern auf dem P1i erzielt, kann man dem Handy eine äußerst hohe Applikationsleistung bescheinigen; Parallax-Scrolling und virtuelles 3D laufen auf der zu Grunde liegenden Java-Maschine mit über 25 Bildern pro Sekunde ab, obwohl sie noch keinen Gebrauch von den dafür designierten JSRs machen. Bei den 3D-Benchmarks kann das P1i darüber hinaus auf seine GPU zurückgreifen, die selbst (aus Handy-Sicht) aufwändige 3D-Szenarien mit über 20 Bildern pro Sekunde aufs Display zeichnet - für Handyspiele und insbesondere 3D-Games ist das P1i damit äußerst gut gerüstet - mangels Navkey oder Joystick werden die wenigsten Spiele aber komfortabel spielbar sein.

Foto: AMB | PDF+

Foto: AMB | Quickpoint mit Beamer-Anschluss

Foto: AMB | Download-Portal

Zur Demonstration der Leistungsfähigkeit liefert Sony Ericsson wie schon beim M600i ab Werk eine mit Vijay Singh-Lizenz ausgestattete Golfsimulation mit, die recht beeindruckend die 3D-Leistung des Geräts demonstriert und auch spielerisch dank abwechslungsreicher Parcours, guter grafischer Präsentation und vielen Details des Golfsports auf hohem Niveau liegt.

Die sonstigen Anwendungen sind UIQ-Standard: anders als bei S60-Geräten kann man beim P1i auch auf eine Stoppuhr und einen Timer zurückgreifen, die beim Rundenlaufen und Eierkochen gute Dienste leisten. Wer mit dem Gerät ernsthaft seine Email-Korrespondenz verwaltet, wird früher oder später in Verlegenheit geraten, auch Office-Anhänge öffnen zu wollen. Das klappt dank vorinstallierter Quickoffice-Software mit Word-, Excel-, Powerpoint- und PDF-Dateien. Office-Dateien lassen sich auf dem Telefon auch bearbeiten - erweiterte Text- und Kalkulationselemente wie Tabellen oder Diagramme lassen sich auf dem P1i aber nicht erstellen.

Übrigens versteht sich Quickoffice bislang nur auf die alten Microsoft Office-Formate - XML-basierte Dateien mit den Endungen .docx oder .xlsx wie sie Office 2007 standardmäßig produziert und OpenDocument bzw. OASIS-Dateien werden von der Software ignoriert. Der Powerpoint-Viewer ist in der Lage, PPT-Folien als Präsentation im Querformat ablaufen zu lassen. Wer über einen kompatiblen Beamer oder Sony Ericssons Multimedia-Station MMV-200 verfügt, kann die Präsentation via USB- oder AV-Kabel bzw. über Bluetooth auch auf einer großen Leinwand starten.

Beim Thema PDF setzt Sony Ericsson auf die Software PDF+, die im Vergleich zum auf S60-Geräten zum Einsatz kommenden Adobe Reader gerade ausreicht, um sich den Inhalt einer PDF-Datei anzuschauen - verändert man die Zoomstufe, lässt sich mangels Antialiasing der Schriftarten aber kaum noch etwas lesen.

Neue Anwendungen bzw. sogenannter "Mehrwert"-Content lassen sich wie bei Nokia über ein Sony Ericsson-eigenes Web-Portal herunterladen. Wer im Anwendungsmenü auf "Weitere Anwendungen" klickt, findet sich auf einer übersichtlichen Webseite wieder, auf der sich Free- und Payware herunterladen lässt. Mitunter gibt's hier allerhand Praktisches zu entdecken: ein iSkoot-Client zur Kontaktaufnahme mit dem Skype-Konto beispielsweise oder der Homescreen-Vereinfacher "HandyDay", der dank neuem UIQ-Bedienkonzept allerdings um seine Daseinsberechtigung kämpfen muss. Im alt eingesessenen PlayNow!-Portal kann man ebenfalls die eine oder andere "Perle" entdecken - hier findet man neue Klingeltöne, stimmungsvolle Themes und Hintergrundbilder und ein paar Spiele. top

Menüführung / Bediencharakteristika

Foto: AMB | Die Standby-Ansicht

P1i Display

Foto: AMB | Schnellwahlfunktion

Foto: AMB | Taskmanager

Foto: AMB | Anruferbeschränkung

Foto: AMB | Sprachwahl

Man kann sie lieben oder verdammen: die Menüführung des P1i basiert wie bei den Vorgängern W950i, P990i und M600i auf einem neuen Flash-Frontend, das jegliche Bildschirminhalte vektorisiert darstellt und damit professionelle Oberflächeneffekte ermöglicht. Kontextmenüs werden sanft ins Blickfeld eingeblendet, jegliche Cursorbewegung mit kleinen Animationen untermalt. Doch strapaziert die Optik die Megahertze des Prozessors und damit auch die Nerven des Nutzers: zwar fühlt sich das P1i gegen ein mit frischer Firmware aufgerüstetes M600i subjektiv minimal schneller an, aber nervig sind die permanent auftretenden Wartezeiten beim Wechseln zwischen Anwendungen allemal. Ein wenig Linderung kann man sich verschaffen, wenn man die Effekte abschaltet - aber so zügig wie durch ein Windows Mobile-Smartphone, einen Blackberry oder gar ein iPhone scrollt und klickt man auf dem P1i bei weitem nicht durch die Menüs.

Die eingeschworene Fangemeinde rund ums "P"-Modell ist dennoch schon lange davon überzeugt, dass man nichts besseres als ein Sony Ericsson-Smartphone in der Tasche tragen kann - für diese Meinung spricht durchaus einiges: das UIQ-Hauptmenü wirkt mit 9 Punkten und großen Icons übersichtlich und handy-ähnlich, lässt sich aber nicht wie bei Nokias S60-System dem eigenen Gusto anpassen. Der Standbyscreen zeigt in einer aufklappbaren Baumansicht wichtige PIM-Informationen wie anstehende Termine oder überfällige Aufgaben an und informiert auch über den Posteingangsstatus und entgangene Anrufe. Die hier angezeigten Elemente lassen sich übers Kontextmenü ("Mehr") des Standby-Screens beliebig ein- und ausblenden. Neu gelernt hat das P1i eine iPhone-ähnliche Schnellwahlfunktion, die sich am unteren Rand der Standby-Ansicht manifestiert. Sie beschränkt sich in der Grundansicht auf 5 Shortcuts, die sich nach einem Druck auf den kleinen Pfeil über der Leiste auf 15 Kurzbefehle erweitert. Hier kann man außer Anwendungen auch die Anruferbilder wichtiger Kontakte hinterlegen, um Personen à la HTC Touch oder Palm Treo visuell anwählen zu können.

Ein grundlegendes Manko, das uns bei der Bedienung des P1i permanent über den Weg lief, ist die bisweilen umständliche Herumklickerei durch Kontextmenüs, Programmicons, Textzeilen und Menüleisten. Zwar nimmt sich das Handy diesbezüglich nicht viel gegenüber einem ausschließlich mit Touchscreen ausgestatteten Windows Mobile-Endgerät, viele Funktionen sind aber gefühlsmäßig bei Sony Ericsson / UIQ intuitiv schwerer zu erreichen. Erschwert wird die Bedienung weiterhin, weil der Hersteller (bewusst) keinen Navkey zur alternativen Steuerung des Telefons vorsieht - dummerweise sind viele Funktionen so klein bzw. der Touchscreen so unempfindlich, dass man permanent den Stylus zur Hilfe nehmen muss, um sicher alle Punkte erwischen zu können. Alleine mit dem Finger lässt sich der Touchscreen kaum bedienen - da hilft auch das seitlich angebrachte Scrollwheel herzlich wenig. Größte Hilfe: die gut erfühlbare Zurücktaste unterhalb des Rädchens, das einen souverän auch aus vermeintlich abgestürzten Anwendungen wieder bis zum Standby-Screen zurückholt.

Mit Hilfe von Displaythemes lässt sich das Aussehen von UIQ in puncto Farbwahl, Fensterdekoration und Hintergrundgestaltung den Vorstellungen des Nutzers anpassen. Ab Werk sind vier pastellfarbene und zum Gehäusedesign passende Themes dabei, etliche neue gibt's größtenteils kostenlos im WWW. Befremdlich: das P1i kennt zwar eine automatische Tastensperre, lässt aber nicht die Einstellung der Wartezeit zu, nach der sie aktiviert wird. Die Grundeinstellung sperrt die Tastatur nach ca. 30 Sekunden, sodass man keine längeren Bedenkzeiten bei der Bedienung einlegen sollte, wenn man das Smartphone nicht ständig via Sterntaste und virtuellem Softkey wieder ins Reich der Lebenden zurückrufen möchte.

Dem Multitasking-Konzept von Symbian/UIQ wird ein Taskmanager gerecht, den man über ein permanent zugängliches Symbol im rechten oberen Eck der Statusleiste aufrufen kann. Da sich aktive Anwendungen ähnlich wie bei Windows Mobile nicht selbständig schließen, wenn man sie via Zurücktaste ausblendet, ist man häufiger damit beschäftigt, über den Taskmanager wieder Speicher für neue Applikationen freizuschaufeln. Situationsprofile sind fürs P1i ein Fremdwort: man findet weder in der Standby-Ansicht noch im Einstellungsmenü. mit einem längeren Druck auf die #-Taste und übers Lautstärkemenü kann man das Smartphone allenfalls vollständig verstummen lassen.

Verbindet man ein Headset mit dem P1i, lässt sich das Telefon auch via Sprache steuern. Um einen Kontakt via Sprachbefehl anwählen zu können, muss vorher ein Sprachmuster in der Kontaktliste für die jeweilige Telefonnummer angelernt werden. Mit Hilfe eines Zauberworts lässt sich übers Headset der Wählmodus des P1i aktivieren, darüber hinaus können Sprachmuster zum Abweisen oder Annehmen eines Anrufs vom Nutzer definiert werden. Eine sprecherunabhängige Sprachwahl oder Sprachfunktionen, die bestimmte Anwendungen aufrufen könnten, sucht man in der von uns getesteten Systemversion vergeblich. top

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Kommentare
  1. 18.12.10 03:40 Anonymous (Gast)
    P1i - FOREVER

    Ich hab`s jetzt 3Jahre, und geb`s nicht her tolles Teil !
    Für alle die ein`s haben, schaut euch mal das MDS-70 Teil an. Mit dem P1i absolut klasse!

  2. 25.11.10 23:45 nohtz (Handy Master)

    ich habs jetzt 2 jahre und wird im DEZ wohl gegen das nokia E7 ausgetauscht.
    das einzige was mich genervt hat ist, dass der memorystick manchmal nicht erkannt wurde (merkt man, wenn das handy aufeinmal anders klingelt :-D ). einfach raus und wieder rein, und funzt wieder

  3. 25.11.10 23:26 A.Zapotocky (Gast)
    a.zapotocky@web.de

    wurde mir bereits 2 mal werksseitig das handy p1i ausgetauscht und es ist immer was neues jezt hängt sich das handy immer auf so das wenn ich telefonieren will muss isc es immer ausschalten und nach weile wieder an machen und das ist ein handy für fast 500 euro

  4. 07.02.10 22:50 peter1 (Gast)

    eine nach wie vor gute alternative zum iphone, für solche, die nicht unbedingt auf fingerbedienung stehen!

  5. 21.09.09 20:26 bla bla (Gast)

    Das beste handy der welt !!!!!!!!

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