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Leuchtslider mit grüner Seele Sony Ericsson S500i

Das Handy-ABC von Sony Ericsson liest sich so einfach wie AreaMobile-Testberichte: K steht für eine hochwertige Kamera und und ist in den meisten Fällen Garant für eine Cyber shot-Optik, die Handyfotos in bestechender Qualität produziert; W steht für Walkman und kennzeichnet ganz auf Musikfunktionen ausgerichtete Mobiltelefone. Aber wofür steht das bisher sträflich vernachlässigte S? Vor sage und schreibe zwei Jahren erblickte mit dem multimedialen Ausstattungswunder S600i das letzte S-Modell das Licht der Welt. Ist mit S also die S-Klasse unter den Mobiltelefonen gemeint? Unwahrscheinlich, da der neue Slider S500i mangels UMTS, Walkman-Player und Cybershot-Optik kaum Eintritt in die Mobiltelefon-Oberliga finden wird und nur den Produktnamen mit seinen Vorgängern gemeinsam hat. S steht nun ausschließlich für Style und Lifestyle, das S500i soll mit bestechender Optik vor allem die designverliebte Kundschaft anlocken. Wir haben genauer hingeschaut.

Lieferumfang & Verpackung

Der schöne Slider soll wohl ganz für sich allein sprechen, anders können wir uns nicht erklären, dass der Inhalt des schlichten schwarzen Kubus (seltsamerweise hat Sony Ericsson ein Produktfoto auf der Unterseite platziert - also bitte nicht wie wir die falsche Seite der Verpackung öffnen!) nur den Standards dieser Preisklasse genügt. Datenkabel und Netzstecker sind fast schon eine Selbstverständlichkeit, das kabelgebundende Headset taugt nur zum Telefonieren. Das war die ganze Hardware, umso dicker ist ist das Papier in der Kiste. Gleich drei Ausführungen der Anleitung mit jeweils 90 Seiten legt Sony Ericsson bei, hinzu gesellt sich die bewährte PC Suite, inklusive Disc2Phone und Adobe Photoshop Starter Edition. Dem Vista-Freund bleibt allerdings der Weg ins Internet nicht erspart: wer mit Microsofts neuestem Betriebssystem unterwegs ist, muss eine kompatible Version auf Sony Ericssons Support-Seite herunterladen. Das war schon alles; keine guten Kopfhörer, kein M2-Speicherstick, kein Displaytuch. Das haben wir schon besser gesehen. top

Foto: AMB | Sony Ericsson S500i Lieferumfang

 

Design & Verarbeitung

In puncto Design konnte Sony Ericsson in der Vergangenheit oftmals Akzente setzten. Kein Wunder also, dass der neueste Slider aus der schwedisch-japanischen Handyschmiede mit seinem erklärten Style-Schwerpunkt für anerkennende Blicke sorgt: kompakt, schlicht und smart räkelt sich das S500i auf dem Tisch. Zwar bleibt dem Handy (dessen Gehäuse auf dem W580i basiert) mit 14mm Tiefe das Attribut „ultraschlank“ verwehrt, doch mit den sanften Rundungen und der angeschliffenen Oberseite wird er auch von engen Hosentaschen noch problemlos geschluckt. Doch ein echter Fashion-Victim lässt sein nagelneues S500i kaum in der Tasche verschwinden, wenn ein Tisch zum drauflegen in Reichweite ist.

Foto: AMB | Sony Ericsson S500i Bügelform

 

Hier hebt sich der Slider im wahrsten Sinne des Wortes von anderen Modellen ab, da die Unterseite nicht komplett an einer Oberfläche "klebt" sondern dank der Bügelform am Gerätefuß leicht angewinkelt nur an den Geräteenden aufsetzt. Der Bügel sieht nicht nur gut aus, sondern bietet auch praktische Vorteile. Mit einem gerasterten Anschliff versehen, bietet die gewölbte Slideroberseite den Fingern griffigen Ansatz zum Aufschieben.

Erst beim Aufslidern wird deutlich, warum Sony Ericsson dem S500i mit dem Beinamen Mysterious Green versieht und das Design als "Inspiriert von der Natur" verkauft. Also harmonischer Einklang von Natur und Technik statt technoid angehauchter, kühler Gestaltung? Abgesehen vom haptisch hochwertigen Metallic-Grün von Tastenfeld und aufgeschobener Rückseite ist die Optik nicht ganz so grün wie der Beiname suggeriert. Der rabenschwarze Klavierlack-Glanz der Oberseite lässt dann doch erkennen, dass man sich nicht vollständig vom aktuellen Glanzdesign à la Shine, Cocolate &Co. lösen kann (oder will). Das vermittelt gewohnt eleganten Glanz, ist aber mit den üblichen Nachteilen behaftet: man braucht keine Spurensicherung, um einen S500i-Nutzer anhand seiner Fingerabdrücke zu überführen, bereits nach kurzer Zeit ist die Oberfläche von verräterischen Fettspuren übersät. Da hilft nur putzen, putzen, putzen.

 

Wer die Akkuverschalung mit kräftigem Druck abzieht und einen Blick auf den SIM-Kartenslot wirft, den Sony Ericsson im rechten oberen Rand versteckt, bekommt ebenfalls kein Paradebeispiel für die propagierte Harmonie von Mensch und Technik zu Gesicht. Das Einlegen der SIM-Karte entpuppte sich bei unserem Testmodell als - um es milde auszudrücken - trickreich. Anstatt einzurasten, wurde unsere Karte immer wieder ausgespuckt; erst mit dem Stylus unseres Nachbar-P1i gelang es uns, die Karte sicher im Slot zu verankern. Das nächste Problem folgt allerdings auf dem Fuße, denn wer seine SIM wechseln möchte, braucht extrem lange und am besten angespitze Fingernägel. Sony Ericsson: beim nächsten Mal bitte auch an stumpfe Männerhände denken!

Foto: AMB | Nichts für Grobmotoriker: S500i SIM-Slot

 

Die von vielen Sony Ericsson Handys gewohnte Gehäuseintegrität lässt die einzelnen Komponenten mit den kaum vorhandenen Spaltmaßen zwar kaum sichtbar werden, trotzdem ist die Verarbeitung alles andere als gelungen. Vor allem die Sliderkonstruktion sorgt für Erschrecken. Breite und extrem unregelmäßige Abstände zwischen Sliderober- und Unterseite lassen den Eindruck entstehen, jemand hätte zwei unterschiedliche Handys einfach mit Schraubstock und Stoßgebet auf den Lippen zusammengepresst. Das passt irgendwie nicht zusammen.

Foto: AMB | Irgendwie schief oder? S500i Kopfseite mit M2-Slot

 

Aufgeslidert gewährt ein prüfender Seitenblick tiefe Einblicke in das S500i und sorgt fürs nächste Erschrecken: sind da in der Tiefe des Raums tatsächlich die Lötstellen der Hauptplatine zu sehen? Neugierige Bastler, die schon immer wissen wollten, wie ein Handy im Innern aussieht, kaufen sich ein S500i, der Rest wendet sich schaudernd ab, Unverbesserliche halten dagegen ihre Hosentaschen frei von Krümeln, meiden Nieselregen, Strände, etc. Dass die Gummiklappe für die M2-Karte gut sitzt und fest mit dem Handy verbunden ist, kann da auch nichts mehr retten. Und warum Sony Ericsson diesen Slot auf der Kopfseite platziert, bleibt wohl ein Herstellergeheimnis. Wir konnten uns mit der ungewöhnlichen Position jedenfalls genauso wenig anfreunden wie mit der schlechten Verarbeitung. top

Display & Tastatur

Foto: AMB | S500i Display

 

Das Display entspricht den Standards der Geräteklasse. Harte Fakten: 240x320 Pixel, 262.144 Farben. Weiche Fakten: hohe Leuchtkraft, brillante Farben, scharfe Kontraste. Im Prinzip bleiben also keine Wünsche offen, doch wie so oft verzichtet Sony Ericsson auf eine transflektive Beschichtung, bei starkem Aussenlicht bleibt das Display also schwarz. Eine StandBy-Uhr ist zwar an Bord, wird aber nur bei einem Druck auf die Lautstärketasten aktiviert. Das schont zwar den Akku, ist aber wenig praktikabel.

Foto: AMB | Sony Ericsson S500i Zifferntastatur

 

Auch die Zifferntastatur ist kein Paradebeispiel für menschgewordene Technik. Die öko-grüne Metalleinfassung bietet zwar feinste Haptik und sieht politisch korrekt aus, die eigentlichen Tasten sind jedoch nicht die erste Wahl für Grobmotoriker. Obwohl mit der Sliderkonstrunktion genug Fläche für großflächige Tasten vorhanden wäre, wählt Sony Ericsson den optisch vielleicht anspruchsvolleren, funktional jedoch reduzierten Weg. Vier zu schmale Ziffernleisten, deren Eleganz noch durch hüsche Metallkügelchen zwischen den einzelnen Tasten verstärkt wird, machen zwar einiges her - abgesehen von der Optik allerdings wenig Sinn. Zur Abgrenzung der einzelnen Tasten tragen sie kaum bei, aufgrund der Breite sind die einzelnen Tasten aber noch gut erfühl- und unterscheidbar, knackige und gleichmäßig gesetzte Druckpunkte geben Feedback über jede Eingabe. SMS sollten sich also vor allem von zartgliedrigen Frauenhänden in flottem Tempo tippen lassen.

Foto: AMB | Sony Ericsson S500i Navigationstasten

 

Die Slideroberseite bietet bewährten Sony Ericsson Standard, ob schmale Metallstreifen (Softkeys) oder kleine Quadrate (Navigationstasten), eine überlegte Anordnung und gut austarierte Druckpunkte sorgen für eine schnelle und intuitive Bedienung. Gespart hat Sony Ericsson dagegen an den Seiten: ohne Kamera- und Musiktaste bieten die Seiten eine wohltuend schlichte Optik, leider bleibt dem Nutzer damit auch der schnelle Zugriff auf die beiden Anwendungen verwehrt - erste Indizien für eine schlechte Qualität von Linse und MP3-Player? Wir werden sehen. Achso, fast hätten wir den Knopf zum Einschalten übersehen: den versteckt SE nämlich kaum erfühlbar auf der hinteren Kante der Kopfseite. Aber wir wollen nicht meckern. Dass die Funktionalität bei einem Fashion- und Lifestyle-Handy meistens ganz hinten ansteht, ist ja nichts ungewöhnliches.

Foto: AMB | Nicht nur in der Disko ein cooler Blickfang

 

Wenden wir uns lieber erneut den optischen Reizen zu, denn Sony Ericssons Schönling strahlt im Dunkeln noch viel heller als die meisten Konkurrenten. Der in sanftem Grasgrün schimmernde Steuerring (keine Bedienschwächen) geht neben den coolen mehrfarbigen LED-Leisten, die in zwei schmalen Streifen an den Seiten beim Aufsliden sanft schimmern, fast schon unter. Keine Frage, wie auch das coole RAZR maxx V6 spielt das S500i seine Stärken vor allem in dunkler Umgebung aus und wird zum Blickfang . Im Einstellungsmenü kann der Nutzer eine Vielzahl von Farbthemen (insgesamt 22) für die Lichtleisten auswählen; bei einem eingehenden Anruf pulsiert das Handy dann in düsterem Rot oder im violetten "Love"-Theme. Schade nur, dass die Leuchteffekte nicht mit Musikaktivitäten oder erweiterten Telefon- sowie Nachrichtenfunktionen korrespondieren: weder das Abspielen eines Songs noch verpasste Anrufe oder eingegangene SMS-Nachrichten signalisiert der Strahlemann seinem Besitzer. top

Foto: AMB | S500i Tastaturbeleuchtung

 
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Kommentare
  1. 22.03.11 14:04 Anonymous (Gast)
    Toll

    Ich habe das Handy jetzt seit fast 3 jahren, keine großen kratzer brüche oder sonst was natürlich kann ich es nicht jeden morgen gegen die wand werfen und es tausend mal fallen lassen und dann erwarten es bleibt ganz! Aber bei welchem habdy kann man das schon

  2. 09.02.11 16:07 Anonymous (Gast)

    hab das handy seit ungefähr 3 jahren.. und seit etwa 2 wochen erkennt es die sim-karte immer mal wieder nicht und schaltet sich einfach so aus, löscht anrufe aus der anrufliste, stellt falsches datum und uhrzeit ein und zeit 'anrufe' und 'menü' nicht mehr an!! außerdem sind so ziemlich alle tasten gebrochen.. und ich bring die sim-karte nich mehr raus! wär echt nett wenn mir da jemand weiterhelfen könnte! bzw. wenn mir zumindest jemand sagen könnte, wie ich die sim-karte da wieder rausbring!!

  3. 07.11.10 11:42 Geheim. (Gast)

    Hallo:)
    Ich habe das Handy bald seit 3 Jahren und das erste jahr war es völlig ok, jedoch kamen dann die makel zum vorschein.
    Die Boxen sind kaputt und mein Handy vibriert nur noch wenn es klingelt.
    Musik geht nicht mehr laut abzuspielen und ungefähr jeden Monat fliegt einmal die Speicherkarte raus..
    Aber trozdem liebe ich das Handy.:D

  4. 07.10.10 22:16 Anonymous (Gast)

    ausschaltknopf:ober links, an der seite

  5. 02.10.10 22:55 Fan (Gast)
    Tolles Handy

    Also, ich habe das Handy jetzt schon 2 Jahre lang und kann mich echt nicht beschweren. Es hat bis jetzt noch keine Macken, und welcher Handynutzer kann das schon von seinem 2 Jahre alten Handy behaupten?
    Dass es nicht anzeigt, wenn man eine SMS empfängt muss ich widerrufen. Mir zeigt mein Handy das sogar mit Licht- und Tonsignalen an!
    Ansonsten ist der Text sehr schön geschrieben und lässt sich gut lesen.
    Es ist aber wirklich ein Genießer- und Frauenhandy. ;)
    MfG

  6. 24.07.10 16:22 Fan (Gast)
    S5001

    ein wirkich schöner text,gut geschrieben,aber leider viel zu negativ dargestellt. das sony ericsson s500i ist keineswegs nur ein 'stylerhandy'.meiner meinung nach sehen einige personen (überwiegend männer) die sache mit den tasten zu verkniffen.wer sich das handy kauft,der muss wissen was auf ihn wartet,sollte man meinen. alles in allem: ein wunderbares handy,aber eben nur für genießer und keine kritiker geeignet.

    mfg

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